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Christiane Karg
Christiane Karg (rechts) 2019 in Detmold

Christiane Karg (feuchtwangen, 6. August1980) ist eine deutsche Oper, ein Lied und Konzertsopran.

Leben

Christiane Karg ist die älteste von drei Töchtern des Konditors Friedrich Karg und seiner Frau Helga, die ihre Kinder schon in jungen Jahren an die Musikkultur heranführten. Christiane Karg wurde in jungen Jahren Klavier und Flöte unterrichtet und besuchte bereits Opernaufführungen. Ab ihrem 14. Lebensjahr erhielt sie Gesangsunterricht. 1994 und 1996 gewann sie den Bayerischen Staatspreis für Gesang. Im Rahmen des Wettbewerbs Jugend musiziert sie gewann den Bundespreis in der Kategorie alte Musik.

Nach ihrem Abschluss setzte Christiane Karg ihr Gesangsstudium bei Heiner Hopfner an der Mozarteum Salzburg und absolvierte auch die Gesangsklasse mit Wolfgang Holzmair.[1] Es folgte ein sechsmonatiger Aufenthalt am Konservatorium in Verona, wo sie ihre Ausbildung im italienischen Repertoire fortsetzte. Im Januar 2008 beendete sie ihr Studium am Mozarteum Oper / Musiktheater und sie empfing die Lilli Lehmann-Medaille. Karg absolvierte Meisterkurse bei Grace Bumbry, Robert Hollo, Mirella Frenic und Ann Murray.

2006 debütierte Christiane Karg auf der Salzburger Festspiele als Melia in den Mozarts Apollo und Hyazinthe und der Weltgeist in Die Schuldigen des Ersten Gebots. Bei diesem Festival trat sie ein Jahr später auch als Madame Silberklang in auf Der SchauspieldirektorShow und Bastienne in Bastien und Bastienne.

Nach einem Engagement am Hamburger Opernstudio wechselte Christiane Karg mit Beginn der Spielzeit 2008/2009 an die Oper Frankfurt. Hier sang sie Susanna in Le Nozze di Figaro, die Musetta in La Boheme und die Pamina in Die Zauberflöte. Christiane Karg sang auch mit Theater an der Wien als Ismene in mitridat, Bei der Bayerische Staatsoper in München als Ighino in der Oper Palästina (unter Simone Young), an der Komischen Oper Berlin als Musetta in La Boheme und als Norina in Don Pasquale. 2010 spielte Karg bei den Salzburger Festspielen als Amor in Orpheus und Eurydike unter der Regie von Riccardo Mutic. Im Oktober 2011 sang sie Anne Truelove in Der Fortschritt des Rechens an der Oper von Lille.

Christiane Karg tritt auch als Konzert-, Lieder- und Oratoriensängerin auf. Ihr Repertoire umfasst Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Franz Schubert, Giovanni Battista Pergolesic, Felix Mendelssohn Bartholdy und Gustav Mahler. Sie trat mit dem Orchester der Schleswig-Holstein Musik Festival und der Messias von Georg Friedrich Händel in Spanien und Brasilien sowie mit L'Accoglienza von Carl Maria von Weber Bei der semperoper im Dresden.

Konzerte bei Musikfestivals unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg, Claus Peter Flor oder Nikolaus Harnoncourt führte Christiane Karg nach Augsburg, Nürnberg, Salzburg, München, Röttingen und Herrenchiemsee. Recitals gab sie beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Niedersächsischen Musiktagen, beim Heidelberger Frühling, beim SchubertiadeVilabertra, in der Kölner Philharmonie und im Wiener Musikverein. Im Dezember 2009 organisierte sie eine Weihnachtstour mit dem Windsbacher Knabenchor.

2012 war Christiane Karg Solistin bei den NDR Sinfonieorchester beim Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Auf dem Programm stand Peer Gynt ausEdvard Grieg in einer Version des österreichischen Schauspielers Klaus Maria Brandauer, unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Das Konzert fand in der Musik- und Kongresshalle Lübeck statt.[2]

2012 erschien ihre zweite CD amoretti mit Arien von Mozart, Glück und Gretry mit dem Ensemble Arcangelo Dir. Jonathan Cohen. Darüber hinaus nahm sie mit dem Pianisten auf Malcolm Martineau CDs mit Liedern von Richard Strauss, Wolf, Berg, Fauré, Debussy und Poulenc. 2017 erschien auf dem Etikett Berliner Klassiker ihre CD Parfüm.[3]

Auszeichnungen

  • 2007: New Voices-Gewinner
  • 2008: Sonderpreis beim Internationalen Gesangswettbewerb "Francisco Viñas" in Barcelona (Kategorie Lied/Oratorium)
  • 2008: Auszeichnung der Hamel-Stiftung, Hannover
  • 2009: Junge Künstlerin des Jahres 2009
  • 2010: Gewinner des ECHO-Klassiker 2010 in der Kategorie "junge Künstler", Rubrik "Gesang"
  • 2018: Brahms-Preis

Diskographie (Auswahl)

  • Felix Mendelssohn Bartholdy, Lobgesang. Symphonische Kantate op. 52, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Dirigent Frieder Bernius (Carus Verlag CV 83.213 / 00)
  • Transformation - Lieder eines Jahres, Christiane Karg, Sopran - Burkhard Kehring, Klavier (Berlin Classics 782124166229)
  • AMORETTI - Arien von Mozart, Glück und Gretry, Dirigent: Jonathan Cohen (Berlin Classics 8547003894)
  • Richard Strauss, Secret Call, Christiane Karg, Sopran - Malcolm Martineau, Klavier (Berlin Classics 0300566BC)
  • "Wenn ich ein Voglein war". Deutsche Volkslieder (Sony)
  • SZENE! - Konzertarien von Beethoven, Mozart, Haydn und Mendelssohn ; mit Arcangelo, Dirigent: Jonathan Cohen; Malcolm Martineau, Hammerklavier; Alina Pogotskina, Violine (Berlin Classics 0300646BC)
  • Parfüm - Lieder von Maurice Ravel, Claude Debussy, Benjamin Britten, Charles Köchlin und Henri Duparc ; Bamberger Symphonie, Dirigent, David Afkham (Berlin Classics 0300832BC)

Literatur

Externe Links

  • (das) Offiziell Webseite (nur auf Deutsch)
  • (und) Christiane Karg auf ihrer Seite Impressum
  • (NL) Christiane Karg auf deSingel.be (mit Produktionen seit 2016)