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Hugo Theorell
Nobelpreisträger Hugo Theorello
6. Juli190315. August1982
Hugo Theorello
GeburtslandSchweden
GeburtsortLinköping
Ort des TodesStockholm
NobelpreisPhysiologie oder Medizin
Jahr1955
GrundFür Recherchen zu Enzyme und ihre Aktivitäten, insbesondere oxidative Enzyme
VorgängerJohn Franklin Enders
Thomas Huckle Weller
Frederick Chapman Robbins
NachfolgerAndré Cournand
Werner Forssmann
Dickinson Richards
Portal  Portalsymbol  Medizin

Axel Hugo Theodor Theorello (Linköping, 6. Juli1903Stockholm, 15. August1982) war ein SchwedischBiochemiker und Nobelpreisträger. 1955 gewann er den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Forschungen zu Enzyme und ihre Aktivitäten, insbesondere oxidative Enzyme.

Biografie

Theorell wurde als Sohn von Thure Theorell und seiner Frau Armida Bill geboren. Im Alter von drei Jahren wurde er von Poliomyelitis der ihn teilweise lähmte, sich aber erholte. Er hat sein Gymnasium besucht katedralskolan in Linköping, wo er 1921 seinen Abschluss machte. Anschließend studierte er Medizin an der Karolinska-Institut. 1924 erhielt er seinen Bachelor of Medicine. Nach seinem Bachelor studierte Theorell drei Monate Bakteriologie zum Pasteur-Institut im Paris, unter Professor Albert Calmette. 1930 promovierte er mit einer Theorie über die Lipide von dem Blutplasma. Nach seinem Magisterabschluss wurde er zum Professor für physiologische Chemie am Karolinska-Institut berufen.

Er war auch kommissarischer Leiter der Forschungsabteilung des Nobel-Instituts. Er war der erste Forscher an diesem Institut, der den Nobelpreis erhielt. Seine Frau Elin Margit Elisabeth Alenius war professionelle Pianistin; Er selbst war ein talentierter Geiger. Aus der Ehe (1931) stammen eine Tochter (Eva Kristina, die bereits 1935 gestorben ist) und drei Söhne (Klas Thure, Henning Hugo, Per Gunnar Tores) geboren.

Arbeit

Theorell verbrachte seine gesamte Karriere mit der Erforschung von Enzymen. Theorell erhielt 1932 als erster Myoglobin in kristalliner Form, ein sauerstoffbindendes Protein, das in großen Mengen in der Muskulatur vorkommt. Zusammenarbeit mit Nobelpreisträger Otto Warburg am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin (1933-1935) entdeckte er in Hefe ein leuchtend gelbes Enzym und stellte dann fest, dass es aus zwei inaktiven Teilen besteht: einem Nichtprotein-Coenzym (dem gelben Riboflavin-5'-phosphat) und ein Protein Apoenzym.

Seine Arbeit bildete die Grundlage für die Erforschung von Alkoholdehydrogenase (ADH), eine Gruppe von Enzymen, die Alkohol in den Nieren zerfallen. Er entwickelte einen Blutalkoholtest, der in Schweden und Westdeutschland seit langem verwendet wird, um die Nüchternheit mutmaßlich betrunkener Fahrer zu messen. Für seine Arbeit erhielt Theorell Kreeg Ehrendoktorwürde an Universitäten in Frankreich, Belgien, Brasilien und der Vereinigte Staaten.