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EIN Stärkefabrik (veralteter Name) oder Stärkefabrik ist eine Fabrik, in der stärkehaltig Produkte zu Stärke verarbeitet und Gluten, und ggf. die Stärke wieder zu Stärke.
Zu den Rohstoffen gehören: Weizen(Mehl), GetreideMais(Mehl) und Reis(Mehl). Andere Stärken (von Kartoffeln, Süßkartoffeln, Maniok, Tapioka, Arrowroot und sag) können grundsätzlich verwendet werden, jedoch werden diese Stärken in der Regel für Lebensmittelzwecke oder zur industriellen Weiterverarbeitung verwendet.
Trennung von Weizenstärke und Gluten
Körner (Weizen) enthalten einen großen Anteil Protein. Diese wird durch verschiedene Techniken von der Stärke getrennt.
Ursprünglich geschah dies von Fermentation, wobei die Körner in Wasser quellen gelassen und dann unter Zugabe von lauwarmem Wasser zerkleinert werden. Die Gegenwart darin Milchsäurebakterien einen Gärungsprozess verursachen, bei dem Milchsäure das löst die Proteine auf. Anschließend findet ein Spülprozess statt, bei dem die Stärke vom Abfallprodukt getrennt wird, das hauptsächlich Kleie und wird als Tierfutter verwendet.
Außerdem ist bekannt Alkaliprozess, bei welchem Natriumhydroxid wird verwendet, um die Proteine aufzulösen. Die Proteinlösung wird durch Sieben, Filtrieren und Zentrifugieren von der Stärke getrennt. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden. Durch Ansäuern mit Salzsäure ein (kleiner) Teil des Proteins, der Gluten, Niederschlag, und dieser kann gewaschen und getrocknet werden.
Ab 1881 wurden Verfahren eingesetzt, die auch die Glutenausbeute steigerten. Weizenkörner können bis zu 19% Gluten enthalten. Diese Verfahren sind: Das Quellkornverfahren und das Martin-Verfahren.
Bei der Quellkornmethode grain das aufgequollene Granulat wird zerquetscht und mit Wasser zu einer teigartigen Rolle geknetet, die kontinuierlich mit Wasser besprüht wird. Die Stärke wird außen weggewaschen und durch kontinuierliches Kneten kann man schließlich eine stärkehaltige Glutenrolle hinterlassen. Die ausgewaschene Stärke wird fermentiert, um den Rest des Glutens zu entfernen, und schließlich getrocknet.
Bei der Martin-Prozess basiert nicht auf Getreide, sondern auf Mehl. Dieser wird mit kaltem Wasser zu einem Teig geknetet, woraufhin die Glutenfraktion das Wasser aufnimmt und die Stärke mit Wasser abgewaschen wird. Zurück bleibt eine Glutenfraktion, die 70 % Wasser und nach dem Trocknen 70-80 % Protein enthält. Das Stärkewasser wird gesiebt und dann aufkonzentriert und durch Zentrifugen getrennt.
Produkte
Weizenstärke wurde früher oft als Stärke, als Garnverstärker für die Kettfäden während der weben und wenn Schlichtemittel während der Bügeln bis zum Textilindustrie und von Privatpersonen sowie in der Klebstoffindustrie. Um einen glänzenden Effekt zu erzielen, Borax, sich unterhalten oder war mal der Stärke zugesetzt, Weizenstärke wird im Jahr 2015 hauptsächlich als Rohstoff für Glucosesirup und in der Papierindustrie.
Früher war Weizengluten Rohstoff für die Herstellung Mononatriumglutamat, ein Geschmacksverstärker zum Beispiel für Suppen und Brühen. Sie werden im 21. Jahrhundert hauptsächlich als Weizen verwendetMehlverbesserer im Brot, um eine bessere Backqualität zu erzielen.
Stärkefabriken
Ende des 16. Jahrhunderts, in Wurmkur im Nordholland eine Stärkeindustrie. Auch in Koog aan de Zaan im 17. Jahrhundert waren mehrere Weizenstärkeproduzenten aktiv. Im ganzen Zaanstreek waren um diese Zeit ungefähr 30 Handwerker Stärkefabriken. Die Industrie entstand vermutlich durch die Ansiedlung im Gebiet der geflohenen Flamen Mennoniten mit Erfahrung in Tuchindustrie. Ab dem 20. Jahrhundert wurde die Industrie industrieller und Mais wurde zum Hauptrohstoff.[1]
Um 1913 gab es in den Niederlanden acht Stärkefabriken, ausgenommen die Kartoffelmehlfabriken.
Bekannte Stärkefabriken in Belgien und den Niederlanden:
Auf Weizenbasis:
- De Arend, ehemals Het Varken, von Arend Latenstein van Voorst te Oostzaan
- P. Avis Stärkefabrik in Oostzaan
- Stärke und Aluronate-Fabrik von Fa. Jacob Duyvis, Koog aan de Zaan[2]
Basierend auf Mais:
- Stärkefabrik "De Bijenkorf" zu Koog aan de Zaan (1895-)
- Stärkefabrik Hollandia zu Nimwegen (1910-2007, ab 1926 auch auf Weizenbasis, bis 1930 Mais und ab 1936 Reis)
- Stärke- und Glukosefabrik Sas van Gent (1911-)
Basierend auf Reis:
- Royal Rice Starch Factory v/h Duyvis & Co. zu Utrecht
- Roosendaal Stärkefabrik (1869-1929)
- Stärkefabrik Remy zu Wijgmehl, Belgien (1855-)
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |