WikiDer > Otto Freundlich

Otto Freundlich
Otto Freundlich
persönliche Daten
Geboren10. Juni1878
Verstorben9. März1943
GeburtslandPolen
StaatsangehörigkeitDeutsche
Beruf(e)Maler, Bildhauer, Grafiker
Leitdaten
Stil(e)Abstrakt
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Otto Freundlich (Słupsk (Pommern), 10. Juli1878majdanek (KonzentrationslagerPolen), 9. März1943) war ein DeutscheMaler, Grafiker und Bildhauer. Er war einer der ersten Vertreter der Abstrakte Kunst.

Wesentlich ist, dass Innenkräfte eines Körpers zu exzentrischen Aktionen schreien.

— Otto Freundlich, 1940

Biografie

Freundlich studierte nach diversen Vorstudien (u.a. Zahnmedizinausbildung) 1902 Kunstgeschichte, in München und Berlin mit Heinrich Wölfflin. Nach seinem Studium schrieb er seine ersten Artikel in Zeitschriften und beschloss, Künstler zu werden. Von 1908 bis 1914 blieb er in Paris und lebte in Montmartre unter einem Dach mit jungen, aufstrebenden Künstlern wie Pablo Picasso, Georges Braque und andere. Sein erster Zijn abstrakt arbeiten.

Nach der Novemberrevolution 1918 (Ende des Erster Weltkrieg) Freundlich engagierte sich politisch und half in Deutschland bei der Verbreitung des Illegalen sozialistisch-Anarchist Zeitschrift Ziegelbrenner. Er schließt sich dem Novembergruppe. Zusammen mit Max Ernst und Johannes Theodor Baargeld organisierte er die erste Dada-Ausstellung in Köln. 1922 ist er beim "Ersten" Internationaler Kongress progressiver Künstler' im Düsseldorf. In diesem Jahr wird er auch Mitglied der Kommune-Gruppe aus Berlin, wo auch immer Raoul Hausmann, Adler, Stanislaw Kubicki und Malgorzata Kubicka sind Mitglieder.

1924 zog er nach Paris. Ab 1930 wurde die deutsche Künstlerin Jeanne (Hannah) Kosnick-Kloss seine Lebensgefährtin. Freundlich wurde 1931 Mitglied der neu gegründeten Künstlervereinigung Abstraktion-Kreation. Bei Ausbruch des Zweiter Weltkrieg er wurde in Frankreich interniert, aber 1942 von den französischen Behörden wieder freigelassen. Er floh in das Dorf Saint-Martin-de-Fenouillet im Pyrenäen, wo er Unterschlupf fand, aber gemeldet und am 23. Februar 1943 von der Nazis verhaftet. Otto Freundlich wurde in die Konzentrationslagermajdanek dort am Tag seiner Ankunft deportiert und ermordet.

Entartete Art de Der neue Mensch

1912 schuf Otto Freundlich seine Skulptur Der neue Mensch. Die Statue erinnert an einen der Steinköpfe auf der Osterinsel. Das Werk wurde 1930 vom damaligen Regisseur Max Sauerlandt für die Museum für Kunst und Gewerbe im Hamburg.1937 wird das Werk von der Nazi-'s beschlagnahmt und ausgestellt auf der Ausstellung von Entartete Kunst im München. Diese Skulptur ist auf dem Titelblatt des Katalogs dieser Ausstellung zu sehen. Während der Ausstellungsreise durch verschiedene Städte ging die Statue verloren und gilt seitdem als verschwunden oder zerstört. In dem Jüdisches Museum Berlin ist anstelle dieses Bildes a schwarzer Fleck abgebildet, in a Galerie der Vermissten, als Symbol für den Verlust und die Zerstörung von Kultur und Kunstwerken durch die Nationalsozialismus.

Straße des Friedens

Von Freundlich kam die Idee, mit einer "Straße der Skulpturen Paris-Moskau" eine Skulpturenroute zu schaffen, die Völker verbindet: ein Weg der Brüderlichkeit, ein Weg der menschlichen Solidarität als Erinnerung an die Befreiung. 1971, auf Initiative des Künstlers Leo Kornbrust, zum Gedenken an diese Idee von a Straße des Friedens (von der Normandie bis Moskau), mit dem SkulpturenrouteStraße der Skulpturen (Sankt Wendel) im Saarland gestartet. Eine zweite, ähnliche Skulpturenroute nach dieser Idee wurde 1985 von dem saarländischen Bildhauer Paul Schneider ins Leben gerufen: "Steine ​​an der Grenze". Diese Route umfasst mittlerweile 30 Skulpturen internationaler Künstler. 1999 wurde die Touristeninformation Salzgitter, nach einem entsprechenden Vorschlag des Künstlers Gerd Winner mit der Realisierung eines weiteren neuen Hommage an Otto Freundlich 1878 - 1943, das nun (2009) neun monumentale Stahlskulpturen namhafter Künstler zeigt.

Film - Video

  • Das geht nur langam. Film über Otto Freundlich, Leo Kornbrust und die "Straße des Friedens". Dokumentarfilm von Gabi Helene Bollinger (DVD, 110 Min.)

Siehe auch

Archäologische Ausgrabungen 2010

Bei einer archäologischen Ausgrabung auf einer Baustelle gegenüber dem Rotes Rathaus, dem Rathaus von Berlin, in dem bis 1945 die Königstraße verlief, wurden elf verschollen geglaubte Bronze- und Keramikskulpturen gefunden, die im November 2010 im Neues Museum.[1] Die 1937 ausgestellten Bilder in München wenn Entartete Kunst zählen die Künstler Otto Freundlich (Kopf ab 1925), Otto Baum, Emy Röder (Schwangere ab 1918), Edwin Scharff (Porträt Anni Mewes ab 1917/21) und Gustav Heinrich Wolff (Stehende Gewandfigur ab 1925).[2]

Arbeit

Skulpturen

Gemälde

Zeichnungen

  • Komposition. 1938-1940. Gouache auf Papier. 31,5 × 23,5 cm. Regensburg, Kunstforum Ostdeutsche Galerie.

Fotogallerie

Externe Links

Siehe die Kategorie Otto Freundlich von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.