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Hermann Teuber | ||||
| persönliche Daten | ||||
| Geboren | Dresden, 12. August1894 | |||
| Verstorben | München, der 24. Oktober1985 | |||
| Geburtsland | ||||
| Beruf(e) | Maler, Grafiker | |||
| RKD-Profil | ||||
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Hermann Teuber (Dresden, 12. August1894 - München, der 24. Oktober1985) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Lebenszyklus
Kindheitsjahre
Teuber wuchs in Dresden, Dürerstraße 89, als Sohn eines Kohlenhändlers auf, der mehrere Künstler zu seiner Kundschaft zählte. Mit seinem Vater, der Grafiken und Zeichnungen sammelte, besuchte er regelmäßig die regularly Galerie Neue Meister. Von 1908 bis 1914 studierte Teuber an der Katholischen Pädagogischen Hochschule in Bautzen und dort entstanden seine ersten Skizzenbücher mit Landschaftszeichnungen. Ab 1914 arbeitete er als Hilfslehrer in einem Vorort von Dresden. Er besuchte die Abendschule an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und erhielt Zeichenunterricht bei Georg Oskar Erler. Er hat das Buch studiert Die Kunst der Radiens von Hermann Struck und fertigte seine ersten Radierungen an. Ab 1916 leistete er zwei Jahre Militärdienst in Frankreich und Flandern und nahm als Artillerie-Soldat an der Schlacht von Cambrai (1917). Er kehrte mit Hörbehinderung vom Schlachtfeld zurück.
Studieren in Dresden und Berlin
1919 gab er seine Lehrtätigkeit auf und begann ein Studium an der Kunstakademie Dresden bei Georg Oskar Erler. Er erwarb das Lehrdiplom für das Hochschulwesen und setzte seine künstlerische Ausbildung an der Kunsthochschule Berlin-Charlottenburg. Hier hat er zunächst Grafik (Radierung) studiert Hans Meid und erhielt von 1924 bis 1926 Malunterricht bei Karl Hofer. Unter seinen Kommilitonen waren Ernst Wilhelm Nay, Hans Hubertus Graf Merveldt und Paul Berger-Bergner. 1920 fertigte er seine ersten Lithographien und illustrierten Werke von Goethe und Sturm.
Früherkennung
1926 wurde Teuber für seine Verdienste mit einer Medaille des Preußischen Kultusministeriums geehrt. Er arbeitete sechs Monate in Paris und machte Landschaftsstudien in Nordfrankreich. 1928 erhielt er für seine freien Arbeiten den Ilgen-Preis der Stadt Dresden. 1931 erhielt er den Albrecht-Dürer-Preis der Gemeinde Nürnberg für seine Radierungen und 1935 Atelierstipendium an der Akademie in Kassel. Von 1930 bis 1935 hatte Teuber sein Atelier in einem Gartenhaus auf einer Gartenanlage in Berlin-Rummelsburg. Von 1935 bis 1945 war er Mitglied der Ateliergemeinschaft Klosterstraße in Berlin. Zu seinem Bekanntenkreis gehörte Hermann Blumenthal, Werner Gilles, Werner Heldt, odi und Ludwig Kasper, Käthe Kollwitz, Gerhard Marcks, Herbert Tucholski und die Kunsthistoriker Werner Haftmann und Kurt Leonhard. 1936 heiratete er Elisabeth Hachenberg. Er gewann den Prix de Rome der Preußischen Akademie, mit dem er ein Jahr in der Villa Massimo könnte klappen.
Widerstand des Nazi-Regimes
Ende der 1930er Jahre geriet Teuber in Konflikt mit den nationalsozialistischen Machthabern. Das Reichskulturkammer verbot 1937 eine Ausstellung von Aquarellen, die er in Griechenland wegen „passiven Widerstands“ gemacht hatte, und 1938 wurden fünf seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen entfernt und als Entartete Kunst.
Wirksamkeit in Kalkar
1943 zog Teuber mit seiner Frau und seinem Sohn Sebastian (1940) nach Kalkar, die er bereits von einem Besuch im Jahr 1937 kannte. Dort bezog er ein Haus am Kesseltor (heute: Gerd-Jansen-Platz) und arbeitete im ehemaligen Atelier von Heinrich Nauen. 1944 wurde er erneut als Soldat einberufen. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Atelierkomplex in der Klosterstraße in Berlin komplett zerstört und alle dort hinterlassenen Frühwerke und Radierplatten gingen verloren.
Nach der Rückkehr aus einem Internierungslager in Chartres, wo er seine Gefangenschaft verbracht hatte, lebte Teuber von 1945 bis 1950 wieder in Kalkar im Haus Neuhaus, wo der Bildhauer Alfred Sabian hatte sein Zuhause. 1947 wurde seine Tochter Cordula geboren. In den armen Jahren nach dem Krieg unterrichtete er im Internat der Collegium Augustinianum Gaesdonck. Er lernte kennen Hans und Franz Joseph van der Grinten, die Kunstgeschichte studierten und gerade angefangen hatten, Kunst zu sammeln; hauptsächlich Grafiken. Teuber beriet sie beim Aufbau ihrer Sammlung und riet ihnen, nicht nur einzelne Werke eines Künstlers, sondern ganze Werkkomplexe zu kaufen. Er hat ihnen den Weg gezeigt Joseph Beuys und Rudolf Schoofs. Später organisierten sich die Brüder van der Grinten in ihrer Heimatstadt Kranenburg Ausstellungen zu Teubers' Werk. In der Sammlung Van der Grinten, die derzeit in Museum Schloss Moyland im Bedburg-Hauss, gibt es rund sechzig Werke von Teuber. Einige seiner Gemälde befinden sich auch in der ständigen Sammlung des Stadtmuseums in Kalkar. 1948 Hermann Teuber zusammen mit Georg Meistermann den Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Gemeinde Hagen.
Professur in Berlin
Ab 1950 lehrte Teuber an der Kunsthochschule Berlin-Charlottenburg als Professor für grafische Techniken. In dieser Zeit beschäftigte er sich hauptsächlich mit FarbenLithographie. Eine Komposition mit Pferden wurde 1951 vom Nationalen Olympischen Komitee mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 1953 erhielt er den Cornelius-Preis der Gemeinde Düsseldorf und 1954 gewann er den ersten Preis beim Chartwettbewerb der Freunde Bildender Kunst in Berlin.
Spätjahre in Bayern
nach seinem emeritierter Status 1961 zog Teuber nach Bad Heilbrunn im Bayern. Er konzentrierte sich hauptsächlich auf die Herstellung Linoleum- und Holzschnitte. 1962 wurde ihm während einer internationalen Graphikausstellung in . das Ehrendiplom verliehen Saigon. 1963 war er Ehrengast der Deutschen Akademie in der Villa Massimo in Rom. 1966 wurde ihm die Mitgliedschaft in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verliehen, die 1975 seinen Radierungen eine Publikation widmete.
1972 zog er nach München, Riesstraße 60, wo er ein Atelier im Dachgeschoss in der Nähe des Olympia-Geländes hatte. 1977, nachdem ihm die DDR-Künstlergilde den Lovis-Corinth-Preis verliehen hatte, hatte Teuber eine Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg. Er hatte immer mehr Probleme mit dem Sehen. Seine Frau Elisabeth starb am 15. Februar 1979. Seine letzten großen Gemälde malte er zwischen 1978 und 1981. Als Teuber am 24. Oktober 1985 in München starb, war er 91 Jahre alt.
Arbeitsbeschreibung
Teuber fertigte Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen, Farblithographien, Linolschnitte, Holzschnitte und Gemälde an. Er malte Landschaften, Figuren- und Tierszenen, Interieurs und Stillleben. Er malte ohne viel Perspektive oder Substanzausdruck. Für einige Chargen bereitete er die Farbe mit feinem Sand und Gips zu einer zähen Masse auf, die mit dem Spachtel aufgetragen wurde.[1] Als Hintergrund verwendete er oft Malkarton. Sein Stil wird als spätexpressionistisch bezeichnet. Seine ruhigen Kompositionen mit vielen Erd- und Grautönen wurden mit denen von . verglichen Giorgio Morandic, obwohl festgestellt wurde, dass die Arbeit von Teubers erzählerischer und daher zugänglicher ist.[2] In seinem späteren Werk ließ er die Interieurs und Stillleben hinter sich und malte nur noch Landschaften.
Ausstellungen
- Einzelausstellungen
- 1994 Kranenburg, Museum Katharinenhof: Hermann Teuber, 1894-1985, Zum 100. Geburtstag (Kat. 195 Seiten)
- 1982 Berlin, Galerie Pels-Leusden: Hermann Teuber, Retrospektive: Gemälde, Aquarelle und Graphik (Kat. 36 Seiten)
- 1980 Ravensburg, Galerie Döbele: Hermann Teuber (Kat. 44 Seiten)
- 1979 Reutlingen, Hans-Thoma-Gesellschaft: Hermann Teuber, Gemälde - Radierungen (Kat. 73 Seiten)
- 1977 Regensburg, Ostdeutsche Galerie: Hermann Teuber - Gemälde und Graphik (Kat. 56 Seiten)
- 1976 Baden-Baden, Galerie Elfriede Wirnitzer: Hermann Teuber : Kleine Bilder 1974 - 1976 (Kat. 8 Seiten)
- 1974 München, Galerie Günther Franke Hermann Teuber (Kat. 8 Seiten)
- 1965 Kranenburg, Museum Katharinenhof: Hermann Teuber - Gemälde, Aquarelle, Radierungen, Lithographien, Holzschnitte (Katze.)
- 1961 Hamm, Gustav-Lübeck-Museum: Hermann Teuber: Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen (Kat. 16 Seiten)
- 1960-61 Duisburg, (Aachen, Wupertal, Hagen) Städtisches Kunstmuseum: Hermann Teuber (Kat. 14 Seiten)
- Gruppenausstellungen
- 1976 Berlin, Altes Museum: Ateliergemeinschaft Klosterstra .e
- 1962 Wiesbaden, Nassauischer Kunstverein: Schwarz-Weiß 61
- 1960 Berlin, Neue Nationalgalerie: Berlin - Ort der Freiheit für die Kunst
- 1959 Wiesbaden, Nassauischer Kunstverein: Deutsche Künstler aus dem Osten - Die Künstlergilde
- 1955 Bremen, Kunsthalle Bremen: Farbige Grafik 1955
- 1955 Hamburg, Kunstverein in Hamburg FG 55 (Farbige Graphik – 1955)
- 1953 Hamburg, Kunstverein in Hamburg: Farbige Grafik
- 1953 Bremen, Kunsthalle Bremen: Farbige Grafiken 1953
- 1951 Bremen, Kunsthalle Bremen: Farbige Grafik
- 1939 Hamburg, Kunstverein in Hamburg: Deutsche Malerei und Plastik der Gegenwart
- 1936 Hamburg, Kunstverein in Hamburg: Deutsche Graphik Schau 1936
- 1936 Hamburg, Kunstverein in Hamburg: Malerei und Plastik in Deutschland 1936
- 1928 Berlin, Kronprinzen-Palais: Zweite Ausstellung deutscher nach-impressionistischer Kunst aus Berliner Privatbesitz
Literatur
- Jörg Becker et al.: Hermann Teuber, 1894-1985, Zum 100. Geburtstag, 1994 Museum Schloss Moyland
- Franz Joseph van der Grinten: Hermann Teuber 90 Jahre Alt, im: Gaesdoncker Blatter 37. Band 1984, S. 69-72
- Hans van der Grinten: Hermann Teuber: Radierungen (Reihe der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 13) 1975 (52 S.)
- Limitierte Auflagen
- Hermann Teuber: Tier und Landschaft: Holzschnitte, mit handverlesenen Gedichten von Dieter Hoffmann, 1974 Kransberg (250 ex)
- Hermann Teuber: Bild und Worte: Holzschnitte, 1972 Kransberg (200 ex)
- Nachschlagewerke
- Ulrich Thieme, Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler ..., 1907-1950 Leipzig, Band 32
- Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts, 1953-1962 Leipzig, Band 4
- Horst Ludwig: Münchner Malerei im 19. Jahrhundert, 1978 München, Bd. 6, s. 406-409
- Allgemeines Künstlerlexikon, 1999-2000 München, Bd. 9, s. 664
Externe Links
- (das) Gaesdoncker.de: Hermann Teuber, Biografie, Bilder, Literatur
- (das) Galerie Saxonia, München: Biografie Hermann Teuber
- (das) Bibliographie der Deutschen Nationalbibliothek
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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