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Andermatt
Andermatt
Gemeinde in SchweizFlagge der Schweiz
Wappen von Andermatt
Andermatt (Schweiz)
Andermatt
Ort
KantonUric
BFS/OFS/UST-Code1202
GemeindetypGemeinde
NachbargemeindenAirolo, Krankenhaus, Göschenen, Tujetsch
Koordinaten46° 38′ N, 8° 36′ O
Allgemeines
Oberfläche62,15 km²
Einwohner(31-12-2013)1.393
(22 Einwohner/km²)
Höhe1447 ich
Andere
Postleitzahl6490
Vorwahl041
SpracheDeutsche
WebseiteOffizielle Website
Detailkarte
Karte Gemeinde Andermatt 2007.png
Portal  Portalsymbol  Schweiz

Andermatt ist eine Gemeinde in Schweiz. Sie ist in der Urserendal, die im Süden durch die Gotthardmassiv ist begrenzt.

Andermatt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Hier laufen die Straßen zusammen, die zu drei historischen Gebirgspässen führen: dem Furka-Pass, das Gotthardpass und der Oberalppass, im Westen, Süden und Osten. Nur nach Norden, nach Göschenen und weitere Richtung Luzerne, es gibt einen Weg nach unten. Dieser führt an der wilden Schöllenenschlucht vorbei, über die die Teufelsbrücke gebaut wurde.

Die Urseren, das Tal, in dem Andermatt liegt, wird von der Furkareuss durchflossen. Das Tal erstreckt sich über weniger als 10 km. Der Oberalppass beginnt in Andermatt. Die anderen beiden Orte im Tal sind Krankenhaus, der Beginn des Gotthardpasses und realp, dem Beginn des Furkapasses. In der Umgebung gibt es nur wenige Bäume.

Andermatt hat einen Bahnhof, wo die Züge aus dem Matterhorn Gotthard Bahn Anfahrt: Richtung Wallis, durch Tunnel unter dem Furkapass, nach Göschenen und nach Disentis/Muster, über den Oberalppass. Früher führte der gesamte Verkehr über den Gotthardpass über Andermatt. Seit der Eröffnung des Autotunnel im 1980 zwischen Göschenen und Airolo Durch Andermatt kommt nur der Verkehr, der über die drei Passstraßen führt.

Im Winter bietet Andermatt Skifahren auf den Pisten des 2.961 m hohen Gemsstock. In der Sommersaison ist es ein beliebtes Ziel für Bergwanderer. In Andermatt befindet sich das Talmuseum Ursern zur Kultur und Geschichte des Tals.

Andermatt

Geschichte

Archäologische Funde weisen darauf hin, dass das Andermatttal seit 4000 v. Chr. bewohnt ist. Die heutigen Einwohner sind von alemannischen Stämmen aus Wallis aus. Die Gemeinde Andermatt wurde 1203 erstmals urkundlich erwähnt, sie war Teil des Benediktinerklosters in Disentis. Das bedeutendste Gebäude im Dorfzentrum ist die Kapelle Sankt Peter mit ihrem roten Turm aus dem Jahr 1448. Die Kirche wurde nach dem Dorfbrand von zerstört 1766 wieder aufgebaut.

Goethe machte drei Reisen nach Andermatt, 1755, 1779 und 1797.[1]

In der Zeit von 1818 - 1831 wurde die Gotthardpass für Postkutschen geeignet gemacht, wovon Andermatt wirtschaftlich profitierte. Das Gotthardtunnel für den Bahnverkehr wurde 1881 zwischen Göschenen und Airolo, also unter Andermatt, eröffnet. 1885 wurde Andermatt zu einem wichtigen Garnisonsstandort der Schweizer Armee, darunter auch die in Kriegszeiten genutzte Kommandozentrale. Der Standort ist derzeit ein Ausbildungszentrum der Schweizer Armee.

Der Plan, das Urserental samt Andermatt zugunsten des grössten Stausees der Schweiz zu opfern, löste im Februar 1946 einen Volksaufstand aus. Der Plan wurde Anfang der 1950er Jahre aufgegeben, danach Göschenertal ein viel kleineres Reservoir wurde gebaut.[2]

Bis zum Zweiten Weltkrieg war Andermatt ein mondäner und luxuriöser Ferienort mit drei Grand Hotels. Nach dem Krieg gaben die Banken keinen Kredit für die Renovierung der Hotels, sie betrachteten Andermatt in erster Linie als Militärlager, nicht als Touristendorf. Die Hotels und das Dorf verfielen.

Andermatt profitierte danach erneut vom Wohlstand in der Schweiz. Das alte Zentrum wurde restauriert und zu Beginn des 2010er Jahre ein neues, sehr luxuriöses Hotel, das gegenüber dem Bahnhof gebaut wurde.

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