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Guido de Werd (Oss, 1948) ist ein Holländer Kunsthistoriker und ehemaliger Direktor von Museum Kurhaus im Stock
Leben und Arbeiten
De Werd ist in Oss aufgewachsen. Sein Vater, Toon de Werd (1906-1977), war dort als Kurator von Museum Jan Cunen im Dienst der Gemeinde.[1] De Werd studierte Kunstgeschichte in Nimwegen und promovierte (drs). 1972 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtarchivars Friedrich Gorissen in Kleve, der das Stadtmuseum Haus Koekkoek leitete. 1976 wurde er als Nachfolger von Gorissen zum Chefkurator des Museums ernannt.
De Werd erwies sich als leidenschaftlicher Verfechter der Konservierung und Restaurierung in Kleve kulturhistorisches Erbe. So verfasste er 1977 beispielsweise eine Publikation über historisch wertvolle Bauten in Kleve und war später an der Restaurierung von die Klever Gärten, die um 1660 im Auftrag von . gebaut wurden Johan Maurits van Nassau-Siegen.
Er war die treibende Kraft hinter den Plänen zur Renovierung des ehemaligen Kurhotels und der Nebenräume zur Errichtung eines neuen Museums für zeitgenössische Kunst. 1987 wurde eine Stiftung gegründet, um diesen Plänen Gestalt zu geben. Sonja Mataré stiftete 1988 zahlreiche Werke ihres Vaters Ewald Matare. In Anerkennung dieser Schenkung trägt das Museum Kurhaus Kleve den offiziellen Untertitel: Ewald Mataré Museum. Nach jahrelanger Planung und Sanierung wurde das Museum Kurhaus Kleve / Ewald Mataré-Museum 1997 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. De Werd war damals offizieller Direktor des Museum Kurhaus und auch unbezahlt verantwortlich für das Haus Koekkoek.
Unter seiner Leitung beherbergte das neue Museum Ausstellungen renommierter Künstler aus der arte povera wie Jannis Kounellis, Mario Merz und Giuseppe Penone. Das Museum zeigte auch minimale Kunst von Carl André, Pop-Art von Robert Indiana und Alex Katz, Konzeptkunst von Auf Kawara und Richard Long und hyperrealistische Malerei von Franz Gertsch. Im Park gegenüber dem Museum wurden Skulpturen aufgestellt, unter anderem von Penone und einem Stephan Balkenhol. 2004 wurde das Museum zum Museum des Jahres gewählt.
De Werd, der weiterhin in Nijmegen lebte, übernahm auch die Renovierung des ehemaligen Friedrich-Wilhelm-Bads und die Erschließung des ehemaligen Ateliers des Kleefse-Bildhauers. Joseph Beuys. Knapp eine halbe Million Euro hat der Freundeskreis für diese Sanierung aufgebracht.[2] Dieser Anbau, der zusammen mit einem neu gestalteten Zwischenraum die Museumsfläche um 700 m² vergrößerte,[3] wurde im September 2012 eröffnet. Im Juni 2010 trat De Werd als Direktor zurück,[4] aber er blieb noch zwei Jahre als „Senior Curator“.
Seine Arbeitsperiode in Kleve dauerte vierzig Jahre. In dieser Zeit war er Herausgeber, Chefredakteur und manchmal Herausgeber von hundert kunsthistorischen Schriften und Ausstellungskatalogen. Zum Beispiel veröffentlichte er auf De St.-Nikolaus-Kirche in Kalkar, über Holz Statuen von Heiligen, Über BC Koekkoek und über mehrere zeitgenössische Künstler. Für seine Verdienste wurde er in die Niederlande berufen Ritter des Ordens von Oranien Nassau. In Deutschland erhielt er 2013 den Rheinlandtaler und den Bundesverdienstkreuz.
2012 zog De Werd mit seiner Familie nach family Jerusalem wo seine Frau Rita Kersting ist Israel-Museum wurde Chefkurator der Abteilung für zeitgenössische Kunst. Seit 2016 lebt er in Köln.
Bibliographie (Auswahl)
- (Hrsg.) Das Gesicht einer Stadt. Erhaltenswerte Gebäude in Kleve Boss, Kleve 1977.
- St. Nicolai, Kalkar Deutscher Kunstverlag, München 1983/1986/1990/2002, ISBN 3-422-06336-6
- Barend Cornelis Koekkoek, 1803–1862. Zeichnungen Boss, Kleve 1983
- Die katholische Stifts- und Propsteikirche St. Mariae Himmelfahrt zu Kleve. Deutscher Kunstverlag, München 1985.
- (Hrsg.) Die Reise an den Niederrhein und nach Holland 1791. Das Tagebuch des späteren Königin von Preussen, München 1987, ISBN 3-422-06010-3
- Joseph Beuys. Kleve, Städtisches Museum Haus Koekkoek, 21. April bis 9. Juni 1991 Boss, Kleve 1991, ISBN 3-89413-331-7
- Fritz Getlinger, Joseph Beuys und die "Straßenbahnhaltestelle" Kleve 2000, ISBN 3-934935-01-X
- Henrik Douvermann. Die Heiligen Drei Könige Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus, Kleve 2006, 3-934935-31-1
- (Hrsg.) Mein Rasierspiegel. Von Holthuys bis Beuys Museum Kurhaus Kleve, Kleve 2012, ISBN 978-3-934935-61-7