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Egon Schiele
Egon Schiele.

Egon Schiele (Tulln, 12. Juni 1890Wien, 31. Oktober 1918) war Österreicher Expressionist Maler.

Lebenszyklus

Schieles Vater war Bahnchef in Tulln an der Donau. Auch sein Großvater arbeitete bei der Bahn, ebenso wie Schieles späterer Vormund, der dort Ingenieur war. Schiele reiste zum Vergnügen mit der Bahn und spielte mit 23 Jahren noch mit a Spielzeugzug, imitiert alle dazu gehörenden Klänge. Sein Vater, wahnsinnig von SyphilisEr starb, als Schiele erst 15 Jahre alt war. Eine Schwester war ebenfalls jung gestorben und zwei Kinder kamen ebenfalls leblos in der Familie zur Welt. Besonders angespannt und scheinbar lieblos war das Verhältnis zwischen Schiele und seiner Mutter. Schiele hatte mit seiner Schwester Gerti ein inzestuös Kontakt.

Eine Karriere bei der Bahn wäre naheliegend gewesen, doch Schiele ging gegen den ursprünglichen Wunsch seiner Mutter und seines Vormunds an die Kunstakademie, wo er mittelmäßige Ergebnisse erzielte. Zuvor wurde Schiele beeinflusst von Gustav Klimt und Service SitzungBewegung.

1909 unterrichtete Schiele den Kunstkritiker Arthur Rössler der sehr positiv zu seiner Arbeit stand und später auch eine Biographie über Schiele verfasste.

Selbstporträt, von einem Poster im Stadtmuseum Den Haag

Zwischen 1911 und 1915 hatte Schiele eine Beziehung mit Wally Neuzil. Da sie unverheiratet zusammenlebten, wurden sie 1911 aus ihrer Heimatstadt in Böhmen vertrieben Krumauer (woher Schieles Mutter kam) und sie zogen um Neulengbach, ein Vorort von Wien. Auch dort kam es zu einem Skandal, weil Schiele ganz junge Mädchen nackt als Models posieren ließ. Die Zeichnungen von masturbierenden jungen Mädchen kamen ans Licht. In der Folge landete Schiele sogar für einige Zeit im Gefängnis (drei Wochen Untersuchungshaft); die letzte verhängte Strafe betrug drei Tage. 1915 beendete Schiele die Beziehung zu Wally, um im selben Jahr Edith Harms zu heiraten. Kurz darauf musste Schiele zum Militärdienst, schließlich war es die Zeit der Erster Weltkrieg. Er bekam jedoch einen Bürojob und konnte daher mit Edith in Kontakt bleiben. Aufgrund seiner Arbeit konnte er jedoch weniger malen.

Am 28. Oktober 1918 starb Edith an der spanische GrippeSie war damals im sechsten Monat schwanger. Drei Tage später starb Schiele im Alter von nur 28 Jahren an derselben Krankheit.

Der Tod und das Mädchen

Arbeit

Die Werke von Egon Schiele sind Expressionist und gehören zum Malstil der Wiener Sitzung.

Schieles Zeichnungen und Gemälde sind hauptsächlich Darstellungen von Menschen. Schiele malte in begrenztem Umfang Stadtansichten und Landschaften. Aufgrund der starken Linienführung ist Schiele eher als Zeichner denn als Maler zu sehen. Farbe in den Bildern wird erst danach aufgetragen, wenn die Zeichnung fertig ist. Die Verwendung von Farbe verstärkt jedoch den verfremdenden Effekt erheblich. Schieles Bilder erinnern an die von Kokoschka aber auch ein kubistisch Charakter.

Obwohl Schiele stark von der Arbeit von Gustav Klimt, die Linien, die er verwendet, sind ganz anderer Natur. Während Klimt hauptsächlich runde weiche Formen darstellt, mit denen er die menschliche Form idealisiert, verwendet Schiele kraftvolle eckige Linien. Die abgebildeten Körper werden daher vom Betrachter als fremd und oft beängstigend erlebt. Frauen wie Männer werden schonungslos in ihrer Nacktheit, in ungewöhnlichen Posen gezeigt. Dennoch wurde Schieles Werk zu seiner Zeit viel beachtet.

Abbildung: Mark Hardens Artchive

Es Selbstportrait spielt eine zentrale Rolle in Schieles Werk. Er stellt sich auf einem leeren Hintergrund dar. Die kantigen Körperformen, die unrealistischen Farben und der oft panische Blick in den Augen machen diese Portraits sehr befremdlich. Auch die Selbstporträts, in denen Schiele sich rücksichtslos zeigt, können aufgrund der explizit sexuellen, narzisstisch und Exhibitionist Charakter.

Angesichts seiner Jugend verwundert es nicht, dass der Tod in Schieles Werk eine große Rolle spielte. Es gibt Gemälde mit dem Titel Die tote Mutter, Der Tod und das Mädchen. Das letzte Gemälde zeigt die Umarmung des Todes, der Schiele selbst ähnelt, und seiner Ex-Freundin Wally.

Egon Schiele hat auch Landschaften gemalt wie die Schlucken von Sonne (Sinkende Sonne), von 1913.

Nach der Heirat mit Edith scheinen die Linien in Schieles Bildern etwas runder und weicher zu werden. Sein Leben mit Edith war bürgerlicher und geregelter als das mit Wally.

Gemälde (Auswahl)

Museen

Seine Arbeiten sind zu sehen in:

Ausstellungen (Auswahl)

  • Lyrische Zeilen. Klimt, Kokoschka und Schiele vom 29. Juni bis 22. Oktober 2013 im Drents Museum in Assen[7]
  • Egon Schiele vom 25. März bis 19. Juni 2005 im Van-Gogh-Museum in Amsterdam[8]
  • Klimt Schiele Klee – Wotruba und die Avantgarde vom 3. April bis 4. Juli 2004 im Stadtmuseum Den Haag[9]
  • 2018 Leopold-Museum Wien. Große Sammlung im Keller des Museums.

Externe Links

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