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Camp Twilhaar | ||
| Inbetriebnahme | 1941 | |
| Geschlossen | 1949 | |
| Ort | Nijverdal | |
| Koordinaten | 52° 22′ N, 06° 26′ O | |
| Administrator | RvdW | |
Das 2003 errichtete Denkmal soll die verblassende Erinnerung an die jüdischen Zwangsarbeiter des Lagers Twilhaar wach halten. | ||
Camp Twilhaar, ebenfalls Staatliches Arbeitslager Twilhaar, in der Nähe von Nijverdal war ein Arbeitslager der Nationales Amt für Arbeitserweiterung, die arbeitslose Männer zur Arbeit an der Sallandse Heuvelrug.
Beschäftigung
1940 wurde mit dem Bau des Lagers am Paltheweg begonnen. 1941 kamen die ersten Arbeiter des Lagers, arbeitslose Fischer, heraus Katwijk und Scheveningen wurden beauftragt, eine Baumschule zu gründen, die den Namen De Plantage trug. Staatliche Forstwirtschaft beaufsichtigte das Projekt.
Jüdische Zeit
Im April 1942 nutzten die deutschen Besatzer das Lager als Bindeglied in die Endgültige Lösung der Judenfrage und die arbeitslosen Seeleute mussten jüdischen Männern weichen. Juden aus hauptsächlich Groningen aber auch raus Tilburg und Amsterdam wurden zur Arbeit gezwungen und damit von ihren Familien isoliert. Am 2. Oktober 1942 (Jom Kippur) wurden die Männer abgeschoben Westerbork. Von dort wurden sie nach Osteuropa geschickt Todeslager geschickt, wo fast alle von ihnen starben.
Spätere Periode
Zwischen 1943 und 1945 beherbergte das Lager Twilhaar kinderreiche Familien, die von den Deutschen im Rahmen des Baus des Atlantikwall wurden aus ihrer Heimat in der Küstenregion vertrieben. 1945 lebten dort Familien von Nijverdal, die von den Alliierten getötet wurden Bombardierung vom 22. März 22 Haus und Besitz gingen verloren.
Insgesamt wurde in den Kriegsjahren bei Twilhaar eine Fläche von rund 20.000 Quadratmetern zurückgewonnen. Der Wald, der später informell „Jodenbos“ genannt wurde, wurde erst nach dem Krieg von einfachen Arbeitern angelegt. Camp Twilhaar wurde 1949 abgerissen.
Gedenkfeier
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erforschte eine Arbeitsgruppe von Overijsselaars die Existenz des Lagers Twilhaar. Dies führte 2003 zur Errichtung eines Gedenkdenkmals auf dem Gelände des Arbeitslagers von 1940 bis 1947. 2012 wurde eine Nachbildung des Tores des Rijkswerkkamps errichtet und die Konturen des Lagers wieder sichtbar gemacht. An den Stellen, an denen früher Kasernen standen, wird dies durch Sandkörper im Gelände angezeigt.
Literatur
- Oord, N. van der jüdischen Lager. Hrsg. Kok, Kampen, 2003. p. 365, Abb., lit. Zuordnung, Fotobegründung.
- Alferink, A. und Fikken, J. Rijkswerkkamp Twilhaar. Ein vergessenes Kapitel in der Geschichte von Nijverdal. Hrsg. Historischer Kreis Hellendoorn-Nijverdal, Nijverdal, 2003 Seite 16, Abb., Quellen.