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Garnisonkirche
Gemälde der Garnisonkirche um 1827

Das Garnisonkirche war das wichtigste Barock Kirche von Potsdam und wurde König Friedrich Wilhelm I. von Preußen erbaut zwischen 1733 und 1735. Die Kirche wurde für Gottesdienste der königlichen Soldaten und schließlich als letzte Ruhestätte für Friedrich Wilhelm I.

Während der Zweiter Weltkrieg die Kirche brannte am 14. April 1945 vollständig ab. Am 23. Juli 1968 wurden die Ruinen im Auftrag des DDR-unterführen Walter Ulbricht aufgeblasen und gereinigt. Heute befindet sich auf diesem Gelände das Rechenzentrum des Landes Brandenburg. Ein Verein sammelt Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche. Im Oktober 2017 wurde mit dem Wiederaufbau des Kirchturms begonnen. Voraussichtlich 2021 soll der Umbau des Kirchturms abgeschlossen sein, danach werden die anderen Teile der Kirche wieder aufgebaut.

Der Bau

Der Turm

Der 88,43 Meter hohe Turm der Garnisonkirche überragte die Breite Straße und bestimmt das Straßenbild. Das Erdgeschoss wurde breit gebaut und die Stockwerke darüber schmaler. Oben auf der Eichenspitze stand ein Wetterfahne mit Adler, Sonne und den Initialen König Friedrich Wilhelms I.. Die Mauern des Turms waren allseitig mit langen, schmalen Fenstern versehen. Jede Ecke des Turms war mit Statuen geschmückt. Über dem Hauptportal in der Breiten Straße befand sich eine Beschriftungstafel. In goldenen Lettern stand: "Friedrich Wilhelm, König in Preußen, hat diesen Thurm nebst der Garnison-Kirche zur Ehre Gottes erbauen lassen. Anno 1735" (Frederik Willem, König von Preußen, verließ diesen Turm neben der Garnisonskirche zu Ehren von Gott bauen. Anno 1735). Ein Teil der Beschriftung ist erhalten geblieben.

Das Glockenspiel im Turm der Garnisonkirche in Potsdam; es ist zu erkennen, dass es auch ein Handspiel auf den Glocken gab.

das Glockenspiel

Der Turm der ersten Kirche enthielt a Glockenspiel ab 1721 von 35 Glocken gegossen von Jan Albert de Grave in Amsterdam. Dieser de Grave war der einzige Glockenspielgießer in den nördlichen Niederlanden im Jahr 1721. Er war mit der Witwe seines Vorgängers, dem Glockengießer Claude Fremy, verheiratet und dieser Fremy war ein Schüler der berühmten Glockengießer der Brüder Hämonie, Gründer der Stadtglocke in Amsterdam. 1733 wurde das Glockenspiel um fünf neue Bassglocken erweitert, hergestellt von Paul Meurer (oder möglicherweise auch in Amsterdam bestellt) und von diesem Meurer in den Turm eingebaut. Das Foto zeigt, dass zu diesem Zeitpunkt möglicherweise eine Stick-Tastatur installiert war; es gibt Klöppel in den Glocken. Die Hämmer an der Außenseite sind für die Schlagzeug spielen denn ursprünglich spielte dieses Glockenspiel nur automatisch, um die Zeit anzuzeigen. 12 mal im Jahr wurde eine neue Melodie veröffentlicht leer Berühmt wurde das Lied "Üb' immer Treu und Redlichkeit", eine Melodie, die preußische Moral symbolisierte. Die Melodie wurde von einer Mozart-Arie aus der Zauberflöte abgeleitet. Das erneuerte Glockenspiel bestand nun aus 40 nicht transponierten Glocken auf Basis C (±1900 kg) (C=C) gestimmt in Mitteltonstimmung Das Spiel, das laut Ellerhorst in seiner Broschüre Das Glockenspiel Es wog 10180 kg und ging nach dem Bombenangriff 1945 beim Feuer des Turms verloren. Es gibt jedoch noch eine Aufnahme, in der noch etwas von der Erhabenheit dieses schönen Glockenspiels zu entdecken ist.

Bereits 1987 entstand die , die aus den Iserlohner Fallschirmjägern hervorgegangen ist. Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e.V. (TPG) hat das Glockenspiel für den neuen Kirchturm neu gegossen. Die für 470.000 Mark angekauften 40 Glocken trugen die Namen der Sponsoren (Privatpersonen und Militäreinheiten). Einige Glocken trugen auch die Namen der von Deutschland verlorenen Gebiete im Osten, wie z Ostpreußen, Königsbergen, Schlesien, Breslau, Pommern, stettin und Westpreußen. Am 14. April 1991 wurde der Stadt das Glockenspiel übergeben Potsdam überführt und provisorisch an einer Stahlkonstruktion hängend montiert. Das nächste Ziel der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e.V. war der Wiederaufbau der Garnisonkirche, die, so der Vorsitzende Max Klaar, Deutschland nach der formellen Vereinigung innerlich wieder vereinen sollte. Den Aufnahmen auf YouTube nach zu urteilen, klingt dieses neue Glockenspiel nicht so schön wie die ursprünglichen de Grave-Glocken.

Das Schiff

Das Innere der Kirche im Jahre 1840

Es Schiff war ein quadratisches Gebäude wie sein Vorgänger. Sie schloss sich in nördlicher Richtung mit dem Turm der Garnisonkirche an. Auf dem spitz zulaufenden Dach, an der West- und Ostseite zwei Dachgauben angewendet. Die Fenster des Kirchenschiffs waren groß und bestimmten das Gesicht der Fassade. Die beiden zentralen Fenster werden von einem dreieckigen Giebel gekrönt. Der Übergang vom Kirchenschiff zum Turm bestand aus einem Bogen aus Stücken Kalksandstein. Auf der Seite der Breiten Straße waren diese Kalksandsteine ​​in Form von Pilaster und verlieh dem Turm so eine repräsentative Fassade.

Innere

Das Innere der Garnisonkirche war übersichtlich gestaltet. Massive Säulen waren durch gewölbte Gewölbe miteinander verbunden, die wiederum an eine ebene Decke anschließen. Zwischen den Säulen befanden sich zwei Etagen bestehend aus Galerien. Da es sich um eine Militärkirche handelte, war das Innere zunächst nüchtern, mit einer einfachen Holzausstattung. Die Zivilisten saßen auf den Bänken im Schiff und die Soldaten auf den Galerien. Auf der Südseite, a Kanzel, zunächst aus Holz, aufgestellt. 1737 ließ Friedrich Wilhelm I. sie durch eine bunte Barockkanzel ersetzen. Außerdem hinterließ er ein königliches Grabgewölbe unter der Kirche bauen. Das Design stammt von Christian Friedrich Feldmann und die Aufführung wurde gemacht von Johann Christian Angermann, Johann Konrad Koch und der BildhauerJohann Georg Glume, zu dem auch die Marmorstatuen gehören Mars und Bellona am Eingang zum Grab.

Der Feldaltar aus der Vorgängerkirche war schlicht, aus Holz und diente Abendessen. Joachim Wagner ein großes gebaut Kirchenorgel mit 25 Haltestellen und drei Tastaturen. Diese befand sich über der Kanzel und war reich geschmückt mit trompetenblasenden und trommelnden Engeln, rotierenden Sonnen (Becken) und ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln.

Die Geschichte der Garnisonkirche

Die erste Kirche

Von 1720 bis 1722 entstand die erste Garnisonkirche in Potsdam. Es war ein quadratisches Gebäude, das in ausgeführt wurde Handwerkskunst und wurde auf die Plantage zwischen den Breite Straße, Dortmundstraße und der Yorckstraße gebaut. Nachdem die Kirche fertiggestellt war, wurden das Militär und die deutschenreformiert Gemeinschaftsnutzung der Kirche. Regelmäßig fanden Gottesdienste statt.

Die zweite Kirche

Das sumpfige Ackerland in Potsdam und das schlechte Fundament der ersten Kirche führten dazu, dass schon nach wenigen Jahren Risse auftraten und das Gebäude zu sacken begann. Nach der Entfernung des Glockenspiels begann 1730 der Abriss von Turm und Langhaus. Weil der König ein Interesse am Wohl seiner Soldaten hatte und wollte, dass sie den Militäreid ablegen, fragte er den Architekten Philipp Gerlach eine neue Kirche bauen. Fasziniert von den hohen Kirchtürmen, die er bei seinem Besuch sieht Die Niederlande gesehen hatte, musste die Garnisonkirche auch einen hohen Turm mit Glockenspiel haben. Die Bautätigkeit begann 1731 und wurde bereits am 17. August 1731 mit der feierlichen Einweihung durch den Hofkaplan abgeschlossen Christian Johann Cochius und Garnisonsseelsorger Johann Gottfried Hornejus. Der Turm wurde aufgrund der hohen Fundamentkosten im sumpfigen Untergrund erst 1735 fertiggestellt.

Von der Initiation bis zur Weimarer Republik

Friedrich Wilhelm II ließ 1737, drei Jahre vor seinem Tod, eine Gruft unter der Garnisonkirche errichten. Er starb am 31. Mai 1740 und wurde am 22. Juli in der Gruft beigesetzt. Sein Nachfolger Friedrich II nutzte die Kirche als Ruhestätte für seine Soldaten und ließ sie dort Militäreide ablegen. Auf Einladung des Königs besucht Johann Sebastian Bach im Jahr 1747 Potsdam und die Garnisonkirche. Er spielte Orgel und war davon sehr angetan. Er hielt die Orgel für ein „schönes Werk“ („gar prächtig Werck“). Die letzte Frau Friedrich Wilhelms I., Sophia Dorothea von Hannover, starb am 28. Juni 1757 und hatte testamentarisch festgelegt, dass sie nicht in der Garnisonkirche, sondern traditionell in der Gruft der Reformierten wohnen werde Hohenzollern in dem Berliner Dom wollte beerdigt werden. Ihr Platz in der Gruft der Garnisonkirche blieb dadurch leer. Frederik II. hatte in seinem Testament ebenfalls einen anderen Ort bestimmt, wurde jedoch gegen seinen ausdrücklichen Wunsch bereits einen Tag nach seinem Tod (18. August 1786) in der Krypta der Garnisonkirche beigesetzt. Die Trauerzeit begann erst am 9. September 1786 und die Kirche wurde dafür zusätzlich umgebaut. Nach den Wünschen von Luise von Mecklenburg-Strelitz, die Frau von Friedrich Wilhelm III, erklang ab 1797 zu jeder vollen Stunde "Lobe den Herrn" und zu jeder halben Stunde "Üb' immer Treu' und Redlichkeit" des Glockenspiels.

Napoleon im Grab

Durch die Niederlage der preußischen Armee am Schlacht bei Jena und Auerstedt marschiert Napoleon im Jahr 1806 Preußen innerhalb. Während dieser Besetzung in Potsdam die Franzosische Kirche und der Heiligegeistkirche als Lager für die Franzosen Kavallerie benutzt. Napoleon besuchte am 25. Oktober 1806 die königliche Gruft in der Garnisonkirche und sagte seinen Generälen, dass er Preußen nicht so leicht besiegt hätte, wenn er einen General wie diesen getroffen hätte Friedrich der Große konfrontiert hatte. Aus Respekt vor Friedrich dem Großen und aus Anerkennung seiner militärischen Leistungen stellte Napoleon die Garnisonkirche unter seinen persönlichen Schutz. Ebenfalls Friedrich Wilhelm III und seine Frau Luise von Mecklenburg-Strelitz zusammen mit dem Russen besucht Zar Alexander II die Grabkammer als Beitrag zu ihrem gemeinsamen Bündnis. Auch die Garnisonkirche war maßgeblich an der Potsdamer Geschichte beteiligt. Am 3. August 1809 wurde in der Kirche die Einsetzung des ersten frei gewählten Potsdamer Magistrats abgeschlossen.

1816, nach der preußischen Befreiungskriege, wurde der Innenraum der Garnisonkirche verändert. Um Platz für die Flaggen der besiegten französischen Truppen zu schaffen, wurden Statuen von Mars und Bellona (Bildhauer: Johann Georg Glume) zum Treppenhaus der Stadtschloss gerührt. Die Balustraden der Galerien wurden mit rot-goldenen Tüchern bedeckt und Tafeln für die gefallenen Soldaten aufgestellt. Bei den Feierlichkeiten zum 300-jährigen Bestehen der Reformation Am 31. Oktober 1817 fand erstmals ein gemeinsamer Gottesdienst von Reformierten und Lutheranern statt. Die zuvor aufgehängten Gemälde blieben jedoch nicht lange in der Garnisonkirche.

Auch als er Kronprinz war Friedrich Wilhelm IV Entwürfe für die Renovierung der Garnisonkirche. Vorschläge für den Neubau in Form eines Fünfschiffs Basilika, deren Größe das Zehnfache der heutigen Kirche betragen würde, wurden nie realisiert. Die einzige große Veränderung während seiner Amtszeit war die Installation einer zehneckigen Taufkapelle im südlichen Vestibül im Jahr 1856, der späteren Heilig-Kreuz-Kapelle. Es folgten eine Renovierung des Langhauses (ebenfalls 1856) und eine Reparatur des Turms (1880). Die Zeit danach war geprägt vom sogenannten Wilhelminismus, einem Repräsentationsbedürfnis. Die zunächst nüchtern eingerichtete Garnisonkirche wurde nun von ontwerp . komplett neu gestaltet Friedrich Laske. Neben einem neuen Stuhl aus Zypressenholz, der nun anders angeordnet war, entstand auf der ersten Empore eine Kaiserloge. Die Galerien selbst wurden mit Patronen und wurden vergoldet. In dem Befreiungskriege die Zahl der Trophäen war auf 117 französische, 25 dänische und 7 österreichische Feldzeichen angewachsen. Die Wagner-Orgel wurde von 25 auf 46 Register vergrößert, das Aussehen änderte sich jedoch nicht. Kaiser Wilhelm II 1910 schenkte die Kirche schließlich einen schönen Altartisch. Damit waren die baulichen Veränderungen bis auf den Einbau eines schmiedeeisernen Eingangstors im Jahr 1907 abgeschlossen.

Gemäß Artikel 245 des Vertrag von Versailles musste nach dem gehen Erster Weltkrieg die französischen Trophäen werden zurückgegeben. Im Juli 1919 wurden die Trophäen jedoch von Unbekannten abtransportiert und bis heute nicht geborgen. Diese wurde durch die Banner der inzwischen aufgelösten preußischen Regimenter ersetzt. Inzwischen war die Garnisonkirche für ihre Kirchenmusik bekannt geworden und musste sich im 20. Jahrhundert als solche präsentieren. Dazu trug insbesondere Professor Otto Becker bei, der von 1910 bis 1945 als Organist und Betreiber des Glockenspiels tätig war. In dieser Zeit über 2000 Glockenspielkonzerte, Orgelkonzerte, Oratorien, spirituelle Konzerte und Kammermusikaufführungen performance Platz. Am Ende von Weimarer Republik es würde eine Veranstaltung in der Kirche geben, die sicher nicht dorthin gehörte.

Von der Zeit des Nationalsozialismus bis zum Abriss

Hitler hält am Potsdamer Tag eine Rede in der Garnisonkirche
Die Garnisonkirche kurz nach der Bombardierung vom 14. April 1945

Als die Nationalsozialisten im März 1933 einen Ort für die Eröffnung des am 5. März gewählten Parlaments suchen, fällt ihr Blick auf die Garnisonkirche, die unter die Wehrmacht fällt. Am 21. März 1933, dem Tag, der als Tag von Potsdam würde in die Geschichte eingehen, kam ReichspräsidentPaul von Hindenburg nach einem Gottesdienst im St. Nikolaikirche und der neue KanzlerAdolf Hitler, das in Berlin besuchten die Gräber von SA-Männern zusammen mit den Abgeordneten, falls sie nicht für KPD oder SPD gewählt worden waren, in der Garnisonkirche. Der Verwalter, der Evangelische Kirchenrat, hatte versucht, dies zu verhindern, schaffte es aber nur, die Parlamentssitzung zum Krollloper (es Reichstagsgebäude ausgebrannt) verschoben wurde. An die versammelten Abgeordneten begann der alte Reichspräsident Paul von Hindenburg mit den Worten: "Möge der alte Geist dieses herrlichen Ortes auch die heutige Generation beflügeln, möge er uns von Egoismus und Parteizwist befreien und uns in nationaler Besinnung vereinen und" Seelenerneuerung zur Rettung eines vereinten, freien und stolzen Deutschlands", beschwor Bundeskanzler Adolf Hitler den Eid. Dann schüttelten sie sich die Hände, was sich auf das Verhältnis zwischen der Armee und den Nationalsozialismus sollte symbolisieren. Eine gemeinsame Parade der Armee, der Polizei, der SA und die Stahlhelme beendeten die Staatszeremonie.

Die Macht der Nationalsozialisten führte dazu, dass Deutschland Zweiter Weltkrieg in, der auch in Potsdam schwere Schäden hinterließ. Aus Angst vor Angriffen auf die Stadt, die Särge von Friedrich der Große und sein Vater, Friedrich Wilhelm II, aus der Garnisonkirche entfernt und durch Kopien ersetzt.

Bei einem Luftangriff am 14. April 1945 auf Potsdam es schien, als würde die Kirche unbeschädigt bleiben. Am Ende aber das nahegelegene Längerer Stand Flamme. Es gab einen Funkenregen, der zuerst vom Kalksandstein abprallte und Kupfer von der Kirche, erreichte aber schließlich den Turm. In den Mauern des Turms befanden sich die Holzbretter der Glocken, die das Feuer speisten. Durch den geringen Wasserdruck in den Schläuchen der eilenden Löschtrupps war der Brandherd unzugänglich und man konnte nur beobachten, wie der Turm langsam von oben nach unten abbrannte. Am Ende stand die ganze Kirche in Flammen. Habe es trotzdem geschafft, den Feldaltar zu bekommen, Parameter, Altarbibeln und Kirchenwerkzeuge in Sicherheit vor der Explosion von a Blindgänger es Schiff zerstört. Die einzelnen Glocken des Glockenspiels lösten sich von der enormen Hitze und stürzten fast 80 Meter in die Tiefe und erklangen ein letztes Mal. Als die von Fackeln beleuchtete Eichenspitze einstürzte, wurde die berühmteste Glockenspiel van Potsdam, einst in Amsterdam hergestellt, ist für immer verschwunden. Von der Kirche blieb nur eine übrig zugrunde richten etwa, bestehend aus den Außenwänden des Langhauses und dem Turmstummel.

Am 25. Juli 1949 wurde die Kirche in . umbenannt Kirche des Heiligen Kreuzes. Ein Jahr später bezog die Heilig-Kreuz-Gemeinde eine Kapelle im Turm. Mit Hilfe von zwei neu gegossenen Glocken wurden die Gottesdienste angekündigt. Der Wiederaufbau der Kirche begann in den 1960er Jahren. Die ersten Bauaktivitäten für neue Zwischengeschosse im Turm wurden durch einen 1966 verhängten Baustopp unterbrochen. Walter Ulbricht, der Generalsekretär der SED, besuchte 1967 die Stadt und erklärte, dass die Garnisonkirche, wie die anderen Kriegsruinen in Potsdam, abgerissen werden sollte. Grund für diese Entscheidung war einerseits die antipreußische und antikirchliche Haltung der DDR-Führung, andererseits der Wunsch, in Potsdam eine sozialistische Innenstadt zu schaffen. Bemerkenswert war, dass die Ratsmitglieder nicht, wie in der DDR üblich, einstimmig, sondern mit vier Gegenstimmen über den Abriss entschieden. Der Abriss begann 1968. Eine große Neuigkeit war der gescheiterte Versuch, den Turm zu sprengen, wobei eine Hälfte stehen blieb. Nach dem Abriss wird das Rechenzentrum für die KreisPotsdam gebaut.

Die Geschichte der Wiederaufbaubemühungen

Zuerst wird der Kirchturm und später die gesamte Kirche wieder aufgebaut. Grundsteinlegung unter Beteiligung zahlreicher prominenter Persönlichkeiten wie Richard von Weizsäcker und Manfred Stolpe, aber auch Gegner waren anwesend, fand am 14. April 2005 statt. Strenge Sicherheitsmaßnahmen wurden ergriffen, um Zusammenstöße zwischen Anhängern und Gegnern zu verhindern. Das Grundstück im Eigentum der Versicherungsgesellschaft ARAG wurde der Stadt Potsdam unentgeltlich übertragen. Das heutige Gebäude ist unter anderem an den Landesbetrieb für Datenverarbeitung und IT-Serviceaufgaben Brandenburg und das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vermietet.

Streit um Wiederaufbau

Der Wiederaufbau ist umstritten. Der Wiederaufbau der Garnisonkirche wurde Gegenstand unterschiedlicher politischer Ansichten. Der von der TPG initiierte Wiederaufbau der Kirche stieß auf starken Widerstand aus linken evangelikalen Kirchenkreisen. Sie versuchten zunächst, den Wiederaufbau grundsätzlich zu verhindern, da sie die Garnisonkirche als Symbol des preußischen Militarismus sahen. Als der Wiederaufbau der Kirche bekannt wurde, wurde über alles Mögliche diskutiert: von den Grundprinzipien bis zur Gestaltung. Die Evangelische Kirche trat für eine Kirche ein, die als Stadtkirche und Versöhnungszentrum genutzt werden sollte. Dies stieß auf enormen Widerstand bei der TPG, die die gesammelten 6 Millionen Euro nur unter der Bedingung einer historischen Rekonstruktion und ideologiefreien Verwendung spenden wollte. Dies hielt die Evangelische Kirche jedoch für inakzeptabel. Insbesondere verwies die TPG auf das Versöhnungszentrumskonzept und darauf, dass die Evangelische Kirche historisch unkorrekte Elemente wie das sogenannte Nagelkreuz der Coventry statt einer Wetterfahne mit Adler, Sonne und königlichen Initialen auf der Handspitze. Ziel des TPG war eine historisch korrekte Rekonstruktion des Innen- und Außenbereichs des Gebäudes, ohne spezifische volksbildungspolitische Äußerungen in Erscheinung oder Nutzung. Dies lehnte die Evangelische Kirche ab und verwies auf das Signal, das der Wiederaufbau eines Symbols des preußischen Militarismus senden könnte. Die Soldaten der Garnison in Potsdam segneten dort vor dem Feldzug ihre Waffen und Fahnen. Gegner des Wiederaufbaus aus linksevangelikalen Kreisen befürchteten unter anderem die Schaffung eines preußisch-militaristischen Wallfahrtsortes in Deutschland. Als Ergebnis der Diskussion zwischen der TPG und der Evangelischen Kirche hat die TPG im März 2005 ihre Wiederaufbauaktivitäten vorübergehend eingestellt, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Das bis dahin gesammelte Geld wurde formell an die Stiftung „Preußisches Kulturerbe“ überwiesen. In Potsdam wurde ein neuer Verein gegründet Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e.V. (FWG) gegründet mit dem Ziel, das Konzept eines „International Reconciliation Center“ zu verwirklichen. Die wiederaufgebaute Garnisonkirche wird am 31. Oktober 2017 (500 Jahre Reformation) feierlich geweiht. Allerdings stellt die TPG die Realisierbarkeit dieses Termins in Frage, da nur wenig Geld für das neue Konzept gesammelt wurde.

Am 22. Dezember 2009 wurde bekannt gegeben, dass 2 Millionen Euro ehemaliger DDR-Gelder für den Wiederaufbau bereitgestellt werden. Die Baugenehmigung wurde 2013 erteilt.

Externe Links

Quellen

Über das Glockenspiel

  • Winfred Ellerhorst Das Glockenspiel Im Bärenreiter-Verlag zu Kassel 1939 Deutschland
  • Luc Rombouts Klingende Bronze Davidsfonds Leuven, 2010, ISBN 978-90-5826-720-7
  • André Lehr Von der Pferdeglocke zur Spieluhr Europäische Bibliothek Zaltbommel 1971 (ohne ISBN)
  • Laura J. Meilink-Hoedemaker: Artikel Über Stadtglockengießerei Amsterdam unter Jan Albert de Grave 1699-1729, in Klok en Klepel die Orgel des Niederländischen Glockenspielvereins. Nr. 115 Dez 2011
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