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Libertinismus ist ein Lebensphilosophie, Lebenseinstellung die sich für absolute individuelle Freiheit einsetzt. Ein Wüstling wird auch Freigeist genannt.
Ursprünge des theologischen Libertinismus

Die Idee des 'Freigeistes' hatte einen theologische Ursprung. Ein Teil des Fundaments des späteren Libertinismus wurde von einem italienischen Geistlichen aus der zwölftes Jahrhundert, Joachim di Fiore.
Durch Bibelstudium kam er zu dem Schluss, dass der göttliche Plan aus drei großen Perioden besteht, von denen die letzte (der Heiliger Geist) würde tausend Jahre dauern und in der Zerstörung der Welt und des enden Letztes Urteil. In dieser letzten Periode würde die völlige Freiheit des Geistes beginnen. Kirchliche und soziale Gesetze würden ihre Bedeutung verlieren und die Menschen würden individuell (ohne kirchliches Eingreifen) das wahre Wort Gottes erkennen.
Diese Idee war beliebt bei den gnostisch und wäre die Wurzel der Freigeistbewegung, obwohl Di Fiore selbst wahrscheinlich anderer Meinung war und der Kirche seiner Zeit immer treu geblieben ist.
In dem Mittelalter waren da mehrere Sekten Freigeister (Schwaermer, Irrgeister, Freigeister). Als Vorläufer dieser Libertines des 16. Jahrhunderts, die Bettler, Lollarden, Celliten, Luziferianer, Brothers of the Free Spirit, Turlupijnen usw., aber besonders die Homines Intelligenz[1]. In den Niederlanden, vor allem die Täufer sprechen für sich.
Die damalige Freigeistbewegung brach mit Kirche und Recht (die Antinomismus) und kultiviert ein offenes und bewusst normloses Verhalten. Diese Gruppen wurden daher von den Behörden heftig verfolgt, insbesondere die Calvinisten, wobei der Vorwurf der Unmoral und Gesetzlosigkeit immer wieder aufkam. Es muss gesagt werden, dass diese Anschuldigung nur aus den Quellen der Verfolger gemacht werden kann.
Libertinismus nach Marquis de Sade
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Einer der berühmtesten und berüchtigtsten Propagandisten des Libertinismus war der Marquis de Sade (1740-1814). Er hat diesen Begriff endgültig aus dem Geistigen gezogen. Seine Idee war, dass die Freiheit des Geistes nicht der Weg zu Gott ist, sondern zum natürlichen Instinkt. Er sah Religion als freiheitsbeschränkend an und war grimmig antireligiös und Atheist. In seinen Schriften malte er a amoralische Gesellschaft, in dem nur sexbesessene und ihre Opfer. Moral, Religion und Gewissen[2] abzulehnen und der natürliche Drang nach Vergnügen und Wohlbefinden des Wüstlings sein höchstes Ziel sein sollte.
- Kriminalität: Denn für den Wüstling nur sein eigenes Naturell Instinkt zählt, gibt es für ihn kein Gut oder Böse. Gesetzgebung wird von ihm aus moralischen oder religiösen Gründen abgelehnt. Seiner Meinung nach lässt sich ein wahrer Wüstling seine Freiheit nicht durch Gesetze einschränken. Nur die Gesetze der 'Natur'[3] sind aus seiner Sicht echt. Der Marquis de Sade erklärte, dass ein Wüstling die Gesetzgebung der Gesellschaft in dem die freier Geist praktizierte seine oder ihre Philosophie, sondern hauptsächlich, um sie zu umgehen oder zu missbrauchen. Für den wahren Wüstling ist nach de Sade wiederum ein natürlicher Instinkt das Wichtigste, und alles, was ihn darin einschränken will, ist kriminell.
- Ehrgeiz und Gier: Für den Wüstling, so de Sade, soll jeder jeden genießen können. Das macht eheliche Hochzeit von ihnen abgelehnt. Monogamie, aber auch Polygamie wo die Liebenden einem einzigen Liebenden unterworfen sind, ist auch für den Wüstling engstirnig. Jede Form der Freiheitseinschränkung des Partners aufgrund der ehelichen Treue wird als verwerfliches Verhalten ausgelegt, das von Stolz oder Ehre. Für den „wahren Wüstling“ gibt es keinen Ehrgeiz. Unehrenhaftes Verhalten wird gefördert[4]. Da ein wahrer Wüstling keinen wahren Stolz kennt, könnte er auch keine Arroganz kennen. De Sade weist jedoch auch darauf hin Nächstenliebe streng aus religiösen Erwägungen und nennt das persönliche Streben nach dem eigenen sinnlichen Vergnügen das hehre Ziel.
Moderne Interpretation
In der Praxis[Quelle?] wird unter "ein Wüstling" verstanden, jemand, der für sexuelle Freiheit Zustand und wird oft mit Sadomasochismus und Zügellosigkeit. Es gibt auch wichtige Schnittstellen zu den Nihilismus und der Hedonismus.
Liberalismus
Libertinismus sollte nicht mit politischer Philosophie verwechselt werden Libertarismus. Ein Libertär steht für absolute Freiheit, aber mit der Einschränkung, dass man niemals die Freiheit hat und Integrität andere Personen beeinträchtigen können. Ein Wüstling hat keinerlei Einschränkungen seiner Freiheit und kann daher das Eigentum anderer verletzen, um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
Libertines in der Literatur
- Georges Eekhoud, (fr) Les libertins d'Anvers, Brüssel, La Renaissance du Livre, 1934, 310 S. (Niederländisch: De Antwerpse Libertijnen)
- Jacob Israel de Haan, „Antwerp Libertines“ und „Pindarus' Dood“ in Libertine Lieder, Gesammelte Gedichte Teil I, Amsterdam, G. A. aus Oorschot, 1952, S. 7-82
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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