WikiDer > Die Nelke
die Nelke | ||||
| Autor | Brüder Grimm | |||
| Originaler Titel | dass Nelke | |||
| Ursprünglich gebündelt in | Kinder- und Hausmärchen | |||
| Ausgabedatum | 1812 | |||
| Land | Deutschland | |||
| Sprache | Deutsche | |||
| Genre | Märchen | |||
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die Nelke ist ein Märchen von Kinder- und Hausmärchen, die Menge der Brüder Grimm, nummeriert KHM76. Der ursprüngliche Name ist dass Nelke.
Die Geschichte
Eine Königin ist durch Unser lieber Herr geschlossen und kann daher keine Kinder bekommen. Sie betet jeden Morgen im Park zu ihr Gott und es kommt ein Engel vom Himmel, der ihr voraussagt, dass sie einen Sohn haben wird. Nach einer Weile bringt die Königin tatsächlich einen Sohn zur Welt und der König ist sehr glücklich. Die Königin badet das Kind jeden Tag an einer klaren Quelle und eines Tages schläft es ein. Der Koch raubt das Kind aus und wirft Hühnerblut auf Schürze und Kleid der Königin, wohl wissend, dass Kinderwünsche immer erfüllt werden. Die Köchin geht an einen versteckten Ort und überlässt das Kind einer Amme, dann beschuldigt sie die Königin und sagt, dass sie zugelassen hat, dass das Kind von wilden Tieren ausgeraubt wurde. Der König sieht das Blut und lässt seine Frau in einem Turm einsperren, in dem Sonne und Mond nicht zu sehen sind. Sieben Jahre sitzt sie im Turm, doch Gott schickt zwei Engel in Gestalt von Tauben und sie bringen ihr Essen. Der Koch geht an den versteckten Ort, der Junge kann schon reden. Er lässt den Jungen sich einen schönen Palast wünschen und es geschieht. Die Köchin macht dann dem Jungen Lust auf ein schönes Mädchen und auch sie taucht sofort auf. Sie spielen zusammen und lieben sich, der alte Koch ist ein angesehener Mann geworden und geht auf die Jagd.
Die Köchin nimmt das Mädchen beiseite und will das Herz und die Zunge des Jungen, sonst stirbt sie. Sie tut es jedoch nicht, weil sie kein unschuldiges Wesen töten will. Der Koch droht ihr daraufhin, sie zu töten. Das Mädchen lässt sich ein kleines Reh holen, nimmt Herz und Zunge heraus und legt es auf einen Teller. Sie versteckt den Jungen auf dem Bett und gibt dem Koch den Teller mit Herz und Zunge. Der Junge wünscht sich dann, dass sich der Koch in einen schwarzen Pudel verwandelt, er hat eine goldene Kette um den Hals und isst feurige Kohlen. Der Sohn des Königs denkt an seine Mutter und fragt, ob das Mädchen mit ihm nach Hause geht. Das Mädchen möchte lieber nicht, sie kennt niemanden im fernen Land. Dann wünscht sich der Königssohn, dass sie sich in eine Nelke verwandelt und nimmt sie so mit nach Hause. Der Pudel muss mit ihm gehen und er geht zu dem Turm, in dem seine Mutter eingesperrt ist. Er klettert eine Leiter hinauf und verspricht, sie aus dem Turm zu befreien. Er geht zu seinem Vater und sagt, er sei ein seltsamer Jäger, der für ihn arbeiten möchte.
Der Jäger kann sich melden, wenn er Wildbret liefern kann, aber dies wurde in der Gegend noch nie gesehen. Er ruft alle Jäger herbei und sie gehen in den Wald, wo er möchte, dass zweihundert Wild in den Kreis laufen. Die Tiere werden getötet und auf Farmkarren zum König gebracht. Am nächsten Tag darf der Jäger am Bankett teilnehmen und wünscht, dass sich die Diener des Königs nach dem Schicksal der Königin erkundigen. Der Junge identifiziert sich dann als sein Sohn und erzählt, dass der alte Koch hinter dem bösen Plan steckt. Er zeigt den Pudel und verwandelt ihn wieder in seine menschliche Gestalt, der König lässt den Koch in den tiefsten Kerker werfen. Dann zeigt der Junge das süße Mädchen und er holt die Nelke heraus, auch das Mädchen nimmt wieder ihre menschliche Gestalt an. Sie ist so schön, dass kein Maler sie malen könnte. Der König schickt Diener und Dienstmädchen zum Turm und die Dame wird befreit. Sie isst jedoch nichts und bleibt noch drei Tage am Leben, danach stirbt sie sanft und friedlich. Die weißen Tauben folgen ihr und setzen sich auf ihr Grab. Der Koch wird in vier Teile gerissen, doch der alte König stirbt kurz darauf vor Kummer. Der Sohn heiratet das schöne Mädchen, das mit ihm als Blume in der Tasche kam, und ob sie noch am Leben sind, weiß nur Gott.
Hintergründe zur Geschichte
- Das Märchen wird wahr Zwehrn in Niederhessen.
- Der Vorwurf des Mordes am eigenen Kind kommt auch in also Marias Kind (KHM3) und Die sechs Schwäne (KHM49).
- Der Böse, der sich in einen Pudel verwandelt, ist auch dabei Faust von Goethe finden.
- Das Mädchen, das sich in eine Blume verwandelt, erscheint auch in Freier Roland (KHM56), Rätsel Märchen (KHM160).
- Der unschuldige Sträfling erscheint in Pelzfelle (KHM65) und Der Gänsehirte am Brunnen (KHM179).
- Dies betrifft die beabsichtigte Christianisierung. Vergleiche auch Die drei Vögel (KHM96) und Dame Maleen (KHM198).
- Zusätzlich zu den Engeln wie weißen Tauben, dem unfruchtbaren Sohn, von dem vorhergesagt wird, dass er ein Sohn von Abrahams Frau in der Altes Testament.
- Hans-Jörg Uther sieht Verbindungen zum mittelniederländischen Reimgedicht Esmoreit aus dem vierzehnten Jahrhundert.
- Das Märchen hat Ähnlichkeiten mit Peruonto, ein italienisches literarisches Märchen von Giambattista Basile draußen sein Pentameron ab 1634.
- Das Nelke ist ein Symbol für Maria, Leidenschaft und Tod.
Quellen
- Grimm, Gesamtausgabe (übersetzt von Ria van Hengel 2005)
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