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Gert Bender

Gert Bender (1948) ist ein ehemaliger DeutscheMotorradrennfahrer und Konstrukteur. Er baute unter seinem eigenen Namen die Bender GB 125 Rennräder, die auch als Produktionsrennfahrer wurden verkauft.

Jugend

Gert Benders erster Einstieg in die Motorradtechnik kam durch das Spielen auf einer örtlichen Mülldeponie, wo er und seine Freunde manchmal alte Maicos, Horex Reginas und Zündapps, dass sie versuchten, wieder zu laufen. Als Bender 14 Jahre alt war, machte er eine Lehre bei der Maschinenfabrik Burkhard & Weber Reutlingen. Dafür kamen unter anderem Maschinen für den Motorenbau zum Einsatz Volkswagen, BMW und Mercedes gemacht. Dadurch erhielt er Kenntnisse über den Maschinenbau, aber auch über die Technik von Verbrennungsmotoren. Seine eigene Kreidler wurde mit Konstruktionen inszeniert, die er auf der 50 cc verwendete Werksrennfahrer von Hans Georg Anscheidt auf der Einsamkeitsring hatte gesehen.

Rennkarriere

1966, als er gerade 18 Jahre alt war, beantragte er sofort eine Rennlizenz bei der Oberste Motorradsport-Kommission und er begann mit einem gebrauchten Honda CB 77 Rennen. Dieses Motorrad maß nur 305 ccm und es war schwierig, in die 350cc-Klasse vorbeikommen. Deshalb hat Bender die Maschine schließlich auf 350 ccm aufgebohrt, aber auch eine hellere gebaut Nockenwelle und ein Fünfgang-Getriebe. Damit begann er, Podiumsplätze bei den Junioren-Wettbewerben zu erreichen. Er lernte seine spätere Frau Doris kennen, die ihm jede Woche 80. schenkte Kennzeichen während ihre Mutter sich um die Lunchpakete kümmerte, die Gert an den Rennwochenenden mitnahm.

Maico und SMZ

Maico 125 RS Produktionsrennfahrer ab 1970

1968 musste Gert Bender seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr erfüllen. Dort lernte er Hans Maisch, den Sohn des Familienunternehmens, kennen Maisch und Co.. Das klappte gut, denn Bender hatte entschieden, dass die Honda nicht weiterentwickelt werden könne und er sein Glück lieber mit einer 125er Maico suche. Aufgefallen ist er von Maico-Entwicklungsingenieur Günter Schier, der Bender in die Entwicklungsabteilung des Werks holt. Er lernte viel über die Technik von Zweitaktmotoren und als er mehr bekam Leistung von den Versuchsmotoren übergab Günter Schier die Entwicklung der Rennmotoren an Gert Bender. 1971 und 1972 wurde Gert Bender Deutscher Meister in der 125 ccm-Klasse und 1971 wurde er auch Siebter in der Klasse Weltmeisterschaft.

1972 entwickelte Bender eine völlig neue 125 ccm Maico mit verbesserter Wasserkühlen und eine Mehrscheiben-Trockenscheibenkupplung. Bender selbst wurde dreizehnter in der Weltmeisterschaft, aber die Maschine wurde auch von Borje Jansson (vierte), Dieter Braun (achte) und Eugenio Lazzarini (elfte). Auch Gert Bender war an der 250 ccm beteiligt SMZProjekt von Sepp Schlögla, Toni Mang und Alfons Sender, für die er Zylinder und es hat sich gestärkt Kurbelgehäuse gemacht. Dieter Braun wurde mit dieser SMZ Zweiter in der Großer Preis von Deutschland die er fast gewonnen hätte, wenn nicht eine der Auspufffedern gebrochen wäre. Bender fuhr dieses Jahr auch in der 250er-Klasse, wurde aber nur neunter im Sachsenring. Dann zog er sich von 250ccm-Rennen zurück, weil er dachte, zwei Klassen seien zu beschäftigt und weil er auch viel Zeit in der SMZ verbrachte. Bender hat sich derweil auch die weniger erfolgreichen Motoren der Karts von Mitgliedern des Reutlinger Motorsport Clubs. Er kümmerte sich um die Blöcke und 1973 wurde Rudolf Zahlmann mit ihnen Europameister.

1973, FabrikfahrerBorje Jansson Vierter in der Endwertung der 125ccm Klasse und Maico wurde Zweiter im Kampf um den Konstrukteurstitel.

In dem Saison 1974 Gert Bender begann mit seinem selbstgebauten Einzylinder. Er benutzte diese Maschine zwei Jahre lang und schließlich näherte sich die Leistung der des Yamaha TZ 125 und derbie 125 ccm Zweizylinder, aber dafür musste der Block zu hoch angehoben werden, was regelmäßig zu Ausfällen durch Motorschäden führte. 1974 wurde er Zehnter der Weltmeisterschaft. Im 1976 der Doppelzylinder war fertig, und Bender wurde damit Zweiter im Großer Preis von Finnland. In dem Großer Preis von Deutschland er war sogar in Führung, als er durch einen Sturz ausfiel, aber er beendete die Meisterschaft als Achter und schlug alle Maicos. Im 1977 er erzielte einen dritten platz in der TT von Assen und er wurde Sechster in der Weltmeisterschaft.

Inzwischen war Gert Bender während der Saison zu beschäftigt, um seine Maschine weiterzuentwickeln und hatte obendrein noch eine Kleinserie auf Anfrage. Produktionsrennfahrer so eingerichtet, dass auch andere Fahrer seine Maschinen fahren können. Einige Karts des Reutlinger Motorsport Clubs erhielten auch Bender-Zweizylindermotoren. Im 1979 dennoch folgte Gert Benders beste Saison. Er wurde Dritter in der Großer Preis von Österreich, zweiter in der Großer Preis von Großbritannien und fast gewonnen Schwedischer GP. Hier fuhr er den schnellste Runde, aber er stürzte, als er das Rennen anführte.

Anschließend beendete er seine internationale Karriere. Er fuhr 1980 (fünfter) und 1981 (vierter) in Hockenheim.

Bender GB 125 Einzylinder

Gert Bender hielt es für an der Zeit, einen ganz neuen Motor für sich zu entwickeln. Er baute einen wassergekühlten Einzylinder-Zweitakt mit a rotierender Einlass die noch deutliche Merkmale des ursprünglichen Maico trugen. Der Motor hatte anfangs noch ein Zwischengetriebe zum Antrieb der Verknüpfung, in der letzten Version des Einzylinders GB 125 war dies weg. Die Maschine bekam eine Mehrscheiben-Trockenkupplung und sechs Gänge und lieferte mit ca. 35 PS bei 13.000 U/min etwas mehr als das Original Maico 125 RS. Gert Bender belegte in der Motorradrennsaison 1974 den zehnten Platz. 1975 fuhr er die Maschine alleine Hockenheim, wo er den siebten Platz belegte. Er arbeitete bereits an der Entwicklung des neuen Zweizylinders.

Bender GB 125 Doppelzylinder

Letztendlich näherte sich die Einzylinderleistung des Bender der eines a Yamaha TZ 125 Zweizylinder, aber die Belastung des Materials wurde zu groß und der Motor wurde unzuverlässig. Als er Ende 1975 die Kurbelgehäuse-Gussteile erhielt, konnte mit dem Bau des Rahmens begonnen werden. Wieder machte er a doppelter Wiegenrahmen, diesmal aber aus Chrom-Molybdän-Rohr. Für kein schweres Gussräder Gert Bender hat sie selbst entwickelt und im Unternehmen gießen lassen Mahlea, zu dem auch die Kolben und der Zylinder nach Zeichnungen von Bender Goot. Das Kurbelwelle wurde von der Firma bereitgestellt Höckle geliefert. Der Motor erhielt beidseitig einen rotierenden Ansaugstutzen und wieder volle Wasserkühlung. 1977 wurde die BingVergaser durch Mikuni ersetzt, um einen etwas breiteren zu geben Leistungsband zu bekommen. 1978 bekam die Maschine Monofeder. Da dafür der Rahmen umgebaut werden musste, Kühler an die nase des Verkleidung.

Technische Daten

Bender GB 125EinzylinderDoppelzylinder
Zeitspanne1974-19751976-1979
KategorieStraßenrennfahrer
MotortypZweitaktmotor mit rotierende Einlässe
Konstruktionquer Einzylinderquerliegender Zweizylinder
KühlungWasser
bohren54mm44mm
Schlacht54mm41mm
Verschiebung123,7 cc124,7 cc
Vergaser(s)Mikuni und Bing 34mmBing 28mm,

ab 1977 Mikuni 28 mm

max. Leistung25,7 kW/35 PS bei 13.000 U/min27,9 kW/38 PS bei 13.800 U/min

später30,9 kW/42 PS bei 14.200 U/min

FahrtKette
Fahrradabteilungdoppelter Wiegenrahmen, Rohrrahmen
Leergewichtca. 80 kg
Tankinhalt11 Liter15 Liter

Karriere als (Chef-)Redakteur

Nach seiner aktiven Karriere wurde Gert Bender Technischer Redakteur der Zeitschrift „Easy Rider“ und 1984 Chefredakteur. Nachdem diese Zeitschrift 1985 aufgrund der Insolvenz des Verlages eingestellt wurde, wurde er vom Importeur von Honda ein eigenes Magazin für Kunden und Mitarbeiter von Honda Deutschland zu erstellen. Das tat er zusammen mit seiner Frau Doris zehn Jahre lang. Gert hatte sich inzwischen zum Fotografen und Grafiker entwickelt und gründete zusammen mit Doris seine eigene Werbeagentur. Für einen Werbeauftrag kam er mit einem neuen Hobby in Berührung: klassischen Flugzeugen. Dann stellte er für sich selbst wieder her Bucker Bu 131.

  • (und) Gert Bender auf der offiziellen Website der Grand-Prix-Motorrad-Rennsaison