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Das Straßenbahn von Gotha ist ein Meterspur Straßenbahnnetz in der Stadt Gotha, liegt in den DeutscheZustandThüringen. Das Netz besteht seit 1894 und war von Anfang an elektrifiziert. Die regionale Straßenbahnlinie Thüringer Waldbahn zu Tabarz ist voll in das Stadtnetz integriert. Die fünf Linien werden derzeit von einem Verkehrsunternehmen betrieben Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH (TWSB).
Linien
| Linie | Route | Länge | Fahrzeit | Haltestellen | Frequenz Mo–Fr/Sa–So. |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Bahnhof - Krankenhaus | 6,1 km | 23 Minuten | 14 | 10/15 |
| 2 | Station – Ostbahnhof | 3,0 km | 12 Minuten | 7/8 | 15/25 |
| 3 | Depot – Ostbahnhof | 4,0 km | 14 Minuten | 10 | pro Richtung, ein- bis zweimal täglich |
| 4 | Bahnhof - Tabarz | 22,5 km | 58 Minuten | 23 | 30/30 |
| 6 | Waltershausen Gleisdreieck (Eisenbahndreieck) – Waltershausen Bahnhof | 2,4 km | 7 Minuten | 5 | 30/30 |
- Seit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 bedienen einige Fahrten der Linie 4 die Haltestelle auch außerhalb der Stoßzeiten Krankenhaus (Krankenhaus).
- Die aktuelle Linie 3 fährt nur einmal (am Samstag und Sonntag) bzw. zweimal (Montag bis Freitag) pro Tag und in jede Richtung. Dies sind Fahrten der Linie 2 von und nach Depot. Die Haltestelle wird ausschließlich von der Linie 3 bedient Waltershäuser Straße, das sich in der Rücklaufschleife gegenüber dem Depot befindet, wird nicht mehr betrieben. Die ehemalige Linie 3 zwischen den Hüttenstraße und der Hauptfriedhof (Hauptfriedhof) und verkehrte mit drei Haltestellen zuletzt am 30. Juni 1985. Zwischen dem 1. Juni 1985 und 1991 verkehrte die Linie 3 zwischen dem alten Busbahnhof und dem Hauptfriedhof von einem Ersatzbusdienst bedient. Derzeit wird diese Strecke montags bis samstags von der Stadtbuslinie F, von Montag bis Freitag von der Stadtbuslinie E und sonntags zusätzlich von der Stadtbuslinie B bedient.
- Die Linie 6 existiert seit dem 30. August 2007. Zuvor waren die Fahrten vom und zum Bahnhof von station Waltershausen in Linie 4 integriert. Die Linie 6 ist die einzige Linie mit Zwei-Wege-Straßenbahn, obwohl an beiden Endpunkten eine Abbiegemöglichkeit besteht. Der Grund ist, dass auf der Drehdreieck in Waltershausen kann also Zeit gewonnen werden. Speziell für diese Linie 6 stehen zwei Zwei-Wege-Straßenbahnen zur Verfügung, die jedoch nur auf einer Seite Türen haben.
Geschichte
Für eine ausführlichere Geschichte der Thüringer Waldbahn, Schau dort.
Bereits 1880 entstand die aufstrebende Industriestadt Gotha, die damals auch die Residenz der Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, eine Pferdebahn zwischen dem Bahnhof im Süden und der Innenstadt zu bauen. Zu dieser Zeit hatte die Stadt etwa 27.000 Einwohner. Dieser Versuch führte jedoch zu nichts. Am 24. Mai 1883 beschloss der Stadtrat den Bau einer elektrischen Straßenbahn. Das Union Electricitys-Gesellschaft von Berlin wurde zum Baumeister ernannt. Der Besitzer des Straßenbahnnetzes war der Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer & Co (EAG) aus Frankfurt am Main. Im Frühjahr 1894 war die Strecke fertig, sodass der Herzog von Sachsen-Gotha sie am 2. Mai 1894 einweihen konnte. Die 2,7 km lange Strecke verlief vom Bahnhof Gotha durch die Innenstadt bis zum Waltershäuser Straße. Eine Fahrt kostet zehn Pfennig für einen Erwachsenen und fünf Pfennig für ein Kind.
Später ging das Eigentum an der Straßenbahn an die EAG über, die ein regionales Straßenbahnnetz aufbauen wollte und dafür 1897 die Ministererlaubnis erhielt. Um 1900 galten außerhalb der Stadt Gotha folgende Verbindungen: eine Strecke nach Siebleben, eine Strecke über Waltershausen und Tabarz nach Winterstein mit Abzweig nach Friedrichroda und Schmerbach, eine Linie nach Uelleben, eine Linie nach Gunthersleben-Wechmar, ein Strich durch Remstadt zu Goldbach und eine Verbindung über Molschleben nach Tottestadt. Letztlich sollte von all diesen Plänen nur die Strecke über Waltershausen nach Tabarz gebaut werden.
1902 wurde zusätzlich zu einer bereits nach Norden verlaufenden Strecke eine Linie südlich des Stadtzentrums in Betrieb genommen. Dadurch wurde eine Ringverbindung möglich. Als Folge der Erster Weltkrieg diese Strecke wurde bereits 1916 geschlossen, ohne jemals wieder in Betrieb genommen zu werden. 1912 wurde die Straßenbahngesellschaft an eine Tochtergesellschaft von AEG. Im selben Jahr wird das neue Depot auf der Waltershäuser Straße in Betrieb genommen und dies als Ersatz für das alte Depot im Bahnhof Gotha. 1914 wurde mit dem Bau der Thüringerwaldbahn in Richtung Waltershausen und Tabarz begonnen, doch der Erste Weltkrieg brachte die Arbeiten 1915 zum Erliegen. Erst dreizehn Jahre später wurde die Werft wieder in Betrieb genommen und die Filiale nach Waltershausen daher erst 1929 in Betrieb genommen.
1945 wurde der Betrieb durch den Zweiten Weltkrieg für mehrere Monate unterbrochen. Die Thüringerwaldbahn wurde sogar bis 1947 unterbrochen, weil die Trümmer der zerstörten Autobahnbrücke die Strecke blockierten. 1948 wurde die Straßenbahngesellschaft verstaatlicht vor der Fusion 1951 in a Volksbesitzer Betrieb (VEB). Von da an wurde auch neues Rollmaterial bestellt, das die teilweise noch aus der Anfangszeit der Straßenbahn stammenden Fahrzeuge ersetzte. Ab 1954 Fahrzeuge der Gothaer Waggonfabrik, damals die einzige Straßenbahnfabrik in der DDR bis die Produktion zugunsten der TschechoslowakeiTatra-Straßenbahnen. Die erste Gelenkstraßenbahn G4 kam 1965 auf den Markt. Später folgte der CKD-T2D und ab 1981 der Tatra KT4D, alle tschechoslowakischen gemacht. Letzterer Typ läuft noch in modernisierter Form. Zwischen 1982 und 1988 hatte die Thüringerwaldbahn auch Güterverkehr.
Als Folge der Wende 1990 wurde der Betrieb vom VEB auf eine GmbH übertragen (GmbH). Neben der Stadt Gotha sind die Gemeinden Friedrichroda und Tabarz sowie die Landkreis Gotha Aktionär. Der Fuhrpark wurde 1991 mit sechs Gelenkstraßenbahnen, Typ , verstärkt GT6 der Mannheimer Straßenbahngesellschaft und 1993 folgten vier weitere Straßenbahnen.
Im Jahr 2002 kam die bis dato letzte Erweiterung zum Helios Kreiskrankenhaus Gotha/ohrdrufu in Betrieb, von der Straßenbahngesellschaft einfach als Haltestelle bezeichnet Krankenhaus (Krankenhaus).
Anfang August 2016 schlug das Busunternehmen Steinbruck aus Gotha vor, das Beförderungsangebot der Straßenbahn aus Gotha und der Thüringerwaldbahn zu übernehmen und durch ein vergleichbares Busangebot zu ersetzen. Im Oktober 2016 wurde dies jedoch von der Thüringer Landesregierung abgelehnt.[1]
Fahrzeuge im Linienverkehr
| Zahlen | Zahlen | Nummer | Baumeister | Art | Baujahr | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 301–306 | 06 | KD Tatra | KT4DM | 1981–1982 | 301–302 als Stadtbahn, 303–306 als Regionalbahn, alle 1997 bis 1999 modernisiert | |
| 307–317, 319, 310II | 13 | KD Tatra | KT4D | 1990 | In den Jahren 2001 bis 2008 von der Straßenbahngesellschaft van . übernommen Erfurt, 309, 310, 312, 314, 315 und 319 wurden modernisiert, 316 und 317 wurden 2010 bzw. 2012 für den Gegenverkehr auf Linie 6 umgebaut, die Linie 310 ist die zweite Straßenbahn mit dieser Nummer seit der ersten Straßenbahn 310 in 2006 nach einem Unfall gelöscht | |
| 0 | Duewag | GT6 | 1962–1967 | 1991 und 1993 aus Mannheim zusammen mit neun weiteren Gebrauchtwagen dieses Typs (318, 320, 324, 395, 396, 401, 408, 412 und 443) erworben; alle diese Straßenbahnen sind außer Betrieb, die letzte Straßenbahn ging am 31. Mai 2015 außer Betrieb | ||
| 505, 508, 521, 522 | 04 | Duewag | GT8N | 1962–1964 | mit Niederflur-Mittelkasten, 2011 als Gebrauchtwagen aus Mannheim übernommen |
Sonder- und historische Fahrzeuge
| Wagen | Art | Baumeister | Baujahr | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| 39 | ET 55 ZR (Zweirichtung = Zweiwegewagen) | VEB Waggonbau Gotha / LEW | 1955 | Zwischenform des ET 54 / ET 57 |
| 43 | ET 57 ER (Einrichtung = Einwegfahrzeug) | VEB Waggonbau Gotha / LEW | 1956 | In Vorbereitung auf historische Fahrgeschäfte |
| 93 | EB 57 ER | VEB Waggonbau Gotha / LEW | 1956 | Prototyp Einweg-Anhänger; in Fertigstellung seit September 2014 |
| 56 | T 1 | Bothmann/Gotha | 1928/29 | Historischer Wagen, seit 1989 geschützt |
| 82 | B 1 | Bothmann/Gotha | 1928/29 | Historischer Wagen, seit 1989 geschützt |
| 101 | Kofferkuli | Bothmann/Gotha | 1928/29 | Historischer Wagen, seit 1989 geschützt |
| 111 | KT4D | KD Tatra | 1985 | Speziell ausgestattet mit Bar, Disco, Gästetischen, Kitchenette, WC; ex GVB 111, ex Berlin 4591, 9366, 219-366-0 |
| 215 | G4-67 | VEB Waggonbau Gotha / LEW | 1967 | In regionaler Straßenbahnversion |
Arbeitsfahrzeuge und Spezialfahrzeuge
| Fahrzeug | Art | Baumeister | Baujahr | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| 010 | T 1 | Bothmann / Gotha | 1928 | ex Tw 51, 1975–1980 umgebaut zum Triebwagen zur Überholung der Oberleitung |
| 38 | ET 55 | VEB Waggonbau Gotha / LEW | 1955 | Werkstattfahrzeug, außer Betrieb |
| 47 | ET 57 | VEB Waggonbau Gotha / LEW | 1963 | Rangier- / Zugfahrzeug |
| 117 | -- | DIY TWSB | 1982 | Hilfsdrehgestell |
| 118 | -- | DIY TWSB | 1982 | Hilfsdrehgestell |
| 119 | -- | Unbekannt | Unbekannt | Flachwagen für Stromaggregat |
| 121 | -- | DIY TWSB | 1971 | Schneepflug |
| 123 | -- | DIY TWSB | 1977 | ex Zwickau 107 (Unterwagen), Schneepflug „JUMBO“ |
| 124 | -- | DR/Naumburg (Saale) | 1978 | SKL |
| 125 | -- | DR/Naumburg (Saale) | 1979 | SKL |
| 126 | -- | DIY TWSB | 1983 | Kippanhänger für Ballast |

Gothatram ET 55 Nr. 39, 1991

Gothatram ET 57 Nr. 46 und 47, 1989

Gothatram G4 Nr. 213, 1991
Externe Links
- Offizielle Website der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH
- Website mit Informationen zum Einsatz von Gotharams in Gotha
- Rollmaterialübersicht
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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