WikiDer > Kompensatorische Dehnung
EIN Ausgleichsdehnung, ebenfalls Erstattungsanspruch oder Ausgleichsstrecke, ist ein Phänomen aus dem Linguistik die regelmäßig in der Altgriechisch, sowie im germanisch und Slawische Sprachen. Dies ist der Vorgang, bei dem ein Vokal verlängert wird, um den Verlust eines oder mehrerer Konsonanten auszugleichen.
Altgriechisch
Im Altgriechischen tritt eine kompensatorische Dehnung mit der ursprünglichen Konsonantenkombination νσ (ns) oder σ (s) gefolgt von a . auf Nasenkonsonant. Beispiele:
- *τόνς *tons > τούς tous (/-oː-/) 'the' (Akkusativ Plural von the bestimmter Artikel)
- *γίγᾰντς *gigănts > *γίγᾰνς *gigăns > γίγᾱς gigās 'Gigant'
- *ἐσμί *esmi > εἰμί eimi (/eː-/) 'Ich bin'
In vielen Fällen gleicht eine kompensatorische Dehnung auch den Verlust eines ursprünglichen /s/ oder /j/ in der nächsten Silbe aus. Beispiele:
- *ἤγγελσα *ēngelsa > ἤγγειλα ēngela (/-eː-/) 'Ich habe geschrieben'
- *κρῐ́νjω *krĭnjō > κρῑ́νω krīnō 'ich urteile'
Diese Ausgleichsstrecke kann sich auch zwischen den verschiedenen Dialekten des Altgriechischen unterscheiden, insbesondere der Dachboden, es ionisch, es Doric und der äolisch.
germanisch
Innerhalb der germanisch erfolgt die Erstattung mit dem Ingveonische Sprachen. Es geht um Nasenkonsonanten die vorher verschwinden Frikative. Einige Beispiele:
- Urgermanisch *munþa- wird englisch Mund und Altfriesisch mūth, gegen Niederländisch Mund
- Urgermanisch *Gans- wird englisch Gans und Friesisch geht, gegen Niederländisch Gans
- Urgermanisch *tanþu- wird englisch Zahn und Altfriesisch bis H, gegen Niederländisch Zahn