WikiDer > Ablativ
Das Ablativ (oder Genitiv) ist eines der acht Originale Fälle des Proto-indoeuropäische Sprache die ursprünglich die Person bezeichnete, von der etwas stammt oder den Ort, von dem man weggeht. Dies steht im Gegensatz zu dem Ort, an den man geht, der in der Akkusativ oder Dativ, und der Ort, an dem man sich befindet, der durch die Lokativ ausgedrückt wird.
In einigen Zweigen der indogermanischen Sprachen, in denen der Ablativ weggefallen ist, z.B. Griechisch und Germanisch, wurde die Funktion des absoluten Ablativs vom Genitiv.
Latein
Im Lateinischen ist der Ablativ (manchmal Genitiv genannt) auch nach einigen Präpositionen und im Passiv die Mittel, die Art und Weise und den Agenten auszudrücken. Es wird allgemein angenommen, dass diese letztgenannten Funktionen von den instrumental, die im klassischen Latein nicht mehr unterschieden wurde. Während der Entwicklung des Lateinischen nach 700 v. Chr. übernahm der Ablativ die Funktion des Lokativs, der einen Ort bezeichnet.
Im Lateinischen wird der Ablativ durch die Erweiterung des gebildet Stammvokal. Wenn der Stamm auf einen Konsonanten endet, ist die Endung -e:
Der Bello Gallico (= Über den Gallischen Krieg)
Urbe ire coeperunt (= Sie begannen, die Stadt zu verlassen, wörtlich: sie begannen, die Stadt zu verlassen)
Eine besondere, gebräuchliche Konstruktion mit dem Ablativ ist die lose oder absoluter Ablativ: das ist ein kurze Klausel wobei das Subjekt im Ablativ steht und das Verb ein Partizip ist das Streichhölzer mit dem Thema:
Hac pugna pugnata, ... (= 'Der Kampf wurde gekämpft, ...' oder 'Dieser Kampf wird entschieden, ...' oder 'Nachdem dieser Kampf geschlagen wurde, ...')
Andere Sprachen
In einigen anderen Sprachfamilien als indoeuropäisch gibt es Suffixe, die den Abgangsort angeben. Diese Formen werden auch genannt Ablativobwohl sie natürlich völlig unabhängig entstanden sind.
Im Türkischen gibt es zum Beispiel ein Suffix -dan (oder -den): Holandadan: aus den Niederlanden, Türkiyeden: aus der Türkei. In dem tamilisch es gibt ein Suffix -ilirunta, das dieselbe Funktion ausführt.
In dem Finno-ugrische Sprachen, mag ich finnisch, es ungarisch und der estnisch, der Ablativ ist Teil eines umfangreichen Systems von Lokativfälle für Ort und Richtung. Dies sind die ignorant (innen/innen) und die adssiv (on/on/to), für Position, gegen die illativ (Einzug/Einzug) und die allativ (Bewegung auf/auf/zu) einerseits und die elativ (Bewegung nach außen) und der Ablativ (Bewegung von/von/von) dagegen für Richtung.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die sechs Lokativfälle in den finno-ugrischen Sprachen.
| 'innerhalb' | 'Draußen' | |
|---|---|---|
| Annäherung | illativ(geh rein, geh rein) | allativ(dahin gehen, dorthin gehen) |
| Position | ignorant(sein, sein) | adssiv(auf, auf, mit zu sein) |
| Verlassen | elativ(hinausgehen) | Ablativ (Geh weg, geh weg) |
Niederländisch
Im 1625 postuliert Christiaen van Heule In seiner Arbeit Die Nederduytsche Grammatica oder Spraec-konst das Holländer neben dem Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ in Analogie zu den Latein auch ein Ablativ (oder oder Nehmer) wusste. Das waren die sogenannten Formen für die Ablativ in dem Niederländisch:
- des Mannes, der Frau, des Kindes, der Kinder
- von einem Mann, von einer Frau, von einem Kind, von Kindern
Andere Grammatiker dachten (zu Recht), dass dies kein separater Fall sei, sondern ein Kollokation aus der Präposition von und der Akkusativ. Die Kontroverse darüber dauerte bis Anfang des 20. Jahrhunderts und heute ist diese spätere These allgemein anerkannt.