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Sebastian Franck, ebenfalls Sebastian Franck von Wörd, Latein: Sebastianus Francis Woerdensis, Pseudonym Friedrich Wernstreyt, Felix Freic (Donauwörth, 1499 - Basel, 1542) war ein deutscher Theologe, Humanist und Mystiker.
Biografie
Sebastian Franck war bescheidener Herkunft. Nach seinem Geburtsort nannte er sich auch Franck von Wörd. Sein Vater war vermutlich der Weber Sixt Franck.
1515 ging Franck zum Studium an die Universität von Ingolstadt. Dort erhielt er unter anderem eine Ausbildung bei den HumanistJohannes Aventin. 1517 schloss Franck sein Studium in der artes liberales aus wenn Abitur. Anschließend erhielt er eine theologische Ausbildung an der dominikaner im Heidelberg. Die späteren Reformatoren Martin Bucer und Martin Frecht waren seine Kommilitonen dort.
Franck wurde bereits 1517 zum Pfarrer ernannt Augsburg. Um 1525 trat er der Lutheraner im Nürnberg. Er musste sein Priesteramt aufgeben. Bald jedoch wurde Franck von den moralischen Standards, die die Reformation begleiteten, enttäuscht und distanzierte sich vom Luthertum. Im Nürnberg er kam in Kontakt mit Anhängern der WiedertäuferHans Denck, aber er wies die täuferischen Ideen bald als dogmatisch und engstirnig ab.
Franck distanzierte sich allmählich von den Lutheraner Leder, Dogmatismus im Allgemeinen und das Konzept der institutionellen Kirche. Er beschloss, umzuziehen Straßburg, dann ein Zentrum des Sees spirituell Richtung innerhalb der Protestantismus. In Straßburg freundete sich Franck mit der Reformer und MystikerKaspar Schwenckfeld, der sich zusammen mit Franck zunehmend von seiner Abneigung gegen Dogmatismus.
1531 veröffentlichte Franck sein Opus magnum: Chronica: Zeitbuch und Geschichtsbibel, in dem die Geschichte der Christentum wird grob erklärt. Im dritten Teil seiner Chronica widmete sich Franck der Geschichte der in einem eigenen Kapitel Ketzerei, in dem verschiedene Ketzer verständnisvoll besprochen werden.
Francks Ansichten waren selbst im relativ toleranten Straßburg für viele eine Brücke zu weit. Nachdem er ihn für kurze Zeit festgehalten hatte, verwiesen ihn die Stadtbehörden aus der Stadt. Anschließend reiste er durch Deutschland und ließ sich 1533 in Ulmwo er eine Druckerei gründete. Der mächtige Luther hatte jedoch kein Verständnis für Franck, und die einheimischen Lutheraner zwangen Franck 1539, die Stadt zu verlassen, nachdem sie ihm erfolglos das Verlagsverbot erlassen hatten.
Franck ist wieder umgezogen, diesmal in die relativ freie Stadt Basel. Francks letzte drei Jahre in Basel waren ziemlich erfolgreich. Er wurde als Buchdrucker in a Gilde, erwarb das Bürgerrecht der Stadt, heiratete wieder und konnte sich ein Haus leisten. In seinen Ansichten wandte er sich immer weiter von seinen Zeitgenossen ab und suchte zunehmend Zuflucht in der mystisch und individuell Hingabe. 1542 starb er dort als wohlhabender Mann.
Ansichten
Franck gilt aufgrund seiner humanistischen und transkulturellen Weltanschauung und seiner Ablehnung von trans als einer der modernsten Denker des 16. Jahrhunderts Dogmatik, Sektierertum und Institutionalismus. Er verband den humanistischen Freiheitsdrang mit dem Mystischen Hingabe, die auf die innere Erleuchtung des Geistes abzielt. Er war der Meinung, dass die Bibel voller Widersprüche. Die unvergängliche Botschaft der Bibel konnte nur durch die Heiliger Geist. Dogmatische Debatten hielt er für sinnlos. Franck war der Ansicht, dass die christliche Lehre im Wesentlichen nur in der Zehn Gebote und der Evangelien gefunden werden konnte; der Rest war zweitrangig und würde nur zu dogmatischer Verwirrung führen.
Veröffentlichungen
- Dialog (1528)
- Beschwerdebrief (1529)
- Chronik und Beschreibung der Türkeis (1530)
- Von dem greulichen Laster der Trunkenheit (1531)
- Ein künstlich höfliche Deklamation (1531)
- Chronica, Zeitbuch und Geschichtsbibel (1531)
- Weltbuch (1534)
- Kronbüchlein (1534)
- Paradoxa ducenta octogina (1534)
- Der Guldin-Arch (1538)
- Germaniae Chronik (1538)
- Das vertschierte Buch (1539)
- Kriegsbüchlein des Friedens (1539)
- Sprichworter (1541)
Externe Links
- Wikisource: Bibliographie und Links zu Quelltexten
- Sebastian Franck, deutscher Theologe, Encyclopaedia Britannica (Englisch)
- Rufus M. Jones: Sebastian Franck, ein Apostel der inneren Religion, Bibel Hub (Englisch)