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Thomas Stoltzer

Thomas Stoltzer, ebenfalls stolczer oder Schölzer (Schweidnitz (Schlesien, jetzt in Polen), Über 1475-80 - ofen (buda, Ungarn), 29. August1526 oder in der Nähe znaim im Mähren, März1526, oder vielleicht sogar danach 1544) war ein Deutscher Komponist.

Leben

Zeitgenössische Quellen zu Stoltzers Leben sind rar. Unter anderem aus der Biografie des schlesischen Humanisten Johannes Lang, der wiederum über 1600 durch Melchior Adam überliefert wurden, erfahren wir einiges.

Thomas könnte mit Clemens Stoltzer, einem Stadtschreiber in Schweidnitz, verwandt gewesen sein, der vielleicht sogar sein Vater war. weil Heinrich Finck arbeitete in Polen, als Thomas ein Kind war, und da Stoltzer Fincks Musik zweifellos kannte (seine eigenen Kompositionen sind eindeutig von seinem Einfluss beeinflusst), wird vermutet, dass er bei ihm in die Lehre ging.

Im 1519 war Thomas Stotzer Priester im Breslau. Er hatte einen da Altarlehen in der St. Elisabeth-Kathedrale und wird auch als Vicarius diskontinuierlich, was darauf hinweist, dass er sich dort nicht dauerhaft aufgehalten hat. Er hatte daher ein festes Einkommen und ein eigenes Haus. Ob er dort auch als Komponist tätig war, ist zwar nicht belegt, aber es ist wahrscheinlich, dass er die ihm zur Verfügung stehende Zeit zum Komponieren nutzte.

EIN WittenbergseSchülerDer aus Breslau stammende Sebastian Helmmann sagte dem schlesischen Reformator Johann Hess, dass Stoltzer mit den Martin Luther eingeleitet Reformation zeigen würde, aber Helmann schätzte Stoltzers Neigung zugleich als vorübergehende Modeerscheinung ein. Trotz Hellmanns Bitte, keine Messen mehr zu feiern, tat Stoltzer dies bis mindestens 1522. Vielleicht befürchtete er, seinen Job zu verlieren, und hat sich deshalb nicht wirklich für Reformen entschieden. Wie dem auch sei, Stoltzer komponierte immerhin Musik zu lutherischer Musik Deutsche Texte, darunter vier Psalmen. Der größte Teil seines Oeuvres bestand jedoch aus Lateinkatholischliturgische Werke darunter eine Reihe von lateinischen Hymnen.

39 seiner Werke wurden in die in aufgenommen 1542 im Wittenberg Lutherisch herausgegeben von G. Rhaw Sacrorum hymnorum liber primus. Seine Musik hat alle berührt Europa zerstreut und als sein Ruhm schon gewonnen war, in 1518, schrieb Joachim Badian über sein musikalisches Talent, einschließlich seiner Fähigkeit, Musikstücke zu notieren, die er nur ein- oder zweimal gehört hatte.

Stoltzer hat wohl fünf Wochen Urlaub in Breslau genommen, um mit seiner Motette zu arbeiten beati omnes im ofen (Buda) Eheglanz, um das anzuziehen 13. Januar1522 war geschlossen zwischen Ludwig II. von Ungarn und Böhmen, und Maria von Österreich, die Tochter von Philipp der Schöne und Schwester von Kaiser Karl V. König Ludwig, der sowohl über Ungarn als auch über Böhmen herrschte, von 1517 bis um 1526war gerade erst gekrönt worden. Einige Monate später baute er seine ungarische Hofkapelle, die unter der Herrschaft des Königs stand Matthias Corvinus war bereits auf ein anständiges Niveau gebracht worden, und er entwarf Stoltzer 8. Mai1522 wenn master capellae (Kapellmeister) in der ungarischen Hauptstadt ofen. Es scheint, dass Königin Mary die Ernennung unterstützte, da Stoltzer die vier lutherischen Psalmvertonungen als Dankeschön komponierte. Stoltzer wurde ein besonders produktiver Komponist, auch weil er Zugang zu anständigen Musikern und Sängern hatte und eine feste Anstellung hatte. Der junge Humanist Johannes Lange war zeitweise Leiter und Lehrer der Chorknaben.

Es gibt einen Brief von 23. Februar1526 von Thomas Stoltzer, adressiert an Herzog Albrecht von Preußen, für den er bereits Musik im Auftrag komponiert hatte und in dem er rein musikalische Themen wie die Textwahl oder die Instrumentierung ansprach, in dem er aber auch eine Stellung bei der Herzog als Kapellmeister in Königsbergen scheint zu sprechen.

Auf 29. August 1526 König Ludwig starb am Schlacht von Mohács, wo die Ungarn durch die Osmanen geführt von SultanSüleyman I wurden besiegt. Lange wurde vermutet, dass auch Stoltzer dort an der Seite seines Monarchen starb. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass Stoltzer den König auf seinem Feldzug begleitete, und es lässt sich auch nicht belegen, dass er kurz darauf bei der osmanischen Belagerung von Buda gestorben sein könnte. Es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass er zwischendurch noch am Leben war 1536 und 1544, als die meisten seiner Werke in Anthologien aufgenommen wurden. Vor kurzem aufgetauchte Dokumente zeigen, dass er starb, als er beim Überqueren eines angeschwollenen Flusses in Karpaten ausrutschte; er verlor das Gleichgewicht und wurde von der Strömung mitgerissen.

Arbeiten

Thomas Stoltzer komponierte mehr als 150 Werke, die in 90 verschiedenen Quellen überliefert sind, von denen 30 veröffentlicht wurden (von Schöffer, Apiarius, Ott, Petreius, Rhaw u. a.) und 60 nur in Handschriften überliefert sind. Sie blieben noch viele Jahre im Repertoire, zumindest solange es war Cantus firmusPrinzip blieb in der Musik vorherrschend (d. h. bis zum 17. Jahrhundert). Dabei handelt es sich vor allem um spirituelle Werke, von denen er alle Gattungen beherrscht (vermissen, Motetten, Vergrößerungen, Hymnen), aber er schrieb auch weltlich Lieder. Seine frühesten Musikstücke folgen Fincks eher konservativem Stil, in späteren Werken greift er jedoch Elemente aus der Niederländische Schule, einschließlich der Verwendung von Nachahmung und die Aufteilung der Komposition.

Seine speziellsten Werke sind die PsalmMotetten (14 Latein und 4 Deutsch). Thomas Stoltzer schickte dem Herzog eine ausgearbeitete Komposition des 37. Psalms in lutherischem Deutsch Prosaversion, unterteilt in sieben Stimmen (Motettensatz) für drei bis sieben Stimmen. Die deutschen Psalmen 12, 13, 37 und 86 werden von Otto Kade als das bessere Wasserzeichen der kompositorischen Begabung Stoltzers angesehen. Diese Meisterwerke seines Schaffens beeinflussten zahlreiche deutsche Komponisten, darunter Reusch, Dressler, Köler, Rab oder Popel. Die Handschriften, in denen diese Psalmen aufbewahrt werden und zu deren Erwerb Kade in 1858 durch seine Verhandlungen beigetragen haben, sind jetzt in der Staatsbibliothek im Dresden. einer von ihnen, Psalm xii., Hilf, Herr die Heiligen sind abgenommen, wurde seitdem im Anhang zu Ambroses veröffentlicht Geschichte. Ambrose lobt Stoltzers lateinische Psalmen und Motetten, die in der Zeit entstanden 1538 bis um 1545 und 1569 waren in verschiedenen Bundles enthalten. Er begründet seine Wertschätzung insbesondere mit Blick auf die 39 vier- und fünfstimmigen Vertonungen der lateinischen Hymnen; Stoltzers Beitrag zu Georg Rhaws Sacrorum hymnorum liber primus von 1542. Letzteres hält er für etwas selbstverständlich, aber auch für handwerkliches Geschick.

Stoltzers andere deutsche Werke sind sieben Vertonungen geistlicher Lieder und zehn weltliche Lieder in Schöffers Sammlungen (1536), forster (1539) und Otto (1544). Eines der weltlichen Lieder, Entlaubet ist der Walde verdient besondere Erwähnung, weil Stoltzers Melodie im Tenor später als Choralmelodie für die Hymne verwendet wurde Danke dir, lieber Herre. Die Melodie selbst würde auf ungefähr zurückgehen 1452 und ist auch im Lautenbuch von Hans Gerle enthalten 1532. In einer Harmonisierung von Johann Sebastian Bach ist es das Ende des Dienstes? KantateWer da glaubet und tauft wird (BWV37). Mit Stoltzers eigener Harmonisierung ist es in Schöberleins Schatz, Bd. iii. n. 443. Das vierstimmige Lied Ich wünsch alln frauw ehr[1], dass wenn Ic weinsche ehrt alle scoene-Frauen ist auch aus dem Oeuvre von . bekannt Jacob Obrecht, wird Stoltzer in Otts Sammlung von 1544 zugeschrieben. Eine der spirituellen Hymnen verdient besondere Erwähnung, nämlich König, ein Herr ob alle Reich, denn die ersten Worte der drei Verse stammen aus dem Akrostichon 'König Ludwig' (König Ludwig von Ungarn) und die Hymne selbst erscheinen zuerst zusammen mit den berühmteren Mai ich Unglück nicht widersteh die auch einen Akrostichon bildet, nämlich 'Maria' (für Queen Mary, Louis' Frau). Viele von Stoltzers lateinischen Motetten sind handschriftlich in der Zwickauer Bibliothek überliefert.

Diskografie

Externe Links