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Vonones I | ||
| ? - 19 | ||
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Münze von Vonones. Die Rückseite zeigt a nike und die Inschrift ΒΑΣΙΛΕΥΣ ΟΝΩΝΗΣ ΝΕΙΚΗΣΑΣ ΑΡΤΑΒΑΝΟΝ 'König Onones erobert Artabanus' | ||
| König der Parther Dynastie der Arsaciden | ||
| Zeitspanne | 7-12 | |
| Vorgänger | Orodes III | |
| Nachfolger | Artabanos II | |
| Vater | Phraates IV | |
| Mutter | ? | |
Vonones I († 19 AD) war König der Parther von 7 bis um 12. Wir finden den Namen Vonones in Tacitus. Auf seinen Münzen bezeichnet er sich selbst als eins (ΟΝΩΝΗΣ). Josephus nennt ihn Bonones (Βονώνης).
Vonones war der älteste Sohn von Phraates IV. Auf Drängen seiner (römischen) Frau Musa hatte ihn Phraates 10 v. mit seinen Brüdern (außer Phraataces, Sohn von Musa) als Geiseln des Kaisers nach Rom geschickt August. Vonones wuchs daher in einer römischen Umgebung auf.
Im 7 n. Chr. wurde Vonones' Vorgänger Orodes III ermordet. Die parthische Aristokratie bat daraufhin Kaiser Augustus, Vonones zurück nach Parthien zu schicken, um das Königtum zu übernehmen. Augustus' Wahl fiel auf Vonones. Es schien jedoch einen klaren kulturellen Unterschied zwischen Vonones und der parthischen Aristokratie zu geben. Vonones zeigte wenig Interesse an Angelegenheiten, die die Parther für wichtig hielten (wie Jagd, Pferde und Nationalfeiertage). Außerdem ließ er sich nach römischem Brauch in einer Sänfte bewegen, was den Parthern ein Dorn im Auge war. Dadurch verlor Vonones schnell an Unterstützung. Die parthischen Aristokraten betrachteten ihn zunehmend als Sklaven der Römer.
10 v.Chr. kam Artabanos II, König des parthischen Vasallenstaates Medien die ebenfalls zur Dynastie der Arsaciden gehörte, rebellierte gegen Vonones. Dies führte zu einem Bürgerkrieg. Die Römer wollten nicht eingreifen, um nicht die Gefahr eines Krieges mit ausbrechenden Parthern zu riskieren. Artabanus erlitt zunächst eine Niederlage gegen Vonones, der von Vonones auf seinen Münzen weit verbreitet war. Im Jahr 12 n. Chr. Artabanus beschäftigte sich jedoch nach einer entscheidenden Schlacht mit Vonones. Vonones floh nach Seleukia, wo er bis 15 n. Chr. lebte. noch geprägte Münzen. Von dort aus versuchte er im Nachbargebiet het einen Coup zu inszenieren Armenien, aber weder Kaiser Tiberius (der inzwischen Augustus nachgefolgt war) noch der armenische Adel wollte ihn in seinem Vorhaben unterstützen. Die Römer brachten Vonones dann nach Syrien, wo sie ihm unter Beibehaltung seines königlichen Titels und seiner Würde Asyl boten (16 n. Chr.).
Im Jahr 18 n. Chr. Artabanus trat als neuer Partherkönig in Verhandlungen mit den Römern ein. Er forderte damit Germanicus (der zu dieser Zeit für die östlichen Provinzen verantwortlich war) um Vonones aus Syrien zu schicken, weil Artabanus befürchtete, dass Vonones einen weiteren Aufstand von Syrien aus beginnen wollte. Als Gegenleistung für diesen Gefallen versprach Artabanus den Euphrat als Grenze zwischen Parthien und den Römisches Reich respektieren. Germanicus stimmte zu (laut Tacitus teilweise zu Piss, der ein enger Freund von Vonones war, und ließ Vonones gehen Kilikien bringen. Von dort aus reiste er erneut nach Armenien, um einen Staatsstreich zu begehen, aber bevor es ihm gelang, wurde er ermordet.[1]
Antike Quellen
- Flavius Josephus, Antike Judaicaeica, XVIII 2 4
- Tacitus, AnnalesII, 1-6, 58, 68.
- Sueton, Tiberius, 49
- Senatus Consultum de Cnaeo Pisone Patre r. 38-39.
Verweise
- M. Bunson, Kunst. Vonones ich, in M. Bunson, Enzyklopädie des Römischen Reiches, New York, 1994.
- E.C.D. Hopkins, Kunst. Vonones I (ca. 8 - 12 n. Chr.), Parthia.com (2007).
Nüsse
- ↑Suetonius gibt eine andere Version von Vonones' Tod. Er sagt, dass Kaiser Tiberius Vonones töten ließ, damit Tiberius sich um seinen reichen Besitz kümmern konnte (Tiberius, 49). Historiker vermuten jedoch, dass sich Sueton hier (wie so oft) mehr von Klatsch und Gerede als von den Fakten leiten ließ.
