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Franz Seldte
Franz Selde
Franz Selde
Geboren29. Juni1882
Magdeburg
Verstorben1. April1947
Fürth
Politische ParteiNSDAP
Reichsarbeitsminister
Flagge von Nazi-DeutschlandKabinett-Hitler
Ernennung30. Januar 1933
Schlussendlich30. April 1945
VorgängerFriedrich Sirup
Portal  Portalsymbol  Politik

Franz Selde (Magdeburg, 29. Juni1882Fürth, 1. April1947) war ein DeutschePolitiker, Mitbegründer der Stahlhelm, eine paramilitärische Organisation in der Weimarer Republik, und Reichsarbeitsminister im Kabinett-Hitler.

Seldte (rechts) mit Dr. Hugenberg und Von Stephani.

Lebenszyklus

Seldte ist der Sohn eines Herstellers von Chemieprodukten und Mineralwasser geboren in Magdeburg in dem Preußisch Provinz Sachsen. Dort besuchte er die Wilhelm-Raabe-Schule. Nach einem Praktikum als Verkäufer studierte er Chemie an den Universitäten Braunschweig und Greifswald. 1908 übernimmt er das Geschäft von seinem früh verstorbenen Vater.

Als Offizier der Deutsches Heer verletzt er sich im Erster Weltkrieg und verliert seinen linken Arm. Anschließend arbeitet er als Frontreporter. Er wird mit dem ausgezeichnet Eisernes Kreuz 2. und 1. Klasse und zum Hauptmann (Hauptmann) in der 7. Reservedivision befördert.

Als Reaktion auf die Novemberrevolution in Deutschland 1918 gründet er am 25. Dezember 1918 de Stahlhelm, Bund Frontsoldaten dessen Anführer er wird. Ab 1923 geriet er jedoch zunehmend in Konflikt mit seinem Stellvertreter Theodor Duesterberg.

Seldte schließt sich dem an Deutschnationale Volkspartei und die Magdeburg Gemeinderat.

Das Stahlhelm präsentiert sich in den späten Jahren der Weimarer Republik zunehmend antidemokratisch und antirepublikanisch. Seldte hofft, dass die Organisation zu einem führenden Gremium einer starken, vereinten rechten Bewegung heranwächst, um das nationalkonservative Lager stärker anzusprechen. 1929 die .Werke Stahlhelm zusammen mit dem DNVP unter der Leitung von Alfred Hugenberg, es Alldeutscher Verband und der NSDAP ein Referendum gegen die Junger Plan und der Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg. Ziel war es, Kanzler zu werden Hermann Müller und seine Minister als Landesverräter darstellen. Die Abstimmung gewinnt jedoch Quorum nicht und ist daher ungültig. 1931 war Seldte Mitbegründerin der kurzlebigen Harzburger Front, einer rechten Bewegung, die gegen Müllers Nachfolger kämpfte success Heinrich Brüning.

Kabinett-Hitler

Seldte hatte die Idee, die Nazis unter einer Regierung zu führen, deren Kanzler er werden würde, erkannte jedoch, dass Hitler nicht dazu passen würde. Am Tag der Machtergreifung Seldte schließt sich dem an Kabinett-Hitler als Reichsarbeitsminister und übertraf damit erneut seinen Rivalen Duesterberg. Im Vorfeld der Reichstagswahlen 1933 versuch das Stahlhelm und der Deutschnationale Volkspartei zusammen der Battlefront Schwarz-Weiß-Rot (Kampffront Schwarz-Weiß-Rot), um das dominierende politische Lager rechts zu bilden, scheiterte jedoch, da die Partei nur 8,0% der Stimmen erhielt. Seldte bekommt trotzdem einen Platz im Reichstag als "Gast" des DNVP.

Am 27. April 1933 wird Seldte Mitglied der NSDAP und integriert die Mitglieder der Stahlhelm im Ernst RöhmsSturmabteilung (SA). Im August 1933 wird er mit dem Rang eines geehrt SA-Obergruppenführer und später wird er Reichskommissar für den Arbeitsdienst. Er wird Anführer der Reichsarbeitsdienst jedoch bald von seinem Außenminister abgelöst Konstantin Hierli. Im März 1934 wird Seldte zum Leiter des NSDFB (nationalsozialistischer deutscher Frontkämpferbund), der Nachfolger des Stahlhelmdie jedoch bald aufgelöst wird. 1935 bittet Seldte um Entlassung aus seiner Amtspflicht, doch Hitler lehnt ab. Er bleibt bis Ende des Jahres Reichsarbeitsminister Zweiter Weltkrieg und Mitglied der Preußisch Regierung unter PremierministerHermann Göringsowie Arbeitsminister.

Seldte wird bei Kriegsende festgenommen und inhaftiert Mondorf-les-Bains. Er stirbt schließlich in einem US-Militärkrankenhaus in Fürthbevor er angeklagt werden kann.

Während Nazi Deutschland einige Straßen sind nach ihm benannt, auch in seiner Heimat Magdeburg und Leverkusen.