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Jan Ingenhoven | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Johannes Theodorus Ingenhoven | |||
| Geboren | 19. Mai 1876 | |||
| Verstorben | 20. Mai 1951 | |||
| Land | ||||
| Arbeit | ||||
| Beruf | Komponist, Dirigent | |||
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Johannes Theodorus (Jan) Ingenhoven (Breda, 19. Mai1876 - Hoenderloo, 20. Mai1951), war ein NiederländischKomponist und Dirigent.
Leben und Arbeiten
Er war der Sohn des Brotbäckers Cornelis Johannes Ingenhoven und Mechelina Paulus. Er wurde in einer hochbegabten Familie geboren Amateurmusiker. Sein Vater spielte Oboe und Violine und ein Onkel spielte lobenswert Saxophon. Jan hat früh gespielt Klarinette und sang in a Chor. In jungen Jahren war er he Chorleiter in Breda und Dordrecht. 1902-1903 studierte er Harmonie und Kompositionstheorie Biene Ludwig Felix Brandts kauft. Nach seiner Heirat mit Johanna Hermine Frantzmann im Jahr 1905 ließ er sich auf Anraten von Bernard Zweers im München. Dort setzte er sein Studium fort Felix Mottl, der ihn in die Musik von . einführte Wagner.
Ingenhoven war ein Propagandist der niederländischen Musik. 1906 organisierte er in München ein 'Holländisches Musikfest' mit Werken von Alphons Diepenbrock, Johan Wagenaar, Carl Smulders und er selbst. 1907 tat er in Berlin das gleiche, mit arbeit von Anna Cramer, Kor Kuiler, Cornelie van Oosterzee und wieder Wagenaar und er selbst.
In den Jahren 1906-1909 dirigierte er den Münchner Orchesterverein und das Philharmonische Orchester. 1909-1912 leitete er die Münchner Madrigalvereinigung, mit der er erfolgreich he Touren von Europa gemacht. Außerdem wurde er regelmäßig zu Gastdirigenten in ganz Europa eingeladen, u. a. von der Residenz Orchester. Er spezialisierte sich auf die Musik von Mozart, sondern stellte auch eine bahnbrechende Arbeit vor wie DebussysPrelude à l'après-midi d'un faune in den Niederlanden und arbeitet von Diepenbrock im Ausland.
In seinen frühen Jahren schrieb Ingenhoven Orchesterwerke und Kammermusik in einem spätromantisch Stil, der dem von ähnelt Franz Schmidt, Richard Strauss und Alexander Zemlinsky. Seine Chormusik aus der gleichen Zeit ist origineller. Von seiner Vorliebe für komplizierte Polyfonie scheint von beiden beeinflusst zu sein Renaissancemusik als sein Zeitgenosse Max Reger.
Er verbrachte die Jahre nach 1915 in Schweiz zum Thunersee und in Paris. Französische Musik, insbesondere die von Debussy, hatte einen gewissen Einfluss auf seinen Stil, insbesondere dort, wo die Timbre besorgt, zeigte aber dennoch einen starken eigenen Charakter, der sich unter anderem in den oft verwendeten polymetrisch. Sein Werk wendet sich zunehmend von der Romantik ab und zeigt einen modernen „objektiven“ Stil mit transparentem Klangbild.
Nach dem Tod seiner Frau 1929 komponiert Ingenhoven kaum mehr, obwohl einige unvollendete Fragmente aus den 1940er Jahren erhalten sind. 1937 schenkte er sein Schweizer Haus der Niederländischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik. Er lebte für kurze Zeit Darmstadt, ließ sich aber Ende der 1930er Jahre wieder in den Niederlanden nieder. Er führte ein zurückgezogenes Leben auf der Veluwewo er 1951, einen Tag nach seinem 75. Geburtstag, starb.[1]
Anerkennung
Ingenhovens Qualitäten als Dirigent wurden hoch geschätzt. Vor allem seine Auftritte mit dem Madrigalchor aus München waren sehr erfolgreich. Er erhielt auch Angebote (die er ablehnte), Chefdirigent zu werden. Dennoch liegt seine Bedeutung für die niederländische Musik vor allem in seinen Kompositionen, die ihren eigenen Charakter aufweisen. Mitkomponisten wie Matthijs Vermeulen, Willem Landre und Daniel Ruyneman drückten ihre Bewunderung für die Originalität von Ingenhovens Werk aus. Vermeulen nannte ihn "einen genialen Künstler (...), der Schönberg übertrifft in vielerlei Hinsicht“.[2]. Ruyneman, der eine Broschüre über ihn schrieb, erkannte Herkend Impressionist Eigenschaften in der "subtilen Leichtigkeit und der Radierung wie Linienkreuzungen" seiner Musik.
Ingenhoven selbst tat wenig, um seine Kompositionen zu fördern.[3] Sie wurden zu seinen Lebzeiten selten aufgeführt und erst nach seinem Tod. Auch im 21. Jahrhundert taucht er nur noch sporadisch in den Konzertprogrammen auf. Sein Symphonie Nr. 2 1915 fand eine Aufführung des Concertgebouw-Orchester geführt von Evert Cornelis. Die Uraufführung fand während eines Nachmittagskonzerts am 12. September 1915 in einem ansonsten französischen Programm mit Werken von Hector Berlioz, Claude Debussy, Camille Saint-Saens und Emmanuel Chabrier. Aufnahmen seiner Werke sind eine Rarität.[4] Dennoch gilt er unter Kennern als einer der begabtesten niederländischen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.[5]
Arbeitsliste
- Quatre Quatuors à voix mixtes sans Begleitung: O bone Jesu - Ave verum - Nous n'irons plus au bois - Rondel (1903-09), für Chor A cappella
- Symphonisches Tonstück Nr. 1 "Lyrik" für kleines Orchester (1905)
- Symphonische Fantasie über "Zarathustras Nachtlied" (1906)
- Symphonisches Tonstück Nr. 2 "Drama" für Orchester (1907)
- Drei Sätze für Streichquartett (1907-08)
- Zwei Lieder mit Klavierbegleitung: Abendständchen - Der träumende See (1908)
- Symphonisches Tonstück Nr. 3 "Romantik" für kleines Orchester (1908)
- Die Vier des Heiligen Johannes (Guido Gezelle), für Chor a cappella (1909)
- Klaus Tink, Ballade für Bariton und kleines Orchester (1909)
- Abendlied für Sopran und Klavier (1909), Anhang zu Der grüne Amsterdammer ab 1. Mai 1915
- Nordische Landschaft (3 Sätze), für Männerstimmen, Soli und Orchester (1910)
- Brabant und Holland, symphonische Fantasie für Orchester (1910-11)
- Liebe, für 4-stimmigen Frauenchor (1911)
- Streichquartett in einem Satz (1911)
- Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott (1911)
- Und diese Nacht (Clemens Brentano), für gemischten Chor oder Frauenchor a cappella (1911)
- Drittes Streichquartett (1912)
- Symphonisches Konzert für Violine, Cello, Klavier und Kammerorchester (1912-13)
- Weichei (Guido Gezelle), für 4-stimmigen Chor a cappella (1913)
- Sonate für A-Klarinette und Klavier (1916-17)
- Sonate Nr. 1 für Cello und Klavier (1919)
- Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier (1919-20)
- Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier (1921)
- Sonate Nr. 2 "Quasi una fantasia" für Cello und Klavier (1922)
- Vier Stücke für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, 2 Hörner, Pauken und Streicher (1924)
- Drei Sätze für 3 Klarinetten, 3 Oboen und Klavier (1924-25); auch Versionen mit alternativen Besetzungen
- Kammermusik für Klarinette und Streichtrio oder Streichorchester (1926)
- Der wilde Wind (Guido Gezelle), für Männerchor a cappella (1926)
- Welch ein Schweigen, für Männerchor a cappella (1927)
Aus den Jahren 1942-44 datieren unvollendete Fragmente unter anderem von drei Stücken für Klarinette und Klavier, u.a Konzertstück für Violine solo, Klarinette, Schlagzeug und Bläser und a Vorspiel, Zwischenspiel und Finale für Bläser und Harfe, an denen er bis 1949 arbeitete.
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