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Otto Weininger | ||||
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Otto Weininger | ||||
| persönliche Daten | ||||
| Name | Otto Weininger | |||
| Geboren | Wien, 3. März1880 | |||
| Verstorben | Wien, 4. Oktober1903 | |||
| Land | ||||
| Funktion | Philosoph | |||
| Leitdaten | ||||
| Beeinflusst von | Immanuel Kant, Ludwig van Beethoven, Richard Wagner, Henrik Ibsen | |||
| betroffen | Ludwig Wittgenstein, August Strindberg | |||
| Lebensphilosophie, Lebenseinstellung | Christentum | |||
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Otto Weininger (Wien, 3. März1880 - Dort, 4. Oktober1903) war ein österreichischPhilosoph. 1903 veröffentlichte er das Buch Geschlecht und Charakter: Eine neuartige Untersuchung, der nach seinem Selbstmord im Alter von 23 Jahren auf sich aufmerksam machte.
Leben
Weininger wurde als Sohn des jüdischen Goldschmieds Leopold Weininger und seiner Frau Adelheid geboren. Nach der Volksschule besuchte er das Gymnasium, das er im Juli 1898 abschloss. Im Oktober desselben Jahres immatrikulierte sich Weininger an der Universität Wien. Er hat dort studiert Philosophie und Psychologie, sondern auch Kurse in der Naturwissenschaften und Medikamente. Weininger in jungen Jahren gemeistert griechisch, Latein, Französisch und Englisch, später würde er auch Spanisch und Italienisch Erlernen und passiver Erwerb von Kenntnissen der Sprachen von August Strindberg und Henrik Ibsen (wissen Schwedisch und dänisch/norwegisch).
Im Herbst 1901 versuchte Weininger einen Verleger für sein Buch zu finden Eros und Psyche, die er 1902 als Dissertation bei seinen Professoren Jodl und Müllner einreichte. Er traf Sigmund Freud, der sein Werk jedoch keinem Verleger empfahl. Seine Professoren nahmen seine Dissertation an und Weininger promovierte. Kurz darauf wurde er ein begeisterter Unterstützer der Protestantismus.
1902 sah Weininger Bayreuth eine Leistung von Richard Wagnersparsifalwas ihn tief beeindruckte. Durch Dresden und Kopenhagen er reiste nach Christiania (Oslo) wo er zum ersten Mal Henrik Ibsens abspielen Birne Gynt sah. Nach Wien zurückgekehrt, litt Weininger an einer tiefen Depression. Der Gedanke an Selbstmord nahm langsam Gestalt an, doch nach einer langen Diskussion mit seinem Freund Arthur Gerber kam Weininger zu dem Schluss, dass es "noch nicht an der Zeit ist".[Quelle?]
Im Juni 1903 erschien nach monatelanger konzentrierter Arbeit sein Buch Geschlecht und Charakter beim Wiener Verlag Braumüller & Co. Neben seiner Dissertation enthielt dieses Buch drei wesentliche Kapitel: (XII) "Die Natur der Frau und ihre Beziehung zum Universum", (XIII) "Judentum", (XIV) "Frauen und Menschheit". Mit den Inhalten unternahm er den Versuch, "das Verhältnis der Geschlechter in ein neues und entscheidendes Licht zu stellen". Obwohl das Buch nicht negativ aufgenommen wurde, verursachte es auch nicht den erwarteten Aufruhr. Weininger wurde überholt Paul Julius Möbius, Autor von ber den physiologischen Schwachsinn des Weibes[1] beschuldigt Plagiat. Tief enttäuscht und deprimiert reiste Weininger nach Italien ab.
Zurück in Wien verbrachte er die letzten fünf Tage seines Lebens bei seinen Eltern. Am 3. Oktober mietete er ein Zimmer im Haus Schwarzspanierstraße 15, wo er 1827 Ludwig van Beethoven war gestorben. Er sagte der Wirtin, dass er bis zum nächsten Morgen nicht gestört werden wolle, weil er arbeiten und spät ins Bett gehen wolle. An diesem Abend schrieb er zwei Briefe, einen an seinen Vater und einen an seinen Bruder Richard, und informierte sie über seinen Selbstmord.
Am 4. Oktober wurde Weininger tödlich verwundet aufgefunden. Er hatte sich ins Herz geschossen. Er starb morgens um halb zehn, im Wiener Allgemeines Krankenhaus (Allgemeines Krankenhaus Wien). Er wurde auf dem begraben Evangelischer Friedhof Matzleinsdorf in Wien. Sein Epitaph von seinem Vater wird wie folgt übersetzt:
- „Dieser Stein schließt die Ruhestätte eines Jünglings, dessen Geist nie auf Erden ruhte. Und als er die Offenbarungen seiner und seiner Seele verkündet hatte, konnte er nicht mehr unter den Lebenden bleiben Mann im Wiener Schwarzspanierhaus und beendete dort seine physische Existenz."
Arnon Grünberg über Weininger
Veröffentlicht im Jahr 2005 Arnon Grünberg unter dem Pseudonym Marek van der Jagt ein Essay über Otto Weininger. Darin argumentiert er, dass Weininger sich in die Unterscheidung zwischen Kunstschöpfung und persönlicher Identitätsbildung verstrickt hat.
Veröffentlichungen
Auf Niederländisch veröffentlicht:
- Weininger, Otto. Geschlecht und Charakter – eine prinzipientreue Untersuchung, 1984, ISBN 9029556706 , Arbeiterpresse, Amsterdam, 569 pag
Auf Deutsch erschienen:
- Weininger, Otto. Geschlecht und Charakter: Eine neuartige Untersuchung, Wien, Leipzig 1903
- Weininger, Otto. "Über die letzten Dinge", Wilhelm Braumüller, Wien und Leipzig, 1904
- Weininger, Otto. Geschlecht und Charakter: Eine neuartige Untersuchung, neunzehnte, unveränderte Auflage mit einem Bildnisse des Verfassers, Wien und Leipzig: Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung Gesellschaft M. B. H., 1920
Auf Englisch veröffentlicht:
- Weininger, Otto. "Sex & Charakter", Autorisierte Übersetzung aus der sechsten deutschen Ausgabe (London: William Heinemann; New York: G.P. Putnam's Sons, 1906).
- Weininger, Otto. Sex und Charakter: Eine Untersuchung grundlegender Prinzipien. Ladislaus Loeb (übersetzt) Indiana University Press, 2005. ISBN 0-253-34471-9
- Weininger, Otto. Gesammelte Aphorismen, Notizbuch und Briefe an einen Freund. Martin Dudaniec und Kevin Solway (Übers.), 2002. ISBN 0-9581336-2-X
- Weininger, Otto. Eine Übersetzung von Weiningers über die letzten Dinge (1904/1907)/On Last Things. Steven Burns (übersetzt) Edwin Mellen Press, 2001. ISBN 0-7734-7400-5
Quelle
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