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In dem geometrische Optik wird verstanden unter Retrofokus eine bestimmte Konstruktion von Linsen ermöglicht eine kurze Brennweite, während der Brennpunkt immer noch weit genug vom Objektiv entfernt ist. Das Wort kommt aus dem Lateinischen retro (rückwärts, zurück) und Fokus (Feuerstelle). Wörtlich bedeutet es so viel wie „den Brennpunkt nach hinten setzen“ ohne die (optische) Brennweite zu verlängern.
Das Telebau ist die Umkehrung der Retrofokus-Konstruktion und wird hauptsächlich für Teleobjektive und bestimmte Teleskoptypen verwendet. das Wortteil tele kommt aus dem Griechischen τῆλε (tele), weit.
Hintergrund
Wenn die Brennweite sehr kurz ist (wie z Weitwinkelobjektive) ist wenig Platz zwischen der Rückseite des Objektivs und dem Film oder Bildsensor. Das beinhaltet SpiegelreflexkameraEs gibt ein Problem: Der Spiegel muss hochgeklappt werden.
wenn Teleobjektive sehr lange, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Bewegungsunschärfe.
Bildseitiger Brennpunkt und bildseitige Masterebene
H = bildseitige Hauptebene, F = Brennpunkt, f = Brennweite, L1, L2 = negativ bzw. positive Linse
Biene dicke Linsen und Linsensystemen kann die Brennweite nicht mehr als Abstand zwischen Brennpunkt und Linse definiert werden, wie in den Dünnlinsen-Ansatz. Es ist jetzt definiert als der Abstand zwischen dem Brennpunkt und dem bildseitig Hauptebene. Die bildseitige Hauptebene ist definiert als die imaginäre Ebene senkrecht zur optischen Achse, in der (die Verlängerung von) parallel zur optischen Achse einfallenden Strahlen die nach der Brechung austretenden Strahlen schneiden (die Verlängerung). Die Retrofokus-Konstruktion bewirkt, dass nicht nur der Brennpunkt, sondern auch die bildseitige Hauptebene nach hinten verschoben wird. Dadurch kommt die bildseitige Hauptebene weit hinter die hintere Linse des Objektivs. Bei Spiegelreflexkameras wird die Retrofokus-Konstruktion normalerweise bei Brennweiten unter etwa 40 mm (35-mm-Äquivalent) verwendet.
Geschichte
Die ersten Retrofokus-Objektive wurden 1931 für Farbfilmkameras, Bei diesen Kameras musste damals hinter dem Objektiv ausreichend Platz für die Farbtrenner. Dadurch wurde der Abstand zwischen Objektiv und Filmebene so groß, dass die üblichen kurzen Brennweiten nicht mehr verwendet werden konnten. Das erste Retrofokus-Objektiv für 35-mm-Kamera’s wurde 1950 von Pierre Angénieux entwickelt.
In den ersten Konstruktionen, a abweichend Linse vor einer bestehenden Linse platziert, wodurch sich die Qualität verschlechtert. Der Bau eines hochwertigen Retrofokus-Objektivs ist teuer, aber moderne Berechnungs- und Fertigungstechniken machen es möglich. Der asymmetrische Aufbau und die für weite Bildwinkel erforderlichen großen Frontlinsen ermöglichen die Korrektur der Bildfehler schwer. Um auch bei kurzen Aufnahmeentfernungen eine gute Qualität zu erzielen, werden bei hochwertigen Konstruktionen Linsenelemente beim Fokussieren relativ zueinander bewegt ("floating elements").
Telekommunikation
H = bildseitige Hauptebene, F = Brennpunkt, f = Brennweite, L1, L2 = positiv bzw. negative Linse
Die Umkehrung der Retrofokus-Konstruktion ist Teleobjektive wird verwendet und wird dann zum teleKonstruktion (englisch: Teledesign) erwähnt. Das Objektiv besteht nacheinander aus einer positiven (sammelnden) Linsengruppe und weiter hinten aus einer negativen (zerstreuenden) Linsengruppe. Die bildseitige Hauptebene befindet sich dann in einiger Entfernung vor dem Objektiv. Aus diesem Grund sind Teleobjektive physikalisch kürzer als ihre Brennweite.
Dieses negative Objektiv funktioniert tatsächlich als Barlowlinse. Nur ist sie im Gegensatz zu einer echten Barlowlinse fest verbaut. Es gibt auch eine separate Variante, die zwischen Objektiv und Kamera platziert wird, die sogenannte Telekonverter.
Ein weiteres Beispiel für diese Telekonstruktion ist die Cassegrain-Teleskop, sowie daraus abgeleitete Teleskopkonstruktionen, wie z Schmidt, Maksutov, kutter z.B. In diesem Fall wird eine negative Linse anstelle einer negativen Linse verwendet Spiegel verwendet, um den Tele-Effekt zu erzeugen.
In der fotografischen Praxis sind in der Regel alle Objektive mit einer Brennweite über dem Standardwert Teleobjektiv auch wenn es keine wirkliche 'Telekonstruktion' gibt.
Siehe auch
| * Barlowlinse | * Betrachtungswinkel | * Fischaugenlinse | * Weitwinkelobjektiv |
| * Telekonverter | * Teleobjektiv | * Zoomobjektiv |
Externe Links
- Leica R-Objektiv, s. 3, Absatz Retrofokus (PDF-Datei; 1,02 MB) (das)
- Natürliche Vignettierung(und)