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Trickster

Das Betrüger (aus dem Englischen: Schwindler, Betrüger; aber "schm" ist das beste niederländische Äquivalent) ist a archetypisch Figur, die in der mündlichen und schriftlichen Überlieferung vorkommt und die mehrdeutige Eigenschaften hat. Einerseits kann der Betrüger/Schurke göttliche Eigenschaften und große Macht besitzen (dann fungiert er als Kulturbringer), andererseits werden seine Handlungen meist verspottet und bestraft. Damit ist die Tricksterfigur in erster Linie eine Identifikationsfigur für die Unterdrückten: eine Figur, die für ihre besseren und (manchmal) übernatürlichen Eigenschaften bewundert werden kann, die aber aufgrund ihrer Klugheit auch eine Chance sieht, auszusteigen vom Druck der Mächtigen.[1]

In der niederländischen Geschichtenforschung der schlaue Fuchs Reynaert aus dem Tiergedicht Van den vos Reynaerde ein Beispiel für eine Schurkenfigur. Ein weiteres Beispiel ist Tijl Ulenspiegel.

Trickster in verschiedenen Kulturen

Ananas als Trickster

W.J.H. Baart erwähnt einige Merkmale von Anansi, der westafrikanischen Spinnenfigur, die mit der Mittelpassage auch in die Karibik zog, die bestätigen, dass er als Kulturbringer gelten kann:

  • Dank ihm sind gewisse kulturelle Errungenschaften entstanden
  • er gilt als der Gottheit verwandt
  • mythische Figur
  • er hat eine Tiergestalt (Spinne)

Anansi zeigt oft die richtigen Verhaltensmuster auf, indem er das Anti-Beispiel setzt: Er ist zu gierig oder zu gierig und wird dann bestraft. In den in Surinam und den Antillen entstandenen Geschichten um Anansi ist die Protestfunktion wichtiger als die mythisch-religiöse Funktion. Sie wurden im Geheimen erzählt. Dort wurde ein neuer Charakter geschaffen: Tiger (Ba Tigri), der sehr stark, aber auch sehr dumm ist. Er kann als Symbol der Kolonialmacht (zB Plantagenbesitzer) gesehen werden.