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Das 95 Aussagen war ein Dokument, mit dem Martin Luther prangerte die Missbräuche in der katholischen Kirche an (31. Oktober 1517). Es führte zu dem Reformation und wird daher als Ursprung des Protestantismus. Die „95 Thesen“ machten den Handel Genuss angeprangert, ein Konzept der dominikanisch Priester Johann Tetzel durch die die Reichen die Vergebung ihrer Sünden konnten die abkaufen Papst. Luther hielt es für ungerecht, dass die Reichen nicht so büßen sollten, wenn sie Bekenntnis kam.
Luthers Absicht
Luther ließ seinem Ortsbischof Hieronymus Schulz von Brandenburg und Erzbischof Albrecht Zeit zur Stellungnahme. Luther strebte also anfangs nicht den Bruch mit der Kirche an, sondern die Beseitigung von Unrecht und Irrtum, die in der Kirche vorhanden waren.
Ein wichtiger Missbrauch oder Irrtum war der Ablasshandel, bei dem Menschen durch den Kauf eines Ablasses Vergebung der Sünden erhielten und sogar von bereits Verstorbenen abkaufen konnten.
Satz 1: „Als unser Herr und Meister spricht Jesus Christus: ‚Tut Buße‘ usw. Matt 4:17[1] Er verlangt, dass das ganze Leben seiner Gläubigen auf Erden eine ständige und ewige Buße ist!"
- Fälschlicherweise wurde oft angenommen, Buße und Reue seien nicht nötig, solange man einen Ablassbrief kaufte. In Wirklichkeit ging es beim Ablass nach katholischer Lehre um eine vorübergehende Bestrafung im Fegefeuer.
Satz 36: "Jeder Christ, der wirklich Reue und Buße für seine Sünden empfindet, hat volle Vergebung von Schmerz und Schuld, die ihm auch ohne Vergebung versprochen wird."
Veröffentlichung
Gedruckt wurden die Thesen um die Jahreswende 1517/1518 in Leipzig, Nürnberg und Basel. Im Deutschland und die Vorschläge fanden auf der ganzen Welt Resonanz: Sie drückten lange schwelende Fragen und die Unzufriedenheit der Bevölkerung aus. Manche meinen, Luther habe diese plötzliche Verbreitung der Thesen bedauert, weil sie für die Gelehrten bestimmt waren. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Suche nach dem Volk, wie es Luther durch die Bibel ins Deutsche übersetzen und wohin er ging, um zu den Leuten zu sprechen.
Widerstand der römisch-katholischen Kirche
Luther stieß bei der Äußerung seiner Ideen auf viel Widerstand. Er wurde mehrmals gebeten, seine Bücher und etwa die Hälfte seiner Abschlussarbeiten zurückzuziehen. zuerst früh Papst Leo X zu diesem Zweck nach Rom zu kommen, aber Luthers Freunde drängten ihn, nicht zu gehen. Sie haben ihn darauf hingewiesen Johannes Hus, der in gutem Glauben nach Konstanz reiste, aber hingerichtet wurde.
Auch in Deutschland wollte Luther nicht widerrufen. Im Auftrag des Papstes ist Luther Reichstag in Worms 1521 erneut zum Widerruf aufgefordert. Luther hielt dabei eine Rede zuerst auf Deutsch und dann auf Latein, denn Karel V hasste Deutsch und fand es schwer, ihm zu folgen. Darin deutete Luther an, dass er mit manchen Personen vielleicht zu scharf gewesen sei und es dann zurücknehmen wollte. Die Wahrheit konnte und sollte er jedoch nicht widerrufen. Er glaubte nicht an Päpste und Konzilien, weil ihnen so oft gezeigt worden war, dass sie sich geirrt hatten. Er würde nur widerrufen, wenn er von der Bibel überzeugt werden könnte, dass er im Irrtum war.
Wenige Tage später, am 26. Mai 1521, wurde Luther verbieten damit ihn jeder ungestraft umbringt. Alle Bücher, die Luther geschrieben hatte, mussten verbrannt werden. Dies ist als die bekannt geworden Edikt von Worms. Friedrich der Weise, das Kurfürst von SachsenLuther war aber gut gelaunt und hatte ihn schon vor dem Edikt in Sicherheit gebracht Wartburg (Schloss), die Residenz des Kurfürsten. Dort lebte Luther bis März 1522 unter einem Pseudonym.
Später, nach dem Konzil von Trient, Ablassmissbrauch in der katholischen Kirche endlich thematisiert. Luther war zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben.
Festnageln?
Die Lutherstatue mit den "95 Thesen" in lateinischer Sprache an der Tür des Schlosskirche in Wittenberg Nageln tauchte im Lutherkult des 19.e Jahrhundert. Ob es tatsächlich stattfand, ist jedoch ungewiss – der katholisch-lutherische Forscher Erwin Iserloh behauptete 1961, dass die Geschichte über a Legende ruht. Diese Behauptung hat er später in einem Buch untermauert.[2]
Es gibt zwei zeitgenössische Quellen, die das Ereignis dokumentieren, aber ihre Zuverlässigkeit wird in Frage gestellt. Philipp Melanchthon beschrieb das Ereignis im Vorwort zu Luthers Gesammelten Werken, aber er wurde erst 1518 Professor an der Universität Wittenberg. Auch Luthers Sekretärin Georg Rörer schrieb darüber,[3] aber auch diese 2006 entdeckte Quelle liefert nicht für alle schlüssige Beweise.[4]
Angebliche Argumente dagegen
Die folgenden Argumente, so der Katholik Erwin Iserloh, können zeigen, dass das Anschlagen der Thesen (gegen die katholische Lehre) an der Tür der Kirche eine Legende ist:
- Luther dachte zunächst, die Ablassprediger hätten willkürlich gehandelt, ohne Wissen Bischof oder Erzbischofund gegen den Willen des Papstes.
- Als Luther jedoch die "Instructio summaria" des Erzbischofs in die Hände bekam, wusste er, dass der gepredigte Ablass den offiziellen Anweisungen entsprach.
- Deshalb schickte er am 31. Oktober 1517 einen Brief an seinen Ortsbischof, Hieronymus Schulz aus Brandenburg und an den Magdeburger Erzbischof Albrecht, in dem Luther den Erzbischof auffordert, die „Instructio summaria“ zu widerrufen. Dieser Brief ist erhalten geblieben.
Die Thesen waren dem Schreiben beigefügt, und Luther bittet dringend um Klärung der Ablasslehre der Theologen.
- Luther kommt später oft auf diesen Brief zurück, zum Beispiel in einem Brief an Papst Leo X im Mai 1518 und in einem Brief an seinen Kurfürsten Friedrich der Weise am 21.11.1518.
- In dem Brief an Friedrich den Weisen weist Luther ausdrücklich darauf hin, dass er mit dem erwähnten Brief nur Bischof Hieronymus Schulz von Brandenburg und Erzbischof Albrecht über die Missbräuche des Ablasshandels informiert habe und selbst seinen Freunden nichts davon gewusst habe.
- Erst als er keine Antwort von Bischof Hieronymus Schulz von Brandenburg und Erzbischof Albrecht erhielt, machte Luther die Thesen Gelehrten innerhalb und außerhalb Wittenbergs bekannt.
- Die Thesen an der Tür zu schlagen, ohne eine Antwort auf seinen Brief an Bischof Hieronymus Schulz von Brandenburg und Erzbischof Albrecht abzuwarten, wäre eine Provokation. Luther wollte Provokation und Gewalt vermeiden und verließ sich auf die guten Absichten des Papstes.
- Es hat nie eine öffentliche Diskussion über die Thesen gegeben, was der Zweck des Anschlagens der Thesen an der Kirchentür gewesen wäre.
- Die 95 Thesen wurden in lateinischer Sprache verfasst, so dass sie vom gemeinen Volk, von dem die überwiegende Mehrheit noch Analphabeten war, nicht gelesen werden konnten. Mit anderen Worten, sie waren ausschließlich für Theologen und Geistliche bestimmt.
- Es wurde keine Originalausgabe der Thesen gefunden, sie wurden an verschiedenen Orten ohne das Eingreifen Luthers veröffentlicht.
- In einem seiner Tischgespräche erzählt Luther, dass er nach demAllerheiligen erregte Bestürzung bei seinem Kollegen Hieronymus Schurff, als er sagte, er wolle gegen den Ablass schreiben. Luther kann es also nicht schon an Allerheiligen gepostet haben.
- Erst am 11. November 1517 schickte Luther die Thesen an seinen Freund, vor Johannes Lang te Erfurt, und fragt, ob er und seine Mitbrüder ihre Meinung dazu abgeben möchten.
Externe Links
- Die 95 Aussagen auf Niederländisch und der Latein, Evangelisch-Lutherische Gemeinde Stadskanaal
- Der Text der 95 Thesen auf Deutsch (S. 1-55,91-99) und Niederländisch (S. 56-90,100-106), Frans van der Heijden et al., Jahre fünfzig
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Originalwerke von oder zu diesem Thema finden Sie auf der Seite Disputatio pro Declaratione virtutis nachlassiarum auf Wikisource. |
| Originalwerke von oder zu diesem Thema finden Sie auf der Seite Die englische Übersetzung der 95 Thesen auf Wikisource. |