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Chengyu (traditionelles Chinesisch: ; vereinfachtes Chinesisch: ; pinyin: chengyǔ; wörtlich: bereits gebildete Sprache) sind eine Art von Chinesisch traditionell idiomatisch Ausdrücke, von denen die meisten aus vier Zeichen/Symbolen bestehen, manchmal aber auch mehr. Auch heute noch spielt Chengyu eine wichtige Rolle in chinesischen Gesprächen und in der Bildung. Es wird gesagt, dass die gesamte chinesische Weisheit und Erfahrung hier zusammengefasst ist. Ob dies der Fall ist, bleibt abzuwarten, aber es könnte eine wichtige Quelle sein.
Einige chengyu haben einen identifizierbaren (historischen) Ursprung. Sie ähneln in gewisser Weise niederländischen Ausdrücken wie „ein Trojanisches Pferd" oder ein "Achillesferse“. Einige Beispiele hierfür sind:
• (言而無信 yán ér wú xìn). Wörtlich: Sprechen, ohne Vertrauen. Bildlich: Über eine Person, die trotz allem, was sie sagt. Kann man nicht trauen. (Konfuzius, 551 – 479 vor Beginn unserer Zeitrechnung).
• (紙上談兵, zhis hàng tán bing). Wörtlich: Militärtaktik auf dem Papier. Bildlich: Theoretische Diskussion, ohne Anwendung in der Praxis. (Allgemeines Zhao Kuo, gestorben 260 v. Chr.).
• (負荊請罪, fù jīng qǐng zuì). Wörtlich: Einen Grat tragen und um Verzeihung bitten. Bildlich: Eine bescheidene Entschuldigung anbieten. (Allgemeines Lian Poc, 3. Jahrhundert v. Chr.).
• (指鹿為馬, zhǐ lù wéi mǎ). Wörtlich: Ein Reh für ein Pferd nehmen. Bildlich: Absichtlich falsch interpretieren. (Zhao Gao, gestorben 207 v. Chr.).
• (破釜沉舟 pò fǔ chén zhōu). Wörtlich: Zerbrich die Töpfe und versenke die Schiffe. Bildlich gesprochen: Es gibt kein Zurück. (General Xiang Yu, 232 – 202 v. Chr.).
• (瓜田李下, guā tián lǐ xià). Wörtlich: Melonenfeld unter den Pflaumen (In einem Melonenfeld nicht die Schuhe richtig anziehen oder unter Pflaumenbäumen den Hut putzen). Bildlich: Ermahnt den Leser, Situationen zu vermeiden, in denen er zwar unschuldig, aber dennoch verdächtigt wird. (Han-Dynastie, 202 v. Chr. – 220 n. Chr.).
• (樂不思蜀, le bu si Shu). Wörtlich: Zu fröhlich, um an Zuhause zu denken. Bildlich: Wichtigere Dinge in Fröhlichkeit vergessen. (Liu Shan, 207 – 271)).
• (磨杵成針, mó chǔ cheng zhēn). Wörtlich: Eisen zu einer feinen Nadel schleifen. Bildlich: Beharren auf einer schwierigen Aufgabe. (Li Bai, 701-762) .
• (醉翁之意不在酒 zuì wēng zhī yì bù zài jiǔ). Wörtlich: Die Aufmerksamkeit des alten Trinkers gilt nicht dem Wein. Bildlich: Über die Situation, in der jemand etwas mit einem gutartigen Motiv tut. (Oujang Xiu, 1007 – 1072)
Darüber hinaus gibt es auch Chengyu mit einem weniger identifizierbaren historischen Ursprung, wie zum Beispiel:
• (朝三暮四, zhāo sān mù sì). Wörtlich: Sagen Sie drei Uhr morgens und vier Uhr abends. Bildlich: Veränderlich sein ohne einen wesentlichen Grund.
• (井底之蛙, jǐngdǐzhīwā). Wörtlich: Ein Frosch am Boden eines Brunnens. Eine Person mit eingeschränkter Sicht.
• (守株待兔, shǒu zhū dài tù). Wörtlich: Einen Baumstumpf bewachen, um auf Kaninchen zu warten. Bildhaft: Vergeblich auf eine Belohnung warten.
• (畫蛇添足, huà shé tiān zú). Wörtlich: Hinzufügen von Füßen beim Zeichnen einer Schlange. Tun Sie etwas Überflüssiges.
Ähnliche Ausdrücke kennt man auch in japanisch und Koreanisch.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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