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Straßenbahn von Halberstadt | ||||
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Eine gelenkige Leoliner-Straßenbahn auf der Straßenbahnlinie 2 | ||||
| Grundinformationen | ||||
| Ort | Halberstadt, Deutschland | |||
| Transportsystem | Straßenbahn | |||
| Anfangsdatum | 28. Juni 1887 | |||
| Länge der Routen | 16,9 km | |||
| Anzahl der Zeilen | 2 | |||
| Anzahl Stationen | 25 | |||
| Zahl der Fahrzeuge | 5 (2015) | |||
| Spurweite | 1.000 mm | |||
| Darsteller | HVG Halberstadter Verkehrs-GmbH | |||
| Netzwerkkarte | ||||
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Das Straßenbahn von Halberstadt gehört neben der Straßenbahn von Naumburg und die Straßenbahn von dessau zu den kleineren Straßenbahnnetzen im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Straßenbahn fährt seit dem 2. Mai 1903 im Norden des 03 Harz befindet und zählt 42.000 Einwohner Halberstadt. Aufgrund unzureichender Investitionen und Wartung während der DDREnde der 1980er Jahre war das Überleben der Straßenbahn ernsthaft bedroht. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden die Gleise und Oberleitungen erneuert. Debatten über die Einstellung der Straßenbahn führten schließlich zu Gunsten der Straßenbahn, so dass im neuen Jahrtausend neue Niederflurstraßenbahnen vom Typ Leoliner bestellt. Damit ist das gesamte Netz nun auch für Reisende mit Behinderung zugänglich.
Die beiden Linien werden derzeit von der Halberstädter Verkehrs-GmbH betrieben. An Wochentagen gilt auf jeder Linie ein Viertelstundentakt. Die Filiale zu Job wird nur am Wochenende serviert.
Geschichte
Am 28. Juni 1887 wurde der Halberstadter Pferdebahn AG mit einer Pferdebahngesellschaft. Beide Linien begannen am Bahnhof, führten zum Fischmarkt und teilten sich dort auf. Eine Linie ging zum Johannistor, die andere zum Vogteiviertel. 1901 beschloss der Stadtrat die Elektrifizierung des Netzes und am 1. Juli 1902 übernahm die Stadt den Betrieb unter dem Namen Halberstädter Straßenbahn AG. Darüber hinaus wurden die beiden Straßenbahnendpunkte miteinander verbunden und eine Parallelstrecke in Richtung Bahnhof durch die Strombahn errichtet Walter-Rathenau-Straße und Richard-Wagner-Straße. Die Elektrifizierungsarbeiten wurden am 2. Mai 1903 mit dem Bau eines neuen Betriebshofes im Gröperstraße, in unmittelbarer Nähe des Umspannwerks. Am selben Tag wurden die elektrischen Straßenbahnen in Betrieb genommen. Die Anbindung vom Depot an das Netz erfolgte über schmale und enge Gassen der Unterstadt.
Der Betrieb begann mit neunzehn Fahrzeugen. Mit der Eröffnung der Strecke zum Erholungsgebiet Klusberge 1903 wurden ab 1904 sechs zusätzliche Fahrzeuge benötigt. 1908 wurde der Fuhrpark nochmals um zwei Fahrzeuge erweitert. Bis 1909 liebäugelte die Wirtschaftlichkeit des Netzes mit der Kostendeckungsgrenze, wurde aber fortan so entwickelt, dass es den Bedürfnissen der Reisenden entsprach und steigende Fahrgastzahlen bescherte.1909 umfasste das Netz folgende Linien:
- 1 Bahnhof – Magdeburger Straße – Fischmarkt – Bakenstraße – Grudenberg – Westendorf – Fischmarkt – Bahnhof
- 2 Bahnhof – Magdeburger Straße – Fischmarkt – Westendorf – Wilhelmstraße – Richard-Wagner-Straße – Bahnhof
- 3 Bahnhof – Magdeburger Straße – Fischmarkt – Hoher Weg – Gröperstraße – Friedhof (Friedhof)
- 4 Bahnhof – Magdeburger Straße – Fischmarkt – Westendorf – Grünenberg
- 5 Fischmarkt – Spiegelstraße – Westerhäuser Straße – Job
- 6 Friedhof – Hoher Weg – Fischmarkt – Spiegelstraße – Westerhäuser Straße – Job
Die sechs Linien hatten eine Gesamtleitungslänge von 23,3 km. Das Netz selbst hatte eine Gleislänge von 14,5 km. 1913 wurden 2,7 Millionen Passagiere befördert, doppelt so viele wie 1903.
Erster Weltkrieg
Das Erster Weltkrieg führte auch in Halberstadt zu Einschnitten. Die Hörer in der Straßenbahn wurden fast vollständig durch Kolleginnen ersetzt. Die Weltwirtschaftskrise führte zu einem Rückgang der Reisenden und der daraus resultierende Rückgang der Einnahmen führte sogar zur Abschaffung des Konkursverwalters am 1. Januar 1921. 1924 wurde der Betrieb auf dem Abschnitt Bahnhof – Magdeburger Straße – Fischmarkt eingestellt.
1925, nach der Einführung des Rentenmark, Straßenbahnbetrieb mit Empfänger wieder aufgenommen, auf drei Linien:
- 1 Bahnhof – Magdeburger Straße – Fischmarkt – Vogtei – Grudenberg – Westendorf –Fischmarkt – Bahnhof
- 2 Bahnhof – Richard-Wagner-Straße – Friedrich-Ebert-Straße – Spiegelstraße
- 3 (Friedhof – Hoher Weg -) Fischmarkt – Spiegelstraße – Herbingstraße – Job
Zweiter Weltkrieg
Ab 1931 wurden neue Fahrzeuge der Firma Lindner angeschafft. Trotz Kriegsausbruch wurden bis 1941 insgesamt elf Neufahrzeuge angeschafft. Außerdem wurde 1943 eine seit langem geplante neue Trasse eingeweiht. Doch am 8. April 1945 fiel neben der historischen Altstadt auch das fast komplette Straßenbahnnetz den Bomben zum Opfer.
Bereits am 18. August 1945 konnte der Betrieb auf der Strecke zwischen Friedhof und Fischmarkt. Im Sommer 1946 wurde das gesamte Netz, sogar die Strecke nach Job wieder in Betrieb. Am 1. Januar 1950 wurde die Ausbeutung der Stadtwerke Halberstadt übernommen von der Kommunalwirtschaftsunternehmen der Stadt Halberstadt (KWU) die am 1. Mai 1951 zu Gunsten der . wieder aufgelöst wurde VEB (K) Verkehrsbetriebe Halberstadt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1995



Ab Juni 1951 wurden die alten Straßenbahnen der Firma Lindner durch die neuen ersetzt LOWA- und später von der Gotha-Kraftfahrzeuge. 1953 wurde das neue Verwaltungsgebäude auf dem Friedhof in der Gröperstraße in Betrieb genommen. 1966 wurde der Ein-Mann-Betrieb eingeführt und seit dem 30. September 1976 sind die Straßenbahnen mit Abwertungseinrichtungen ausgestattet. Ende der 1970er Jahre wurde das Netz an mehreren Stellen saniert. So verschwand die Straßenbahn aus dem Magdeburger Straße und die Flugbahn im Breiten Weg wurde in die verschoben Kuhlinger Straße. Durch den Bau einer Wendeschleife und den Umbau der Haltestellen am Bahnhof wurde die Endhaltestelle geändert Holzmarkt die Straßenbahn ist auch aus dem verschwunden Fischmarkt.
Am 1. Januar 1982 wurde das Unternehmen VEB Städtischer Nahverkehr Halberstadt untergebracht in der VE Verkehrskombinat Magdeburg. So blieb es bis zu dem Beschluss, dass der Rat der Bezirk Magdeburg Bezirk am 25. Mai 1990. Nachdem die Stadt das verfallene Unternehmen wieder in Besitz genommen hatte, wurde beschlossen, die Straßenbahn zu behalten. Am 7. Dezember 1992 wurde die Halberstadter Verkehrs-GmbH etabliert. Inzwischen, seit 1991, wurde damit begonnen, die Gleise und Oberleitungen gründlich zu erneuern. 1992 wurde der Fuhrpark durch den Erwerb gebrauchter GT4-Straßenbahnen von Stuttgart und Freiburg im Breisgau, erneuert. Diese Gelenkstraßenbahnen ersetzten die zweiachsigen Straßenbahnen. Am 4. August 1993, Straßenbahnlinie 2 von der damaligen Endstation Vogte auf die neue Wendeschleife erweitert Sargstedter Straße im Wohngebiet Nordring.
Nach der Jahrhundertwende
Am 2. Mai 2003 wurde das 100-jährige Jubiläum der Halberstädter Elektrostraßenbahn gefeiert. In den Jahren 2003 bis 2005 sah die Zukunft der Straßenbahn nicht sehr rosig aus. Die Abschaffung des Straßenbahnbetriebs wurde im Gemeinderat immer wieder diskutiert, die Straßenbahn blieb jedoch stehen. Am 3. September 2005, mit dem damaligen Leoliner Fahrzeugbau Leipzig-GmbH (jetzt HeiterBlick GmbH) einen Vertrag über die Lieferung von fünf Leoliner Niederflurstraßenbahnen des Typs NGTW6-H unterzeichnet. Gleichzeitig wurde der Wiederaufbau der Friedrich-Ebert-Straße. Straße, Versorgungsleitungen, Gleise, Oberleitungen und Haltestellen wurden komplett saniert. Die erste Leoliner Straßenbahn für Halberstadt wurde auf der Verkehrstechnikmesse vorgestellt InnoTrans 2006. Am 13. Oktober 2006 wurde die Straßenbahn an das Verkehrsunternehmen übergeben und am 14. Oktober 2006 bei einem Tag der offenen Tür im Betriebshof der Öffentlichkeit vorgestellt. Die vier weiteren Straßenbahnen wurden bis Februar 2007 ausgeliefert und die fünf Leoliner-Straßenbahnen sind seit August desselben Jahres im Einsatz.
Seit dem neuen Fahrplan vom 26. August 2007 sind die Linien 1 und 2 verbunden. Am Bahnhof geht eine Linie in die andere über. Die nur an Samstagen, Sonn- und Feiertagen verkehrende Linie 3 wurde daraufhin eingestellt und die Strecke nach Klus in die Linie 2 integriert. Die Straßenbahnen der Linie 2 in Richtung Bahnhof verkehren dann ab dem Herbingstraße durch die Schleife Job. Reisende, die aus Richtung Bahnhof kommen, können an der Haltestelle Herbingstraße die Richtung ändern Job. Seit 19. Oktober 2009 wird das täglich gefahrene Netz komplett neu aufgebaut.
Im Stadtrat vom 7. Juli 2011 wurde beschlossen, die Einstellung des Straßenbahnbetriebs zu prüfen. Bei der Diskussion um den Stadthaushalt 2015 wurde die Einstellung der Straßenbahn auf etwa 2025 verschoben.[1]
Aktuelles Netzwerk
| Linie | Abfahrtshaltestelle | Route | Endstation | Hinweis |
| 1 | Bahnhof | Heinrich-Heine-Platz – Fischmarkt – Holzmarkt – Zuckerfabrik | Friedhof | fährt nur Montag bis Samstag |
| 2 | Bahnhof | Heinrich-Heine-Platz – Landratsamt – Herbingstraße (– Klus – Herbingstraße) – Westerhäuser Straße – Holzmarkt – Vogtei | Sargstedter Straße | nur am Wochenende über Klus |
Die Straßenbahnlinien verkehren von Montag bis Freitag zwischen 5 und 20 Uhr. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist der Service zwischen 5 und 18.30 Uhr eingeschränkt.
Da nur fünf Leoliner zur Verfügung stehen und auch an Wochentagen fünf Straßenbahnen für den Viertelstundentakt benötigt werden, kommt bei einem Straßenbahnausfall, beispielsweise aufgrund eines Defekts, eine Hochflurstraßenbahn vom Typ GT4 zum Einsatz. Die Fahrten, die eventuell durch diese alten Hochflurstraßenbahnen ersetzt werden müssen, sind im Fahrplan ebenfalls als solche gekennzeichnet.
Fahrzeuge
Beschäftigt
- 5 Gelenk-Niederflurstraßenbahnen NGTW6-H Leoliner, nummeriert von 1 bis 5
- 3 Gelenkstraßenbahnen GT4 mit den Nummern 164 (ehemals Freiburg 106), 167 (ehemals Nordhausen 91 und Freiburg 110) und 168 (ehemals Nordhausen 92 und Freiburg 111)
- 1 Gelenkstraßenbahn GT4, Nummer 156 (ehemals Stuttgart 550)
Historische Straßenbahnen und Sonderfahrzeuge
- 1 historischer Lindner-Motorwagen, Baujahr 1939, Nummer 31, wird gelegentlich für Stadtführungen für vorgebuchte Gruppen eingesetzt
- 1 historischer Triebwagen ET54 LOWA, Baujahr 1956
- 1 Motorwagen T57E mit Anhänger B2-64, nummeriert 39, 61, Baujahr 1960/1969, gelegentlich für Stadtführungen für vorgebuchte Gruppen eingesetzt
- 1 Triebwagen T2.62 Kinderbahn, nummeriert 30, Baujahr 1966 (1996 ehemals im Normalbetrieb, 1979 ehemals Halle/Saale 750)
- 1 Triebwagen TZ 70, nummeriert 29, Baujahr 1975 (2001 ex 29 im Normalbetrieb, 2009 zuvor als Denkmal neben dem Betriebshof)
- 1 Gelenktriebwagen GT4 ZR HAKIBA, nummeriert 166, Jahr 1962 (2006 ehemals 166 im Normalbetrieb, 1997 ehemals Freiburg 104)
- 1 Gelenktriebwagen GT4 ZR, nummeriert 161, Baujahr 1962 (2010 ehemals 161 im Normalbetrieb, 1994 ehemals Freiburg 105)
Literatur
- Wolfgang Dörge: Die Straßenbahn in Halberstadt, Verlag Dirk Endisch, Leonberg-Höfingen 2003, [[:de:Special:BookSources/3936893071|ISBN 3-936893-07-1 ]]
Externe Links
- Offizielle Website der Halberstädter Verkehrs-GmbH
- Straßenbahn Halberstadt Fotos Straßenbahn unter www.fr-strab.de
- Private Website über die Halberstädter Straßenbahn unter www.strassenbahn-halberstadt.de
- Die Halberstädter Straßenbahn 1980 unter www.drehscheibe-foren.de
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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