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Walter Tillemans (Antwerpen, 20. Februar1932) ist ein Flämischer Theaterdirektor.
Lebenszyklus
Tillemans wuchs bei seinen Großeltern auf, nachdem seine Mutter kurz nach seiner Geburt gestorben war. Das Zweiter Weltkrieg Was er als Junge erlebt hat, hat ihn tief beeindruckt. Wenige Tage nach der Befreiung wurde er selbst bei einem deutschen Bombenangriff auf Antwerpen lebensgefährlich verletzt. Der anschließende Terror der of fliegende Bomben in Antwerpen hat dazu beigetragen. Sein kaufmännisches Sekundarstudium konnte er krankheitsbedingt nicht abschließen, aber von seinen Aufenthalten im Stuyvenberg-Krankenhaus und der Seifenlager im Hahn er hat sich selbst in der . gelesen Weltliteratur.
Im 1952 er kam dazu Der Nebelfleck, ein kulturelles Avantgarde-Verein in Antwerpen. Hier lernte er das internationale Avantgarde-Theater kennen. Dort lernte er auch seinen Lebensgefährten Julienne De Bruyn die er 1964 heiratete. Durch diese Schauspielerin kam er in Kontakt mit Fred Engelen, Anführer der Studio der Nationaltheater in Antwerpen. Dort absolvierte er eine dreijährige Schauspielausbildung und wurde Regieassistent bei Fred Engelen. Im Studio absolvierte er auch einen Regiekurs von Herman Teirlinck und Fred Engelen.
Im 1962 er war als freiberuflicher direktor bei der firma der Königlich Niederländisches Theater (KNS) in Antwerpen, wo er sich bald als exzellenter Regisseur entpuppte, der stark von den Theorien der Brecht. Seit 1965 ist er dort ständiger Direktor. Sein soziales Engagement und zahlreiche Inszenierungen haben mehrfach zu Kontroversen geführt. Tillemans bewarb sich zweimal erfolglos um die vakante Stelle des Direktors der KNS. Er wurde erst 1991 Direktor, nachdem eine Zusammenarbeit mit der Fenstertheater, es Ensemble KNS-RaamTeater. Mangels Erfolg wurde dieses Ensemble 1994 aufgelöst und Tillemans widmete sich fortan ganz dem Raamtheater.
Im 1979 gründete er zusammen mit dem Dramaturgen Brauer anzeigen und mit den Schauspielern Frank Aendenboom und Roger Van Kerpel das Fenstertheater. 1984 verließ er das Unternehmen der KNS, um Vorstand der KNS zu werden Neues Ensemble RaamTeater füttern. Für diese Kompanie ließ er sowohl ein kleines als auch ein mittelgroßes Theater in Antwerpen einrichten. Hier brachte er klassisches und modernes Theater in ein zeitgenössisches Design, ohne sich in Experimenten zu verlieren.
Regiestil
Seine Produktionen wurden stets von einem starken sozialen Engagement getragen und waren sowohl optisch als auch inhaltlich immer sehr interessant. Er war von der Klassik angezogen (Shakespeare, Molière), sowie durch das moderne Repertoire (Tschechow, brecht, Kohout), und auch das Risiko, neue flämische Stücke zu schaffen, schreckte ihn nicht ab.
Theatrografie
Unter den bemerkenswertesten Verzeichnissen erwähnen wir:
- 1962 - KNS - Kleben und Het Been (M. van Loggem nach W. Elsschot)
- 1965 - KNS - Tartuffe (Moliere)
- 1966 - KNS - Leben des Galilei (B. Brecht)
- 1969 - KNS - König Lear (W. Shakespeare), mit Luc Philips
- 1970 - KNS - August August August (P. Kohout)
- 1972 - KNS - Die Pfarrei des Elends (Jan Christiaens)
- 1973 - KNS - Der Geizhals (Molière), mit Luc Philips, Frank Aendenboom, Jan Decleir u.a.
- 1974 - KNS - Armer Mörder (P. Kohout)
- 1976 - KNS - Kleiner Mann, was nun? (H. Fallada/T. Dorst)
- 1978 - NTGent - Het Proces (P. Weiss/F. Kafka), wofür er 1978 den Dr. Oscar de Gruyter-Preis für die beste Regie erhielt
- 1981 - Window Theatre Antwerp - Play Macbeth (W. Shakespeare/P. Kohout)
- 1982 - Window Theatre Antwerpen - Armer Cyrano (E. Rostand/P. Kohout)
- Geschichte eines Pferdes (L. Tolstoij/M. Rosowski) am Théâtre National te Brüssel.
Er führte auch Regie in den Niederlanden, Deutschland und Österreich, unter anderem am Burgtheater te Wien.
Quelle
- [1] Brauer anzeigen, Walter Tillemans, Flämisches Theaterinstitut, 1997