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Max Margules | ||
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| Persönliche Informationen | ||
| Geburtsdatum | 23. April 1856 | |
| Geburtsort | Brody, Galicien (jetzt Ukraine) | |
| Sterbedatum | 4. Oktober 1920 | |
| Ort des Todes | Perchtoldsdorf, Österreich | |
| Wissenschaftliche Arbeit | ||
| Disziplin | Meteorologie | |
| Forschung | Elektrodynamik, Hydrodynamik | |
| Andere Forschung | Thermodynamik | |
| Bekannt aus | Formel von Margules Aktivitätsmodell von Margules | |
| Andere | ||
| Religion | jüdisch | |
Max Margules (Brody, Galicien, 23. April1856 - Perchtoldsdorf, Niederösterreich, 4. Oktober1920) war Österreicher Meteorologe.
Lebenszyklus
Margules studierte in Wien Mathematik, Chemie und Physik. Er wurde unterrichtet von Ludwig Boltzmann. 1877 begann er als Volontär am Zentralen Meteorologischen und Erdmagnetischen Institut (ZMAG) in Wien.[1] Nach zwei Jahren zog er für ein einjähriges Studium nach Berlin. Er kehrte nach Wien zurück und promovierte im Elektrodynamik. Während seiner Promotion verdiente er sich als Privatdozent an der Akademie ein Taschengeld. Seine Karriere endete, nachdem dieser Job an jemand anderen übergeben wurde. Er kehrte zum ZMAG zurück. Hier konzentrierte er sich auf elektro- und hydrodynamische Fragestellungen. In seiner Freizeit arbeitete er an physikalischen und physikalisch-chemischen Problemen. Das Duhem-Margules-Gleichung und der Aktivitätsmodell von Margules sind Beispiele seiner Freizeitaktivitäten. 1900 verlagerte er sein Interesse ganz auf die Meteorologie, bei der er sein thermodynamisches Wissen voll ausschöpfte. Dies führte zu dem Formel von Margules (1906), die den Hang einer meteorologischen Front charakterisiert.
1919 verlieh ihm das österreichische Meteorologieunternehmen die silberne Hann-Anerkennungsmedaille. Er nahm die Medaille an, lehnte aber das Geld ab. Er lebte von einer mageren Rente, die durch den Ausbruch der Erster Weltkrieg. Er weigerte sich, Geld oder Essen von Kollegen anzunehmen. Er war zufrieden mit den Essensmarken, die in der Nachkriegszeit ausgegeben wurden. Nachdem bei ihm ein Hungerödem diagnostiziert worden war, lehnte er einen Krankenhausaufenthalt ab. Er starb am 4. Oktober 1920 an Hunger.
Julius von Hanna und Max Margules gelten heute als wichtige theoretische Säulen der Meteorologie.
Veröffentlichungen
- Über die Schwingungen periodisch gekühlter Luft, in: Sbb. Wien, math. nass. Kl., Bd. 99, Abt. 2a, 1890
- Luftbewegungen in einer rotierenden Sphäroidschale bei zonaler Druckverteilung, ebd., Bd. 101/02, Abt. 2a, 1892-93
- Vergleichung der Barogramme von einigen Orten rings um Wien, in: Meteorolog. Z., Bd. 14, 1897
- Material zum Studium der Druckverteilung und des Windes in NÖ, in: Jhb. der k. k. Zentralanstalt für Meteorol. und Erdmagnetismus in Wien, NF, Bd. 35, 1900; bd. 37, 1902
- Temperaturstufen in NÖ im Winter 1898/99, ebd., Bd. 36, 1901
- Über den Arbeitswert einer Luftdruckverteilung und die Erhaltung der Druckunterschiede, in: Denkschriften Wien, math.-nat. Kl., Bd. 73, 1901
- Über rasche Erwärmungen, in: Meteorolog. Z., Bd. 20, 1903
- Über Temperaturschwankungen auf hohen Bergen, ebd., Bd. 20, 1903
- Uber die Energie der Stürme, in: Jhb. der k. k. Zentralanstalt für Meteorol. und Erdmagnetismus in Wien, NF, Bd. 42, 1905
- ber Temperaturschichtung in stationär bewegter und in ruhender Luft, in: Meteorolog. Z., Hann-Bd., 1906
- ber die Änderung des vertikalen Temperaturgefälles durch Zusammendrückung oder Ausbreitung einer Luftmasse, ebd., Bd. 23, 1906
- Zur Sturm-Theorie, ebd., Bd. 23, 1906; usw.
Biografie
- Österreichisches Biographisches Lexikon BL, S. 84f
- Neue Deutsche Biographie NDB, Bd. 16, S.169; Familienartikel, 170f
- Exner, W., Max Margules. In: Meteorologische Zeitschrift 37, 1920
- Gold, E., Dr. Max Margules. In: Natur, Bd. 106, Ausgabe 2661, S. 286-287 (1920)
- Zu Ehren Beitrag von Max Margules zur Thermodynamik. Zeitschrift für Phasengleichgewichte und Diffusion, Vol. 2, No. 17, nein. 1 / Jan. 1996. Springer, Boston
- „Max Margules – Ein Cocktail aus Meteorologie und Thermodynamik“, Jaime Wisniak, Journal of Phase Equilibria Vol. 24 Nr. 2 2003, S. 103-109
Externe Links
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |
