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Nuna 7 ist ein Sonnenwagen gebaut von der Nuon Solar-Team. Mit Nuna 7 nahm das Team an der Weltsolar-Challenge 2013 ein 3000 km Lauf quer durch Australien, wo er zuerst kam. Das Nuon Solar Team bestand aus 16 Studenten der Technische Universität Delft. Vertreten waren die Studiengänge Luft- und Raumfahrttechnik, Industriedesign, Maschinenbau, Angewandte Physik, Angewandte Mathematik und Elektrotechnik. Energieversorger Nuon wurde zum 7. Mal in Folge als Hauptsponsor des Teams gefunden. Traditionell konnte das Team auch bei diesem Projekt von den Ratschlägen und Erfahrungen von Professor und Astronaut profitieren Wubbo Ockels. Mit der Nuna 7 gewann das Team das Rennen.
Entwicklung
In den Jahren 2001 bis 2007 hatte das Team bereits viermal den Solar Racing World Cup gewonnen. Danach war die Konkurrenz enorm, mit Platz zwei in zwei Auflagen. Hightech-Entwicklung, enge Zusammenarbeit mit Sponsoren und Industrie sowie die optimale Nutzung der langjährigen Erfahrung des Teams kamen zum Einsatz. Das neue Team aus 16 Vollzeitstudenten begann ab September 2012 mit der Entwicklung des neuen Solarautos.
Das Reglement der World Solar Challenge mit zu erfüllenden fahrzeugspezifischen Anforderungen enthält einige wesentliche Änderungen. So wurde beispielsweise die Mindestanzahl der Räder von drei auf vier erhöht, es gab erhöhte Anforderungen an Platz und Sicherheit des Fahrers und unzählige weitere Neuerungen, die die Sicherheit der teilnehmenden Autos erhöhen und die Benutzerfreundlichkeit verbessern sollten.
Aufgrund der starken Konkurrenz im Wettbewerb wurde der Entwurf bis zum 2. Juli 2013 geheim gehalten, dann wurde der Entwurf statisch präsentiert. Diese Veranstaltung fand in der Leim- und Kulturfabrik in Delft statt, wo Presse und Zuschauer das neue Allradfahrzeug sehen konnten. Das asymmetrische Design, bei dem der Fahrer nicht mehr zentral ist, wurde ebenfalls veröffentlicht, ein Design, an das sich nur zwei andere Top-Teams gewagt haben: Solarauto-Team der University of Michigan und dann amtierende Weltmeister Tokai University. Am 8. August fuhr Nuna 7 zum ersten Mal vor großem Publikum Rennstrecke Zandvoort.
Dennoch blieb ein wichtiger Innovationsfaktor von Nuna 7 bis zur offiziellen Abnahme des Autos wenige Tage vor dem Start des Rennens in Australien geheim. Im Inneren des Wagens wurden mehrere „Konzentratoren“ montiert, die nur in Zeiten, in denen der obere Flügel des Wagens angehoben ist, zusätzliches Sonnenlicht sammeln können. Diese Behälter bestehen aus einer kleinen Fläche von Solarzellen, auf die mittels einer großen Glasplatte mit Linsen eine viel größere Fläche des Sonnenlichts fokussiert wird. Aus technischer Sicht bestand diesmal die Möglichkeit dieser Innovation, da die Gesamtfläche der Solarzellen auf Nuna 7 genau 6 m betrug.2 ist.
Spezifikationen Nuna 7
| Maße | Länge: 4,5 m Breite: 1,85 m² Höhe: 1,12 m² |
| Gewicht ohne Fahrer | 190 kg |
| Treiber | Gewicht wird auf 80 kg ergänzt Die Fahrer werden basierend auf Hüftbreite und Oberkörperlänge ausgewählt |
| Die Anzahl der Räder | 4 |
| Solarzellen | 391 Zellen Oberschale Monokristalline Siliziumzellen Wirkungsgrad: 22,5% Kombination zweier effizienzsteigernder Laminate 6 in Zusammenarbeit mit Semprius entwickelte Konzentratorbehälter, die aus dem Auto genommen und bei statischen Belastungsmomenten eingesetzt werden können Gesamtfläche der Solarzellen 6m² |
| Motor | CSIRO InWheel Elektromotor mit Direktantrieb Motor in Felge rechts Hinterrad integriert (direkt hinter Fahrer) |
| Batterie | 21 kg Lithium-Ionen-Zellen Kapazität: 5,3 kWh Inklusive intelligentem und effizientem Batterieüberwachungssystem |
| Steuerung | Intelligentes Kohlefaser-Lenkrad mit Schnellspanner |
| Aerodynamik | Speziell entwickelte Tragfläche (Entworfen von Annemiek Koers, MSc) Asymmetrisches Design für minimale Frontfläche Variierende Flügeldicke über Wagenbreite Zwei lange Flügelprofil-Radabdeckungen auf beiden Seiten des Wagens, in die zwei Räder eingebaut sind. |
| Körper | Sandwich-Konstruktion aus Kohlefaser und Schaumstoff Spezielles Carbongewebe 'TeXtreme' das auch in der Formel 1 verwendet wird Überrollbügel aus Titan Aramidverstärkte Teile zum Schutz des Fahrers und gegen Steinschlag Fahrerkabine im rechten Radlauf für hohe Sicherheitsanforderungen ausgelegt Linke Radabdeckung beherbergt Batterie, Motorsteuerung zur Optimierung der Gewichtsverteilung des Fahrzeugs |
| Federung vorne | Aluminium-Stützen, die von einem Aluminium-Führungsarm unten gehalten werden, mit einzelnen Kohlefaser-Dreieckslenkern oben. In die Aufhängung integrierte Stoßdämpfer Leichte Magnesiumfelgen Hochpräzise Keramiklager |
| Federung hinten | Aluminiumschwinge Titanachsen Hochpräzise Keramiklager |
| Krawatten | Speziell für Solarrennen entwickelte Michelin Profilreifen |
| Bremsen | Regeneratives Bremsen am Motor Mechanische Not-Aus-Bremse |
| Rollwiderstand | Mehr als 10 mal niedriger als ein normales Auto |
| Luftwiderstand | Mehr als 12 mal kleiner als ein normales Auto |
| Telemetrie | WLAN-Verbindung mit Anhänger Bordcomputer MobiBoxx mit Vollfarbdisplay |
| Fahrerkomfort | Luftwiderstandsarmer Einlass für Belüftung und Frischluft Maßgefertigte Ohrstöpsel für die Kommunikation |
Siehe auch
| Liste von Fahrzeuge entwickelt und verwendet von Nuon Solar-Team des Technische Universität Delft während der Weltsolar-Challenge |
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