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Jan Böke | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Jan Daniel Boeke | |||
| Geboren | Schagen, 19. Januar 1921 | |||
| Verstorben | Amsterdam, 25. Februar 1995 | |||
| Staatsangehörigkeit | Niederländisch | |||
| Beruf | Organist, Chorleiter, Musikpädagoge | |||
| Bekannt aus | Beförderung Alte Musik | |||
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Jan Daniel Boeke (Schagen, 19. Januar1921 – Amsterdam, 25. Februar1993)[1] war mal Organist, Chorleiter und Musikpädagoge.
wenn Kirchenmusiker Boeke spielte eine wichtige Rolle in der Erneuerungsbewegung um die Anbetung, Liturgie und Kirchengesang innerhalb der evangelische Kirchen. Er spielte auch wie Gustav Leonhardt und Frans Brüggen eine Rolle bei der Förderung von Alte Musik von dem Renaissance und der Barock in den Niederlanden.
Lebenszyklus
Boeke war der Sohn eines Pastors, geboren aus einer Familie von Pastoren, Pädagogen, aktiven Musikliebhabern und Musikern. Nach seiner Gymnasialausbildung A am Christian Lyceum in Haarlem er studierte (mit einer Unterbrechung in der Zweiter Weltkrieg) von 1940 bis 1948 an der Amsterdamer Konservatorium (später Sweelinck-Konservatorium) Orgel- und Chorleitung bei Anthony van der Horst. 1958 absolvierte er die Ausbildung Schulmusik Weg von ihm Utrechter Konservatorium Biene Chris Boss.
Der Musikpädagoge hat einen großen Einfluss Ina Lohr (1903-1983) über ihn, bei dem er nach dem Besuch ihrer Vorlesungen und Aufführungen in Haarlem ab 1946 einige Monate studierte. Ab 1933 leitete der (niederländische) Geiger und Musikwissenschaftler die Abteilung Haus- und Kirchenmusik an der Schweizerischen Schola Cantorum Basiliensis, von Anfang an ein Nährboden für Interesse und Umsetzung von interest alte Musik.[Anmerkung 1] Boeke lud Lohr ein, bei sich zu Hause eine Reihe von Arbeitskreisen für interessierte Musiker zu organisieren. Lohr gab auch in Haarlem einige Jahre Folgekurse für die dortige Remonstrantenkirche. 1947 reiste Jan Boeke selbst nach Basel, um bei Lohr zu studieren. Noch 1983 kümmerte er sich um seinen Schüler Henk van Benthem eine Übersetzung und Bearbeitung von Lohrs Studie von 1943:Solmisation und Kirchentöne“.[Anmerkung 2]
Aktivitäten
Während des Krieges (1942-1946) war Boeke in culemborg Kantororganist der evangelischen Sint Barbarakerk. Zwischen 1947 und 1959 bekleidete er diese Position an der Kirche der Remonstranten zu Haarlem und zwischen 1967 und 1989 in der Kirche Nieuwe Remonstrant in Amsterdam, allerdings ohne Chor.
Ab 1958 war Boeke Musiklehrer an der Christian Kindergarten Jan van Nassau in Utrecht. Ab 1961 leitete er als Hauptfachlehrer für Schulmusik und allgemeine Musikpädagogik die pädagogische Abteilung des Sweelinck-Konservatoriums in der Hauptstadt. Dies führte zu einem Umzug von der Domstadt nach Amsterdam. Nach der Fusion des Amsterdamer Konservatoriums mit dem Muzieklyceum unterrichtete er nur noch bis zu seiner Emeritierung 1985 Musik. Kirchenmusik und Hymnologie. In diesem Zusammenhang leitete er auch einen kleinen Chor und ein Ensemble.[Notiz 3][Anmerkung 4]
Darüber hinaus hat Jan Boeke Adrian Schuurman Kurse während der sommerlichen Kirchengesangslager der 'Jonge Kerk', organisiert ab 1948 von der Niederländisch-reformierte Kirche; Henk Waardenburg folgte ihm dort in den sechziger Jahren nach.
Leiter
- Amsterdamer Kammerchor
- 1946 früh Antoon Krelage die Geschäftsführung der gerade von ihm gegründeten Gesellschaft zu übernehmen Amsterdamer Kammerchor, eine hochrangige Amateurkompanie, die im Laufe der Jahre regelmäßig Konzerte gab und auch für die VARA– Radio sang. Ende 1967 übergab Boeke die Leitung dieses Chores an seinen Schüler Koen Vermeij.
- Der Wanderchor
- Nach seiner Rückkehr aus Basel 1947 hat Boeke selbst zusammen mit Wil Waardenburg, Witz Fontijne-Koeyers und Willem Retze Talsma ein Ensemble für Alte Musik am: Der Wanderchor. Das Ensemble aus Solosängern und Instrumentalisten spielte zwischen 1952 und 1957 in wechselnden Besetzungen (vom 15. bis 17. Jahrhundert) Alte Musik. Das NCRV machte verschiedene Aufnahmen und Konzerte wurden im großen quadratischen Treppenhaus von Boekes eigenem Haus in Haarlem gegeben.[Anmerkung 5]
- Kammerchor Haarlem
- Auch in den fünfziger Jahren sorgte Boeke für die Kammerchor Haarlem monatliche Kirchenmusikabende in der dortigen Wallonischen Kirche, zusammen mit dem Organisten Dolf Hendrikse und der Dirigent Maarten Kooy. Auch hier wurde die Neuorientierung auf Liturgie und Kirchenmusik, wie sie in diesen Jahren in den evangelischen Kirchen gelebt wurde, gelebt. Melchior Franck, Heinrich Schütz, Cornelis Padbrue und andere alte Meister wurden wiederentdeckt und erwiesen sich als gut in der Anbetung.
- Niederländische Musikhochschule
- Boeke sorgte auch für Konzerte an verschiedenen Orten und eine Reihe von Radiosendungen, jetzt hauptsächlich für den NCRV mit seinem Niederländische Musikhochschule, ein Ensemble aus meist professionellen jungen Sängern und Instrumentalisten, darunter auch Musiker, die sich später einen Namen gemacht haben. Auch Kollegen aus der Alten-Musik-Bewegung arbeiteten oft mit. Das Repertoire umfasste weltliche und geistliche Kompositionen von u.a. Clemens nicht Papa, Lupus Hellinc, Sweelinck, Jacob van Eyck, padbrue, Gabrielic, Monteverdi, Gibbons, downland, Morley, Lechner, Johann Hermann Schein, Schutz, Krieger. Sie spielten Blockflöte, Bombard, Cromhorn, Gamben, Orgel und Spinett. Boeke teilte sich die Führung mit dem Gambi-Spieler Veronika Hampe und Jeanette van Wingerden (Blockflöte, krummes Horn).
- Kirchenmusikkompanie
- 1970 rief Boeke mit dem Organisten an Bernard Winsemius halbprofessionelles Niederländisch Kirchenmusikkompanie in life, ein Ensemble von Sängern und Instrumentalisten, bestehend aus Mitgliedern des Niederländischen Musikkollegs und dem Kammerchor der Amsterdam Freie Universität. Diese Firma veranstaltete monatliche Musikvesper in der Amsterdam Neue Remonstrantenkirche, oft in Zusammenarbeit mit befreundeten Lehrern und Schülern des Konservatoriums. Grundsätzlich wird bei jedem Gottesdienst der gut besuchten Vespergottesdienste, zu denen auch eine Predigt von Pfr. J. van Hille auf dem Programm steht die gesamte gesungene Liturgie, die möglichst einem Komponisten gewidmet ist.
- Cappella Amsterdam
- 1973 ließ das Interesse an den religiösen Versammlungen nach, und das hatte Konsequenzen. Das Ensemble nahm nun auch weltliche Musik in sein Repertoire auf. Aus dem Chor wurde eine neue Kompanie gegründet: Cappella Amsterdam.[2] Mit dieser mittlerweile überwiegend professionellen Kompanie gab Boeke zahlreiche Konzerte an verschiedenen Orten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien und Polen. Cappella Amsterdam trat auch für den österreichischen Radiosender ORTF auf). Mit dieser Gruppe hat Boeke auch eine Reihe von Schallplatten und CDs aufgenommen (Sweelinck, Schein, Psalmen, Weihnachtsmusik). Beiträge zur Orgel von Bernard Winsemius eine Rolle. 1990 ging die Geschäftsführung von Cappella Amsterdam an Daniel Reuß, der viele Jahre als Bassist in Cappella mitsang. Zum Abschied trat Boeke mit dem Chor Bachs auf Hohe Messe von. Obwohl auch Arbeiten aus späteren Perioden nicht gemieden wurden (wie z Diepenbrock, Debussy, Hugo Distler, Daan Manneken) hatte sich der Chor unter Boekes Leitung zunächst hauptsächlich auf die Aufführung von Musik des 16. und 17. Jahrhunderts konzentriert. Leitgedanke war immer die Musikpraxis des 17. Jahrhunderts: Musik als Diener des Wortes. Der reine Unisono-Gesang blieb ebenso wertvoll wie die Polyphonie. Prinzipiell, textorientiert arbeitend, schlug Boeke wie schon früher in seiner Chorleiterpraxis vor, Jan Pieterszoon Sweelinck zentral.[Anmerkung 6]
Bedeutung
Neben seiner musikalischen Arbeit war Jan Boeke auch in anderer Hinsicht von Bedeutung. Als prinzipientreuer Mensch, als Musiker, als Lehrer und Kollege, aber ebenso sozial und gesellschaftlich hat er sich radikal für die Friedensbewegung und gegen Atomwaffen entschieden. Er war auch bestrebt, mit Musik Innovationen in der evangelischen Liturgie, im Gottesdienst und im Gemeindegesang zu gestalten.
- Kirchengesangszentrum
- Boeke war 1950, als die Verein für evangelische Kirchenmusik wurde aufgelöst, Mitbegründer der Protestantischen Kirchengesangszentrum[1] und leitete ihn bis 1956.[Anmerkung 7] Seit Anfang der 1950er Jahre hat er zahlreiche Publikationen, Arbeitskreise und Kurse durchgeführt, letztere teilweise mit Lehrern wie Ina Lohr, Wilhelm Ehmann, Oskar Söhngen, Helmut Bornefeld, Siegfried Reda, Heinz Werner Zimmermann, Ton de Leeuw und Pierre Pidoux.
- Liederbuch für die Kirchen
- Auch nach 1956 blieb Boeke auf diesem Gebiet sehr engagiert. Mit unter anderem Jan van Biezen[Anmerkung 8] und Gerrit de Marez Oyens Boeke nahm in Vorbereitung auf die Liederbuch für die Kirchen. In dieser Ausgabe (1973), einem Gemeinschaftsprodukt praktisch aller protestantischen Konfessionen, schrieb er drei Melodien; seine Struktur basiert eindeutig auf der Arbeit mit Hexachorde.
- Song-Einstellungen
- Im Bereich der außerkirchlichen Musikpädagogik war Jan Boeke neben seinem Schulmusiklehrer auch als Komponist zahlreicher Liedvertonungen tätig, unter anderem in den Notenbeilagen der Zeitschrift Verein für Hausmusik. Viele Male nahm er auch an Kursen dieser Organisation teil.
- 1956 gab er für die evangelische Jugendbewegung die CJVF/CJMV-Liedersammlung „Vrolijkzang we“ heraus. 1973-1974 er und drei weitere Experten (Dr. Gert Helmer, Renske Nieweg, Frits de Nijs) auf Wunsch des Herausgebers Die Fackel (Haarlem) einen gemeinsamen Bericht „über die gewünschten und notwendigen Änderungen in Auswahl, Text und Notenschrift“ der renommierten Sammlung“Niederländische Nationalhymne" von Jop Pollmann und Piet Tiggers (1. Auflage 1941); dies für die revidierte 19. Auflage dieser Sammlung (1977), herausgegeben von drei von ihnen.
Letzten Jahren
Nachdem er 1985 das Konservatorium verlassen hatte, war Boeke von 1987 bis 1992 noch am Festival für Alte Musik im ungarischen Sopron beteiligt.[Anmerkung 9] 1992 leitete Boeke einen Chorleitungskurs in Sopron. Der Studienchor Cantus Corvinus Énekegyüttes gab am 20. Juni 1993 in Sopron ein Gedenkkonzert unter der Leitung ihres ständigen Dirigenten Géza Klembala für Jan Boeke, der im Februar desselben Jahres unerwartet an Herzversagen starb. Er wurde auch mit einem Konzert unter der Leitung von Ivan Fischer, jetzt Boekes Ex-Schwiegersohn, zu dem stets ein guter Kontakt gepflegt worden war. Am 28. Mai 1997 fand in der Oude Kerk in Amsterdam ein weiteres Konzert, In Memoriam Jan Boeke, statt, bei dem die Niederländische Bachgesellschaft unter der Leitung von Ivan Fischer Bachs Hohe Messe aufführte.
Jan Boeke war seit 1946 mit der Sängerin Riek Ruinen (1923-2014) verheiratet, die im Amsterdam Chamber Choir, dem Netherlands Music College und der Cappella Amsterdam sang. Mit ihr hatte er zwei Söhne und drei Töchter. Eine dieser Töchter ist Blockflötenspielerin und Musiklehrerin Anneke Böke. Enkelin ist die Sopranistin Nora Fischer, aus der Ehe von Anneke Boeke und Ivan Fischer.
Zitate
Sprüche von Boeke
- Hart und hoch ist immer hässlich
- Du hast eine schöne Stimme, aber eigentlich mag ich keine Sänger
- Auf die Taille kommt es an
- Das ist kein Viertel, das ist ein Drittel plus eine Sekunde.
- Mädels, quietscht nicht so!
- Nicht der Ton, sondern die Linie.
- Erst die Diktion, dann der Ton.
- Text und Inhalt haben Vorrang vor der Musik – geben Sie dem in Ihrem Gesang Gestalt.
- Mi fa est tota musica.
Aussagen zu Boeke
- Jan hat mein Gehör aufgeräumt (mi-fa).
- Die schöne Musik ist mir zu eigen geworden.
- Ich bin ein Zeitgenosse von Komponisten wie Sweelinck, Schein und Schütz geworden.
- Er lehrte uns eine reine, nüchterne, intensive Art zu singen, zurück zu den Grundlagen.
- Jan hat mich in die verborgenen Schätze der Musikliteratur eingeführt.
- Ich bekam die Möglichkeit, als junger Sänger aufzutreten.
- Jan hat mir ein Gefühl für Wort und Ton, für Text und Bewegung beigebracht.
Externe Links
- Die Frau der Kirchenschlüssel
Tonrhythmus[toter Link] - Die Travelling Cantorij wird gegründet[toter Link]
Nüsse
Literatur
Cover-Texte LP/CD
Verweise
Andere über Jan Boeke
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