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Geseke
Geseke
Stadt in DeutschlandFlagge von Deutschland
Wappen von Geseke
Geseke (Nordrhein-Westfalen)
Geseke
Ort
ZustandFlagge des deutschen Bundeslandes Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen
Kreissoest
RegierungsbezirkArnsberg
Koordinaten51° 39′ N, 08° 31′ O
Allgemeines
Oberfläche97,44 km²
Einwohner(31-12-2018[1])21.343
(219 Einwohner/km²)
Niederländer(09-05-2011[2])3 (0,01%)
Höhe105 m
BürgermeisterRemco van der Velden (CDU)
Wirtschaft
GewSt Hebesatz427%
Andere
Postleitzahl59590
Vorwahlen02942, 02954 (Eringerfeld), 02941 (Ermsinghausen)
NummernschildSO, LP
Stadt8 Bezirke
Gemeindenummer05 9 74 020
Webseitewww.geseke.de
Lage von Geseke in Soest
Karte Geseke
Portal  Portalsymbol  Deutschland

Geseke ist eine Stadt und Gemeinde in dem DeutscheZustandNordrhein-Westfalen, liegt in den Kreis Soest. Die Gemeinde hat 21.343 Einwohner (31. Dezember 2018)[1] auf einer Fläche von 97,44 km². Geseke ist die einzige deutsche Stadt mit einem niederländischen Bürgermeister: Remco van der Velden.

Stadtteile, Einwohnerzahlen

  • Geseke (Einwohnerzahl Ende 2020: 15.011)
  • Störmede, 2 km W (westlich vom Zentrum Geseke; Einwohner Ende 2020: 2.502)
  • Ehringhausen, 4 km WNW (1.633)
  • Langeneicke, 5 km W (1.187)
  • Bonninghausen, 5 km nordwestlich (100)
  • Mönninghausen, 7 km nordwestlich (842)
  • Eringerfeld, 6 km südlich von Störmede, nur südlich der A44, an einer Nebenstraße nach Ruthen (12 km weiter südlich; Einwohnerzahl Ende 2020: 674). Überregionale Bekanntheit genießt das Dorf durch eine Reihe kleiner weiterführender Schulen mit Internat.
  • Ermsinghausen, etwas nördlich von Langeneicke, bei Schloss Schwarzenraben, an der Gemeindegrenze zu Lippstadt; Einwohnerzahl Ende 2020: 82.

Gesamtbevölkerung der gesamten Gemeinde laut Website:[3] 22.031. Stichtag: 31. Dezember 2020.

All diese Ortsteile waren bis 1. Januar 1975 selbstständige Gemeinden. An diesem Tag kamen sie im Zuge einer kommunalen Neuordnung nach Geseke.

Lage und Infrastruktur

Die Gemeinde Geseke liegt südlich der (hier nur für Kanus und kleine Ruderboote befahrbar) Fluss Lippe, im fruchtbaren, mit Lössböden überdachte landwirtschaftliche Fläche Soester Grenze. Zahlreiche Bäche, die zum Teil erst nach starken Regenfällen mit Wasser versorgt werden, verlaufen von Süden nach Norden durch das Gemeindegebiet und münden in die Lippe. Etwa 20 Kilometer südlich liegt der nördliche Rand des Sauerland.

Nachbargemeinden

Straßenverkehr

Die Stadt Geseke wird von der alten, von West nach Ost verlaufenden, Hellweg (Bundesstraße 1). Parallel dazu, ca. 4 km südlich, verläuft die Autobahn A44. Ausfahrt 59 davon Autobahn liegt 4 km südlich des Zentrums von Geseke an der Straße nach Büren.

öffentlicher Verkehr

Geseke hat am nördlichen Stadtrand einen Bahnhof an der Bahnstrecke Soest-Paderborn. Auch das westlichere Ehringhausen hat einen Halt auf dieser Bahnstrecke.

Regionalbusse nach Paderborn, Büren und Lippstadt fahren vom modernen Busbahnhof in Geseke ab. Darüber hinaus verkehren unter anderem Nahverkehrsbusse nach Eringerfeld. Die meisten dieser Busse fahren jedoch nur nach a Fahrplan des Schulbusses in den Stoßzeiten morgens und abends.

Die Gemeinde fördert nachdrücklich die Nutzung von Fahrrädern, sowohl für den Weg zur Schule oder zur Schule als auch für touristische Radausflüge.

Wirtschaft

In der Stadt befindet sich eine Büromöbelfabrik der Firma stad Sedus etabliert.

Außerdem kennt Geseke einige Zementindustrie besonders im Süden der Stadt von Bedeutung. Die Rohstoffe werden vor Ort in großen Kalksteinbrüchen abgebaut. Die Zementfabriken haben einen separaten, in 1900 Eisenbahn für den Güterverkehr gebaut. Ein weiteres Unternehmen baut und handelt vorgefertigte Büroeinheiten und andere temporäre Gewerbebauten.

Einige metallverarbeitende Betriebe, darunter eine Maschinenfabrik, sind von regionaler Bedeutung. Im Übrigen kennt Geseke die für einen Ort dieser Größe üblichen mittelständischen Unternehmen von lokaler Bedeutung.

Ein 1977 gegründeter Fachverlag für Wander-, Rad- und Mountainbike-Routenkarten ging Anfang 2020 in Konkurs.

Geschichte

Der Ort ist auf dem alten Westfälischer Hellweg, einer seit dem Eisenzeit bestehenden Handelsroute.

Geseke lag vom Mittelalter bis zum Napoleonische Zeit in dem Herzogtum Westfalen, die in der Tat von der regiert wurde Kurfürstentum Köln, und damit von den Erzbischöfen von Köln. Geseke lag an der östlichen Grenze dieses Gebietes mit dem Fürstbistum Paderborn.

Bis 1648

Im 833 steht in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Ludwig der Fromme der Name des Ortes Geseke wird erstmals schriftlich erwähnt. In den Jahrhunderten zuvor gab es schon Deutsche, vermutlich Franken wohnte. Im 946 wurde eine Fraugründet geschaffen, dem Heiligen geweiht Cyriakus von Rom[4] und weiter Unsere Dame. Kaiser Otto I. der Große stellt diese Stiftung sechs Jahre später unter seine Schirmherrschaft; insofern gibt es a civitas (ummauerte Siedlung) am Fundament. Im 1180 der Erzbischof von Köln nahm die Stiftung und die Stadt in Besitz; zuvor hatte es dem Erzbistum Paderborn gehört 1217 offiziell Stadtrechte des Erzbischof von Köln, Engelbert II. von Berg. Anschließend erhielt die strategisch wichtige Grenzstadt Geseke eine dicke, 3 km lange Stadtmauer, mit 9 Türmen und 6 Toren, umgeben von einem tiefen, breiten Wassergraben. Bis um 1294 Paderborn forderte weiterhin die kölnisch-westfälische Herrschaft über Geseke heraus. Die schwarze Pest (Schwarzer Tod) geschlagen 1348[5] hier zu hart. Geseke war von ungefähr 1380 Mitglied von Hanse. Während der Soester Fehde (1444-1449) Geseke stand zusammen mit den kleineren Städten Rüthen, Büren und Salzkotten auf der Seite Kölns, während das aufständische Soest von Lippstadt und Paderborn unterstützt wurde. Letztere wussten in 1445 Geseke zu überfallen und zu plündern; der Bürgermeister der Stadt gehörte zu den 8 Todesopfern 1550 wurde der Einfluss der Reformation bemerkbar; einige Geseker Bürger konvertierten zum lutherischen Glauben. Die späteren politischen Entwicklungen würden die katholische Vormachtstellung in der Stadt erhöhen 17. Jahrhundert sich erholen. Zwischen 1604 und 1712 mehrere Dutzend gefunden Hexenprozesse[6] Platz in der Stadt. In der ersten Phase des Dreißigjähriger Krieg Geseke, die einzige Stadt der Region, hat im April standgehalten 1622 eine Belagerung durch die protestantisch gesinnten Truppen von Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel[7]. Im 1633 wusste mit Schweden Konföderierte Truppen von Wilhelm V. von Hessen-Kassel Geseke doch für die evangelische Koalition. Bei der Frieden von Münster im 1648 der Status quo ante wurde wiederhergestellt; Geseke blieb unter westfälisch-kölner Herrschaft.

Ab 1648

Leider blieb Geseke nach dem Frieden von Münster von einer weiteren Katastrophe nicht verschont: Die Stadt wurde von einer Epidemie heimgesucht Ruhr (1699) und einem großen Stadtbrand (1689). Sowohl Westfalen als auch Paderborn rückten nach dem Sturz Napoleons in den Vordergrund. Königreich Preußen zu Recht, und von 1871 in dem Deutsches Kaiserreich. Von 1637 bis um 1834 in Geseke . gab es ein Kloster Franziskaner; später wurde in den Gebäuden ein Krankenhaus eingerichtet.

Im 1850 Geseke erhielt einen Anschluss an das Eisenbahnnetz, woraufhin die Zeit der Industrialisierung begann. Um 1900 begann vor allem aufgrund der in dieser Zeit einsetzenden großtechnischen Zementindustrie eine Periode relativen wirtschaftlichen Fortschritts.

In der Zeit des Drittes Reich wurden auch nach Geseke . geschickt Verfolgung der Juden engagiert sein. Alle wenigen Juden aus der Stadt, die vorher nicht auswandern konnten, kamen in den Vernichtungslagern um. Während der Zweiter Weltkrieg, 1944 und im März 1945 wurde Geseke zweimal von alliierten Flugzeugen schwer bombardiert. Kurz nach dem Krieg wurde die Stadt, wie viele andere deutsche Orte, überflutet mit Heimatvertriebene, Deutsche, die unter anderem aus Schlesien deportiert wurden. Dadurch stieg die Einwohnerzahl der Stadt zeitweise stark an.

Sightseeing, landschaftliche Schönheit, Tourismus

Kirchliche Architektur

  • Die römisch-katholische Kirche St. Cyriacus in Geseke, die ehemalige Gründungskirche, ist eine teilweise Romantik, teilweise gotisch Kirche aus dem 12.-15. Jahrhundert mit sehr interessantem Interieur. In der Kirche gibt es a Bild der Gnade von Maria, genannt „Maria Schuss“. Dieses Bild ist ein Jahresziel von a Pilgerfahrt. Die Kirche ist von einem schönen Park umgeben.
  • Die römisch-katholische Kirche St. Peter in Geseke ist eine dreischiffige, gotischHalle Kirche aus dem 13.-15. Jahrhundert mit interessanter Innenausstattung.
  • Auch die Kirche St. Johannes der Täufer aus dem 17. Jahrhundert, Teil des ehemaligen Franziskanerklosters, ist von innen einen Besuch wert.

Andere

  • Die lokale Regionalmuseum trägt den Namen Hellweg-Museum und ist in einer schönen Fachwerkhaus im Stadtzentrum gelegen.
  • Trotz vieler Abrissarbeiten im Zeitraum 1950-1970 ist die gesamte Innenstadt noch relativ reich an alten Fachwerkhäusern, vor allem an der Straße Hellweg.
  • Genau wie in Soest weiter westlich ist es in Geseke möglich, über die weitgehend erhaltene Stadtmauer einen Rundgang ins Zentrum zu unternehmen.
  • Der Ort Eringerfeld liegt inmitten eines schönen Waldgebietes, leider durchschnitten von der A44, durch die der Bach Westerschledde fließt.
  • Auch an anderen Orten der Gemeinde gibt es kleine Naturschutzgebiete, insbesondere Bachtäler, in denen hier und da seltene Pflanzen, Vögel, Fische und Insekten zu finden sind.
  • In Eringerfeld gibt es ein in 1676, im Auftrag der Adelsfamilie von Hoede oder Von Horde eingebaut barocker stil Burg gebaut. Es diente bis 2014 als Hotel und wurde dann zeitweise als Flüchtlings- und Asylbewerberzentrum genutzt. Es ist geplant, nach 2022 wieder ein Luxushotel zu errichten.
  • Der Kleine ist noch in Eringerfeld Internationales Museum für Textile Volkskunst mit Objekten aus dem 18.-20. Jahrhundert.
  • In Störmede befindet sich das mittelalterliche Schloss Störmede. Dies war auch im Besitz der Gattung von Hoede oder Von Horde. Von 1970 bis 2011 war es eine Ruine. Dann wurde es wieder aufgebaut. Das Schloss wird als luxuriöse Konferenz genutzt, Wellness- und Partycenter, obwohl Hotelzimmer auch "separat" gebucht werden können.
  • In der Gemeinde wurden zahlreiche touristische Radwege angelegt, sowohl kurze als auch mehrtägige.

Partnerstädte

Wichtige Personen in Bezug auf die Gemeinde

  • Gert van Lono oder von Loon, * um 1465 in Geseke; † ab 1521, Sterbeort unbekannt), deutscher Maler religiöser Kunst; mehrere bedeutende Altarbilder in deutschen Kirchen und Kathedralen, u.a. in der Paderborner Dom und der Mindener Domwerden ihm zugeschrieben.
  • Wilhelm, vollständig: Wilhelm-Emanuel Wilderich Maria Hubertus Vitus Aloysius Freiherr von Ketteler (* 15.6.1906 in Schloss Eringerfeld; † März 1938 in Wien), deutscher Diplomat, stationiert in Österreich, Angestellter von Franz von Papen. Von Ketteler sprach sich für einen politisch reaktionären Kurs mit viel Macht für die Adel, aber Gegner davon Nationalsozialismus. Er war ohne von Papens Wissen in eine Verschwörung verwickelt, um an der Siegesparade nach dem Anschluss, Adolf Hitler tot zu schießen. Die Angriffspläne wurden verraten und von Ketteler wurde von den Nazis getötet.
  • Ingrid Mickler-Becker (* 26.9.1942 in Geseke as Ingrid Becker) Deutscher Athlet, gewann Goldmedaillen beim Sommerolympiade ab 1968 (Fünfkampf und 1972 (4×100-Meter-Staffel).
  • Reinhard Marx (Geseke, 21. September 1953), deutscher Geistlicher und Kardinal des katholische Kirche
  • Karl-Heinz Wiesemann (Herford, 1. August 1960), deutscher Geistlicher und Bischof der römisch-katholischen Kirche, war von 1986-1990 Pfarrer bei Geseke.
  • Thomas Bertels (Geseke, 5. November 1986), Fußballprofi, der als Stürmer spielt

Bilder

Kirchengebäude usw.

Andere

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