WikiDer > Samtgemeinde Liebenau
Samtgemeinde in Deutschland | |||
| Ort | |||
| Zustand | |||
| Landbezirk | Nienburg/Weser | ||
| Koordinaten | 52° 36′ N, 09° 6′ O | ||
| Allgemeines | |||
| Oberfläche | 72 km² | ||
| Einwohner(31-12-2018[1]) | 6.149 (85 Einwohner/km²) | ||
| Bürgermeister | Walter Eisner | ||
| Wirtschaft | |||
| GewSt Hebesatz | % ([2]) | ||
| Andere | |||
| Nummernschild | NIE | ||
| Samtgemeinde | 3 Gemeinden | ||
| Gemeindenummer | 03 2 56 5405 | ||
| Webseite | www.liebenau.com | ||
Standort der Samtgemeinde Liebenau in Nienburg/Weser | |||
| |||
Das Samtgemeinde Liebenau ist ein Samtgemeinde in dem Deutsche Zustand Niedersachsen. Es ist eine Partnerschaft von drei kleineren Gemeinden in der Mitte von Kreis Nienburg/Weser. Die Tafel befindet sich in Liebenau.
Die Gemeinde hat eine besondere Verwaltungszusammenarbeit mit zwei Nachbarländern Samtgemeinden, nämlich die Samtgemeinde Marklohe und Steyerberg. Diese Zusammenarbeit heißt Zweckverband „Leftes Weserufer“ .
Teilnehmende Gemeinden
In Klammern die Einwohnerzahl zum 31. Dezember 2018.
- Innerhalb (1.010), inkl. der Dörfer Bühren und Glissen
- Liebenau (3.877)
- Pennigsehl (1.262), inkl. der Dörfer Mainsche und Hesterberg
Lage, Verkehr, Transport
Die Gemeinde liegt am Westufer des Weser, Wert Große Aue endet darin. Auch durch die Stadt Liebenau selbst fließt die Große Aue.
Das Bundesstraße 214Nienburg/Weser -Diepholz verläuft durch den Norden der Samtgemeinde.
Der nächste Bahnhof, an dem Personenzüge halten, ist Te Nienburg/Weser (von dort verkehren noch Güterzüge zum Bahnhof Liebenau, der für den Personenverkehr gesperrt ist). Der öffentliche Verkehr von, nach und innerhalb der Samtgemeinde beschränkt sich auf den Busverkehr mit Ausrichtung auf Nienburg/Weser. Die meisten Buslinien verkehren nur an Wochentagen und außerhalb der Schulferien. Sie sollen Gymnasiasten aus der Gemeinde zur und von der Schule fahren. Viele Pendler in der Gemeinde reisen mit dem Auto oder Fahrrad an. Die Gemeinde fördert nachdrücklich die Nutzung von Fahrrädern.
Wirtschaft
Im Wald westlich von Liebenau auf dem Gelände des ehemaligen Eibia-Komplex (siehe unten) Ein großer Solarpark wurde errichtet Die Gemeinde verfügt über mehrere Industriestandorte mit einer Vielzahl kleiner und mittlerer Unternehmen. Plastik Produkte und Beton. Der Sandabbau erfolgt entlang der Weser und der Großen Aue.
Die Gemeinde hat einiges, insbesondere in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, den Fahrradtourismus gefördert.
Geschichte
Der Ort, an dem Liebenau liegt, zwischen niedrigen Hügeln und an der Mündung eines kleinen Flusses in einen großen, wurde Junge Steinzeit bewohnt. An der Großen Aue ist dazwischen 1953[3] und 1988 a Grabfeld entdeckt, wo Sachsen im Zeitraum von ca. 400 bis um 800 ANZEIGE haben mindestens 550 Tote begraben. Die zahlreichen dort ausgegrabenen Grabfunde befinden sich heute im Museum von Nienburg/Weser.Auch nach dem Christentum während Karl der Große es gab eine sächsische Siedlung. runden 900 die erste Kirche wurde gebaut. Bald darauf ist die Rede von einem Saint Laurentius geweihte Kirche. Dieser gilt unter anderem als Schutzpatron der Schmiede. Vom Mittelalter bis ca. 1850 war Liebenau bekannt für die gute Qualität der . von den ortsansässigen Schmieden Sensen. Viele Frauen hatten bis zu ca. 1800 eine Existenz als Klöpplerin. St. Laurentius schmückt es immer noch Gemeindewappen aus Liebenau. Liebenau ist ein Fleck (Siedlung), d.h. der Ort in der Vergangenheit Marktrecht hat erhalten, aber nie vollständig Stadtrecht. Der Ort aus dem Mittelalter bis zum Napoleonische Zeit Teil mehrerer Landkreise, einschließlich der Fürstentum Minden bis 1346 und danach die Landkreis Hoya bis ca. 1512. Drei Burgen wurden von den Ortsherren genutzt, später hauptsächlich als Amtshaus (Zuhause für die Viscount oder Amtmannder Liebenau im Namen Liebenau regierte und verteidigte). Von zwei dieser Schlösser ist nichts übrig geblieben. dann ein 1870 Das wiederaufgebaute dritte Haus, Schloss Eickhoff, kam 1938 in den Besitz der Munitionsfirma Eibia und diente als Büro- und Vorstandshaus, während der Hitlerzeit als Schule für die Hitler-Jugend und nach dem Krieg bis 1978 als britisches Offizierskasino. Heute ist es ein geschlossenes Kloster der Rinzaic-Richtung der Japanischer Zen-Buddhismus. Um ihn herum befindet sich ein für Außenstehende nicht zugänglicher, japanischer Garten möbliert.
Eibia-Komplex und Nazi-Lager
Bis 1945
Im 1938 die Firma Wolff aufgekauft Bomlitz, die seit mehr als hundert Jahren Schießpulver und andere Sprengstoffe für seine Tochtergesellschaft, das Chemieunternehmen Eibia[4], unter anderem vom hiesigen Baron Von Eickhoff mehr als 1300 Hektar Land auf der Eickhoffer Heide westlich von Liebenau. Im 1939 begann hier der Bau der Munitionsfabrik mit dem Codenamen Karl. Bei Ausbruch des Zweiter WeltkriegAls der Bedarf an Schießpulver und Munition stark anstieg, war der Bau der Fabrik noch nicht abgeschlossen. Um den Abbau und die anschließende Produktion im Werk zu beschleunigen, wurden zu diesem Zweck Lager im Werk errichtet Zwangsarbeiter möbliert. Die Fabrik wurde Ende 1941 fertiggestellt und es folgten drei Jahre bis zum Frühjahr 1945, in denen die Fabrik insgesamt 40.000 Tonnen explosiven Raketentreibstoff für V-1's und V-2und produzierte Munition. Damit war Karl eine der größten Munitionsfabriken der Drittes Reich. 80 % der hier arbeitenden Arbeiter kamen aus dem Ausland, aus Frankreich und den Niederlanden[5] (Arbeitseinsatz), aber auch von damals Sovietunion. Für normales Personal sind die Wohngebiete Stein I und Stein II[6] gebaut, die noch stehen und heute einen Vorort von Liebenau bilden. Westeuropäische Häftlinge wurden in Steinbaracken untergebracht, osteuropäische Häftlinge in armen Holzbaracken. Arbeiter, die gegen die extrem strenge Disziplin verstießen, landeten in der Arbeitserziehungslager des Gestapo in Liebenau. Die Umstände in diesem Niedriger mit einer Kapazität von 500 Häftlingen waren etwa solche wie in a Konzentrationslager. Die Politik der Nazis war, dass die Osteuropäer schlechter behandelt wurden – schließlich waren sie es Untermensch- als die anderen und musste die gefährlichste und schwerste Arbeit verrichten. Im gesamten Komplex starben mehr als zweitausend, meist russische, Häftlinge während der NS-Zeit an Erschöpfung, Unterernährung, Missbrauch, Ruhr- und Typhus-Epidemien, und weil viele die Todesstrafe durch Erhängen über sich ergehen lassen mussten. Auf der Westseite des Komplexes, versteckt im Wald, befindet sich ein russischer Soldatenfriedhof, auf dem viele dieser Opfer begraben sind.
Nach dem zweiten Weltkrieg
Im April 1945 fiel der gesamte Komplex einschließlich der Munitionsfabrik in die Hände der Britische Armee. Das riesige Munitionsdepot wurde während der Kalter Krieg unverzichtbar für die NATO-Nationen. Unternehmen der (nicht mehr existierenden) Dynamit Nobel AG (1951-1977) und dann die Holländer Eurometall (1977-1994)[7] produzierte Munition und dazugehörige Militärgüter. Auf der riesigen Seite, die Bundeswehr bis um 1995 ein Munitionsdepot, das größte in Deutschland, von 1963 -1992 auch mit Atomwaffen. Alles, was mit diesem Militärkomplex zu tun hatte, war von einem Schleier der Geheimhaltung umgeben, auch wegen der Militärgeheimnis. Im 1999 begann mit der historischen Erforschung der EibiaTerrain. Im 2019 diese Untersuchung war noch im Gange. Die Seite ist da 1994 Es ist nun nicht mehr zugänglich, auch weil Gefahren unter anderem durch halb eingestürzte Gebäuderuinen auf dem Gelände, Bodenverschmutzung und möglicherweise vorhandene Blindgänger bestehen. Im 2019 Ein Teil des Geländes wurde von einem unbekannten privaten Großinvestor gekauft. Da ist auch ein Solarpark von mehreren Hektar.
Sightseeing, landschaftliche Schönheit, Tourismus
- Entlang der Weser wurde eine ehemalige Kiesgrube in ein Vogelschutzgebiet mit Schafwald in Entwicklung. Vom Radweg entlang des Flusses kann man das (unzugängliche) Gebiet überblicken und mit etwas Glück zahlreiche seltene Vogelarten beobachten.
- Entlang und nahe der Weser verlaufen viele Radwege, auch für Mehrtagestouren; die Gemeinde fördert den Fahrradtourismus stark.
- Die Bergstraße verläuft östlich des Ortes Binnen, entlang dessen, was, mit etwas Übertreibung, die Binner Schlucht (Lücke) heißt. Der Rand von einigen Dutzend Metern hoch Moräne ist hier durch Erosion steil abgekalbt ins Wesertal.
- Was die Industrie zwischen 1938 und 1995 westlich von Liebenau von den Wäldern hinterlassen hat, ist einen Spaziergang wert.
- Die evangelisch-lutherische Laurentiuskirche in Liebenau, im Spätstil erbaut gotisch, datiert aus dem ersten Quartal des 16. Jahrhundert.
- Heimathaus Witten Hus, ein ehemaliger charakteristischer Bauernhof, ist das Lokal Regionalmuseum und Kulturhaus. Es ist auch eine beliebte Hochzeitslocation in der Gemeinde.
- die lokalen Köstlichkeiten, Spargel, gibt es seit ca. 1900 während Niedersachsen beliebt, auch auf den Speisekarten der Luxusrestaurants in der Ferne.
- Innerhalb und es ist in der nähe Bühren Beide haben eine schöne, mittelalterliche (evangelisch-lutherische) Dorfkirche Im Garten bei der Kirche von Binnen stehen mehrere Jahrhunderte alte, monumentale Bäume.
Bilder

Grabbeigaben aus dem altsächsischen Gräberfeld bei Liebenau (Museum Nienburg)

Ein Blick in Liebenau

Liebenau, Fachwerkhaus Erste Apotheke im Jahr 1720

Liebenau, Fachwerkhaus anno 1717

Liebenau, moderner Brunnen

Liebenau, evang. Lutherische St. Laurentiuskirche

Heimathaus (Heimatmuseum und Kulturhaus) Witten Hus

Schloss Eickhof (heute Zen-Kloster)

Kirche des Dorfes Binnen

450 Jahre alte Linde in Binnen te

Fachwerkscheune in Binnen
_IMG_8797.jpg/120px-Die_Kirche_in_Bühren_(Binnen)_IMG_8797.jpg)
Kirche in Bühren
Web-Links
- www.bildergalerie-diepholz.de/anlage_liebenau/index.html Website mit vielseitigen Informationen zur Geschichte der Eibia-Anlage in Liebenau
- www.martinuse.de/pulverfabrik Webseite zu dieser Munitionsfabrik mit Informationen über einen dort inhaftierten Holländer
- vintagepast.wordpress.com/2015/03/04/warshistories-werkkamp-steyerberg-in-liebenau Über einen niederländischen Zwangsarbeiter (1943) in Liebenau
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|
| Städte und Gemeinden in der Kreis Nienburg/Weser | |
|---|---|
unten · Innerhalb · Bucken · Diepenau · Drakenburg · Estorf · Augentropfen · Gandesberg · Hamelhausen · Haßbergen · Hassel (Weser) · Heemsen · Hilgermissen · hoya · Hoyerhagen · Husum · Landesbergen · Leese · Liebenau · Linz · Marklohe · Nienburg/Weser · Pennigsehl · Raddestorf · Rehburger Lokum · Rodewald · Rohrsen · Schweringen · steimbke · Steyerberg · Aktien · Stolzenau · Uchte · Sich warm laufen · verformen · Wietzen |