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Paul Klee
Paul Klee
Paul Klee, 1922, fotografiert von Hugo Erfurth
persönliche Daten
GeborenMünchenbuchsee, 18. Dezember1879
VerstorbenMuralto, Muralto, 29. Juni1940
GeburtslandFlagge von Deutschland Deutschland
Staatsangehörigkeitschweizerisch
Leitdaten
LehrerFranz von Stuck
aktive Jahre1899-1940
Stil(e)Expressionismus
RKD-Profil
offizielle Website
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur
Ein Klee-Notizbuch
Unterschrift Paul Klee
August Macke: Porträt von Paul Klee, 1914

Paul Klee (Münchenbuchsee, 18. Dezember1879Muralto, 29. Juni1940) war ein Schweizer geboren Maler mit dem Deutschee[1] Nationalität, der in seinen Arbeiten abstrakte und figurative Elemente mit einer ausgewogenen Farbtechnik kombiniert. Seine Arbeit gehört dem moderne Kunst.

Lebenszyklus

Jugend

Paul Klees Vater (Hans Klee, 1849-1940) war ein Musiker, der sang, Klavier, Organ und Violine gespielt. Seine Mutter Ida Frick (1855-1921) war Sängerin. Paul Klee hatte eine Schwester, Mathilde (1876-1953). Paul ist aufgewachsen in Bern, Schweiz, hatte aber wie sein Vater die deutsche Staatsangehörigkeit. Er spielte sehr gut Geige, entschied sich aber - trotz des Widerstands seiner Eltern - für die Malerei.

Bildung

Klee immatrikulierte sich 1898 in der Kunstschule in München, wurde dort aber abgelehnt. Deshalb begann er Privatunterricht bei Heinrich Knirr (1875 - 1944). Während dieser Zeit ging er verschiedene Beziehungen zu Frauen ein und zeugte mit einer von ihnen ein Kind, das nur wenige Wochen lebte. 1900 ging Klee doch noch auf die Kunstschule, wo er viel schwänzte und wenig lernte. Er wurde von der SymbolistFranz von Stuck. Im Sommer 1901 verließ er München und unternahm eine Reise nach Rom, Neapel und Florenz. Das frühchristlich und byzantinisch Die Kunst hat ihn dort sehr beeindruckt. Danach kehrte er zu seinen Eltern nach Bern zurück und entwickelte sich als selbst erlernt.

Erste Erfolge in Deutschland

1906 heiratete Paul Klee die Pianistin Lily Stumpf. 1907 bekamen sie einen Sohn, Felix, der hauptsächlich von seinem Vater betreut und aufgezogen wurde. Klee brauchte im Erster Weltkrieg nicht nach vorne wie Franz Marc der dort gestorben ist. Im Dienst gemalt Paul Klee Flugzeuge. In dieser Zeit wurde er auch mit seiner Kunst immer erfolgreicher. 1920 wurde Klee zum Lehrer am Staatlichen berufen Bauhaus im Weimar. Dies gab ihm ein garantiertes Einkommen. Allerdings blieb er seiner Arbeit oft fern und wurde dafür an den Fingern vergewaltigt, was er wenig beachtete. Im April 1931 endete sein Vertrag als Lehrer am Bauhaus und im Oktober wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie berufen.

Auswanderung in die Schweiz

1933 kam ein Wendepunkt. Paul Klee wurde recht bald nach dem Nationalsozialisten an die Macht gekommen waren, wurden gefeuert. Zuerst wurde er "angeklagt" Jude sein Rücktritt hing aber auch mit seinen angeblich linken politischen Aktivitäten zusammen. Auf dieser Grundlage konnten Menschen von den Nazis nach Belieben entlassen werden. Klee emigrierte mit seiner deutschen Staatsangehörigkeit mit seiner Familie in seine Geburtsstadt Bern. Trotz alledem war Klee 1933 mit 182 Kunstwerken, darunter einem dunklen Selbstportrait betitelt Aus der Liste entfernt, die Klee mit einem großen fetten X durchgestrichen hat.

Einbürgerung

In Bern musste Klee fünf Jahre warten Einbürgerung zu Schweizer. Außerdem gab es ein demütigendes Verhör durch die Polizei. Er musste Vorwürfe hören, dass seine Kunst verlassen und 'degenerieren“, aber schließlich erhielt er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Nach seiner Einbürgerung musste er auch Bürgerrechte für die Kanton Bern anzufordern. Er starb jedoch, bevor sie gewährt wurden.[1] Seine damalige Arbeit war oft beunruhigt, und Klee war auch weniger produktiv als in den Jahren zuvor.

1937 beschlagnahmten die Nazis in Deutschland 102 Werke Klees, von denen 17 ausgestellt waren on Entartete Kunst wurden gezeigt.

1935 wurde bei Klee eine schwere, unheilbare Krankheit festgestellt: die fortschreitende Krankheit progressive Sklerodermie. Das hielt ihn nicht davon ab, immer mehr zu malen. 1939 ging Paul Klee nach Tessin um seine Krankheit zu heilen. Er wurde am 8. Juni in ein Krankenhaus eingeliefert. locarno, wo er am 29. Juni im Alter von sechzig Jahren starb. Auf seinem Grabstein in Bern steht eine Aussage von ihm (siehe unten unter Zitate).

Klee hinterließ mehr als 9.000 Kunstwerke sowie viele Schriften: Essays, Tagebücher sowie viele Briefe.

Arbeit

Einflüsse

Klee hat es studiert Impressionismus des späten 19. Jahrhunderts, wendete es aber nicht sofort in seinem Werk an. 1911 traf er August Macke, Wassily Kandinsky und Franz Marc. Er wurde von ethnographischer (primitiver) Kunst beeinflusst (wie z Afrikanische Masken), von Kinderzeichnungen (siehe auch: Karel Appel) und Zeichnungen von Menschen mit geistiger Behinderung. In der zweiten und letzten Ausstellung von Der Blaue Reiter 1912 war Klee mit 17 Werken vertreten. Dort lernte er die Arbeit kennen Braque, Picasso und Malewitsch. Er besuchte Robert Delaunay im Paris, welche Farbe ist das wichtigste Element in der Malerei gefunden. Während einer 14-tägigen Reise nach Tunis 1914 mit Macke und Louis Moilliet ein Durchbruch gelang Klees Farbgebrauch. Er begann immer bunter zu malen und machte auch einen Schritt in Richtung Abstraktes. Klee wurde auch von seinem Kollegen am Bauhaus beeinflusst, Johannes Itten, ein einflussreiches Werk über Farben Lehre hat geschrieben.

Malerei und Stil

Nach seiner Reise nach Tunesien blühte Klee in vollen Zügen auf. Seine Arbeit wurde abstrakter, mit einer raffinierten Verwendung von Farben. Seine Themen sind sehr vielseitig: Landschaften, stark vereinfachte Porträts, Tiere (der berühmte Goldfisch), Mythologie, mysteriöse Maschinen. Klee verwendet viele Kombinationen von abstrakten und figurativen Formen.

Klee hat einen sehr individuellen Stil entwickelt, um das Unterbewusstsein und die Fantasie auszudrücken.

Klee hat viel experimentiert. Mit Aquarell auf Substraten von Textil-, mit Kombinationen aus Ölfarbe und Aquarell, mit Sprühtechnik und mit allen Arten von Papier- oder Textiloberflächen. Er arbeitete aber auch oft mit einem konventionellen Maltechnik wie Ölgemälde auf Leinwand. Die meisten Werke Klees sind im Kleinformat gefertigt. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür ist der 1914 gemalte "Park bei Luzern".

Klees Werk ist nicht leicht zu stempeln. Surrealismus, Kubismus, Abstraktion sind Bedingungen der Europäische Kunstbewegungen wer ist dabei Malerei gelten kann.

Er ist klassifiziert mit dem Expressionismus.

Seine Arbeit ist oft humorvoll. Klee verwendet viele Bezüge zu Träumen, Musik, Poesie und Mythologie.

Beeinflussen

Klee hat die moderne Kunst stark beeinflusst. Sein Buch figuratives Formen erschien jedoch erst 1979. Vor allem die KobraDie Kunst wurde von Klees Werken und Ideen beeinflusst.

Zitate

  • Kunst stellt nicht das Sichtbare dar, sondern macht sichtbar (Schöpferische Konfession, 1920).
  • Epitaph: Ich kann im irdischen Leben nicht verstanden werden, weil ich genauso gerne mit den Toten wie mit den Ungeborenen lebe. Ein bisschen näher am Herzen der Schöpfung als die meisten Menschen, aber noch lange nicht nah genug.

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen (Auswahl)

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1906: Internationale Kunstausstellung des Vereins bildender Künstler Münchens "Sezession", Königliches Kunstausstellungsgebäude, München
  • 1908: Zeichnende Kunstste. 16. Ausstellung der Berliner Sezession, Ausstellungshaus am Kurfürstendamm, Berlin
  • 1910: Erste Kollektivausstellung, Kunstmuseum Bern, Bern
  • 1912: Zweite Ausstellung der Redaktion des Blauen Reiters. Schwarz-Weiß, Kunsthandlung Hans Goltz, München
  • 1913: Erster Deutscher Herbstsalon, Galerie Der Sturm, Berlin
  • 1924: Société Anonyme, New York
  • 1925: La peinture surrealist, Galerie Pierre, Paris (Gruppenausstellung)
  • 1930: Museum für moderne Kunst, New York
  • 1940: Gedächtnisausstellung Paul Klee, Kunsthalle Bern, Bern; Paul Klee, Buchholz Gallery, Willard Gallery, New York
  • 1941: Erinnerungssaucen-Set Paul Klee, Kunsthalle Basel, Basel
  • 1948: Städtisches Museum, Amsterdam
  • 1955: documenta, Kassel
  • 1959: documenta II, Kassel
  • 1964: Dokument III, Kassel
  • 1979: Paul Klee. Das Werk des Jahres 1919–1933. Gemälde, Handzeichnungen, Druckgrafik, Kunsthalle Köln, Köln
  • 1989: Paul Klee. Die Sammlung Berggruen, Metropolitan Museum of Art, New York
  • 1990: Paul Klee. Spatwerk, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
  • 1995: Paul Klee – im Zeichen der Teilung, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • 1996: Paul Klee. bild träumen, Kunsthalle Mannheim
  • 1999: Paul Klee, Schlossmuseum Murnau, Murnau am Staffelsee
  • 2000: Paul Klee – die Sammlung Burgic, Kunstmuseum Bern, Bern; Hamburger Kunsthalle, Hamburg; Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh
  • 2002: Paul Klee trifft Joseph Beuys – Ein Fetzen Gemeinschaft, Moyland-Palast (2000) und Kurpfälzisches Museum, Heidelberg
  • 2003: Paul Klee im Rheinland, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
  • 2003/2004: Paul Klee 1933, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Kunstmuseum Bern, Bern; Schirn Kunsthalle Frankfurt, Frankfurt/Main; Hamburger Kunsthalle, Hamburg
  • 2003/04: Paul Klee – Lehrer am BauhausKunsthalle Bremen
  • 2006/07: Paul Klee – Kein Tag ohne Linie, Museum Ludwig, Köln
  • 2008/09: Paul Klee – Bewegung im Atelier, Paul-Klee Zentrum, Bern, 13. September 2008 bis 18. Januar 2009
  • 2008/09: Das Universum Klee – der Kult des Künstlers, Neue Nationalgalerie, 31. Oktober 2008 bis 8. Februar 2009
  • 2009: Paul Klee und Feininger, Gustav-Lübcke-Museum Hamm, 22. Februar bis 24. Mai 2009
  • 2010: Klee betrügt Picasso, Zentrum Paul Klee, Bern, 6. Juni - 26. September 2010
  • 2012: Klee und Cobra: Es beginnt als Kind, KobraMuseum, Amstelveen 28. Januar bis 22. April 2012
  • 2013: "Kosmos Farbe. Itten-Klee", Martin-Gropius-Bau, Berlin, 25. April bis 29. Juli 2013
  • 2013/2014: „Paul Klee – Sichtbar machen“ Tate Modern, London, 16. Oktober 2013 bis 9. März 2014

Arbeiten (Auswahl)

  • 1903: Erfindung 3: Jungfrau im Baum/Jungfrau (traumend), Radierung auf Zink, 23,6 × 29,8 cm, Kunstmuseum Bern, Bern
  • 1907: Act, exotisch getanzt mit 2 Pflanzen, Marker auf Papier und Karton, 13,5 × 5,7 cm, Paul-Klee-Stiftung, Kunstmuseum Bern, Bern
  • 1912: Geburt in der Luft der, Federn, Karton, 7,5 × 16,4 cm, Paul-Klee-Stiftung, Kunstmuseum Bern, Bern
  • 1914 vor den Toren von Kairuan, Aquarell auf Papier auf Karton, 20,7 × 31,5 cm, Kunstmuseum Bern<
  • 1914 im Stil v. Kairouan, ins gemässigte übertragen, Aquarell und Filzstift auf Papier, mit Federn auf Karton, 12,3 × 19,5 cm, Kunstmuseum Bern
  • 1914: Erinnerung an einen Garten, Aquarell und Marker auf Papier auf Karton, 25,2 × 21,5 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • 1914: kleine Welt, Radierung auf Zink, 14,3 × 9,6 cm, Staatliche Graphische Sammlung, München
  • 1915: Pflanzenliebe, Federn auf Papier, 14,7 × 17,2 cm, Sprengel-Museum, Hannover
  • 1915: Haartrockner im Marc'schen Garten, Aquarell auf Papier auf Karton, 20 × 15 cm, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
  • 1917: Himmelsblüten über dem gelben Haus, Aquarell, 23 × 15 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgallerie, Museum Berggrün
  • 1918: Blumenmythos, Aquarell auf Gaze und Zeitungspapier auf Silberpapier auf Karton, 29 × 15,8 cm, Sprengel-Museum, Hannover
  • 1918: Endlich enttaucht das Grau der Nacht …, Aquarell, Federn und Filzstift auf Papier, auf Karton, 22,6 × 15,8 cm, Kunstmuseum Bern
  • 1919: Villa R, l auf Karton, 26,5 × 22,0 cm, Basler Kunstmuseum
  • 1920: Angelus Novus, Israel-Museum, Jerusalem
  • 1922: Tanze Du Ungeheuer zu meinem sanften Song, Aquarell und Öl auf Gaze, 40 × 29,2 cm, Guggenheim-Museum (New York), New York
  • 1922: musikalischer Nachmittag, Aquarell und Öl auf Gaze
  • 1922: Die Schweizer Maschine, Aquarell auf Papier, Federn, auf Karton, 41,3 × 30,5 cm, Museum für moderne Kunst (MoMA), New York
  • 1924: Altes Liebeslied, Gouache, Aquarell, Federn auf Papier auf Karton, 26,7 × 35,2 cm, Privatbesitz
  • 1925: Der Goldfisch. Öl und Aquarell auf Papier auf Karton, 49,6 × 69,2 cm, Kunsthalle Hamburg
  • 1926: Hohlen Bluten, Aquarell auf Papier auf Karton, 36,4 × 53,7 cm, Kunstmuseum Stuttgart, Sammlung Etta und Otto Stangl
  • 1928: Katze und Vogel, Öl auf Leinwand, 38,8 × 53,4 cm, Museum of Modern Art (MoMA), New York
  • 1929: Nekropole, Öl auf Holz, 38 × 25 cm, Museum Berggrün, Berlin
  • 1932: Anzeige Parnassum, Öl auf Leinwand, 100 × 126 cm, Kunstmuseum Bern
  • 1932: Eine Fetzen-Gemeinschaft, 26,5 × 40,0 cm, Privatbesitz
  • 1933: von der Liste gestrichen, Öl auf Papier, 31,5 × 24 cm, Klee-Museum, Bern
  • 1936: Das Tor zur Tiefe, Federn und Aquarell, Wolle auf Arton, 24 × 79 cm, Privatbesitz, Schweiz
  • 1937: Revolution der Viadukte, Öl und Wolle, 60 × 50 cm, Kunsthalle Hamburg
  • 1938 Insel dulcamara, Öl auf Zeitungspapier auf Jute, 88 × 176 cm, Kunstmuseum Bern
  • 1939/40 Ohne Titel (Stillleben), 100 × 80,5 cm, Kunstmuseum Bern

Bilder

Externe Links

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