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Individualisierung ist ein Konzept aus dem Jungsche Psychoanalyse. Es geht nach Jung für den Prozess, durch den die Bewusstsein individualisiert und von anderen Personen abgegrenzt. Mit anderen Worten: Individuation ist ein Wachstumsprozess, Reifung, in dem sich der Mensch seiner Einzigartigkeit gegenüber anderen Menschen bewusst wird. Aus diesem Prozess der Individuation entsteht im Psyche ein neues Element, das "Ich" oder "EgoDer Zweck der Individuation besteht nach dieser Auffassung darin, sich selbst zu kennen, was zu leidt . führt Selbstverwirklichung. Es kann als Bewusstseinserweiterung beschrieben werden, die für die Entwicklung des sehr wichtig ist Persönlichkeit. Individuation, argumentiert Jung, ist das wichtigste Ziel in unserem Leben, das, was in dir ist, so vollständig wie möglich zu erkennen.[1]
Werde wer du immer warst
Jung sieht Individualisierung nicht vollständig abhängig von äußeren Reizen: Sie ist ein autonomer, angeborener Prozess. Mit anderen Worten, der Mensch ist von Geburt an zum Individuum bestimmt. Jung beschreibt Individuation als „werde, was du immer warst“:
Dieser Prozess der Individuation entspricht eigentlich dem natürlichen Lebenslauf, in dem das Individuum zu dem wird, was es immer war.
— C. G. Jung: Archetypen S.54
Bildung und Erfahrung spielen jedoch im normalen Verlauf dieses Prozesses eine wichtige Rolle.
Die Rolle der Psychotherapie
Psychotherapie Jung sieht es in erster Linie als Individuationsprozess. Er stellt fest, dass Persona, anima, Schatten und andere Archetypen von dem kollektiven Unbewussten beginnen sich auf subtilere und komplexere Weise zu manifestieren (zum Beispiel in Träumen und Kunst), wenn der Grad der Individuation zunimmt. Im Vergleich zu einem Kind braucht ein Erwachsener beispielsweise eine komplexere Symbolismus von zum Beispiel Religion und Literatur.
Individualisierung in drei Schritten
Individualisierung bedeutet die Verwirklichung des Archetypischen Selbst, die die Vereinigung des Bewusstseins und der bewusstlos. Individualisierung ist ein Prozess der psychologischen Integration. In der praktischen Umsetzung dieses Ziels ist die Interpretation der träumen eine dominierende Rolle, weil Träume der Ausdruck des Unbewussten sind, sowohl des Persönlichen als auch des Kollektiv. Die Individualisierung kann in drei Schritten erfolgen: [2]
- Der erste Schritt ist die Assimilation der Schatten.
- Ein zweiter Schritt ist die Konfrontation mit dem anima (für eine Frau: Animus).
- Der dritte Schritt ist das Treffen mit dem Archetyp des weiser alter Mann.
Das Ende des Individuationsprozesses erkennt man an spontanen Visionen von Mandala's, nach Jung, Diagramme, die Diagramme des Selbst, der psychischen Totalität, zeichnen.
Damals skizzierte ich jeden Morgen in einem Notizbuch eine kleine kreisrunde Zeichnung, ein Mandala, die meiner inneren Situation in diesem Moment zu entsprechen schien. [...] Erst nach und nach habe ich herausgefunden, was ein Mandala eigentlich ist... und das ist das Selbst, die Gesamtheit der Persönlichkeit.
— Carl Jung: Erinnerungen, Träume, Gedanken, pp. 170, 171
Das Unbewusste kann jedoch nicht vollständig assimiliert werden. Aus diesem Grund kann der Individuationsprozess ein Leben lang dauern. Darüber hinaus scheint der Individuationsprozess nicht für alle Menschen eine Notwendigkeit zu sein. Träume, die auf diesen Prozess hinweisen, treten bei einer Minderheit auf, die gekennzeichnet ist durch Introvertiertheit und Interesse am geistlichen Leben.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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Literatur
- C.G. jung, Gesammeltes Werk in 10 Bänden, Herausgeber Lemniscaat Rotterdam, zweite Auflage 1990
- C.G. jung, Archetypen, Verlag Servire Katwijk, 5. Auflage 1918.
- C.G. jung, Zu den Grundlagen der analytischen Psychologie - Die Tavistock-Vorlesungen - Lemniscate Rotterdam 1978.
- C.G. jung, Symbolik des Mandalas, Herausgeber Lemniscaat Rotterdam, 1982.
- C.G. jung, Erinnerungen, Träume, Gedanken - Uitgeverij Lemniscaat Rotterdam, 4. Auflage 1991