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Tram van Liberec
Straßenbahn von Liberec
Straßenbahn von Liberec
Grundinformationen
OrtLiberec - Jablonec nad Nisou, Tschechien
TransportsystemStraßenbahn
Anfangsdatum25. August 1897
Länge der Routen21,5 km
Anzahl der Zeilen3 Stadtlinien 1 Regionallinie
Anzahl Stationen41
Zahl der FahrzeugeTatraT2, T3, RT6S
Spurweite1435 1000 mm
DarstellerDopravní podnik měst Liberec a Jablonce nad Nisou
Netzwerkkarte
Netzplan der Liberec
Portal  Portalsymbol  öffentlicher Verkehr

Das Straßenbahn von Liberec ist eines von sechs Straßenbahnunternehmen in Tschechien. Das Netz wird von der städtischen Verkehrsgesellschaft betrieben Dopravní podnik měst Liberec a Jablonce nad Nisou. Das Netz war ursprünglich Meterspur aber ab 1990 wird es nach und nach zu a Normalspur Straßenbahnnetz.

Das Netz umfasst drei reguläre Straßenbahnlinien (eine historische Straßenbahnlinie). Liberec und eine regionale Straßenbahnlinie in die Nachbarstadt Jablonec nad Nisou. Die Gesamtnetzlänge beträgt 21,5 Kilometer. Mehrere neue Strecken sind geplant (Rochlice - Vesec und Ruprechtice - Pavlovice).

Linien

Das Netz hat derzeit vier reguläre Linien und eine historische Linie. Linie 2 bedient einen Abschnitt von Linie 3.

LinieRoute
1 (Normalspur)Historische Linie: Lidové Sady - Fügnerova - Viadukt (Zwischenstationen wie Linie 3)
2 (Standard-Spur)Lidové Sady - Fügnerova - Viadukt - Dolní Hanychov (Zwischenstationen wie Linie 3)
3 (Normalanzeige)Lidové Sady - Riegrova - Botanická-Zoo - Muzeum-výstaviště - Průmyslová škola - 5. května - Šaldovo nám. - Fügnerova - Soukenné náměstí - Rybníček - Nádraží - Viadukt - Krkonošská - Staré pekárny - Vápenka - Janův Důl - Kubelíkova - Dolní Hanychov - Malodoubská - Hanychov ště - Sp .áleni
5 (Meterspur)Rybníček - Soukenné náměstí - Fügnerova - Mlýnská - Textilana - U lomu - Nová Ruda - Ústav sociální péče - Pivovar (Ri. Jablonec) - Lékárna - Vratislavice costel - Vratislavice výhybna
11 (Meterspur)Viadukt - Nádraží - Rybníček - Soukenné náměstí - Fügnerova - Mlýnská - Textilana - U lomu - Nová Ruda - Ústav sociální péče - Pivovar (Ri. Jablonec) - Lékárna - Vratislavice (, -Kolavice) pošta (x) - Proseč, výhybna (x) - Nový Svět (x) - Zelené údolí (x) - Měnírna (x) - Brandl (x) - Liberecká - Jablonec nad Nisou
(x) = Stopp auf Anfrage

Das Euro-Neiße-Ticket gilt auf allen Linien, das im Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien gilt.

Geschichte

Eine Meterspur-Straßenbahn der Linie 11 in Vratislavice, auf dem Weg nach Jablonec

1894 ergriffen zwei Industrielle die Initiative für ein Straßenbahnnetz. Der Erste Meterspur Die Straßenbahnlinie wurde am 25. August 1897 eröffnet und führte vom Bahnhof bis zum heutigen Zoo. Heute entspricht diese Strecke weitgehend der heutigen Straßenbahnlinie 1. Im November desselben Jahres wurde die Linie auf . verlängert Lidove Sady am nördlichen Stadtrand. Dadurch hatte die Leitung eine Länge von 3,5 Kilometern und verlief bis an den Rand des Isergebirge. Die Strecke hatte eine Steigung von bis zu 10 % und war zweigleisig angelegt, aber wegen einiger schmaler Straßen waren die Gleise teilweise in zwei parallelen Straßen. 1899 wurde eine zweite Linie in die damalige Vorstadt gebaut Rochlice. 1904 wurde diese Linie auf extended Rodol. Linie 2 hatte demnach eine Länge von 4,2 km.

1900 wurde ein Einheitssatz von 12. eingeführt Heller von Montag bis Samstag und ab 20 Heller am Sonntag. Linie 1 verkehrte alle fünf Minuten und Linie 2 verkehrte alle zehn Minuten.

1912 wurde die 5,7 km lange Strecke nach Horní Hanychov in Betrieb genommen. Dies hatte einen maximalen Anstieg von 7 %. Erst 1932 wurde eine direkte Verbindung von der Stadt zum Bahnhof hergestellt, die die Strecke zum und vom Bahnhof um 8,2 km verlängerte. Die geplante Verlängerung dieser Linie bis zum Jěstěd war damals noch nicht realisiert.

Am 24. Dezember 1934 hatte das Straßenbahnnetz von Liberec vier Linien:

  • 1 Nádraží (Bahnhof) - Soukenné náměstí - Lidové Sady
  • 2 Rochlice - Soukenné náměstí - Růžodol I
  • 3 Horní Hanychov – Nádraží (Bahnhof) – Soukenné náměstí – Lidové Sady
  • 4 Vápenka – Pekárny – Nádraží (Bahnhof) – Soukenné náměstí – Lidové Sady

Am Ende des Zweiten Weltkriegs waren alle deutschsprachigen Mitarbeiter Beneš-Dekrete abgefeuert und alle deutschen Inschriften wurden entfernt. Direktor Anton Schlupek verließ 1946 als letzter und ging zu den Stadtwerken Ulm GmbH, die Straßenbahngesellschaft von Ulm.

Am 26. Dezember 1956 wurde eine 12,5 km lange regionale Straßenbahnlinie eröffnet, die Liberec über Vratislavice nad Nisou verbunden mit Jablonec nad Nisou. Dadurch wurden die Straßenbahnnetze von Liberec und Jablonec vernetzt. In dieser Zeit wurden auch alle Straßenbahnterminals um ein Wendeschleife. Umgekehrt war auch dieser Zeitraum von einem gewissen Rückgang geprägt. Ab 1960 mussten die Straßenbahnen beispielsweise auf dem Benešovo náměstí wegen der Einsturzgefahr einiger Gebäude schrittweise und ohne Fahrgäste weiterfahren. Reisende mussten diese Strecke zu Fuß zurücklegen.

Zwischen dem 27. März 1972 und dem 29. Dezember 1976 wurde die Strecke nach Jablonec nad Nisou modernisiert. Dadurch verkürzte sich die Fahrzeit von 39 auf 27 Minuten. Am 1. September 1990 begannen in der Stadt die Arbeiten zur Umrüstung des Netzes von Meter- auf Normalspur. Da diese Arbeiten auf das Stadtnetz beschränkt waren, verfügt Liberec über zwei Arten von Straßenbahnen mit unterschiedlichen Spurweiten. Schließlich blieb die Regionalbahn eine Meterspurstrecke. Ende der 1990er-Jahre dachte man darüber nach, auch die Regionalbahn umzuleiten. Dadurch konnte die Regionalbahn auch bis zum Fuß der Standseilbahn in . verlängert werden Horni Hanychov.

Rollenmaterial

In Liberec verkehren folgende Straßenbahnen:

ArtÄnderungen und UntertypenBaujahr
(ursprünglich)
Nummer
Vůz P.JPGTatra T2Tatra T2R1996
(1959-1996)
2
Straßenbahn liberec T3.jpgTatra T3Tatra T3, Tatra T3SUCS, Tatra T3m, Tatra T3M.04, Tatra T3R.PV, Tatra T3R.PLF, Tatra T3R.SLF1982-2015
(1965-2015)
61
Tschechische Bahntage 2012, Evo2 (01).jpgEVO2EVO22012
(2012)
1

Geplante Regionalstraßenbahn Nisa

Im Jahr 2000 wurde beschlossen, Straßenbahn nach dem Beispiel von Karlsruhe unter dem Namen Regiotram Nisa realisiert werden. Kernstück dieses Projekts wäre es, die überwiegend eingleisige Regionalstraßenbahnlinie zwischen Liberec und Jablonec nad Nisou, die durch eine desolate Landschaft führt, durch eine zweigleisige, normalgleisige, schnelle Stadtbahnlinie. Ein nächstes Ziel wäre der Ausbau der lokalen und auch eingleisigen Bahnstrecke Zittau ↔ Liberec ↔ Harrachov und deren Haltestellen wenige Bushaltestellen von den Ortskernen entfernt in dieser sehr bergigen Landschaft liegen, zweigleisig ausgebaut und in die Ortskerne integriert werden sollen. Ein drittes Ziel war es, eine bessere Verbindung zwischen den Wintersportgebieten Harrachov und Jakuszyce (Polen) einerseits und den Großstädten wie Liberec oder der polnischen Jelenia Gora andererseits. Dazu müsste die ehemalige eingleisige Bahn über den Novosvětský průsmyk (Gebirgspass) als zweigleisige und elektrifizierte Regionalstraßenbahnlinie wieder in Betrieb genommen werden. Der weitere Ausbau des elektrischen Straßenbahnnetzes war in mehreren Phasen geplant: Zum einen die Strecken nach Tanvald und Josefův Důl treten in den Dienst ein. Danach sollte sie in mehreren Schritten nach Jelenia Góra (Polen), Železný Brod, Frýdlant v Čechách, Zittau (Deutschland) und in Richtung Rumburk verlängert werden.

Das Investorsko inženýrská a.s. gewann im September 2003 die öffentliche Ausschreibung der tschechischen Region Liberec, um das Projekt bis 2009 zu koordinieren. Die Hauptaufgabe der Koordination bestand aus vielen Aktivitäten, die vom Projektmanagement über einen Vorschlag für ein Finanzierungsmodell, die Untersuchung der Machbarkeit des Projekts, die Gewinnung von Investoren und Engineering-Aktivitäten, das Marketing und die gesamte Vorbereitung des Projekts reichten. Mit einer Realisierung in naher Zukunft ist unter den aktuellen Umständen jedoch nicht mehr zu rechnen, da dem Projekt aus finanziellen Gründen vom tschechischen Verkehrsministerium weniger Priorität eingeräumt wurde.

Literatur

  • Gerhard Bauer: Strassenbahnen in Tschechien und der Slowakischen Republik. Von der Pferdebahn zum Tatrawagen. Die Geschichte der Strassenbahnbetriebe in Wort und Bild, Verlag für Verkehrsliteratur Bauer, Dresden 1995, ISBN 3980430308

Externe Links