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Hannelore Elsner | ||||
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| Allgemeine Information | ||||
| Geburtsname | Hannelore Elstner | |||
| Geboren | Burghausen, 26. Juli 1942 | |||
| Verstorben | München, 21. April 2019 | |||
| Land | ||||
| Arbeit | ||||
| Beruf | Schauspielerin, Synchronschauspielerin, Autorin | |||
| (und) IMDb-Profil | ||||
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Hannelore Els(t)ner (Burghausen, 26. Juli1942 – München, 21. April2019) war ein Deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin.
Jugend
Hannelore Elsner ist aufgewachsen in Altötting. Ihr zwei Jahre älterer Bruder starb gegen Ende des Zweiter Weltkrieg bei einem Flugzeugangriff, als sie weniger als drei Jahre alt war. Ihr Vater, a österreichisch Ingenieur, gestorben an Tuberkuloseals sie acht Jahre alt war. In ihrer Kindheit und Jugend besuchte sie unter anderem die Klosterschule in Neuötting, das Klosterinternat Schloss Neuhaus am Inn des Englischen Fräuleins und das Humanistische Gymnasium in Burghausen. Ihre Mutter ging mit ihr zu München und starb dort 1973. Als Elsner 16 Jahre alt war, lernte sie die Türkisch Regisseurin Halit Refig, die ihr ein Schauspielstudium ermöglichte. Von da an nahm sie die deutsche Staatsangehörigkeit an.
Werdegang
Nach Elsners Schauspielausbildung in München startete sie ihre Theaterkarriere in Köln, München und Berlin. 1962 spielte sie in einem der beliebtesten Volksstücke aus Köln Millowitsch-Theater. Hier spielte sie daneben Peter René Körner, Willy Millowitsch und Elsa Schölten im Tante Jutta aus Kalkutta. Ihr erstes Theaterengagement hatte sie ab 1964 an der Kleinen Komödie in München, wo sie 1964 in der Komödie mitspielte Schöne Geschichten mit Papa und Mama von Alfonso Paso und 1966 in Vater einer Tochter von Curth Flatow Nächster Georg Thomalla. An den Münchner Kammerspielen war sie als Ala in . zu sehen Dieter Giesings Leistung von Slawomir MrozeksTango (1966, mit Maria Nicklisch und Helmut Griem als Partner) war der erste nackt an den Kammerspielen. Elsner spielte auch bei der Komödie Berlin im Stück Eine Hand voll Brennesseln von Marc-Gilbert Sauvajon.
Kino
Bereits mit 17 Jahren gab Elsner ihr Filmdebüt als Partnerin neben Freddy Quinn im Freddy unter fremden Sternen (1959). Im Filmdrama Diese endlose Nacht (1963) spielte sie die Rolle eines attraktiven, unreifen Starlets. In den 1960er und 1970er Jahren trat sie vermehrt in Unterhaltungsfilmen auf, wie zum Beispiel neben Beppo Brem im Allotria in Zell am See (1963), neben Hansi Kraus im Die Lümmel von der ersten Bank (1967), mit Peter Alexander im Zum Teufel mit der Penne (1968) und in Pepe, der Paukerschreck (1969) und mit Georg Thomalla in Hurra, wir sind mal wieder Junggesellen! (1971).
In den 1970er Jahren übernahm sie anspruchsvollere Rollen und konnte sich dann als gefragte Charakterdarstellerin etablieren. 1970 spielte sie Susan in der Krimikomödie Die Herren mit der weßen Weste von Wolfgang Staudte Nächster Mario Adorf und Martin Held. 1973 war sie in der Rolle einer Gräfin in der DEFA-Film Aus dem Leben eines Taugenichts, wo sie die erste westdeutsche Dolmetscherin nach dem Mauerbau in einem Film der ostdeutsch DEFA. Im selben Jahr war sie in einer der Hauptrollen in der by Edgar Reitz inszenierter Spielfilm Die Reise nach Wien (1973) neben Jeden Sommer als Marga Kroeber, deren Mann an der Front kämpft. In Alf Brustellins Filmdrama Berliner Elsner war in einer Doppelrolle der erste und neue Lebenspartner der Titelfigur Lukas Berlinger (Martin Benrath).
1977 spielte sie in Grete Minde, eine Verfilmung einer Novelle von Theodor Fontane, die Rolle der Trud Minde, Ehefrau des Halbbruders der Titelrolle Grete Minde (Katerine Jacob). Eine weitere Hauptrolle hatte sie unter Edgar Reitz als Ehefrau Anna Dorothea Fink der "Schneider von Ulm" im Spielfilm Der Schneider von Ulm über den Erfinder und Luftfahrtpionier Albrecht Ludwig Berblinger (porträtiert von Tilo Prückner). 1985 nahm sie die Hauptrolle im Filmdrama an Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie, das das Leben der frommen katholischen Nonne Maria Ward schildert. Hier war sie neben bekannten Schauspielern aus dieser Zeit als Irm Hermann, mario adorf, Bernhard Wickic, Hans Quest, Anton Diffring und Mathieu Karriere.
Ihre größten Erfolge feierte Elsner nach 15-jähriger Pause mit der Rückkehr auf die Leinwand. Die Rolle der selbstmordgefährdeten Autorin Hanna Flanders in Oskar Röhlers Spielfilm Die Unberührbare brachte ihr im Jahr 2000 den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Kritikerpreis und den Bayerischen Filmpreis ein. 2003 gewann sie erneut den Deutschen Filmpreis für ihre Rolle in Oliver HirschbiegelsMein letzter Film, in dem sie eine alternde Künstlerin spielte. Das Berlin Filmemacher Rudolf Thome hat sie in seine Trilogie aufgenommen Zeitreisen In Führung. Im Rot und Blau (2003) spielte sie die Architektin Barbara Bärenklau, in Frau fährt, Mann schläft (2004) war sie der Zahnarzt Dr. Sue Süßmilch und In Rauchzeichen (2006) spielte sie nebenher Adriana Altaras die Wirtin Annabella Silberstein. In der Filmkomödie Alles auf Zucker! (2004) spielte sie Marlene, Ehefrau des ehemaligen DDR-Sportreporters Jaeckie Zucker (Henry Hübchen).
Im Filmdrama Kirschblüten – Hanami (2008) war sie in der Rolle der Trudi Angermeier zu sehen, der nach einer ärztlichen Untersuchung mitgeteilt wird, dass ihr Mann schwer krank ist und schließlich während eines gemeinsamen Urlaubs im Ostsee stirbt. In der Filmbiografie Zeiten ändern dich (2010) des Musikers Bushido übernahm sie die Rolle seiner Mutter. Von 2010 bis 2013 vertritt sie den Regisseur Theobals in den Filmen um Hanni & Nanni. Im Das Blaue vom Himmel (2011) war sie in der Hauptrolle der wahnsinnigen Marga Baumanis neben Juliane Köhler und David Kross. Im Marcus H. Rosenmüllers Spielfilm Wer's glaubt, wird selig (2012) spielte sie eine autoritäre Schwiegermutter, die nach ihrem Tod heiliggesprochen werden sollte.
In der Tragikomödie Auf das Leben!, das im November 2014 in den deutschen Kinos lief, führte sie Regie von Uwe Janson ist in der Rolle eines ehemaligen Revuesängers zu sehen, der durch die Freundschaft mit einem jungen, schwerkranken Mann zu neuem Leben erweckt wird. Im Lars Kraume's Familienfest (2015) spielte sie die erste Ehefrau des berühmten Pianisten Hannes Westhoff (Günther Maria Halmer), einer alkoholkranken Grande Dame. Auf Deutsch/österreichisch/Französisch Spielfilm Hannas schlafende Hunde (in den Kinos im Juni 2016), die auf dem autobiografischen Roman der österreichischen Schriftstellerin Elisabeth Escher basiert, spielte sie die Rolle der blinden Ruth Eberth, deren junge Enkelin Hanna jüdisch Identität nicht zu verleugnen.
Auf Deutsch/Tschechisch Produktion Der große Rudolf, eine fiktive Filmsatire über das Leben des 2005 verstorbenen Modedesigners Rudolf Moshammer, sie spielte Moshammers Mutter Else. In der Filmkomödie 100 Dinge (in den Kinos 6. Dezember 2018) Elsner war die nächste Wolfgang Stumph Renate Konaske, die Filmmutter der Hauptfigur Paul (Florian David Fitz). Am 7. März 2019 begann mit Kirschblüten & Damonen, die Fortsetzung des Filmdramas Kirschblüten – Hanami von 2008, Elsners letzter fertiggestellter Kinofilm. In retrospektiven Szenen ist sie wieder als die verstorbene Trudi Angermeier zu sehen.
Fernsehen
Ab den 1960er Jahren spielte Elsner in zahlreichen TV-Serien mit, darunter auch einige Folgen der Krimiserie Das Krimmuseum. 1971 spielte sie die Rolle des Sascha in der ZDF-Krimi-TV-Spiel Ivanow von Oswald Döpke, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Anton Tschechow. Diese Wiedergabe brachte ihr 1972 die Goldene Kamera ein.
1974 nahm sie in der 13-teiligen ZDF-Reihe an Diese schöne Marianne die Titelrolle der attraktiven Gastwirtstochter französischer Abstammung. In der erfolgreichen ZDF-Reihe Die Schwarzwaldklinik sie war die Geliebte von Professor Brinkmann (Klausjürgen Wussow), Maria Rotenburg. 1988 nahm sie weitere Serienrollen an in Lorentz und Söhne und 1989 in Mit Leib und Seelea als Gemeindeschwester Sophie Lieberman. Von 1994 bis 2006 spielte sie in der ARD-Krimiserie Die Kommissarin Polizeichefin Lea Sommer, die in insgesamt 66 Episoden untersucht hat Frankfurt am Main bzw Hamburg. Für ihre dortige Leistung wurde sie 1995 als beste Interpretin einer Reihe mit dem Telestar ausgezeichnet.
Im Fernsehfilm Andrea und Marie (Erstausstrahlung Januar 1998) akzeptierte sie als nächstes Iris Berben als Kunstlehrerin Andrea eine der weiblichen Hauptrollen. Im ARD-Filmdrama Ende der Saison (Erstausstrahlung November 2001) von Stefan Krohmer sie spielte die Krebspatientin Waltraut, deren Tochter Klarissa (Anneke Kim Sarnau) wollte sie pflegen und bei ihrem Tod begleiten. Unter der Regie von Oskar Roehlers spielte sie in dem Fernsehfilm, der 2000 gedreht und 2002 veröffentlicht wurde Fahr zur Hölle, Schwester! eine Hauptrolle, in der sie die Rolle der Rita spielte, die für den Unfall ihrer von Iris Berben gespielten Schwester verantwortlich gemacht wurde. Im Die Spielerin (Erstausstrahlung Juni 2005), eine Verfilmung eines Romans von Dostojewski, spielte sie die attraktive, wohlhabende Polina Sieveking. Im Melodram Mein Herz in Afrika (Erstausstrahlung November 2007) war sie die nächste Tanja Wedhorn in der zweiten weiblichen Hauptrolle als Agnes Patterson, eine Safaripark-Managerin in Südafrikader ein Geheimnis trug. Im ARD-Zweiteiler Der letzte Patriarch (Erstausstrahlung September 2010) war sie die nächste Mario Adorf als eigensinnige Künstlerin Ruth, die Jugendliebe des letzten Patriarchen. Im Märchenfilm Dornröschen (Erstausstrahlung Dezember 2009) spielte sie die böse 13. Fee Maruna, in Die Bremer Stadtmusikanten (Erstausstrahlung Januar 2010) hat sie der Katze ihre Stimme geliehen.
Im ZDF-Fernsehkrimi Kommissarin Lucas – Am Ende muss Glück signal (Erstausstrahlung April 2011) spielte sie die Rolle der Barbesitzerin Nadja Schumann, die sich en passant prostituierte. Im ARD-Melodrama Liebe am Fjord – Zwei Sommer (Erstausstrahlung Oktober 2013) übernahm sie nach gescheiterter Ehe die Hauptrolle des Postboten beim norwegisch Küstenarbeit Johanna Claesen. Im ARD-Fernsehfilm Besondere Schwere der Schuld (Erstausstrahlung November 2014) war sie in der Rolle der Agnes Barner zu sehen, die ihrem Sohn verheimlichte, dass er nicht ihr leibliches Kind ist. In der ZDF-Produktion Ein Sommer im Burgenland (Erstausstrahlung Februar 2015) spielte sie eins nach dem anderen Roma-Familie Ursprung ungarisch, für die ihre Reise im Burgenland wurde zu einer Reise in die Vergangenheit. Im Matti GeschonnecksEin größerer Aufbruch (Erstausstrahlung November 2015) spielte sie die Ex-Frau Ella des Krebspatienten und sterbenden ehemaligen Entwicklungshelfers Holm Hardenberg (Matthias Habich).
Im Januar 2017 spielte Elsner in der TV-Komödie mit Die Diva, Thailand und wir!, in dem sie die 72-jährige Anneliese Behrens spielte, die nach einer Krebsdiagnose von ihrer Familie betreut werden musste. Sie hatte eine ähnlich verdrängte Rolle in der Tragikomödie Ferien vom Leben (Erstausstrahlung September 2017), in dem sie die Künstlerin Lilo Rosenberg spielte, die mit einer Hirntumor-Diagnose konfrontiert wurde. Im Fernsehfilm Club der einsamen Herzen (geplante Erstausstrahlung 8. Juni 2019), die im Sommer gespielt wurde, spielte sie daneben Jutta Speidel und Uschi Glas einer von drei Jugendfreunden, die seit Jahren Funkstille hatten und sich wieder trafen und eine Tanzbar eröffnen wollten. Bereits schwer erkrankt, stand sie im März 2019 2019 zum letzten Mal für den ARD-Spielfilm Es lebe die Königin als Moderatorin, die auf eine Spenderniere wartet, vor der Kamera. Sie starb vor dem Ende der Dreharbeiten.
Hannelore Elsner arbeitete in mehreren Filmen der Fernsehserie von 1983 Tatort. In der von der SWF produzierte Folge Peggy Hats Angst (Erstausstrahlung Mai 1983) akzeptierte sie im dritten Fall der Polizeipräsidentin Hanne Wiegand (Karin Anselm) die Rolle des Models Peggy Karoly, die sich in den Mörder verliebt (Hans-Georg Panczak) von ihrer Freundin Natascha (Ute Christensen). In der Folge Schicki-Mickic (Erstausstrahlung Dezember 1985) war sie die nächste Felix von Manteuffel als Journalistin Vera Jansen. Im NDRTatortLieferanten Tod im Elephantenhaus (Erstausstrahlung April 1987) spielte sie Dr. Christine Lohnert, die eine Affäre mit Rolf Bergmann hatte (Raimund Harmstorf), der Inspektor des später tot aufgefundenen Elefantengeheges Tierpark Hagenbeck.
In der ersten TatortLieferung der schweizerisch Fernsehen Howalds Fall (Erstausstrahlung April 1990) war sie als Eva Wirz zu sehen. Nächster Gunter Bothur sie war in der HR-TatortRenis Tod (Erstausstrahlung Januar 1993) als Gila Abbot vor der Kamera. Elsners letzte abgeschlossene TV-Arbeit ist auch ein TatortFolge der HR, die am 19. April 2020, ein Jahr nach Elsners Tod, erstmals ausgestrahlt werden sollte. Sie spielt im Fall des Frankfurter Detektivduos Janneke und Brix, einem Kommissar im Ruhestand, der einen jahrelang behandelten Vergewaltigungsfall nie lösen konnte.
Tätigkeiten als Synchronsprecher
Elsner wurde auch als Synchronsprecherin engagiert und unter anderem ausgeliehen Lisa Minnellic (Kabarett und Pookie) und Fanny Ardanto (8 Frauen) ihre Stimme. Darüber hinaus hielt sie Vorträge und arbeitete an verschiedenen Hörbüchern, wie z Agatha ChristiesDie Mausefalle und darin veröffentlicht von März 2001 bis November 2015 Rilke-Projekt des Komponisten- und Produzententeams Schönherz & Fleer, das nebenbei Werke des Texters Rainer Maria Rilke präsentiert presents Nina Hagen, Xavier Naidoo, mario adorf, Ben Becker und die Opernsängerin Montserrat Caballe. 2006 mit ihrer Einspielung des Romans von coletteCherie mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Am 2. Dezember 2017 las sie die alljährliche Adventsgeschichte in der Tür Florian Silbereisen präsentierte TV-Show Das Adventsfest der 100.000 Feuerzeuge.
Auszeichnungen
Hannelore Elsner wurde im Laufe ihrer künstlerischen Laufbahn mehrfach ausgezeichnet. 1972 wurde ihr die Goldene Kamera verliehen. 1991 erhielt sie die Silberne Nymphe beim Fernsehfestival Monte Carlo für die Titelrolle in Hartmut Griesmayrs tragisch, im georgisch Bürgerkrieg begründete Liebesgeschichte Elsa. 1997 wurde Elsner der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland gewährt. 2000 erhielt sie für ihre Rolle in den Deutschen Filmpreis, den Preis der deutschen Filmkritik und den Bayrischen Filmpreis Die Unberührbare. 2002 kam sie zusammen mit Daniel Nocke, Stefan Krohmer und Anneke Kim Sarnau für ihre künstlerische Leistung in Ende der Saison den Adolf-Grimme-Preis.
Am 19. Mai 2006 wurde ihr der Bayerische Fernsehpreis für ihr Lebenswerk verliehen. Im Juli 2008 wurde sie in München mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Im Rahmen einer Galaveranstaltung im Prinzregententheater München fand am 14. Januar 2011 die Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2010 statt Bayerisch Premierminister Horst Seehofer Als Preis für ihr Lebenswerk überreichte Elsner die begehrte Porzellanfigur „Pierrot“. 2015 wurde sie in der Wiener Hofburg mit der Romy in der Kategorie „Beliebteste Schauspielerin im Kino/Fernsehfilm“ ausgezeichnet.
In Gedenken an Hannelore Elstner vergibt das Fünf Seen Film Festival seit 2019 den Hannelore-Elsner-Preis für bedeutende Theaterkunst. Der Gewinner des ersten Preises ist Barbara Auer.
Privatleben und Tod
Elsner war von 1964 bis 1966 mit dem Schauspieler verheiratet Gerd Vespermann und von 1973 bis zu seinem Unfalltod 1981 in Verbindung mit dem Regisseur Alf Brustellin. Ihr 1981 geborene Sohn, der als Fotograf arbeitet, stammt aus einer Beziehung mit Regisseur Dieter Wedel. 1993 heiratete sie den Theaterdramaturgen und Chefverleger Uwe B. Carstensen. Diese Ehe wurde im Jahr 2000 aufgelöst. Sie lebte mit dem deutscher Professor Günter Blamberger. Außerdem hatte sie eine vierjährige Beziehung zum Filmproduzenten Bernd Eichinger.
Anlässlich ihres 70. Geburtstages am 26. Juli 2012 hat die ARD eine Woche zuvor am 18. Juli 2012 ein 45-minütiges Portrait im Rahmen der Serie Deutschland, deine Künstler.
Im Mai 2011 veröffentlichte Elsner im Köln Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlichte ihre Memoiren unter dem Titel Im berschwang – Aus meinem Leben mit dem dazugehörigen Hörbuch.
Hannelore Elsner, die schließlich in München lebte und Frankfurt am MainEr starb am 21. April 2019 im Alter von 76 Jahren in einem Münchner Krankenhaus an den Folgen einer fünfjährigen Form von Brustkrebs, der später Metastasen in den Magen und andere Organe bildete. Ihre Urne wurde auf dem Friedhof in Burghausen beigesetzt.
Auszeichnungen und Ehrungen
- 1972: Goldene Kamera 1971 für Ivanov
- 1995: Telestar Bester Darsteller einer Serie vor dem Die Kommissarin
- 1997: Bundesverdienstkreuz (mit Band)
- 2000: Deutscher Filmpreis Beste Hauptdarstellerin vor dem Die Unberührbare
- 2000: Preis der deutschen Filmkritik für Die Unberührbare
- 2000: Bayerischer Filmpreis Film bester dolmetscher vor dem Die Unberührbare
- 2001: DIVA-Preis
- 2002: Adolf-Grimme-Preis 2002 für Ende der Saison (zusammen mit Daniel Nocke, Stefan Krohmer und Anneke Kim Sarnau)
- 2002: Bambi
- 2003: Hessischer Fernsehpreis für Claras Schatz
- 2003: Deutscher Filmpreis Beste Hauptdarstellerin vor dem Mein letzter Film
- 2005: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
- 2006: Bayerischer Fernsehpreis für ihr Lebenswerk
- 2007: Goldener Ochse Ehrenpreis des Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern für ihr Lebenswerk
- 2008: Bayerischer Verdienstorden
- 2009: Preis für Schauspielkunst beim Deutschen Filmfest
- 2011: Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises 2010
- 2012: Ehrenpreis für den Hessischen Film- und Kinopreis
- 2014: Star auf dem Boulevard der Stars in Berlin
- 2015: Romy 2015 in der Kategorie Beliebtester Schauspielerin-Kino-/Fernsehfilm
- 2016: Askania-Preis
Filmografie
Kino
- 1959: Freddy unter fremden Sternen
- 1959: Immer sterben Mädchen
- 1959: Alt-Heidelberg
- 1960: Yachthafen
- 1961: Und sowas nennt sich Leben
- 1961: Das Mädchen mit den schmalen Hüften
- 1961: Immer wenn es Nacht wird
- 1963: Diese endlose Nacht
- 1963: Allotria in Zell am See
- 1963: Ein Alibi zerbricht
- 1967: Herrliche Zeiten im Spessart
- 1968: Die Lümmel von der ersten Bank – Zur Hölle mit den Paukern
- 1968: Die Lümmel von der ersten Bank – Zum Teufel mit der Penne
- 1969: Die Lümmel von der ersten Bank – Pepe, der Paukerschreck
- 1969: Der Bettenstudent oder: Was mach' ich mit den Mädchen?
- 1969: Die Herren mit der weßen Weste
- 1971: Hurra, wir sind mal wieder Junggesellen!
- 1971: Willi wird das Kind schon schaukeln
- 1972: Der Stoff aus dem die Träume sind
- 1973: … aber Jonny!
- 1973: Aus dem Leben eines Taugenichts
- 1973: Die Reise nach Wien
- 1974: Die Teufelsschlucht der Wilden Wölfe(Il ritorno di Zanna Bianca)
- 1976: Bomber & Paganini
- 1977: Grete Minde
- 1975: Berliner
- 1978: Der Schneider von Ulm
- 1978: Der Sturz
- 1980: Der grüne Vogel
- 1982: Wer spinnt denn da, Herr Doktor?
- 1984: Mann ohne Gedächtnis
- 1985: Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie
- 1985: Kaminsky – Ein Bulle dreht durch
- 1985: Operation Sackgasse
- 1986: Bitte lasst die Blumen leben
- 1998: Kai Rabe gegen die Vatikankiller
- 2000: Die Unberührbare
- 2001: Lutsch meinen Schwanz
- 2002: Mein letzter Film
- 2003: Rot und Blau
- 2004: Frau fährt, Mann schläft
- 2004: Alles auf Zucker!
- 2006: Du hast gesagt, dass du mich liebst
- 2006: Rauchzeichen
- 2007: Vivere
- 2007: Das ist sichtbar und das ist unsichtbar
- 2007: Jakobs Bruder
- 2008: Kirschblüten – Hanami
- 2008: 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde
- 2010: Zeiten ändern Dich
- 2010: Hanni & Nanni
- 2011: Das Blaue vom Himmel
- 2011: Little Sex ist nicht auch kleine Lossung
- 2012: Jesus liebt mich
- 2012: Wer's glaubt wird selig
- 2012: Hanni & Nanni 2
- 2013: Gibsy – Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann
- 2013: Hanni & Nanni 3
- 2013: Der letzte Mentsch
- 2014: Alles inklusive
- 2014: Auf das Leben!
- 2014: Hin und weg
- 2015: Familienfest (Ein Geburtstag voller Abgründe)
- 2016: Hannas schlafende Hunde
- 2016: Die Welt der Wunderlichs
- 2018: Der große Rudolf
- 2018: 100 Dinge
- 2019: Kirschblüten & Damonen
Fernsehen
- 1962: Funkstreifen Isar 12 – Am Hell Lights Tag (Fernsehserie)
- 1962: Stahlnetz – Spur 211 (Fernsehserie)
- 1965: Die funfte Kolonne – Blumen für Zimmer 19 (Fernsehserie)
- 1965: Der Nachtkurier berichtet… – Wendung im Mordfall Gormann (Fernsehserie)
- 1966: diese spanische fliege (Fernsehfilm)
- 1966: Der Mann aus Melbourne (Fernsehfilm)
- 1967: Das Krimmuseum – Die Kiste (Fernsehserie)
- 1967: Das Kriminalmuseum – Die Briefmarke (Fernsehserie)
- 1968: Das Kriminalmuseum – Das Goldstück (Fernsehserie)
- 1968: Detektiv Quarles (TV-Serie)
- 1969: Tausendundeine Nacht (TV-Serie)
- 1969: Dem Täter auf der Spur – Das Fenster zum Garten (Fernsehserie)
- 1969: Das Ratsel von Piskov (Fernsehfilm)
- 1969: Christoph Kolumbus oder Die Entdeckung Amerikas (Fernsehfilm)
- 1969: Der Kommissar – Das Ungeheuer (Fernsehserie)
- 1971: Der Kommissar – Der Tote von Zimmer 17 (Fernsehserie)
- 1971: Dreht euch nicht um – der Golem geht rum (Fernsehfilm)
- 1973: Tod auf der Theme (Fernsehfilm)
- 1975–1978: Diese schöne Marianne (Fernsehserie, 13 Folgen)
- 1977: Flug (Fernsehfilm)
- 1980: Wochenende (Fernsehfilm)
- 1981: Der Androjäger – Die Fee mit dem zweiten Gesicht (Fernsehserie)
- 1982: Schwarz Rot Gold – Alles in Butter (Fernsehserie)
- 1982: Flöhe Hütten ist am besten (Fernsehfilm)
- 1983: Tatort: Peggy Hats Fear (Fernsehserie)
- 1983: Satan ist auf Gottes Seite (Fernsehfilm)
- 1983: Ein Fall für Zwei – Der Zeuge (Fernsehserie)
- 1984: One Art von Zorn (Fernsehfilm)
- 1985: Morgengrau (Fernsehfilm)
- 1985: One Mann ist soeben erschossen (Fernsehfilm)
- 1985: Tatort: Schicki-Micki (Fernsehserie)
- 1986: Irgendwie und sowieso (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 1987: Die Schwarzwaldklinik – Die Reise nach Amerika (Fernsehserie)
- 1987: Tatort: Tod im Elefantenhaus (Fernsehserie)
- 1988: Pizza-Express (Fernsehfilm)
- 1989: Noch ein Wunsch (Fernsehfilm)
- 1989: Tam Tam oder Wohin die Reise geht (Fernsehfilm)
- 1989: Mit Leib und Seelea (TV-Serie)
- 1990: Tatort: Howalds Fall (Fernsehserie)
- 1991: Auf Achse (TV-Serie)
- 1991: Der Tod Kamm als Freund (Fernsehfilm)
- 1991: Elfenbein (Fernsehfilm)
- 1991: Schwarz Rot Gold – Schmutziges Gold (Fernsehserie)
- 1992: Das lange Gespräch mit dem Vogel (Fernsehfilm)
- 1992: Wolffs Revier – Notwehr (Fernsehserie)
- 1993: Klippen des Todes (Fernsehfilm)
- 1993: Das Babylon Komplott (Fernsehfilm)
- 1993: Doberstein (Fernsehfilm)
- 1993: Tatort: Renis Tod (Fernsehserie)
- 1994–2006: Die Kommissarin (TV-Serie)
- 1994: Das Traumschiff – Dubai (Fernsehserie)
- 1995: Blutiger Sporn (Fernsehfilm)
- 1996: Schmetterlingsgefühle (Fernsehfilm)
- 1996: Das Mädchen Rosemarie (Fernsehfilm)
- 1997: Tatort: Gefährliche Übertragung (Fernsehserie)
- 1997: Tatort: Alptraum (Fernsehserie)
- 1998: Das Traumschiff – Galapagos/Jamaika (Fernsehserie)
- 1998: Ich gieße dir meinen Mann (Fernsehfilm)
- 1998: Andrea und Marie (Fernsehfilm)
- 1999: Der Schrei des Schmetterlings (Fernsehfilm)
- 2001: Ich gieße dir meinen Mann 2 (Fernsehfilm)
- 2001: Solange wir lieben (Fernsehfilm)
- 2001: Ende der Saison (Fernsehfilm)
- 2002: Fahr zur Hölle, Schwester! (Fernsehfilm)
- 2002: Der Seerosenteich (Fernsehfilm)
- 2003: Eine Liebe in Afrika (Fernsehfilm)
- 2003: Claras Schatz (Fernsehfilm)
- 2004: Scheidungsangebot Mann (Fernsehfilm)
- 2004: Die Rosenzüchterin (Fernsehfilm)
- 2005: Die Spielerin (Fernsehfilm)
- 2006: Nicht alle waren Mörder (Fernsehfilm)
- 2007: Krieg und Frieden (TV-Miniserie)
- 2007: Phantomschmerz (kurzer Film)
- 2007: Mein Herz in Afrika (Fernsehfilm)
- 2008: Mein Herz in Chile (Fernsehfilm)
- 2009: Dornröschen (Fernsehfilm)
- 2009: Die Bremer Stadtmusikanten (Fernsehfilm, Stimme)
- 2010: Lüg weiter, Liebling (Fernsehfilm)
- 2010: Alles Liebe (Fernsehfilm)
- 2010: Der letzte Patriarch (Fernsehfilm)
- 2011: Das Traumschiff – New York, Savannah und Salvador de Bahia (Fernsehserie)
- 2011: Kommissarin Lucas – Am Ende muss Glück signal (TV-Serie)
- 2012: Flemming – Die alte Kommissarin (Fernsehserie)
- 2012: Spuren des Bösen: Racheengel (Fernsehserie)
- 2013: Liebe am Fjord – Zwei Sommer (Fernsehserie)
- 2014: Besondere Schwere der Schuld (Fernsehfilm)
- 2015: Ein Sommer im Burgenland (Fernsehfilm)
- 2015: Ein größerer Aufbruch (Fernsehfilm)
- 2017: Die Diva, Thailand und wir! (Fernsehfilm)
- 2017: Ferien vom Leben (Fernsehfilm)
- 2019: Club der einsamen Herzen (Fernsehfilm)
Hörbücher
- 1996: diese Mausefalle] von Agatha Christie Universalmusik, 1996.
- 2006: Stimmen unter dem Dach von Irene Rodrian. Verlag Edition Hörbuch, ISBN 978-3-8331-0402-2 .
- 2006: Cheric aus Spannzange, Zufalls-House-Audio, ISBN 978-3-86604-181-3 .
- 2011: Im Overschwang. Aus meinem Leben. Lebenserinnerungen, Argon Verlag, ISBN 978-3-8398-1093-4 .
Erinnerungen
- Ich bin Overschwang. Aus meinem Leben. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04230-6 .
Literatur
- Alice Schwarzer: Hannelore Elsner, Schauspielerin. Im: Alice Schwarzer portraitiert Vorbilder und Idole. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 978-3-462-03341-0 , S. 96–107 (Erstveröffentlichung in EMMA 2/2000).
- Albert Langen: Langen Müllers Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland, Österreich, Schweiz. Georg Müller Verlag, München/Wien 1986, S. 216, ISBN 3-7844-2058-3 .
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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