WikiDer > Qisas
Qiṣāṣ (Arabisch: قصاص) ist ein islamischer Begriff und bedeutet die Auge-um-Auge-Prinzip beschreibt innerhalb der Islam.[1] Es ist ein Konzept innerhalb des islamischen Rechts, das Gerechtigkeit im Sinne von Rache betont. Qisas ist möglich, wenn ein Muslim oder Nicht-Muslim jemanden tötet oder körperlich verletzt. Im Falle eines Mordes wird der Mörder als Justiz von einem Wali des Opfers. Dies geschieht natürlich mit der Verurteilung des islamischen Gerichts.
Qisas ist eine der islamischen Strafen, wie z Hudu, ta'ija oder Dija.
Islamische Schriften
Es gibt eine intensive Diskussion über Qisas innerhalb der hadith. Sahih Bukhaari sagt zum Beispiel:
Qisas wird in der vorgeschrieben Koran und der hadith im Falle eines unnatürlichen Todes (z. B. Mord), einer Körperverletzung oder eines Angriffs auf einen Muslim. Wie auch immer, Qisas galt nach Ansicht moderner Gelehrter nicht für Nicht-Muslime und nicht-muslimische Sklaven.
Islamisches Gesetz
Das islamische Recht betrachtet Mord oder Körperverletzung als zivilrechtlichen Streit und nicht als bundesrechtlich strafbares Verbrechen. In allen Fällen von Mord, Körperverletzung, Sachbeschädigung oder anderen Straftaten entscheidet nicht der Staat über die Strafe, sondern die Familie des Opfers. Qisas kann nur vom Opfer oder der Familie des Opfers angefordert werden.
Alternativen
Der Koran erlaubt eine Rückgabe an das Opfer oder die Familie des Opfers in Form von Geld. Das nennt man Blutgeld (Dija auf Arabisch). Hier zahlt der Mörder oder die Familie des Mörders als vertretbares Konzept Geld an das Opfer oder die Familie des Opfers.
Qisas und Nicht-Muslime
Das Konzept von Qisas ist nur verfügbar, wenn das Opfer ein Muslim ist. Für Nicht-Muslime gilt Qisas nach den meisten islamischen Rechtsschulen nicht, mit Ausnahme der Hanafia.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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