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BMW GS
Der „Stammvater“ R 80 G/S von 1980
Der „Stammvater“ R 80 G/S von 1980
R 80 GS
R 80 GS
BMW R1100GS. Der „Schnabel“ erhielt viel Kritik, ist aber mittlerweile zum Markenzeichen der GS-Reihe geworden
BMW R1100GS. Der „Schnabel“ erhielt viel Kritik, ist aber mittlerweile zum Markenzeichen der GS-Serie geworden
R 1200 GS Abenteuer
R 1200 GS Abenteuer
F 650 GS Einzylinder
F 650 GS Einzylinder
F 650 GS 800ccm Zweizylinder
F 650 GS 800ccm Zweizylinder
F 800 GS Doppelzylinder
F 800 GS Zweizylinder

BMW GS ist eine Motorradserie von BMW. Die Motorräder sind sowohl für den Straßen- als auch für den Offroad-Einsatz geeignet, sogenannte Allroad-Motorräder. Die Buchstaben GS beziehen sich auf das Deutsche Gelände/Straße was bedeutet Schotterweg und Asphalt. BMW begann 1980 mit den GS-Modellen und sie werden bis heute produziert.

Geschichte

Bis zum Ende der siebziger Jahre BMW war mit schweren 750- und 800-ccm-Boxermotoren in der Endurosport. Allerdings in den eigentlich nicht so wichtigen Klassen bis 1000 ccm und über 1000 ccm. Sie hatten jedoch festgestellt, dass sich eine so schwere Enduro auch in unwegsamem Gelände ziemlich ruhig fahren ließ. Diese Ergebnisse gaben genügend Vertrauen, um auf jeden Fall schwer zu nehmen alle straßen um mit der Produktion zu beginnen. Der Gedanke an die Teilnahme am Rallye Dakar mitgespielt. Damals war es noch dominiert von den Yamaha XT-500. Bei den langen Wüstenetappen, die mit hoher Geschwindigkeit zurückgelegt werden mussten, stießen diese Maschinen regelmäßig auf Probleme. Dies könnte ein Gewinn für eine schwerere, stärkere Maschine gewesen sein. BMW könnte sportliche Erfolge gebrauchen. Die Schubstangenboxer könnten reingehen Straßenrennen absolut keine Faust machen, und seit 1975 war auch eine jahrzehntelange Vorherrschaft in der Beiwagenrennen.

GS-Serie

Luftgekühlte Boxermotoren

Die GS-Serie hat viele Modelle. Beide mit stehenden Einzelzylindern, stehende Zwillinge als DoppelzylinderBoxermotoren. Als BMW 1980 die erste Maschine der Öffentlichkeit vorstellte, machten sie nichts als Boxertwins. Das R 80 G/S (Gelände/Straße) war, wie erwähnt, ein All-Road, erwies sich aber als nur mäßig geeignet für den Einsatz als Geländemotor. Bemerkenswerterweise entpuppte es sich jedoch als leichtfüßiges, gut zu handhabendes Rennrad, das allerdings mit seinem hohen Lenker, einseitig (Monohebel) Hinterradaufhängung und Semi-Terrain-Reifen. Nach den Erfolgen von Hubert Auriol in dem Rallye Dakar Daher wurde beschlossen, ein spezielles "Dakar"-Modell herauszubringen, das R 80 G/S Paris-Dakar. Es gab auch eine 650er Version der R 80 G/S, die R 65 GS. Es wurde hauptsächlich als Armeemotor verwendet. Der Entwicklung folgend erschien 1987 ein Nachfolger des G/S, der R 80 GS. Bei der Rallye Dakar kamen jedoch nun schwerere Motoren zum Einsatz, weshalb im selben Jahr eine 980er-Version folgte, die R 100 GS. 1989 erschien auch ein Dakar-Modell dieses Motorrads, das R 100 GS Paris-Dakar. All diese Neulinge haben das Neue bekommen paralever Federungssystem. Inzwischen waren die Dakar-Erfolge von BMW vorbei, Honda und Yamaha hatte auch schwerere Modelle entwickelt und mit den deutschen Boxern kurzen Prozess gemacht. Aber auch die öffentlich zum Verkauf stehenden BMW allroads beeindruckten zunehmend als Rennräder mit exzellentem Fahrverhalten. BMW konnte beruhigt die Wüste verlassen und der Neue auch BMW R 1100 Serie Habe ein GS-Modell. Es gab jedoch zwei "Runout-Modelle", die die Namen trugen "Basic" und "Kalahari" habe. Diese wurden bis 1997 hergestellt.

Eine kleine Übersicht:

Monohebel:

paralever:

Luft-/ölgekühlte Boxermotoren

1994 wurde die neue Generation der BMW Boxermotoren vorgestellt, die BMW R 1100 Serie. Auch GS-Modelle wurden mit diesen Motorblöcken ausgeliefert. Die gelieferten Modelle waren die R 850 GS mit einem 849ccm Motor und dem R 1100 GS mit 1085ccm Motor. Mit dem Design ging BMW weit abseits der ausgetretenen Pfade, besonders der „Schnabel“-Kotflügel vorn sorgte für viel Aufmerksamkeit. Dabei handelte es sich nicht um ein neues Design, das SuzukiDR 800 S groß hatte so einen vorderen Kotflügel schon mal. Zwar konnte man mit gutem Willen und angepassten Reifen noch ins Gelände vordringen, aber es war klar, dass BMW mit der GS-Baureihe verstärkt auf den Einsatz als „Reise-Enduro“ setzt. Diese Maschine war erhältlich mit Abs, die für den Feldeinsatz abschaltbar sind. Außerdem war es auch beheizte Griffe eine Option. Mit Abstand waren die meisten GS mit einem Kofferset und wurde nicht selten größer Tourfenster montiert. Als 1999 die 1999 BMW R 1150 Serie erschien, die GS (jetzt als R 1150 GS) existieren, und die Serie wurde sogar um die R 1150 GS Abenteuer. Dieses Motorrad wurde nicht mehr von den Wüstenrallyes inspiriert, sondern von Weltreisenden, die schwer bepackt mit großen Koffern lange Fahrten durch unwegsames Gelände unternehmen. Danke riesig Aluminium Koffer, die Maschine sieht aus, als würde sie gleich auf die Reise gehen. 2004 kam BMW mit einem komplett neuen Motor und Motorblock. Der neue Motor hatte eine Hubraum von 1170 ccm. Das Modell wurde der R 1200 GS. Darüber hinaus wurde 2006 die R 1200 GS Abenteuer. Die 1200er Serie wurde rund 30 kg leichter konstruiert als ihre Vorgänger. Ab 2010 wurde die R1200-Serie jedoch erneuert und mit dem neuen ausgestattet DOHC Boxerblock aus dem HP2-Serie.

Eine kleine Übersicht:

Einzylinder der Serie F 650

1993 führte BMW in Zusammenarbeit mit Rotax das F 650 Funduro. Dieser Einzylinder hatte einen Hubraum von 652 ccm und hatte zum ersten Mal in der BMW-Geschichte eine Kettenantrieb. Im Jahr 2000 erweiterte BMW die Baureihe um den F 650 GS nach einer erfolgreichen Rallye Paris-Dakar von Richard Saint mit dieser Maschine im Jahr 1999 (F 650 RR).

Doppelzylinder der Serie F 800

2007 kam BMW mit bemerkenswerten Neuigkeiten, nämlich a stehender Zwilling von 798 ccm, die der neue F 800 GS und der F 650 GS fährt. Entgegen der Typenbezeichnung wurden beide Modelle vom gleichen Motor angetrieben. Sie waren Teil der BMW F 800 Serie, Das Riemenantrieb hatte, aber die GS-Modelle waren Kette angetrieben, weil ein Riemenantrieb im Gelände zu fragil ist.

Einzylinder der Serie G 650

Dieses neue Modell wurde im November 2001 eingeführt. BMW hatte den EinzylinderF 650 GS ab Modelljahr 2008 ersetzt durch die F 650 GS Doppelzylinder, mit 800ccm Motor. Beim neuen 650er-Motor der G 650-Baureihe war die Wiedereinführung eines solchen Einzylinders einerseits logisch, der niederländische Importeur hat das Modell jedoch nicht (aktiv) vermarktet (aber wird es 2011 bestellbar sein), weil es Angst um die GS und vor der F 800-Serie. Bei der neuen G 650 GS setzte BMW vor allem auf Sparsamkeit: Bei 90 km/h würde die Maschine nur noch einen Liter pro 100 km (1:32) verbrauchen. Der Motor war etwas leistungsschwächer als der der restlichen G 650-Baureihe, der Tank war jedoch deutlich größer, um den touristischen Charakter der Maschine widerzuspiegeln.

Zeitleiste

Eine Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

JahrVeranstaltung
1979Erste Testfahrten mit der BMW G/S, Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft Enduro (< 1000cc)
1980Die G/S wird offiziell eingeführt. Rolf Witthöft Enduro-Europameister (<1000 ccm), Herbert Schek Enduro-Europameister (<1300 ccm)
1981Hubert Auriol gewinnt die Rallye Dakar (BMW GS 800 R)
1983Hubert Auriol gewinnt die Rallye Dakar (BMW GS 980 R)
1984Gaston Rahier gewinnt die Rallye Dakar (BMW R 1050)
1985Gaston Rahier gewinnt die Rallye Dakar (BMW R 1050)
1987Vorstellung der Paralever GS und damit der R100 GS
1993Einführung der F-Serie, des F650 Einzylinders
1994Die Einführung des 4-Ventil-Boxers und damit der R1100 GS
1999Einführung des 4-Ventil-Boxers, Nachfolger der R1100 GS; der R1150 GS

Richard Saint gewinnt die Rallye Dakar (BMW F 650 RR)

2000Richard Saint gewinnt die Rallye Dakar (BMW F 650 RR)
2004Einführung des 4-Ventil-Boxers, Nachfolger der R1150 GS; die R1200GS
2007Die Einführung der neuen F-Serie, der F800GS, eines Zweizylinder-Reihenmotors
2010Die Einführung der neuen R1200GS mit DOHC-Boxerblock, der BMW Typ GS feiert sein 30-jähriges Jubiläum
2010Vorstellung der G 650 GS

grafisch dargestellte Zeitleiste

Quellen