WikiDer > Joseph Erlanger

Joseph Erlanger
Nobelpreisträger Joseph Erlanger
5. Januar18745. Dezember1965
Joseph Erlanger
GeburtslandVereinigte Staaten
GeburtsortSan Francisco
Ort des TodesSaint Louis
NobelpreisPhysiologie oder Medizin
Jahr1944
Grund"Für die Entdeckung verschiedener Typen Axone."
Zusammen mitHerbert Spencer Gasser
VorgängerHenrik Dam
Edward A. Doisy
NachfolgerAlexander Fleming
Ernst Boris Kette
Howard Walter Florey
Portal  Portalsymbol  Medizin

Joseph Erlanger (San Francisco, 5. Januar1874Saint Louis, 5. Dezember1965) war ein amerikanischPhysiologe. Er hat gewonnen in 1944 das Nobelpreis für Physiologie oder Medizin zur Entdeckung verschiedener Typen Nervenbahnen.

Biografie

Erlanger wurde in San Francisco als Sohn von Herman und Sarah Erlanger geboren, beide Einwanderer aus Süddeutschland. Nach der San Francisco Boys High School studierte er Chemie an der Universität von Kalifornien, Berkeley wo er 1895 seinen Bachelor machte. Danach ging er in die Johns Hopkins Universität Medizin zu studieren. 1899 erwarb er dort seinen Magistertitel. Nach einem Jahr Ausbildung am Johns Hopkins Hospital lehrte er von 1900 bis 1906 am Department of Physiology.

1906 wurde er Professor für Physiologie an der neu gegründeten Krankenhausschule der Universität von Wisconsinwo Gasser einer seiner Schüler war. 1911 wurde er zum Professor für Physiologie an der Washington-Universität im Saint Louis, wo er für den Rest seiner Karriere blieb. Er starb ein Jahr nach seiner Pensionierung an Herzversagen. Erlanger war mit Aimée Hirstel verheiratet, zusammen hatten sie zwei Töchter (Margaret und Ruth) und einen Sohn (Herman).

Arbeit

In Zusammenarbeit mit Gasser untersuchte Erlanger die Elektrophysiologie von dem nervöses System. Dabei entwickelten sie a Kathodenstrahlröhre-Oszilloskop das erlaubte ihnen, Aktionspotentiale in Nerven zu studieren.[1][2] Basierend auf der Geschwindigkeit teilten Erlanger und Gasser die Nervenfasern von Säugetieren in drei Klassen ein, nämlich Typ A (20-100 m/s), Typ B (10 m/s) und Typ C (1 m/s) und wieder Typ A vier Untergattungen A-alpha (A-α), A-beta (A-β), A-gamma (A-γ) und A-delta (A-δ). Für diese Arbeit erhielten Erlanger und Gasser 1944 gemeinsam den Nobelpreis. Ihre Forschungsarbeiten erwiesen sich als von großer Bedeutung für das Verständnis des Schmerzmechanismus und der Reflexbewegung.