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Botho Strauß

Botho Strauß (Naumburg an der Saale, 2. Dezember1944) ist ein DeutscheSchriftsteller das zu den Postmodernismus wird gezählt.

Leben

Botho Strauß (manchmal, aber selten, wenn Strauß geschrieben) ist eine besonders aufsehenerregende, weithin bekannte Figur in der Deutsche Literatur seit ca. 1970. Er ist der Sohn eines Ernährungswissenschaftlers. Im Köln und München er hat in den sechzigern studiert germanisch. Von 1967 bis 1970 war er Redakteur bei Theater heute, ein Magazin über zeitgenössische Theaterkunst. Danach begann er selbst Theaterstücke zu schreiben und wurde schon früh bemerkt. Zusammen mit Peter Stein er arbeitete von 1970 bis 1975 für die Schaubühne am Halleschen Ufer. Er lebt seit Mitte der 1970er Jahre in Hij Berlin und Uckermark. 1989 erhielt er den Georg-Buchner-Preis.

Arbeit und Ansichten

Zunächst konzentrierte sich Strauß auf die Bühnenarbeit: Seine Technik besteht in einer radikalen Fragmentierung des Geschehens, das heißt, seine Stücke sind bewusst fragmentarisch aneinandergehangen. Er erzählt keine strukturierten, abgerundeten Geschichten mit Anfang, Mitte und Ende, sondern fixiert sich auf das fragmentarische Geschehen, das Kleine und Detaillierte. Aus diesem Grund wird Straußs Erzähltechnik manchmal als "literarisch" bezeichnet. Pointillismus" typisiert. Der Unterton ist der eines gewissen Kulturpessimismus: Die Verflachung der Gesellschaft durch die Massenmedien führt zu Kontaktarmut. Aus Menschen werden für ihn wirtschaftliche Produkte, die eigentlich nicht mehr wirklich miteinander kommunizieren, sondern eine Art Werbeslogan ausstoßen. Die Gesellschaft versinkt für Strauß in ausgehöhlten Plattitüden.

1980 veröffentlichte Strauß sein erstes Roman, Gerücht, in dem deutlich wurde, dass er auch begabt war Prosaist auch wenn der Zusammenhang manchmal schwer zu finden ist. Seit den 1980er Jahren ist sein Stil nicht nur pessimistisch, sondern auch ironisch geworden: Er scheint die zeitgenössische Gesellschaft sowohl zu kritisieren als auch zu verspotten. Wer weigert sich aus dem Van MassenkommunikationTeil der Gesellschaft zu sein, bedeutet fast Selbstmord. Die Isolierung des Außenseiters ist gleichbedeutend mit der Ermordung eines so isolierten Individuums durch die Gesellschaft.

Allgemeines Bewusstsein in der deutschsprachig 1981 erwarb er die Welt mit seiner Sammlung von Kurzgeschichten Paare, Passanten, in dem er Alltagsszenen aus dem Dasein des Durchschnittsmenschen beschreibt, mit besonderem Augenmerk auf deren Ausdruck und Verhalten und aus einer gewissen Distanz, die ironische Kommentare zulässt. Sein anschließendes Stück Kaldewey-Farce zeigt die Einführung von a mystisch Element: die Szene wird auf ihr Original reduziert dithyrambik Proportionen, so dass ein irrationales DionysosKult kommt auf die Bühne.

Im Laufe der Zeit wurde Straußs Sprache immer undurchsichtiger; ein starkes Verlangen nach Esoterik, verbunden mit seinem Wunsch, die Sprache zu reformieren, führte zu einem schwer fassbaren, äußerst verschlossenen Plädoyer für eine Rückkehr zum Romantik einerseits und andererseits eine Absage an den verderblichen Einfluss, den die kommerzialisierte Medienkultur des Unsinns auf die Menschen ausübte. Damit wandte sich Strauß an ein überwiegend intellektuelles Publikum. Im Die Zeit und das Zimmer (1989) versucht er – erfolgreich – seine Theorie zu demonstrieren, dass man zu der essentiellen Unfähigkeit, die Dinge zu verstehen, zurückkehren muss, weil die Kultur sich selbst ausgelöscht hat. Mit anderen Worten: Unbestimmtheit ist kein Mangel, sondern das Ziel der Literatur als solcher.

1993 wurde Strauß zu einer besonders umstrittenen Figur. In diesem Jahr schrieb er einen – außerordentlich komplexen – Aufsatz vor dem des Spiegels, betitelt Anschwellender Bocksgesang, in dem er darauf hinwies, dass die Dummheit der Medien (die er als "Kloake"), hatte eine unwiderrufliche Trennlinie zwischen den Massen und der intellektuellen Elite geschaffen. Ihm zufolge war diese Elite zersplittert: Menschen mit wirklicher Einsicht waren Individuen, die ihren eigenen Weg gehen mussten, während der Rest der Bevölkerung der Illusion verfallen war dass sie gut, informiert und daher weise waren. In Wirklichkeit waren sie der Scheinrealität, die ihnen die Medien endlich eingeflößt hatten, hoffnungslos zum Opfer gefallen. Außerdem drückte diese Rede einen konservativen Reflex aus. Strauß galt folglich als neuer Anwalt für ein konservative Revolution.

Es wurde der Schluss gezogen, dass Botho Strauß, wie viele Postmodernisten, aus seinem eigenen persönlichen Weltbild heraus kritisiert und daher den Schwerpunkt auf die individuelle Wahrnehmung legt, ohne unbedingt von einer Gemeinschaft getragen zu werden. Eine solche Haltung äußert sich in einer Fragmentierung der Handlung, so dass die übergreifende Kohärenz an Bedeutung verliert. Obwohl das Werk von Botho Strauß eine gewisse Anstrengung des Lesers oder Zuschauers erfordert, zählen seine Stücke zu den meistgespielten in Deutschland und sein Werk ist umstritten.

Arbeiten

Theater

  • 1971 Dieser Hypochonder
  • 1974 Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle
  • 1976 Trilogie des Wiedersehens
  • 1978 groß und Klein
  • 1981 Kaldewey-Farce
  • 1983 Der Park (zu Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare)
  • 1986 Die Fremdenführerin
  • 1989 Die Zeit und das Zimmer
  • 1991 schlußchor
  • 1993 Das Gleichgewicht
  • 1996 Ithaka
  • 1998 Der Kuss der Vergessenen
  • 1998 die ähnliche
  • 1998 Jeffers Akt I & II
  • 1999 Schicksalsfantasie
  • 2001 Der Narr und seine Frau heute abend in Pancomedia
  • 2002 Unerwartete Rückkehr
  • 2005 Scandung (zu Titus Andronicus von William Shakespeare)
  • 2005 Das eine und das andere
  • 2005 Nach der Liebe beginnt ihre Geschichte
  • 2009 Leichtes Spiel
  • 2011 Das blinde Geschehen

Andere Arbeit

  • 1975 Schützenehre (Geschichte)
  • 1975 Marlenes Schwester (zwei Geschichten)
  • 1977 Die Widmung (Geschichte)
  • 1980 Gerücht (Roman)
  • 1981 Paare, Passanten (Geschichten)
  • 1984 Der junge Mann (Roman)
  • 1985 Die Erinnerung an einen, der nur einen Tag zu Gast war (Gedicht)
  • 1987 Sonst niemand (Geschichten)
  • 1989 Kongress. Die Kette der Demütigungen
  • 1989 ber Liebe (Historien und Mischungen)
  • 1989 Fragment der Undeutlichkeit (ein Dialog und eine poetologische Meditation von Robinson Jeffers)
  • 1992 Anfangslosigkeit (Reflexionen über Punkt und Linie, Essay)
  • 1993 "Anschwellender Bocksgesang", in: des Spiegels, Nein. 6, 1993, S. 202–207. online – 8. Februar 1993.
  • 1994 Wohnen, Dämmern, Lügen (Kurzgeschichten)
  • 1997 Die Fehler des Kopisten (Anmerkungen)
  • 2000 Das Besondere (Geschichten)
  • 2003 Die Nacht mit Alice, als Julia ums Haus schlich (Geschichten)
  • 2004 Der Untenstehende auf Zehenspitzen (Prosa)
  • 2006 Mikado (Geschichten) – veröffentlicht auf Niederländisch als: Mikado[1]
  • 2006 (mit Neo Rauch) Der Mittler (5 Kalendergeschichten mit 8 Kreidezeichnungen)
  • 2007 Die Unbeholfenen. Bewusstseinsnovelle (Geschichte)
  • 2009 Vom Aufenthalt (Geschichten)
  • 2012 Sie/Er (Geschichten)
  • 2013 Die Fabel von der Begegnung (Geschichten)
  • 2013 Feuerzeug des Turms. Der Idiot und seine Zeit
  • 2014 Der zurück in sein Haus stoppte Jäger (Texte)
  • 2014 Erkennt – auf Niederländisch veröffentlicht als: Ursprung[2]
  • 2014 Allein mit allen. danke buchen
  • 2016 Oniritti Höhlenbilder
  • 2018 Der Fortführer
  • 2019 Saul
  • 2019 Zu oft umsonst gelächelt
  1. Mikado (Übersetzung: Nelleke van Maaren) at Weltbibliothek
  2. Ursprung (Übersetzung: Gerrit Bussink) at Weltbibliothek