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Theo Regout | ||||
| Vollständiger Name | Herr Theodore Josephus Hubertus Regout | |||
| Geboren | 19. März1901 | |||
| Verstorben | 3. November1988 | |||
| Geburtsland | ||||
| aktive Jahre | 1931-1961 | |||
| Beruf | Regisseur Filmproduzent | |||
| Genre | Reisefilme | |||
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Théodore Josephus Hubertus ("Theo") Regout (Maastricht, 19. März1901 – Lausanne, 3. November1988) war ein NiederländischAnwalt, Geograph, Weltreisender und semiprofessionell Kameramann. Regout hat in etwa vierzig Jahren fast die ganze Welt bereist; von 1930 bis 1960 nie ohne Filmkamera. In den 1930er Jahren war er der bestbezahlte Filmaussteller der Niederlande.[1]
Lebenszyklus
Theo Regout war ein Nachfahre der bekannten Maastrichter Herstellerfamilie regout. Er wurde 1901 als siebtes Kind einer neunköpfigen Familie geboren. Seine Eltern waren Louis Hubert Willem ("Louis (II)") Regout (1861-1915) und Wilhelmina Joanna Everard (1868-1956).[2] Sein Vater war Mitbegründer und Direktor der Porzellan- und Fliesenfabrik Mosa, Mitglied von provinziell und Provinzverwaltungen im Limburg, Mitglied des Parlaments, Minister für Wasserwirtschaft und Außerordentlicher Botschafter der Heiliger Stuhl im Rom.[3] Laut Theo kam sein Fernweh von seiner Amsterdamer Mutter.[4] Zu Theos älteren Brüdern zählen der Unternehmer und Politiker Louis (III) Regout (1891-1966) und der Dachau ist gestorben Jesuit, Professor und Widerstandskämpfer Robert Regout (1896-1942).
Möglicherweise erblickte Theo in den geräumigen Räumen das Licht der Welt Privathotel in dem Breite Straße, das sogenannte "Tor von Rekem", das seine Eltern in seinem Geburtsjahr 1901 involvierten.[5] Um 1905 zog die Familie in das von seinem Großvater erbaute Villa Kruisdonk (damals Gemeinde Meerssen), wo Theo inmitten von Wäldern und Feldern aufwuchs. Sein Vater starb nach kurzer Krankheit in Rom, als Theo fünfzehn Jahre alt war. Theo war damals, wie die meisten Jungen seiner Familie, auf dem Sint-Willibrordus-Kolleg im Katwijk am Rhein, ein Gymnasium mit Internat der Jesuiten. In seiner Freizeit las er viel, vor allem die Bücher von Jules Verne und Karl May, und Geschichten über die Entdecker David Livingstone und Henry Morton Stanley.[4]
Später studierte er Jurisprudenz und Erdkunde, wahrscheinlich bei der Katholische Universität Nijmegen. 1925 begann er mit seinem jüngsten Bruder Tom in a Renault mit einem 6PS-Motor, nach dem Sahara-Touren mit den Franzosen Citroen Kegresse, eine Expedition durch die Sahara in a Renault 6CV (mit einem 6pkMotor). Dafür war das leichte Auto zwar gar nicht ausgelegt, dennoch gelang es den beiden, weit in die Wüste vorzudringen. Ein Bericht über diese Reise erschien in Episoden im April 1926 in Die Maasbode.[6] Von da an unternahm er fast jedes Jahr eine Reise nach Afrika, Südamerika oder Asien, zunächst meist mit Freunden, später auch mit Frau und Kindern. Während seiner Reise durch die Sahara 1930-1931 unternahm er erstmals 16mm Filmkamera um damit einen Reisebericht in bewegten Bildern zu machen.[7] Der Film Durch die Sahara ins Land der Schlafkrankheit (1931), das daraus entstand, wurde im Dezember desselben Jahres Studenten der NimwegenCanisius-Hochschule, wo Theos Bruder Robert Lehrer war. Der Erfolg dieses Abends führte in den Folgejahren zu rund 1500 Nachuntersuchungen.[8]
1933 heiratete er in Aachen mit Louise R.M.H. von Scheibler (1911-1983). Louise, meist "Mausi" genannt, war eine Nachfahrin der Deutschen edel Familie von Scheibler. Sie war eine Enkelin von durch ihre Mutter Peter (III) Regout und somit eine Großnichte von Theo.[2] Sowohl Mausi als auch ihre Mutter Bertha von Scheibler-Regout (1877-1969) waren begeisterte Hobbyfotografen. Das Paar hatte drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn und lebte in Den Haag. Nach einer ersten gemeinsamen Reise 1934 reiste Mausi erst 1938 wieder ab, vermutlich wegen der noch sehr kleinen Kinder. Ende 1938, Anfang 1939 reiste er erneut durch die Sahara und Westafrika, diesmal mit Willem Jacob Rozendal, der bis 1937 Industriedesigner bei Die Sphinx und Crystal Union Maastricht Ist gewesen.[9] Regout zeigte seine Filme außerhalb des offiziellen Kinoschaltung insbesondere in katholischen Schulen, Vereinen und Schirmherrschaft, aber auch Volkshochschulen, Geographievereine, Automobilclubs und Wirtschaftsverbände, bei denen er ein gern gesehener Gast war. Er organisierte Hunderte von Filmabenden, oft mit einer Einführung und (bei den Stummfilmen) mit Grammophonmusik.[Anmerkung 1] In den dreißiger Jahren bat er um hundert Gulden pro Abend und ist damit der bestbezahlte Filmaussteller der Niederlande. Außerdem kannte er den Autohersteller Ford um ihn dazu zu bringen, die Wartung seines Autos zu sponsern.[Anmerkung 2]
Während der Zweiter Weltkrieg die Familie zog nach Limburg. Das Haus von Theo und Mausi in Den Haag Benoordenhout war von den Deutschen bisSperrgebiet erklärt, wegen der engen V1Startplatz. Von Mai 1942 bis Juni 1943 ersetzte er seinen Bruder Louis (III) Regout, der von den Deutschen wegen Behinderung inhaftiert worden war, als Direktor der Porzellan- und Fliesenfabrik Mosa.[10] Louis gehörte am Rande des Dorfes amby, in der Nähe von Maastricht, a Landhaus, genannt Hagenhof oder Tiendschuur. Der Hofteil wurde verpachtet, aber die Familie Regout-Von Scheibler durfte das dazugehörige Herrenhaus nutzen. Louis lebte mit seiner Familie in der Villa Kruisdonk. Mausis Mutter, Bertha von Scheibler-Regout, lebte damals mit ihrem Bruder Pierre (IV) Regout im Schloss Hoogenweerth im Heugem, ein paar Meilen von Amby. Die familiären Bindungen wurden in dieser Zeit stark gestärkt.[11] Während des Krieges arbeitete Theo im Familienunternehmen seines Vaters und seines Bruders, dem MOSA.
Nach dem Krieg nahm er seine Reise- und Filmaktivitäten wieder auf, darunter einige 'Missionsfilme' gemacht für zwei Limburg-MissionenGemeinden. Diese waren in Farbe und – im Gegensatz zu seinen eigenen Filmen – mit Ton.[7] Theo und Mausi machten nach dem Krieg fast jedes Jahr längere Reisen. 1951-1953 nahmen sie die Kinder mit auf eine fast zweijährige Reise durch Afrika. Die Kinder waren Teil der Reise, aber waren Bukavu auf einer Jesuiten-Missionsschule verlassen, während ihre Eltern weiterzogen.[12] Auffallend ist die Aufgeschlossenheit und die Energie, mit der die größten Rückschläge bei ihren Reiseabenteuern bewältigt wurden. 1961 drehte Regout seinen letzten Reisefilm. Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters wurden die Reisen für ihn schwieriger. Darüber hinaus wurden mit dem Aufkommen des Fernsehens Filmabende in Gönner- und Clubräumen weniger benötigt.[1] Die letzte große Reise erfolgte 1964 nach China und Mongolei, zusammen mit seinem älteren Bruder Louis (III) Regout, seinem Cousin Reinder von Dorth nach Medler und sein Sohn Peter (IV) Regout.[13]
Nach dem Tod von Mausi 1983 zog sich Theo immer mehr zurück. Er verglich sich mit einem Elefanten, der sich von der Herde trennt, wenn er spürt, dass das Ende naht. Theo Regout starb 1988 in Lausanne, Schweiz.[14]
Ehrungen
1993, fünf Jahre nach Theo Regouts Tod, boten seine Verwandten den vielen 16-mm-Filmen an Niederländisches Filmmuseum in Amsterdam, der die Filme dankbar entgegennahm.[15]
1998 der Kompilationsfilm Afrikanisches Abenteuer veröffentlicht, unter der Regie von Ruud Visschedijk im Auftrag des Niederländischen Filmmuseums. Der 75-minütige Film besteht aus Filmmaterial aus drei Reisefilmen von Theo Regout: Durch die Sahara ins Land der Schlafkrankheit (1931), Durch den Dschungel zu den Quellen des Nils (1934) und Afrikanisches Abenteuer (1953), in dem Theo und Mausi gelegentlich auch selbst im Bild sind.[16] Der mit Ton versehene Film wurde mehrere Wochen im Filmmuseum gezeigt.[15]
Die dreizehnte Ausgabe des internationalen Home Movie Days fand 2015 in Amsterdam und Nimwegen Platz und widmete sich den Filmen von Theo Regout.[17][18]
Im Jahr 2018 gefunden in der Fotomuseum Den Haag die Ausstellung Alphons Hustinx. Die Perspektive eines Reisenden Platz. Neben den Fotos von Alphons Hustinx das Museum schenkte auch den Filmen von Theo Regout Aufmerksamkeit. So wurde zum Beispiel der kürzlich restaurierte Film in der Ausstellung gezeigt Von Maastricht ins ferne Afghanistan ab 1932 abgebildet.[19]
Filmografie
In den folgenden Reisefilmen nahm Regout beides Richtung als der Löwenanteil der Kameraarbeit und der bearbeiten in seinem Namen. Ein Teil der Kameraarbeit wurde von Alphons Hustinx und Mausi Regout-Von Scheibler übernommen.[7]
- 1931: Durch die Sahara ins Land der Schlafkrankheit – mit Reisebegleitung Felix Schimmelpenninck van der Oye quer durch die Sahara
- 1932: Von Maastricht ins ferne Afghanistan – mit Reisebegleitung Alphons Hustinx zu Ägypten, Irak, Iran, Afghanistan und Palästina
- 1934: Durch den Dschungel zu den Quellen des Nils – mit seiner Frau Mausi durch die Sahara via Belgisch-Kongo und Uganda zum Viktoriasee
- 1936: Der Farbfilm entdeckt Südamerika – mit Cousin Zeno von Dorth nach Medler zu Brasilien und Uruguay und durch die Anden zu Chili und Bolivien
- 1936: Von Wüstenhütten bis hin zu Wolkenkratzern auf dem gesamten amerikanischen Kontinent – mit Zeno aus Dorth zu Medler aus Valparaíso bis zum Atacama-Wüste und die Anden nach Bolivien und Peru; dann eine Tour im Vereinigte Staaten zu u.a. Miami, Chicago, Detroit, das Niagarafälle und New York
- 1938: Geheimnisse der Sahara und des Sudan – mit Frau Mausi durch die Sahara mit u.a. dem Atlasgebirge, es Ahaggar-Gebirge, Konstantin und tamanrasset in Algerien, Timbuktu (Mali) und Ouagadougou (Burkina Faso)
- 1947: Durch Afrikas Tropen wandern – nach Zentralafrika
- 1949: Afrika erwacht – Missionsfilm über Afrika im Auftrag der Gesellschaft für Afrikanische Missionen (SMA) in Cadier und Keer
- 1950: Unbekannte Sahara – mit Frau Mausi aus Algier durch Tripolis und El Alamein zu Kairo, Luxor, Assuan und Khartum
- 1952: Der neue Rhythmus in der Wildnis de – Missionsfilm über Afrika (Njasaland?) im Auftrag der Väter Montfortans im Meerssen/schimmert
- 1953: Afrikanisches Abenteuer – zweijährige Reise durch Afrika mit Frau Mausi, teilweise mit den Kindern
- 1954: Die wunderbare Welt des Südpazifiks – mit dem Flugzeug nach Indien, Japan und Hawaii
- 1958: Zu den Enden der Erde – mit Ehefrau Mausi und Töchtern Liane und Mariolein van Alaska durch Yellowstone Nationalpark, Las Vegas, das Grand Canyon, Mexiko, Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien zu Ushuaia auf Feuerland
- 1961: Traumwelt jenseits des Horizonts – mit der Familie auf Weltreise u.a. Iran, Sri Lanka, Neu Guinea, Australien, Tahiti und der Fidschi-Inseln
Siehe auch
Externe Links
- Werbebroschüren von Theo Regout auf EyeFilm
- Von Maastricht ins ferne Afghanistan (1932) auf Youtube
- Traumwelt jenseits des Horizonts (1961) auf Youtube
- Afrikanisches Abenteuer (1998) auf Youtube
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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