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Emanuel Rutten
Emanuel Rutten
Emanuel Rutten im Jahr 2013
Allgemeine Information
Geboren1973
LandFlagge der Niederlande Die Niederlande
BerufMathematiker, Philosoph
Arbeit
GenreSachbücher
Berühmte WerkeUnd so existiert Gott
Webseite
Portal  Portalsymbol  Literatur

Emanuel Rutten (Loosdrecht, 13. April1973) ist ein niederländischer Mathematiker und Philosoph an der Freie Universität in Amsterdam.[1] Er ist am besten bekannt für seine Studie von Argumente für die Existenz Gottes, für die er auch ein neues Argument entwickelt hat, das sogenannte „modal-epistemische Gottesargument“. Er tritt regelmäßig in öffentlichen Debatten mit Atheisten wenn Hermann Philipse, Bas Häring und Maarten Boudry.

Werdegang

Rutten besuchte die Realschule an der Comenius-College im Hilversum. 1992 begann er ein Mathematikstudium, in dem er Tu Delftcum laude absolviert. Anschließend studierte er auch an der Freien Universität in Amsterdam cum laude in Philosophie, wo er 2012 in Systematischer Philosophie promovierte, u. a. zum kosmologisches Argument für die Existenz Gottes (einschließlich in Hermann Philipse).

Während seiner Zeit in Amsterdam wurde er Christ: „Ich dachte, Religion wäre Unsinn [vorher]. Ich dachte nicht einmal, dass der Glaube relevant genug ist, um Atheist sein. Es war kein Thema.' Der erste Grund war, einige Werke von . zu lesen Augustinus, der nach seinen eigenen Worten „einen vernichtenden Eindruck“ auf ihn machte.[2] Durch Augustins Schriften kam er in Kontakt mit der Evangelien. Als er es las, sagte er, er sei berührt von der moralischen Autorität und Überlegenheit von Jesus von Nazareth.[3]

Ruttens Spezialisierungen betreffen Religionsphilosophie, Metaphysik, Erkenntnistheorie, Ästhetik und Rhetorik. Er wendet sich gegen die Idee, dass die Nichtexistenz Gottes eine philosophische Selbstverständlichkeit ist. Kritisch ist er auch gegenüber dem sogenannten Wissenschaftlichkeit. Beeinflusst wurde er unter anderem durch das Denken von Aristoteles, Thomas Reid, Martin Heidegger, Richard Swinburne, Alvin Plantinga, Alexander Preuß und René van Woudenberg.

Modal-epistemisches Gottes Argument

Rutten machte international Schlagzeilen, weil er ein Original war Argument für die Existenz Gottes eingeführt.[4] Er nennt es ein „Argument“ und keinen „Beweis“, weil seiner Meinung nach keine philosophische Argumentation wasserdicht ist. Darin bedient er sich der sogenannten, in der analytische Philosophie gewöhnlich, Modale Logik. Das richtige Verständnis des Arguments erfordert grundlegende Kenntnisse der Modallogik und der Erkenntnistheorie.

Sein „modal-epistemisches Gottesargument“, wie Rutten das Argument genannt hat, lässt sich wie folgt umschreiben.[5] Die grundlegende Prämisse ist, dass, wenn die Wahrheit einer Aussage unmöglich ist, diese Aussage falsch sein muss. Dies ist verbunden mit der Aussage, dass es unmöglich ist zu wissen, dass Gott nicht existiert. Das muss falsch sein, also existiert Gott.

  1. Für alle p, wenn p notwendigerweise unerkennbar ist, dann ist p notwendigerweise falsch.
  2. Der Satz „Gott existiert nicht“ ist notwendigerweise unerkennbar.
  3. Ergo: "Gott existiert nicht" ist zwangsläufig falsch.
  4. Ergo: Es ist notwendigerweise wahr, dass Gott existiert.

Eine mögliche Paraphrase des Arguments sieht so aus.[6] Axiom 1 kann paraphrasiert werden, wenn nichts perfekt versteckt werden kann. Es muss nicht wirklich entdeckt werden, kann es aber im Prinzip. Sie können sich immer ein Szenario vorstellen, in dem es entdeckt wird. Axiom 2 besagt (in dieser Paraphrase), dass die Nichtexistenz Gottes verborgen werden kann; Gott ist von einer so anderen Ordnung, dass man sich immer ein Szenario vorstellen kann, in dem er existiert, egal wie begehrt er ist. Die logische Kombination dieser beiden Axiome führt zu dem Schluss, dass Gott daher existiert.

Laut Rutten hält das Argument gut gegen Objekte (Einwände). Nach einem bekannten Einwand wäre es beispielsweise nicht möglich zu wissen, dass Gott existiert. Und wenn das der Fall ist, dann ist die Existenz Gottes nach der Argumentation notwendigerweise falsch. Rutten antwortet, indem er sagt, dass es überhaupt nicht unmöglich ist zu wissen, dass Gott existiert. Eine Welt ist vorstellbar, in der nur Gott existiert. In dieser Welt gibt es mindestens eine Person, die weiß, dass Gott existiert, nämlich Gott selbst. Laut Rutten funktioniert die Umkehrung des Arguments nicht.

Der zweite bekannte Einwand gegen das Argument ist die Ansicht, es sei auch nicht bekannt, dass z fliegendes Spaghettimonster, ein fliegende Teekanne oder ein unsichtbares Einhorn ist nicht vorhanden. Und wenn das stimmt, dann müssen diese Wesen nach dem Argument notwendigerweise existieren, was das Argument scheitern lässt. Dass es beispielsweise das fliegende Spaghettimonster nicht gibt, ist laut Rutten aber keineswegs ausgeschlossen. Denkbar ist zum Beispiel eine mögliche Welt, in der Gott existiert und beschließt, nichts zu erschaffen. In einer solchen Welt gibt es jemanden, der weiß, dass das fliegende Spaghettimonster nicht existiert, nämlich Gott selbst.

Persönlich

Rutten lebt in Amsterdam und hat eine Tochter.

Literaturverzeichnis

  • Eine kritische Bewertung zeitgenössischer kosmologischer Argumente: Auf dem Weg zu einem erneuten Argument für Theismus (2012, These)
  • Und so existiert Gott: Die besten Argumente (2015, mit Dr. Jeroen de Ridder)
  • Gedanken (2017)
  • Das rhetorische Wissen (2018)
  • Kontra Kant. Zurückgewonnener Raum für Transzendenz (2020)

Externe Links

Literatur

  • „Ein modal-epistemisches Argument für die Existenz Gottes“, Radix 2012:3, p. 206-215.