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Erich Honecker
Erich Ernst Paul Honecker
Erich Honecker (1986)
Geboren25. August1912
GeburtsortNeunkirchen (Saarland)
Verstorben29. Mai1994
Ort des TodesSantiago (Chili)
LandFlagge der Deutschen Demokratischen Republik DDR
PartySED
UnterschriftUnterschrift
Funktionen
1931-1933Kreisvorsitzender der kommunistischen Jugendbewegung Saarland
1946-1955erster Sekretär der FDJ
1958-1989Mitglied des Politbüros
1971-1989Generalsekretär der SED
1976-1989Präsident des Staatsrates
Portal  Portalsymbol  Politik

Erich Ernst Paul Honecker (Neunkirchen (Saarland), 25. August1912Santiago (Chili), 29. Mai1994) war der vorletzte Staatsratspräsident des Deutsche Demokratische Republik (DDR). Honecker trug den Titel "Held der Deutschen Demokratischen RepublikHonecker wurde 1958 Sekretär des Sicherheitsausschusses des Zentralkomitees der Vereinigten Staaten Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) und war Organisator des Baus der Berliner Mauer.[1][2] Er war verantwortlich für die Schießbefehl an den Grenzen der DDR, bis sie von ihm im April 1989 abgeschafft wurde.[3] Nach dem Fall der Berliner Mauer und den folgenden Deutsche Wiedervereinigung Honecker wurde angeklagt Totschlag in Gemeinschaft in 192 Fällen. Das Verfahren wurde jedoch aufgrund des schlechten Gesundheitszustands von Honecker vorzeitig beendet.[4]

Junge Jahre

Erich Honecker war der Sohn des Bergmanns Wilhelm Honecker. In den 1920er Jahren wurde er Mitglied der kommunistisch Jugendbewegung und in 1930 des Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). 1930-1931 besuchte er die Internationale Lenin-Schule im Moskau. Nach seiner Rückkehr wurde er Bezirksleiter der kommunistischen Jugendbewegung in der Saargebiet. Ab 1933 konnte die KPD in Deutschland nur noch im Untergrund arbeiten; das Saargebiet gehörte damals nicht zum Deutschen Reich. Honecker war kurzzeitig im nationalsozialistischen Deutschland inhaftiert und kehrte 1934 ins Saargebiet zurück. Er setzte sich gegen den Anschluss des Saargebietes an Deutschland ein. Nach der Abstimmung von 13. Januar1935, mit großer Mehrheit für den Beitritt, floh Honecker nach Frankreich. Im August desselben Jahres reiste er unter falschem Namen nach Berlin, mit einer Druckerpresse im Gepäck. In der Illegalität arbeitete er eng mit dem KPD-Beamten zusammen Herbert Wehner, der nach dem Krieg zum Werd kam SPD. Honecker wurde im Dezember 1935 festgenommen. Im 1937 er wurde zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt und in der Zuchthaus Brandenburg-Görden. Über seinen Aufenthalt am Ende des Krieges gibt es mehrere Versionen. Honecker behauptet, bis Ende April 1945 im Zuchthaus gewesen zu sein und von sowjetischen Truppen befreit worden zu sein. Andere Quellen berichten, dass Honecker Anfang März 1945 geflohen sei und bis Kriegsende untergetaucht sei.[5]

Nach dem Krieg blieb Honecker in der Sowjetische Besatzungszone. Im 1946 Honecker wurde Mitglied des Zentralkomitees der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands. Im selben Jahr heiratete er die 9 Jahre ältere Charlotte Schanuel, einem Gefängniswärter, den er während seiner Haft in Nazi-Deutschland kennengelernt hatte. Zwei Jahre später starb Schanuel. Von 1946 bis 1955 Honecker war auch Erster Sekretär der Kostenlose Deutsche Jugenddie kommunistische Jugendbewegung.

Honecker war inzwischen verheiratet mit Edith Baumann, mit der er 1950 eine Tochter (Erika) hatte. In den frühen 1950er Jahren unterrichtete er seine spätere dritte Frau Margot Feist mit der er eine Beziehung hatte, aus der Ende 1952 eine Tochter (Sonja) geboren wurde. Anschließend ließ er sich von Baumann scheiden und heiratete 1953 Feist. Die 2016 verstorbene Margot Honecker sollte Erich für den Rest seines Lebens an seiner Seite bleiben und auch eine politische Funktion in der DDR erfüllen (sie war von 1963 bis zum Herbst des 19. Berliner Mauer 1989 Minister für öffentliche Bildung).

Erster Sekretär der SED und Staatsoberhaupt

Erich Honecker, 1976

Von 1955 bis um 1958 Honecker besuchte das Partygymnasium in Moskau. Nach seiner Rückkehr wurde er in die Politbüro des SED. Honecker wurde bald der mächtigste Mann im Buren- und Arbeiterstaat DDR. Auf 3. Mai1971 er folgte Ulbricht übernahm als erster Sekretär des Zentralkomitees und wurde tatsächlich der mächtigste Mann der DDR. Er suchte die Annäherung an die Bundesrepublik Deutschland, Kapital aus der Ostpolitik vom damaligen Kanzler Willy Brandt. Dies brachte der DDR wirtschaftliche Vorteile und internationale Anerkennung.

Im 1976 er wurde auch Vorsitzende des Staatskanzlei, also Staatsoberhaupt der DDR. In diesem Jahr begann auch die Verfolgung von Künstlern. Das Bürgerintegration von Wolf Biermann, die von Honecker persönlich initiiert wurde, auf 17. November1976 gab einen Tag später Anlass zu einem Protestschreiben, das von prominenten ostdeutschen Künstlern unterzeichnet wurde. Dies war das erste offene Zeichen des Widerstands seit dem Volksaufstand in der DDR von 17. Juni 1953.[6]

Seine Innenpolitik war eine strikte Einhaltung der Prinzipien der Marxismus-Leninismus. Zu diesem Zweck baute er einen Repressionsapparat auf, in dem sich die Bevölkerung gegenseitig ausspionierte und bei der Polizei Anzeige erstattete Stasia, eine Instanz basierend auf dem NKWD (Vorgänger des KGB). Nach dem Deutsche Wiedervereinigung zeigte, wie tief dieses System in das gesellschaftliche Leben eingriff. Nach einer ersten Öffnung des Stasi-Archivs entschied man sich schnell zur Geheimhaltung. Trotz dieses Repressionssystems wuchs die Opposition gegen das Regime.

1983 Staatsbesuch Honeckers im Bundesrepublik vom großen sozialistischen Bruderstaat und Verbündeten Sovietunion aufgrund des Misstrauens gegenüber einer möglichen Annäherung noch verhindert. Im 1987 die Tournee durch die Bundesrepublik war ein Triumph und Honecker wurde von der Kanzlerin empfangen Helmut Kohli, vom Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und in Bayern durch Franz Josef Strauß, die Grundlage der Milliardenkredite der Bundesrepublik an die DDR gewesen war.

Inlandrose Ende des Jahres 1988 der Widerstand nahm große Gestalt an. Aufgrund der neutralen Haltung des Regimes gegenüber den Kirchen siedelte sich hier der Widerstand an. Wenn die Ungarn im Sommer 1989 die Grenzen zum Westen öffneten, begann eine regelrechte Abwanderung von Ostdeutschen, die über das liberalisierte Ungarn in den Westen zu gelangen versuchten. Vom Regime als zuverlässige Patrioten angesehen, flohen sie während ihres Urlaubs in Ungarn in Richtung ungarischer Funshopper. Wien die offene ungarisch-österreichische Grenze zu überqueren. Die Grenzsoldaten waren von der ungarischen Regierung angewiesen worden, nicht auf diese Passanten zu schießen, die ihre Ausweise verbrannt hatten. Das Trabanten mussten jedoch zurückgelassen werden: Sie wurden in die DDR verschifft und an Kandidaten auf den Wartelisten weiterverkauft. Österreich schickte die Flüchtlinge direkt in die Bundesrepublik. Zu diesem Zweck wurden westdeutsche Beamte an der Grenze postiert, um die Registrierung sicherzustellen.

Honecker ignorierte das Massiv republikanische Luft der hochgebildeten DDR-Bürger. Sie verloren wegen ihrer Flucht aus der DDRDiktatur zwar ihre Besitztümer, wurden aber bei der Ankunft in der Bundesrepublik als Deutsche automatisch ein Westdeutscher Reisepass. Honecker berichtete bei seinem Staatsbesuch in Moskau in 1989 dass, wenn die Ursachen bestehen bleiben, die Wand würde noch 50 oder sogar 100 Jahre existieren. Bei der Feier '40 Jahre DDR' in Oktober1989 - in Anwesenheit des sowjetischen Führers Gorbatschow - Honecker benahm sich, als ob nichts falsch wäre. Einige Führer des DDR-Zentralkomitees, darunter Günter Schabowski und Egon Krenz entschied, dass für das Überleben der DDR gehandelt werden müsse. Mit Genehmigung von Moskau wurde Erich Honecker am 18. Oktober1989 vom Zentralkomitee der SED abgesetzt. Auf 8. November1989 wurde in der DDR Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs eingeleitet und Korruption. Auf 3. Dezember Honecker wurde aus der SED ausgeschlossen. Anschließend trat er in die neu gegründete KPD ein.

Nach dem Mauerfall

Nach der Auflösung der DDR in 1990 Honecker wurde angeklagt und bis zu den Ermittlungen inhaftiert. Anschließend wurde er aus medizinischen Gründen freigelassen. Auf 30. November 1990 wurde gegen Honecker Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag in Gemeinschaft in 192 Fällen. Auf 13. März1991 er und seine Familie flüchteten mit einem Linienflug nach Moskau. Die russische Regierung beschloss, Honecker als ungewollten Ausländer an die wiedervereinigten zu deportieren Deutschland. Honecker suchte daraufhin Asyl in der chilenischBotschaft in Moskau (während des Putsches gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende im 1973 Honeckers DDR hatte vielen Tausenden fliehenden Chilenen Asyl gewährt). Am Ende wurde ihm dieses Asyl nicht gewährt.

Auf 3. Juni1992 Honecker wurde von der Länderorientiert von Berlin zur Aufstachelung Totschlag, wegen seines Befehls, Flüchtlinge auf der Deutsch-deutsche Grenze. Beim Verlassen der chilenischen Botschaft wurde Honecker von den russischen Behörden festgenommen und an Deutschland ausgeliefert. Auf 29. Juli Honecker kehrte nach Berlin zurück, um sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Er war wegen Leberkrebs ins Gefängniskrankenhaus Moabit in Berlin eingeliefert.

Auf 13. Januar1993 wurde vom Berliner Gericht festgestellt, dass die Fortführung der Klage gegen Honecker aufgrund seines Gesundheitszustandes eine Verletzung seiner Menschenwürde darstellen würde. Honecker durfte zu seiner Familie nach Chile ausreisen und starb ein Jahr später im Alter von 81 Jahren an Leberkrebs in der chilenischen Hauptstadt Santiago. posthum wurde sein Moabiter-Notizen veröffentlicht.

Siehe auch

Wissenswertes

Während des repressiven DDR-Regimes war es nicht möglich, das Regime öffentlich zu kritisieren. Um dies zu umgehen, griffen die Leute auf Humor zurück. Ein bekannter Witz aus der Zeit war, was man tun sollte, wenn man telefoniert und versehentlich Honecker an der Leitung hat: Auflegen und erneut wählen.[7] Auch im Film Das Leben der Anderen ab 2006 kommt dieser Witz vor.[8]

Vorgänger:
Walter Ulbricht
Generalsekretär der SED
1971-1989
Nachfolger:
Egon Krenz
Vorgänger:
Willi Stoph
Präsident des Staatsrates
1976-1989
Nachfolger:
Egon Krenz
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