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Gerard Bunko | ||||
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Gerard Koje, um 1910 | ||||
| Vollständiger Name | Gerardus Cornelis Filippus Koje | |||
| Geboren | 4. März 1888 | |||
| Verstorben | 13. September 1958 | |||
| Geburtsland | ||||
| Beruf(e) | Organist, Komponist | |||
| Offizielle Website | ||||
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Gerard Bunko (Rotterdam, 4. März1888 – Kamen, der 13. September1958) war ein Deutscher Organist, Pianist, Zembalist, ChorDirigent und Komponist niederländischer Herkunft.
Hintergrund
Er wurde in die Familie der Lehrer Gerardus Cornelis Bunk und Maria Reijger geboren. G. C. Bunk (1850-1941) war nicht nur Lehrer, sondern auch ein Pionier des Volksgesangs in Rotterdam. Zum Beispiel schrieb er Tonsystem und Notation, war Leiterin des Frauen- und Kinderchores G. C. Bunk und Lehrerin für Gesang und Musik an der Vormschool für Lehrer. Bruder Alexander (Alex) Bunk war kurze Zeit Pianist, betrieb eine Klavier-, Musik- und Buchhandlung und gab Klavierunterricht. Cousin von Gerard Bunk war der Komponist Koos van de Griend.
Leben
Seine Musikausbildung erhielt er an der Rotterdamer Konservatorium, die meisten Anton Verheij (Klavier). Er war auch Organist im Irene Building in Rotterdam. Damals spielte er auch als Pianist Kammermusik, 1906 begleitete er Pauline de Haan Manifarges hinter dem Klavier. Nach einem kurzen Aufenthalt in Kingston upon Hull und London (Biene Markus Hamburg) ging er für 1906 Bielefeld für Unterricht von Hans Hermanns. 1907 folgte der Schüler dem Lehrer als Klavierlehrer an der Konservatorium Bielefeld. Bevor er Orgel spielte, war er weitgehend selbst erlernt. Er nutzte sein Klavierspiel als Grundlage für sein Orgelspiel. Im Mai 1910 nahm Bunk an der Max Reger-Festival te Dortmund und wurde zum Hüttner Konservatoriumwo er Klavier- und Orgelunterricht gab. Ab 1912 war er Organist der Altkatholischen Krimkapelle und ab 1920 Organist der Peterskirche in Dortmund. Außerdem war er ein Kammermusiker, darunter das Dortmunder Trio mit Paul van Kempen und Carl Roser. Außerdem bildete er mit Friedrich Enzen und Rudolf Evler ein Trio. 1925 gelang es ihm Carl Holtschneider als Organist der Kirche Saint-Reinout und Geschäftsstelle der Bach-Gesellschaft dort. Er würde dort mehr als 500 Konzerte geben.
Zu hören war er auch über Rundfunksendungen der Kirche St. Reinout, in der teilweise auch der Bielefelder Kinderchor mitwirkte. 1928 ließ er sich als Deutscher einbürgern. Er hat sich auch getroffen Albert Schweitzer, mit dem er seit 1910 korrespondiert. Ab 1930 spielte er auch die Orgel der Dortmunder Synagoge, eine Aufgabe, die er 1933 niederlegte. In denselben Jahren war er Dirigent von einem Orchester professioneller Musiker in Dortmund. 1936 wurde er zum Musikdirektor des Evangelischen Oberkirchenrats in Preußen ernannt. Als die St. Reinout Kirche am 23. Mai 1943 zerstört wurde, flüchtete Bunk in die St.-Nikolaus-Kirche in Dortmund. 1952 wurde er Organist der Westfalenhalle auf einer eigens für ihn angefertigten Orgel. 1954 konnte er in die wiederaufgebaute Kirche Saint Reinout zurückkehren. Zunächst spielte er eine behelfsmäßige Orgel, doch 1958 wurde in Absprache mit ihm eine neue Orgel eingebaut. Das war nur von kurzer Dauer, da er kurz darauf starb.
Komponist
Als Komponist schrieb er hauptsächlich Orgelwerke. Er wurde auch beeinflusst von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Cesar Franck. Nach seiner Symphonie op. 75 von 1925 nahm er es ruhig an. Die Ansprüche wurden zu hoch, aber auch die neue Musik präsentierte sich. 1940 begann er seine OratoriumGrosz ist Gottes Herrlichtkeit, die erst 1948 uraufgeführt wurde. Von da an wurde das Komponieren auf Eis gelegt und es gab oft Absprachen eigene oder bekannte Werke anderer, wie z Johann Sebastian Bach.
Seine Autobiographie wurde 1958 veröffentlicht Gerard Bunk, Liebe zur Orgel. Erinnerungen aus einem Musikerleben.
Arbeiten (Auswahl)
Arbeit für den Chor
- "Der 1. Psalm" für Sopran solo, Chor und Orgel op. 47 (1912). Bärenreiter, Kassel 2013
- "Weihnachtslegende" für drei Frauenstimmen op. 72 (1921). Bärenreiter, Kassel 2013
- "Selig seid ihr Armen", Motette für achtstimmigen Chor Chor a cappella, op. 77 (1930/57). Bärenreiter, Kassel 2013
- "Sollt ich meinem Gott nicht singen", Motette für vierstimmigen Chor a cappella, op. 83 (1947). Bärenreiter, Kassel 2013
Arbeiten für die Orgel
Einzelausgaben
- 7 Variationen über "O Sanctissima" op. 4a (1906). Butz (in: O Sanctissima! Romantice Orgelbearbeitungen des Weihnachtsliedes "O du fröhliche"), Sankt Augustin 1999
- Einleitung, Variationen und Fuge über ein altniederländisches Volkslied d-Moll op. 31 (1908). Butz, St. Augustin 2000
- Sonate für Orgel f-moll op. 32 (1909/10; überarbeitet 1930). Bärenreiter, Kassel 2002
- Markenfestival A-dur op. 43 / Stück Héroïque C-Dur op. 49 (1912/1914). Butz (als "Zwei festliche Orgelstücke"), Sankt Augustin 2004
- 8 Charakterstücke für Orgel, op. 54 (1910-1919). Moseler, Wolfenbüttel 2003
- 6 Orgelstück op. 65 (1919-1936). Moseler, Wolfenbüttel 2006
- Chorimprovisationen (1956–1958). Butz, St. Augustin 2002
Compilation-Alben
- Samtliche Orgelwerke. Bärenreiter, Kassel 2008–2015
- ich
- 7 Variationen über "O Sanctissima" op. 4a (1906)
- Präludium und Fuge über ein Thema aus Beethovens "Eroica-Symphonie" op. 8 (1906)
- Sonatine d-moll op. 10 (1906/07)
- 4 Orgelstücke im polyphonen Stil op. 12 (1906/07)
- 5 Orgelstück op. 16 (1907)
- II
- Praeludium und Fugue d'Moll Op. 17 (1907)
- 5 Orgelstück op. 18 (1907)
- 5 Stück auf. 28 (1907–1912)
- Legende g-moll op. 29 (1908)
- III
- Einleitung, Variationen und Fuge über ein altniederländisches Volkslied d-moll op. 31 (1908)
- Sonate f-moll op. 32 (1909/10; überarbeitet 1930)
- Passacaglia a moll op. 40 (1911; überarbeitet 1929)
- IV
- Markenfestival A-dur op. 43 (1912)
- Stück Héroïque C-Dur op. 49 (1914)
- 8 Charakterstück op. 54 (1910–1919)
- Fantasie c-moll op. 57 (1915)
- V
- 6 Orgelstück op. 65 (1916–1936)
- Variationen und Fuge über das Altniederländische Volkslied "Merck still hoe sterck" für Cembalo op. 80 (1937)
- Musik für Orgel c-moll op. 81 (1939)
- VI
- „Wilhelmus van Nassouwe“ und Choral „Nun danket alle Gott“ (1907)
- Little Fantasy über C.H.D.B. für Orgel oder Klavier (?)
- Choralvorspiel "Wachet auf, ruft uns die Stimme" (1956?)
- (37) Chorimprovisationen (1956–1958)
- Gerard Bunk: "Liebe zur Orgel. Erinnerungen aus einem Musikerleben" (CD mit Faksimile der Erstauflage)
- Ausgewählte Orgelwerke. Breitkopf, Wiesbaden 1996
- Legende g-moll op. 29 (1908)
- Passacaglia a moll op. 40 (1911; überarbeitet 1929)
- Fantasie c-moll op. 57 (1915)
Andere Arbeiten
- "Bist du bei mir", Arie im alten Stil für Mezzosopran (oder Sopran), mit Orgel, Violoncello ad libitum (1907) / "Wo du hingehst", Arie im alten Stil für Mezzosopran und Orgel, Violine ad libitum, Viola oder Oboe (1908). Butz (als Zwei Arien), Sankt Augustin 2003
- Legende fis-moll op. 55b für Orgel und Streichorchester oder Streichquartett (1914; bearbeitet 1945). Butz, St. Augustin 1999
- Andante sostenuto E-Dur für Orgel und Streichorchester op. 75IIIa (1923–1925; bearbeitet 1948). Butz, St. Augustin 2003
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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