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Max Friz | ||
| Allgemeine Information | ||
| Geboren | Urach, 1. Oktober1883 | |
| Verstorben | Tegernsee, 9. Juni1966 | |
| Staatsangehörigkeit | Deutsche | |
| Beruf | Technischer Ingenieur, Konstrukteur | |
| Bekannt aus | BMW R 32 Motorrad, BMW Flugzeugmotoren | |
| Werdegang | ||
| 1898-1902 | Auszubildender zum Konstrukteur Dampfmaschinenbau Kuhn, Cannstadt | |
| 1902-1906 | Schüler Königliche Baugewerkschule, Esslingen am Neckar | |
| 1906-1916 | Motorenbauer Daimler Motoren Gesellschaft, Untertürkheim | |
| 1917-1925 | Motorenbauer Karl Rapp Motorenwerke, ab 1918 BMW AG, München | |
| 1925-1937 | Technischer Direktor und Chefkonstrukteur BMW AG, München | |
| 1934-1937 | Geschäftsführer BMW Flugmotors GmbH, München | |
| 1938-1945 | Geschäftsführer Flugmotorfabrik Eisenach GmbH Eisenach | |
Max Friz (1. Oktober 1883 .) Urach – 9. Juni 1966 Tegernsee) war ein deutscher Ingenieur und Konstrukteur von Flugzeugmotoren und Motorräder. Er war vor allem für seine Arbeit für das Unternehmen bekannt BMW.
Aus den frühen Jahren von Max Friz ist nur bekannt, dass er zunächst Kaufmann werden sollte, um das elterliche Unternehmen zu übernehmen. Sein Interesse an Technik war jedoch stärker und 1898 machte er eine Lehre beim Dampfmaschinenbau Kuhn in Cannstadt. Von 1902 bis 1906 studierte er jedoch an der Königlichen Baugewerkschule in Esslingen. 1906 trat er der Daimler Motoren Gesellschaft als Motorenhersteller. Er wirkte am Motor des Grand-Prix-Wagens mit, mit dem Christian Lautenschlager 1914 den Großen Preis von Frankreich gewann.
Flugzeugmotoren
1912-1913 entwarf Friz die Fri Austro-Daimler Flugzeugtriebwerke mit obenliegende Nockenwellen. 1916 bewarb er sich bei Rapp Motorenwerke, weil sein Chef Paul Daimler nahm seine Anregungen zur Motorenentwicklung nicht ernst. Karl Rapp, ein ehemaliger Kollege von Friz bei Daimler, wollte ihn zunächst nicht einstellen, wurde aber überzeugt convinced Franz Josef Poppa weil er dachte, die Rapp Motorenwerke könnten einen guten Motorenbauer gebrauchen.
Bei Daimler wollte Friz bereits einen großen, hochverdichteten Flugmotor für höhere Flughöhen bauen, Paul Daimler konzentrierte sich jedoch ganz auf Kompressormotoren. Bei Rapp entwickelte Friz innerhalb weniger Wochen seinen neuen Motor, aus dem später nach dem Übergang von Rapp zu BMW der berühmte BMW IIIa Motor werden sollte. Dies war damals das beste Flugzeugtriebwerk, das die deutsche Industrie zu bieten hatte. In größeren Höhen wurde ein Hochkompressionsmotor benötigt, da der Luftdruck dort zu niedrig wird. Bis dahin stagnierten die meisten Flugzeugtriebwerke oberhalb von 3.000 Metern, während höhere Flughöhen einen großen strategischen Vorteil boten. Während Friz die Konstruktionszeichnungen dieses Motors fertigstellte, kamen Offiziere der Reichswehr besuchte verschiedene Hersteller, um zu sehen, welche Flugzeugtriebwerke für militärische Zwecke hergestellt würden. Rapp wurde zunächst Daimler von Benz Motoren unter Lizenz zu montieren. Die Konstruktionszeichnungen von Friz überzeugten jedoch die Reichswehr. 600 Exemplare wurden vom Reißbrett bestellt, und so blieb den Rapp Motorenwerken eine Zukunft als Montagebetrieb erspart. Es gab nicht einmal einen Prototyp gebaut. Das Unternehmen wurde sogar zu einem bedeutenden Kriegsproduzenten. Das flüssigkeitsgekühlt Sechszylinder Reihenmotor wurde am 20. Mai 1917 registriert. Im selben Jahr veröffentlichte Friz a drosseln in dem Vergaser was die Leistung des Motors in großen Höhen weiter verbesserte. Franz-Zeno Diemer stellte 1919 mit dem Nachfolger dieses Motors, dem BMW IVa, einen Höhenrekord (32.000 Fuß oder 9.760 Meter) auf. Die Rapp Motorenwerke wurden inzwischen in Bayerische Motoren Werke GmbH umbenannt. Da sich der Ruf des Unternehmens nun etabliert hatte, wuchs es stark. Friz wurde Chefingenieur und konstruierte zunächst weiterhin Flugmotoren, darunter den BMW VI Zwölfzylinder V-Motor. Roald Amundsen nutzte den BMW VI für seinen Flug zum 87. Breite (87°44', der nördlichste jemals erreichte Breitengrad). Walter Mittelholzer benutzte den Motor für seinen Flug nach Kapstadt. Der BMW IIIa wurde in der Junkers F13.
Motorräder
Nach dem Erster Weltkrieg es verboten Vertrag von Versailles Deutschland hatte sogar eine Luftwaffe, und auch die Produktion von Militärflugzeugen wurde verboten. BMW hat die ersten zaghaften Schritte im Motorradbereich mit dem gut. Der Flink hatte einen 147 ccmZweitaktmotor, der mit Kurier (Hanfland) wurde in Berlin entwickelt. Der Flink war kein Erfolg. Darauf entwickelt Martin Stolle ein quer DoppelzylinderBoxermotor, nach dem Vorbild der Douglas die er privat besaß. Sie bauten mit diesem M2B15"Bayernmotor" das Helios, was ebenfalls erfolglos blieb. Allerdings war der Motorblock stationärer Motor verkauft, während Marken wie Corona, Bison, Heller, SMW und Victoria er als eingebauter Motor angewendet. Die Querpositionierung des Motors verursachte eine fehlerhafte Windkühlung von hinten Zylinder.
BMW R 32
1922 wurde BMW ein Gesellschaft mit beschränkter Haftung (BMW AG) und Max Friz blieb Chefingenieur und Chefmaschinenkonstrukteur. Franz Josef Popp, heute Direktor, beauftragte Max Friz mit der Entwicklung eines neuen Motorrads. Friz übernahm das M2B15-Triebwerk, drehte es aber um 90° Rahmen, die beide Zylinder gleichmäßig kühlt. Darüber hinaus nutzte diese Konfiguration Kardanantrieb möglich. So wurde der ontstond geboren BMW R 32. Die Zylinder bestanden aus einer Aluminiumlegierung und der Motor hieß M2B33. Bei der Präsentation während der Mondial de l'Automobile 1923 war die R 32 eine echte Sensation. Der Motorblock mit verschraubten Verknüpfung und Getriebe war in Kombination mit dem Kardanantrieb sauber und wartungsfreundlich und auch die Nasssumpfsystem war eine Verbesserung im Vergleich zu den meisten anderen Marken. Zu Beginn des zwanziger Jahre war das Totalverlustschmierung immer noch in Mode. Das Schmiersystem von BMW hatte noch keinen Hochdruck, was bedeutet, dass Kugellager für die Kurbelwelle wurden angewendet. Diese blieben bis zur Ankunft der BMW /5er-Reihe 1969 im Einsatz. Die R 32 hielt das Unternehmen am Leben und bildete bis 1983 sogar die Basis für alle BMW Motorräder. Franz Bieber gewann 1924 mehrere deutsche Straßenrennen mit einem komplett serienmäßigen Motor. Das Prinzip Längsmotor, Einscheiben-Trockenkupplung und Kardanantrieb hat BMW 2011 noch nicht verlassen. Das R 1200-Serie hat immer noch die gleichen Funktionen.
Autos
1934 wurde Max Friz Geschäftsführer der BMW Flugmotors GmbH, blieb aber bis 1937 auch Chefkonstrukteur und Konstrukteur der BMW AG. Die 1928 erworbene Flugmotorfabrik Eisenach GmbH in Eisenach fiel auch ab 1938 unter seine Verantwortung, als er dort die Nachfolge von Leo C. Grass antrat. Neben Flugmotoren und Motorrädern wurden dort auch Autos produziert. Nach dem Krieg befand sich diese Fabrik in der Sowjetische Besatzungszone, und wurde BMW R35 Motorräder und Autos wie die BMW 328 unter dem Decknamen EMW (Eisenacher Motoren Werke) verkauft. Friz ging 1945 in den Ruhestand.
Ehrendoktor
1954 verlieh ihm die Technische Universität München den Ehrendoktor.
Max Friz starb am 9. Juni 1966 im Alter von 82 Jahren in Tegernsee
| Bibliographische Informationen |
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Gemeinsame Normdatei:141247649 |