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Air Berlin | |||||
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EIN Boeing 737-700 von Air Berlin | |||||
| Etabliert | 1978, als Air Berlin Inc. | ||||
| Erster Flug | 28.04.1979 | ||||
| Naben | Berlin-Tegel, Nürnberg, Düsseldorf, Palma de Mallorca | ||||
| Flotte | 135 (Mai 2017) | ||||
| Vielfliegerprogramm | Top-Bonus | ||||
| Allianz | Eine Welt | ||||
| Muttergesellschaft | Air Berlin-Gruppe | ||||
| Hauptquartier | Berlin, Deutschland | ||||
| Schlüsselfiguren | Wolfgang Prock-Schauer (CEO) Ulf Huttmeyer (Finanzvorstand) Christoph Debus (COO) Elke Schütt (CLA) Helmut Himmelreich (CMO) Thomas Ney (CPO) | ||||
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Air Berlin, vollständig Air Berlin AG & Co. Luftverkehrs KG, war von 1978 bis Oktober 2017 eine deutsche Fluggesellschaft und nach der Lufthansa die drittgrößte in Deutschland. Am 15.08.2017 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Der letzte Passagierflug fand am 27. Oktober 2017 statt.
Air Berlin war ein Billigfluggesellschaft, die Passagiere zu günstigen Preisen in europäische Städte und sonnige Urlaubsziele beförderte. Neben Linienflügen beförderte Air Berlin im Auftrag niederländischer oder deutscher Reiseveranstalter auch Passagiere auf Charterbasis zu verschiedenen Urlaubszielen. Als Corporate Identity verwendet Air Berlin Dunkelrot und Weiß.
Geschichte
1970-1979
Im Juli 1978 im US-Bundesstaat Oregon Air Berlin Inc. als Berliner Charterfluggesellschaft mit amerikanischer Lizenz (FAA) gegründet, denn nach dem Zweiter Weltkrieg Bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 durften nur Flugzeuge der Siegermächte nach West-Berlin fliegen. Der offizielle Sitz der Fluggesellschaft war Miami im Florida. Der Erstflug der Fluggesellschaft fand am 28. April 1979 mit einem Boeing 707 von Berlin nach Palma de Mallorca. Air Berlin hat sich auf Ziele im Mittelmeer spezialisiert. Bis zum Betriebsende war Mallorca das Hauptziel von Air Berlin.
1990-1999
Nach der deutschen Wiedervereinigung erlosch auch die Lufthoheit der Alliierten, so dass ein Genehmigungswechsel zum Luftfahrt-Bundesamt (LBA) notwendig wurde. April 1991 wurde die Fluggesellschaft in Air Berlin GmbH & Co. Luftverkehrs KG. In der Folgezeit änderte der Firmenchef Joachim Hunold das Firmenprofil grundlegend. Die vormals kleine Charterfluggesellschaft wuchs nach und nach zur zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands mit ähnlichem Netzwerk. Seit 1999 ist Air Berlin Mitglied der Internationaler Luftverkehrsverband (IATA).
2000-2009
2004 hat Air Berlin zusammen mit der österreichischen Fluggesellschaft NIKIA die erste europäische Low-Fare-Allianz. Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat Air Berlin ihre Gesellschaftsform von GmbH & Co. KG in SPS & Co. KG. Das Erstangebot des Unternehmens fand am 11. Mai 2006 statt. Am 17. August 2006 gab Air Berlin ihre Teilnahme bekannt dba übernehmen würde. Dba fungierte dann noch einige Zeit als eigenständige Tochtergesellschaft, doch seit April 2007 ist das Unternehmen vollständig in Air Berlin integriert und als Marke vom Markt verschwunden.
Am 27. März 2007 gab Air Berlin die Übernahme des deutschen Industrieunternehmens bekannt LTU. Der Markenname LTU wurde teilweise beibehalten, jedoch nur für die interkontinentalen Ziele. Die südeuropäischen Ziele wurden in das Streckennetz von Air Berlin integriert. Am 20. September 2007 wurde bekannt, dass Air Berlin Berlin dba auch die deutsche Fluggesellschaft Kondor übernehmen wollte. Diese Akquisition soll 2010 vollständig abgeschlossen werden, eine Genehmigung der Kartellbehörden liegt jedoch noch nicht vor. Ebenfalls im Jahr 2007 erwarb Air Berlin einen Anteil von 49 % an den schweizerisch Fluggesellschaft Belair Airlines AG.
2008 wurde das Logo von Air Berlin geändert und die Flugzeuge erhielten eine andere Farbgebung.
2009 haben Air Berlin PLC und TUI Travel PLC eine langfristige strategische Allianz für ihr deutsches Flugzeuggeschäft geschlossen. Mit Wirkung zum Winterflugplan 2009/10 hat Air Berlin das City-Air-Netz von TUIfly übernommen.[1]
2010-2017
Am 27. Juli 2010 kündigte Air Berlin ihren Beitritt zur Airline-Allianz an Eine Welt.[2] Ab November 2010 bot Air Berlin Flüge mit American Airlines und Finnair Auf. Am 20. März 2012 wurde Air Berlin endlich Vollmitglied von Oneworld.
Im Dezember 2011 erhöht Etihad Airways ihren Anteil an Air Berlin von 2,9% auf 29,2%. Air Berlin gab 29 Millionen neue Anteile von dem Etihad für 73 Millionen Euro kaufte. Etihad stellte außerdem ein Darlehen in Höhe von 255 Millionen US-Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren bereit. Mit dem Geld will Air Berlin die Flotte erweitern.[3] Neben einem Codeshare-Vereinbarung Mit Etihad verlegte Air Berlin auch Flüge in den Nahen Osten von Dubai zu Abu Dhabi, das Nabe von Etihad.[3]
Nach dem deutlichen Verlust im Jahr 2013 ist eine Stärkung der Eigenkapital notwendig. Im März 2014 stimmte Etihad zu, a Wandelanleihendarlehen 300 Millionen Euro.[4] Eine Frist für die Umwandlung dieser Schuldverschreibungen in Aktien ist nicht festgelegt und das aufgenommene Kapital kann als Teil des Eigenkapitals von Air Berlin angesehen werden.[4]
Im Dezember 2016 verkaufte Air Berlin ihre Beteiligung an NIKI für 300 Millionen Euro an Etihad.[5] Air Berlin war defizitär und konnte das Geld gut gebrauchen. Etihad wurde fast 50 % Eigentümer von NIKI und würde zusammen mit der NIKI Privatstiftung alle Anteile in eine neue übertragen Gemeinschaftsunternehmen mit TUIfly Deutschland.[5] NIKI übernimmt ab Sommer 2017 fast alle europäischen Ferienflüge von Air Berlin. Air Berlin verfügte über ein begrenztes europäisches Geschäftsnetz und eine Reihe von Fernzielen in Amerika.[5]
Am 15. August 2017 hat Air Berlin danach gefragt Konkurs Auf.[6] Die Bundesregierung hat bis zum 28. Oktober einen Überbrückungskredit in Höhe von 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Flüge vorübergehend fortzusetzen und so zu verhindern, dass Air Berlin-Kunden mitten in der Urlaubszeit festsitzen. Lufthansa sofort Interesse an der Übernahme des Vermögens oder zumindest eines Teils davon gezeigt hat. Zuvor hatte der Großaktionär Etihad, der das Unternehmen unterstützte, bereits angekündigt, es einzustellen. Aufgrund der Insolvenz haben Air Berlin und NIKIA im Oktober 2017 zurück aus dem Eine WeltAllianz.[7] Der letzte Flug wurde am Freitag, 27. Oktober 2017 durchgeführt.[8]
Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass Lufthansa viele Aktivitäten der insolventen Air Berlin übernommen hat.[9] Die Übernahme betrifft die NIKI und die Luftfahrtgesellschaft Walter mbH (LGW). LGW hatte 870 Mitarbeiter und 17 Bombardier Dash 8 Q400 und 13 Airbus A320. NIKI hatte 830 Mitarbeiter und 20 Airbus A320-Flugzeuge. Sie stärken die Lufthansa Eurowings. Lufthansa hat bereits 38 Flugzeuge von Air Berlin geleast. Lufthansa rechnet mit bis zu drei Monaten für die Europäische Union hat der Übernahme zugestimmt.[9] Ende Oktober wurde auch bekannt gegeben, dass easyJet übernahm 24 Airbus-Flugzeuge zum Ausbau der Berliner Basis. Etwa 1.000 Air Berlin-Mitarbeiter wechselten mit ihnen.[10] Insgesamt beschäftigte Air Berlin im August 2017 144 Flugzeuge und 8.000 Mitarbeiter.[9] Aufgrund der Insolvenz ist das Unternehmen aus dem SDAXAktienindex entfernt. Rund neun Monate nach dem letzten Flug haben rund 85 % der 8.000 ehemaligen Mitarbeiter von Air Berlin einen neuen Arbeitsplatz gefunden.[11] Sie fanden Arbeit bei anderen Fluggesellschaften wie Eurowings, easyJet und Ryanair.
Ergebnisse
| 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio. €) | 863 | 1034 | 1215 | 1575 | 2537 | 3401 | 3240 | 3724 | 4227 | 4312 | 4147 | 4160 | 4082 | 3785 |
| Ergebnis (in Mio. €) | 36,7 | −2,9 | −115,9 | 40,1[12] | 21,0 | -75,0 | -9,5 | −97,2 | -271,8 | 6,8 | -315,5 | -376,7 | -446,6 | -781,9 |
| Anzahl der Angestellten | 1956 | 2146 | 2764 | 4108 | 8360 | 8311 | 8278 | 8900 | 9113 | 9284 | 8905 | n.b. | 8869 | 8481 |
| Passagiere (×1000) | - | - | 17 505 | 19 702 | 27 863 | 28 559 | 27 911 | 33 593 | 35 300 | 33 346 | 31 536 | 31 726 | 30 249 | 28 921 |
| Sitzplatzbelegung | - | - | 75,2% | 75,3% | 77,2% | 78,4% | 77,3% | 76,8% | 78,2% | 79,8% | 81,1% | 83,5% | 84,2% | 84,3% |
| Flugzeug zum Jahresende | 46 | 47 | 79 | 117 | 124 | 125 | 152 | 169 | 170 | 155 | 140 | 149 | 153 | 139 |
Flotte

Zum 31. Mai 2017 bestand die Flotte von Air Berlin aus den folgenden Flugzeugen.
| Art | Nummer | Sitzplätze (Business/Economy) |
|---|---|---|
| Airbus A319-100 | 11 | 150 (0/150) |
| Airbus A320-200 | 66 | |
| Airbus A321-200 | 7 | 210 (0/210) und 212 (0/212) |
| Airbus A330-200 | 17 | |
| Boeing 737-700 | 5 | 148 (0/148) |
| Boeing 737-800 | 9 | 186 (0/186) |
| Bombardier Dash 8 Q400 | 20 | 74 (0/74) und 76 (0/76) |
| Gesamt | 135 |
Auszeichnungen
- Telegraph Travel Award 2008[13]
- Weltreisepreis 2008[14]
- Europäischer Wirtschaftspreis 2009[13]
- oekom research 2009[13]
- Geschäftsreisepreis 2010[15]
- Spanien Tourismuspreis (STAR) 2010[13]
- Skytrax World Airline Award 2010[16]
- Dänischer Reisepreis 2010[13]
- Franz-von-Mendelssohn-Medaille 2010[13]
- TravelPlus Airline Amenity Bag Awards 2011[13]
- Markenpreis 2011[13]
| Deutsche Fluggesellschaften | ||||||||
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| Mitglieder von Eine WeltAllianz | ||||||||||
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