WikiDer > Wietze
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| Ort | |||
| Zustand | |||
| Landbezirk | Celle | ||
| Koordinaten | 52° 39′ N, 09° 50′ O | ||
| Allgemeines | |||
| Oberfläche | 62,94 km² | ||
| Einwohner(31-12-2018[1]) | 8.271 (131 Einwohner/km²) | ||
| Höhe | 32 m | ||
| Bürgermeister | Wolfgang Klussmann (CDU) | ||
| Wirtschaft | |||
| GewSt Hebesatz | % ([2]) | ||
| Andere | |||
| Postleitzahl | 29323 | ||
| Vorwahl | 05146 | ||
| Nummernschild | CE | ||
| Gemeindenummer | 03 3 51 023 | ||
| Webseite | www.wietze.de | ||
Lage von Wietze in Celle | |||
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Wietze ist ein Gemeinde in dem Deutsche Zustand Niedersachsen. Die Gemeinde ist administrativ Teil der Kreis Celle und hat 8.271 Einwohner.[1]
Aufteilung der Gemeinde
Neben dem Hauptort Wietze ist die Ortsteile Hornbostel (nördlich des Hauptortes), Jeversen (westlich des Hauptortes) und Wieckenberg (südlich des Hauptortes) zur Gemeinde. Die Gesamtzahl der Einwohner zum 31. Dezember 2019 laut Gemeindewebsite: 8.394.
Lage, Verkehr, Transport
Wietze liegt an den südlichen Ausläufern des Lüneburger Heide und liegt etwa 20 Kilometer westlich von Celle, 40 Kilometer nördlich von Hannover und 15 Kilometer östlich von Schwarmstedt.
Durch die Wietze fließt der gleichnamige Fluss, der in die alle. Wietze befindet sich am Bundesstraße 214 zwischen Celle und Nienburg (Weser).
Der Ort ist auf der B214Celle - Schwarmstedt - Nienburg/Weser. Bei Schwarmstedt gibt es die Ausfahrt 50 der Autobahn A7. Von hier sind es fünf Fahrminuten nach Jeversen und 10 km nach Wietze.
Der öffentliche Verkehr von und zur Gemeinde beschränkt sich auf Regionalbusse von und nach Celle sowie Ortsbusse. Seit 1985 gibt es keinen Bahnanschluss mehr.
Wirtschaft
Der wichtigste Wirtschaftsfaktor in der Gemeinde ist heute die Landwirtschaft und die (Geflügel-) Viehzucht. In der Gemeinde gibt es eine sehr große Geflügelschlachthof-Anbaufabrik für gefrorene Hähnchen. Es befindet sich in der Nähe des Dorfes Jeversen kontidrom, eine große Teststrecke und Halle, in der die Reifenfabrik Continental AG Reifen von Autos, Motorrädern usw. testen.
Geschichte

Eingang des ehemaligen Ölbergwerks Wietze, jetzt DEA Bohrbetrieb
Petroleum
Auf der Südseite des Flusses und des Dorfes Wietze wurde ab 1652 ein dickflüssiges Petroleum eingefüllt Teergruben extrahiert und zu Teer verarbeitet. Dieses Material mit dem Spitznamen in der Gegend Fett und Satans Speck wurde für viele Zwecke verwendet, sogar zur Behandlung von Wunden.
Wietze, bis dahin nur ein mittelgroßes Bauerndorf, wurde ab 1858 bekannt, weil in den alten Teerfeldern Öl gebohrt wurde. Aufgrund geologischer Gegebenheiten erwies sich dies als unrentabel. Mit verbesserten Techniken wurde jedoch Erdöl aus der Teerschicht gewonnen. 1899 war eine Bohrung am Nordufer der Wietze erfolgreich: Aus 140 Metern Tiefe kam flüssiges, verwertbares Öl auf. Ein "Ölrausch" folgte; allerlei kleine Ölgesellschaften entstanden, eine Raffinerie und rund 11.000 m³ große Lagertanks wurden gebaut. Die meisten Ölarbeiter mussten von weit her kommen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad; das machte den Bau von Arbeiterhäusern notwendig. Für den Transport des Öls waren große infrastrukturelle Arbeiten notwendig (in den Anfangsjahren wurde es in Holzkübeln mit Pferd und Wagen transportiert). Eine Eisenbahn kam nach Celle; die Aller wurde stromabwärts von Celle vertieft und durch neue Schleusen für Frachtschiffe schiffbar gemacht; in Wietze selbst wurde ein kleiner Umschlagbahnhof gebaut. Die Straßen wurden auch an den starken Verkehr von Güterwagen und später Autos angepasst. Auch beim Anschluss an das Stromnetz erhielten Wietze und Umgebung Vorrang, an dessen Stelle Hotels und Geschäfte gebaut wurden. Kurz vor dem Erster Weltkrieg1909 deckte Wietzes Erdölförderung 80 % des gesamten deutschen Eigenbedarfs. Es war te im Jahr 1899 Hamburg und Nordhausen wenn Gründung der Deutschen Tiefbohr-Actiengesellschaft DROGENFAHNDUNG, Deutsche Erdöl AG, kaufte schließlich alle Ölgesellschaften in Wietze auf. Im Jahr 1934 waren 900 Mitarbeiter in dieser Branche beschäftigt. Von 1920 bis 1963 wurde das Öl auch aus unterirdischen Minenschächten (bis zu 95 km Länge) gefördert; zeitweise waren 400 Bergleute bei der Ölförderung beschäftigt.
Nach dem Zweiter Weltkrieg der Wettbewerb nahm zu und die Rentabilität der Ölquellen sank. 1963 wurde die DEA[3] Ölförderung in Wietze beendet. Die Folge war die Stilllegung der Bahnstrecke nach Celle für den Personenverkehr 1966 und für den Güterverkehr 1985.
In Wietze befindet sich das Deutsche Erdölmuseum auf dem Gelände der ehemaligen Erdölförderung seit 1970. Auch wenn die Gemeinde Waffe füttern durfte, wurde dieser mit dem Bild eines Bohrturms versehen.
Andere
Wieckenberg hatte welche Eisenerzabbau von Eisenfelsen. Von 1906 bis 1924 befand sich in Wietze selbst ein Kalisalz-Steinbruch.
Sehenswürdigkeiten
Deutsches Erdölmuseum

Eingang

Außenbereich

Erdöl aus Wietze

Alte und neuere Ölfässer

Meißel zum Bohren nach Öl
Das 1970 eröffnete Deutsche Erdölmuseum befindet sich auf einem ehemaligen Ölfeld, also einem Ort, an dem Erdöl gefördert wurde. Es zeigt die Geschichte der Erdölförderung, insbesondere die von Wietze, von 1652 bis 1963 sowie die dafür verwendeten Werkzeuge und Anlagen. Es gibt auch eine große Sammlung von Fotografien zu diesem Thema. Auch über die moderne Ölförderung wird informiert. Der 1961 errichtete 54 m hohe Bohrturm auf dem Gelände war bis 1986 anderweitig im Einsatz.
Andere
- Die Stechinelli-Kapelle (erbaut 1692) in Wieckenberg, gem. Wietze, mit schöner barockes Interieur.
- Naturschutzgebiet Hornbosteler Hutweide, ein Flusstal- und Wiesenreservat, nördlich von Wietze, teilweise in der Nachbargemeinde Winsen. Beweidung erfolgt mit Przewalski-Pferde und zum Teufel Vieh. Es wurde eine Wanderroute angelegt. Auch Waldspaziergänge westlich und südlich von Wietze sind möglich.
Wichtige Personen in Bezug auf die Gemeinde
- Francesco Maria Capellini, Spitzname Stechinelli (* 18. April 1640 in Rimini, Italien; † 26.11.1694 in Celle), landdrost von unter anderem Wieckenberg, Diener und Günstling des Herzogs Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg und sein Nachfolger Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg.[4]
Bilder

Hornbosteler Hutweide

Stechinelli-Kapelle (1692) in Wieckenberg, gem. Wietze
Römisch-katholische Kirche Maria Aushilfe (1908)
Evangelisch-Lutherische Kirche St. Michael (1962)
Externer Link
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Bibliographische Informationen |
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Gemeinsame Normdatei:4318110-7 |
| Städte und Gemeinden in der Kreis Celle | |
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