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Collegium Trilingue
Fassade des Collegium Trilingue 2010

Es Collegium Trilingue, ebenfalls Collegium trium linguarum, Collegium Buslidianum, College of Dry Tonghen, oder, im modernen Niederländisch, dreisprachiges College, war eine Bildungseinrichtung in den drei biblischen Sprachen – Latein, Altgriechisch und hebräisch - zum Universität Leuven. Es war das erste seiner Art und existierte 280 Jahre lang, zwischen 1517 und 1797.

Stiftung

Hieronymus Busleyden

Das Collegium Trilingue wurde mit einem bedeutenden Nachlass aus dem Nachlass von gegründet Hieronymus Busleyden (um 1470-1517). Busleyden war ein Luxemburger mit beträchtlicher Abstammung: sein Vater war ein Stadtrat von Karl der Kühne. Er wurde als Rechtsanwalt ausgebildet in Löwen (1490er Jahre), Orleans (spätes 15. Jahrhundert) und Padova (1501-1503) und während dieses Studiums war er bereits in Kontakt mit Desiderius Erasmus, einer der führenden Intellektuellen der Zeit. Busleyden machte Karriere als oberster Richter unter Philipp der Schöne, der ihn zum Berater des Großer Rat von Mechelen. Darüber hinaus war er ein humanistischer Mäzen, Kunst- und Musikliebhaber. Den Hof van Busleyden in Mechelen baute er ab 1503 zu einem Renaissanceschloss aus, das unter anderem Thomas More blies seine Socken aus („… ut me plane obstufefecerit …“[1]). Busleyden starb unerwartet im August 1517, als er erkrankte Bordeaux, auf dem Weg nach Spanien mit einer diplomatischen Mission. Das Gründungsdatum des Collegium Trilingue ist der 22. Juni 1517, der Tag, an dem er sein Testament unterzeichnete.

Erasmus

Erasmus hatte seinen Freund Busleyden über den praktischen Aufbau und die Organisation der neuen Stiftung beraten, die sich aus den testamentarischen Verfügungen ergeben sollte. Ein Dutzend Stipendien sollten für benachteiligte Studenten eingerichtet werden, eine begrenzte Zahl zahlender Internatsstudenten wurde in das neue College aufgenommen und vor allem drei Stipendien, um renommierte Professoren in jeder der drei Sprachen zu gewinnen. Ihr Unterricht wäre kostenlos und öffentlich. Ein Präsident überwachte den Geschäftsgang und war für Einnahmen und Ausgaben verantwortlich. Erasmus selbst hatte nie eine offizielle Position am Collegium Trilingue inne, aber als Humanist mit vielen Verbindungen und auf dem Höhepunkt seines europäischen Ruhms war er in den Anfangsjahren die wichtigste leitende und inspirierende Kraft. Er blieb es auch nach seiner Abreise aus Leuven bis zu seinem Tod im Jahr 1536.

Ursprünglich war beabsichtigt, die neue Stiftung an eine bestehende Hochschule der Universität anzubinden. Das scheiterte am Widerstand der Kunstschule, der Konkurrenz fürchtete: Immerhin wurde Artes auch Latein beigebracht. Dies führte zu zusätzlichen Problemen, einschließlich der Unterbringung. Im April 1519 wurde ein Gebäudekomplex mit dem Haupteingang an der Fischmarkt.[2] Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde es im Oktober 1520 eingeweiht. Neben Kapelle und Hörsaal gab es eine Küche, eine Mensa, Unterkünfte für die ansässigen Studenten und Professoren (Zugang über den 'Wentelsteen') und eine Bibliothek mit schwerer Tür, Klinken und Schloss: Busleydens wertvolle Bücher- und Handschriftensammlung war hier ein Ort, nachdem er mit dem Boot von Mechelen überführt wurde. Es gab jedoch kein Warten auf den Beginn des Unterrichts: Die mutigen Interventionen von Erasmus sorgten dafür, dass Matthew Adrianus Adrian (ca. 1475-nach 1521) gab den ersten Hebräischunterricht ab März 1518, und zwar ab 1. September desselben Jahres Hadrian Barlandus (1486-1536) und Rütger Rescius (c. 1495-1545) folgte ihm für Latein bzw. Griechisch.

Die Aufnahme des neuen Kollegs innerhalb der Universität verlief nicht reibungslos. Das Kürzliche ReuchlinAffäre in Köln und die ersten Demarchen von Luther in Deutschland verstärkte sich die Abneigung einiger Theologen gegen das Studium der griechischen und hebräischen Sprache, und die Philosophische Fakultät wollte eine ungeteilte Kontrolle über den Sprachunterricht. Langwierige Verhandlungen und Interventionen wichtiger Persönlichkeiten (u.a. des zukünftigen Papstes) Adrian VI) führte schließlich zur Anerkennung des Collegium Trilingue als universitäre Einrichtung. Dennoch wurde sie nie in die Kunstfakultät eingegliedert und erst im März 1520 vom Universitätsrat angenommen.

Das 16. Jahrhundert: Eine Blütezeit

Das neue College hatte einen schweren Start. Neben den materiellen Problemen und dem angespannten Verhältnis zu den beteiligten Fakultäten lief es auch bei den ersten Dozenten nicht so rund. Adrianus (Hebräisch) verschwand bereits im Juli 1519 und seine unmittelbaren Nachfolger zuerst Robert Wakefield (gest. 1537) und dann Robert Sherwood – beide Engländer – blieben nur kurze Zeit. Barlandus (lateinisch) verließ im November 1519 und wurde von opgevolgd . abgelöst Conrad Goclenius (1490-1539). Rescius (Grieche) landete sogar vorübergehend im Gefängnis. Das Sprachstudium am Collegium Trilingue sowie Erasmus selbst wurden in offenen Auseinandersetzungen und Predigten von einigen Theologieprofessoren angegriffen. James Latomus (ca. 1475-1544) veröffentlichte in seiner Fakultät die Kritik der theologischen Fakultät Dialog (1519) erwähnte ein anderer Theologe den Namen von Erasmus zusammen mit dem von Luther, und ein anderer beschuldigte ihn offen der Ketzerei.

Dieser schwierige Start verhinderte jedoch nicht einen fast sofortigen und überraschenden Erfolg. Die neue wissenschaftliche Methode, die Erasmus förderte, war eine Erweiterung dessen, was die Wat Italienische Humanisten tat mit Literatur aus der Griechische und römische Antike. Eine Anwendung davon auf die Bibelstudium hätten Lorenzo Valla (c. 1407-1457) befürwortet in seinem Anmerkungen im Novum Testamentum, von dem Erasmus 1504 eine Kopie sah. Diese Methode wurde unter dem Motto „Anzeigenschriftarten!“: Die wissenschaftliche Forschung musste sich auf die Materie selbst stützen und nicht auf überlieferte Aussagen von Generationen von ‚Autoritäten'. Um diese Quellen recherchieren zu können, waren die am Collegium Trilingue vermittelten Sprachkenntnisse erforderlich, was in den ersten Jahren bereits Hunderte von Studenten aus der ganzen Welt nach Leuven lockte, um den kostenlosen Unterricht an der neuen Hochschule zu nehmen.

Bereits im ersten Jahrzehnt seines Bestehens zwang der große Zustrom von Schülern den Ausbau der Klassenräume, und selbst dann musste Goclenius wenige Jahre später seinen Unterricht aus Platzgründen zweimal geben. Die Zahl der Bewohner (Präsident, Professoren, Stipendiaten, Internatsstudenten, Mitarbeiter) war während dieser Zeit auf etwa zwanzig begrenzt. Für sie gab es neben dem Unterricht eine Routine von Messen und gemeinsamen Mahlzeiten. Die Schüler führten Hausarbeiten aus und hatten ein Spielfeld für Pelota. Das Essen war reichhaltig und abwechslungsreich und bei festlichen Anlässen (zB Besuch von Erasmus) konnte die Speisekarte beeindruckend sein.

Im ersten halben Jahrhundert nach seiner Gründung zählte das Collegium Trilingue zu seinen Lehrern so prominente Persönlichkeiten wie Peter Nannius (1496-1557), Nachfolger von Goclenius auf dem Lehrstuhl für Latein von 1539 bis 1557 und aufgeführt als Virgil-Kommentator (Deuterologiae sive spicilegia Petri Nannii Alcmariani im Quartum librum Aeneidos Virgilii, 1544). Sein Nachfolger Cornelius Valerius (1512-1578) war der Lehrer von Justus Lipsius (1547-1606). Wieder auf Vergil angewiesen und Cicero, die beide zu den am Trilingue intensiv studierten Autoren gehörten, verfasste er eine Reihe von Lehrbüchern unter anderem zu Grammatik und Rhetorik (Grammaticarum institutionum libri, 1550; In universam bene dicendi rationem tabula, 1558). Beide Werke wurden bis weit ins 17. Jahrhundert hinein vielfach nachgedruckt. Unter den Alumni der damaligen Zeit finden wir eine Vielzahl von Namen, die auf allen möglichen Gebieten, auch außerhalb der Philologie, besondere Bekanntheit erlangten: Kartographen, Antiquare und Historiker, Bibelausleger, Pädagogen, Mediziner (u.a dodoens und Vesalius), Rechtsanwälte und Staatsmänner.

Diese Blütezeit ging im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts zu Ende. In dieser Phase des Achtzigjähriger Krieg Leuven wurde von einer spanischen Garnison besetzt. Stadt und Umgebung wurden gründlich geplündert, es herrschten Pest und Hungersnot und die Universität hatte kaum noch Studenten. Auch im Collegium Trilingue wurde Unterricht gegeben, die Studenten blieben weg und die Professoren verließen ihre Stellen.

17. und 18. Jahrhundert

Justus Lipsius, Professor für Latein an der Collegium Trilingue.

Um die Jahrhundertwende, zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert, wurde das Collegium Trilingue trotz der Berufung des bedeutenden Humanisten und Philologen Justus Lipsius zum Professor für Latein 1592 vernachlässigt und baufällig. Unter einem neuen Präsidenten wurden die Gebäude restauriert und auch die griechischen und hebräischen Stühle 1606 und 1612 wieder besetzt. Obwohl die großen Höhen von damals nie wieder erreicht wurden, erlebte die Hochschule in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts einen neuen Aufschwung. Erycius Puteanus (1574-1646), der überschwängliche Schüler und Nachfolger von Lipsius – er war unter anderem wütend über die Kürzung der Lehrergehälter im 17. Jahrhundert – hatte fast vierzig Jahre lang den Lehrstuhl für Latein inne. Sein internationales Ansehen als Pädagoge war unbestritten. Sein Kollege und Zeitgenosse Valerius Andreas (1588-1655) neben dem Lehrstuhl für Hebräisch hatte er weitere Aufgaben als Historiker und als Universitätsbibliothekar. Nicolaus Vernulaeus (1583-1649) folgte Puteanus von 1646 bis zu seinem Tod im Jahr 1649 Academia Lovaniensis (1627), eine Geschichte der Universität Leuven, argumentierte er, dass das Collegium Trilingue in allen Wissenschaftszweigen erstklassige Persönlichkeiten hervorgebracht habe.

Danach verblassten Ruf und Erfolg allmählich. Manchmal gab es noch ein Aufflammen durch markante Persönlichkeiten, wie im zweiten Viertel des 18. Jan Gerard Kerkherdere (1677–1738) als stellvertretender Lateinlehrer und Jean-Noel Paquot (1722-1803) wenig später auf dem hebräischen Stuhl. Von letzteren sind die Memoirs pour servir à l'histoire littéraire des dix-sept Provinces des Pays-Bas, de la principauté de Liège, et the quelques contrees voisines (1763-1770, 18 Bde.) noch heute eine wichtige Informationsquelle zur Geschichte der Trilingue. Für die Professoren stand der Sprachunterricht an der Hochschule oft (und manchmal auch aus Notwendigkeit) nicht mehr im Vordergrund, sondern kombinierte ihn mit anderen Aufgaben, vor allem in den juristischen und theologischen Fakultäten. Das Collegium Trilingue überlebte, gedieh aber nicht wirklich.

Der lateinische Lehrstuhl wurde nach 1768 nicht mehr besetzt, und das Collegium Trilingue wurde wie der Rest der Universität university Französische Besatzung 1797 abgeschafft; Die Gebäude wurden verkauft. Nach dem Neugründung der Universität 1834 wurde das College nie wieder eingesetzt. Ein Versuch des Rektors Paulin LadeuzeUm zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur die Gebäude für die Universität zurückzugewinnen, sondern auch ein internationales Zentrum des Humanismus zu schaffen, wurden die Wechselfälle rund um die Erster Weltkrieg. Auch ein späterer „Masterplan“ aus den 1970er Jahren wurde nicht realisiert. Aus dem einst renommierten Collegium Trilingue wurde der Baustein am Vismarkt als Sozialwohnung, Druckerei, Eisfabrik, Heringsräucherei... ein wohlwollender Euphemismus im Ausland.

Die Bildung

Latein

Der Lateinunterricht am Trial College in Leuven hat eine ebenso lange Geschichte wie die des Colleges selbst (16.-spätes 18. Jahrhundert). Seine Existenz erlebte zwei große Blütezeiten, die durch den Krieg (Ende des 16. Jahrhunderts) unterbrochen wurden und in einer Konvergenz mit den theologischen Wissenschaften endeten. Die Lehrer behaupteten sich, indem sie Unterrichtsinhalten und -methoden ihren eigenen Stempel aufdrückten, obwohl Kontinuität keine Ausnahme war.

Im Allgemeinen bestand die Lehrmethode des Lateinstudiums aus einer Kombination mittelalterlicher Elemente und neuer, humanistischer Ansätze, die eine Veränderung des Wissenserwerbs, der Beherrschung und des Studiums klassischer lateinischer Texte bewirkten. Auch die Unterrichtsmethode der verschiedenen Lehrer hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Während in den ersten Jahren der Schwerpunkt auf Poesie und Rhetorik lag, nahm später die Geschichtsschreibung einen wichtigeren Platz ein. Die Beachtung einer aktiven Beherrschung des Lateinischen blieb von höchster Bedeutung. Gepaart mit einem vertieften Studium der antiken Literatur soll dies auch die Moral der Jugendlichen schärfen. Diese Dualität zwischen Sprache und Moral wurde in der Geschichte des Kollegiums weiterhin stark nachgeahmt.

Der erste Professor für den Lateinunterricht am Trilingual College war Hadrianus Barlandus (1486-1538), ein Zeelander, der bereits als Privatlehrer erfolgreich war und später noch berühmter wurde Rhetor Publicus („öffentlicher Professor für Beredsamkeit“) an der Fakultät für Artes (ab 1526). Mit diesem ersten, 1518, wurde auch die Lehrmethode des Mittelalters kritisiert und damit die Innovation. Er verzichtete auf die überbordenden Kommentarmengen, die die scholastische Tradition ihren Schülern beim Lesen von Literatur aufzwang, und wählte für sich die besten Vorschriften aus den Grammatiken aus. Eine Fortsetzung eines mittelalterlichen Trends findet sich jedoch unter anderem in der Bevorzugung der Fabeln von Äsop, die beliebt und frei von Obszönitäten waren, was sie sowohl in früheren Zeiten als auch während des Lateinunterrichts des Dreisprachigen Kollegs zu idealen Unterrichtsmaterialien machte. Daneben waren auch Cicero und Quintilian neben den Dichtern Virgil (Epos) und Terentius (Komödie). Die Rhetoriker dienten als Vorbild für das Ideal der vir bonus dicendi peritus, 'der (moralisch) gute Mann, geschickt im Sprechen (ein korrektes Latein)'. Das Rhetorik nimmt jetzt einen herausragenden Platz innerhalb der trivial. Das Dialektik, die das Mittelalter bevorzugte, erreichte eine Ebbe, ohne zu verschwinden.

Der Nachfolger von Barlandus 1519, Conrad Goclenius (1490-1539), machte es sich zur Aufgabe, die ihm zugewiesene Literatur mit seinen Schülern sorgfältig zu lesen und Latein mehr als einmal zu wiederholen und zu paraphrasieren. Ziel war es, dem Schüler gründliche Kenntnisse der Sprache zu vermitteln, sie durchdringen zu lassen und einen reichen Wortschatz einzuführen. Auch Cicero stand für ihn im Mittelpunkt, sowohl in seinen pädagogischen Ideen, als auch als zentraler Autor in seinem Unterricht. Sein Ruhm in Europa spiegelt sich in seinen Beziehungen zu Staatsmännern wie Antoine Perrenot de Granvelle und Viglius ab Aytta Zuichemus, in diesem Fall beide ehemalige Studenten, steigerten auch den Status und den Ruhm des Collegiums.

1539 trat Petrus Nannius (1496-1557) die Nachfolge von Goclenius an, der viele Veröffentlichungen in lateinischer Sprache verfasste, darunter Übersetzungen griechischer Texte. Er ließ auch Vergils Kommentare drucken. Es war auch dieser Epikus, der oft im Mittelpunkt seines Lehrplans stand. Nannius konzentrierte sich bei der Lektüre der Klassiker wie üblich auf Realien und schwierige Passagen, Textprobleme und Kritik, aber er hatte auch ein Interesse und Interesse an der Psychologie von Charakteren z Aeneis. Als Experte für Griechisch förderte er die gleichen Kenntnisse auch bei seinen Schülern: In seinem Unterricht zog Nannius Parallelen zu Passagen in Homer und Apollonius von Rhodos. Dies war jedoch nicht selbstverständlich: Der Professor lieferte daher immer lateinische Übersetzungen, wenn griechische Zitate diskutiert wurden.

1557 bestieg ein Schüler von Goclenius den Lehrstuhl. Cornelius Valerius (1512-1578) war wie seine Vorgänger bereits Hauslehrer. Während dieser Zeit entstand seine Unzufriedenheit mit zeitgenössischen Lehrbüchern und er bemühte sich, eigene Lehrbücher über Grammatik, Rhetorik, Logik, Ethik und sogar elementare Astronomie zu schreiben. Inklusive seinem Handbuch Grammaticorum institutionum libri IV wurde über viele Jahre ein Bestseller. Cicero und Virgil waren nicht nur von zentraler Bedeutung für Valerius' Lehren, sondern dienten auch als Beispiel in den Handbüchern. Seine Lehrmethode war prägnant: auf kurzem Weg zu guten Sitten und einem „überlegten Lernen“ zu gelangen.

Der Durchzug der spanischen Armee während des Achtzigjährigen Krieges und die damit verbundenen Plünderungen brachten das Collegium Trilingue in eine schwierige Lage. Es musste acht Jahre lang geschlossen werden. Trotzdem blieben die Bildungsverantwortlichen. 1586 leitete Guilielmus Huysmannus (ca. 1550-1613) die lateinische Richtung, die wegen der Unruhen keine große Karriere vor sich hatte. Obwohl sein Nachfolger berühmter war, litt Justus Lipsius (1547-1606) 1592 auch unter politischen Problemen. Er war bereits Professor in Jena und Führen und war ein Schüler von Cornelius Valerius an der Trilingue gewesen. Mit Lipsius verlagerte sich der Schwerpunkt der Ausbildung: Livius und andere Historiker wurden jetzt bekannt. Große Aufmerksamkeit wurde Realien und historischen Aspekten wie Religion, Recht und Staatsmännern gewidmet. Nicht nur die klassischen griechischen und lateinischen Quellen waren wichtig, sondern auch zeitgenössische Quellen wurden studiert (eine Praxis, die bereits bei den Vorgängern von Lipsius üblich war). Doch weder Lipsius' Bildung noch sein Ruhm konnten das Collegium zu Ruhm verhelfen.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der Lateinunterricht als erste der drei Sprachen 1606 mit Erycius Puteanus (1574-1646) als Professor wieder aufgenommen. Obwohl das Collegium in großen finanziellen Schwierigkeiten steckte, konnte der Unterricht beginnen. Puteanus genoss internationales Ansehen als Pädagoge, was zu einem neuen Zustrom ausländischer Studenten führte. Er muss im Unterricht viele Autoren gelesen haben. Der zentrale Platz, den die Geschichtsschreibung im Lehrplan einnahm, seit Lipsius von Puteanus übernommen wurde, erwartete von den Studierenden eine gründliche Exegese historischer Texte. Außerdem Cicero und Seneca auf dem Programm und auch die Werke von Puteanus selbst standen im Rampenlicht. Letztere Werke waren historiographischer, moralphilosophischer und pädagogischer Natur. Puteanus bezauberte seine Schüler auch mit Auszeichnungen und Veröffentlichungen für die harte Arbeit, die sie geleistet hatten.

Das Hauptlernziel des Collegium Trilingue war die Beherrschung der Sprache. In der Praxis war dies wichtiger als die Theorie: Ein aktiver Umgang mit Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen wurde bevorzugt. Dies zeigte sich auch in der Lehre von Puteanus: Der allgemeine Zweck seiner Lehre war es, die Regentenklasse so zu formen, dass sie in ihrem Dienst für Monarch, Vaterland und Gott ein Grundwissen beherrschten, das sie zu ethischem Handeln und mit Überzeugung auszudrücken. Dieses Grundwissen musste aus den zahlreichen Weisheiten der Antike gezogen werden, die Überzeugungskraft aus dem Stil und der Eleganz des Lateinischen. Sprache und Moral waren wieder die wichtigste Verbindung in der Studie.

Nach 40 Jahren Lehrtätigkeit wurde Puteanus 1646 von Nicolaus Vernulaeus (1583-1649) abgelöst. Er genoss auch internationalen Ruhm, der Studenten aus ganz Europa anzog. Das Ziel von Puteanus, die Regentenklasse zu erziehen, blieb unverändert. Bernardus Heymbachius (ca. 1620-1664) durfte 1649 als Professor für Latein arbeiten. Vermutlich setzte er auch die Tradition von Lipsius und Puteanus fort, nach seiner Lehrtätigkeit in Köln und Maastricht. Er war ein vielseitiger Latinist: Er praktizierte selbst Prosa, Poesie, Schauspiel, zeitgenössische und theologische Literatur. Stilistisch stellte er sich seinen beiden Vorgängern entgegen: Heymbachius bevorzugte einen bombastischeren Stil mit begehrten Bildern und Gelehrsamkeit.

Während der Heymbachius-Professur an der Alter Markt das Trinity College im Jahr 1657. Sein Programm in klassischen Studien war dem des Collegium Trilingue mit Autoren wie Seneca, Cicero, Virgil, Ovid und Geschichtsschreiber wie Caesar, Cornelius Neposo und Florus. Außerdem wurden Handbücher in Rhetorik und Poesie produziert.

In den folgenden Jahren intensivierte sich die Beziehung zwischen der Theologie des Trinity College und den klassischen Studien des Trinity College. Zum Beispiel wurde Latein für das Collegium Trilingue manchmal aus dem Korps der Professoren rekrutiert, die am Trinity College lehrten, und viele von ihnen hatten auch Theologie studiert. Christliche Texte und Theologie sind bereits mit . in die Lehre des Collegiums eingegangen Christianus Van Langendonck (1630-1672, Amtsantritt 1664), Johannes Baptista Victor De Schuttelaere (ca. 1638-1683, Amtsantritt 1669) und Dominic Snellaerts (1650-1720, Amtsantritt 1683). Snellaerts wäre auch einer der letzten, der für reines Latein bekannt war, mit einer gründlichen Gelehrsamkeit. Sie entfernten sich allmählich vom Unterricht des klassischen Latein rein gesungen.

Über die Ausbildung des Trilingue und seiner Professoren nach Snellaerts ist wenig bekannt. Ab 1705 könnte vielleicht ruhig und regelmäßig Lateinunterricht erteilt werden, mit Professoren mit überwiegend theologischem Hintergrund. Es wurde wenig veröffentlicht und es ist auch unklar, welche Aufmerksamkeit sie den lateinischen Sprachkenntnissen ihrer Schüler schenkten oder ob sie das Lateinstudium als eine Erweiterung der Religionswissenschaft sahen. Gerardus Johannes Kerkherdere (1677-1738) war einer der letzten Latinisten, der dem Lateinischen einen Vorrang einräumte. So ließ er seine Beredsamkeit und Sprache zum Beispiel noch am habsburgischen Hof in poetischer Form sprechen Karel VI (1685-1740). Ab dem 18. Jahrhundert kümmerte sich das Trinity College um die Neuerscheinungen zu Grammatik, Metrik, Textausgaben etc. des Lateinischen.

Übersicht der Latein-Professoren

griechisch

Schon vor der Gründung des Collegium Trilingue 1517 wurde in Leuven Griechisch gelehrt, insbesondere von Rutger Rescius (ca. 1495-1545) und Adrian Amerot (Hadrianus Amerotius; ca. 1495-1560), beide Schüler von Girolamo Aleandro (1480-1542). Paris, wo Rescius und Amerot den Lehren von Aleandro folgten, und bildeten somit ein wichtiges Bindeglied zwischen Italien und den Niederlanden im Aufstieg des Griechischen. Amerots Unterricht, den er ab 1513, kurz nach seiner Ankunft in Leuven, organisierte, kann man in gewisser Weise als „Griechisch für Anfänger“ bezeichnen und neben dem Unterrichten machte sich Rescius auch durch die Erstellung von Grammatiktabellen nach dem Vorbild der Grammatik von Theodore Gaza. Diese Tabellen diktierte er seinen Schülern im Winter 1515-1516. Außerdem war das College nicht der einzige Ort, um Griechisch zu lernen. Neben dem Selbststudium konnten sowohl innerhalb als auch außerhalb von Leuven Privatlehrer hinzugezogen werden.

Im Allgemeinen sind die Kurse in Griechisch in drei Perioden unterteilt. Die erste und erfolgreichste dauerte von 1518 bis 1578. Während dieser Zeit waren Rescius, Amerot und Theoderich Langius, der Nachfolger von Amerot, dem Griechen nach dem Vorbild ihres Lehrers Aleandro. Rutger Rescius war daher der erste, der den griechischen Lehrstuhl innehatte (1518-1545). Als Erasmus sich jedoch auf die Suche nach einem Griechischprofessor machte, dachte er erst gar nicht an Rescius. Schließlich wählte er einen byzantinischen Gelehrten als Janus Lascaris, aber nach vielen Verwicklungen bot er Rescius dennoch den Platz an. Der Brief, den Erasmus an Lascaris schickte, kam zu spät und Lascaris verlangte obendrein ein zu hohes Gehalt. Mit anderen Worten, Erasmus war gezwungen, einen lokalen Hellenisten wie Rescius zu wählen. Die Karriere von Rescius verlief jedoch nicht reibungslos, da er verheiratet war und sich außerhalb des College niedergelassen hatte, was gegen die Regeln des Collegium Trilingue verstieß. EIN spartanisch von Rom Erasmus schickte daher einen Brief mit der Nachricht, dass er den griechischen Vorsitz übernehmen wolle. Es wurde jedoch entschieden, dass Rescius seinen Posten behalten durfte, da Erasmus sich davor scheute, diesem Spartaner blind zu vertrauen, da er eine potenzielle Gefahr für die Moral darstelle, so der Rotterdamer Humanist. Neben seinem Lehrstuhl betrieb Rescius ab 1529 auch eine lukrative Druckerei. Als Drucker und Griechischprofessor konnte er den Lehrplan leicht selbst bestimmen. Außerdem, Dirk Martens Im selben Jahr stellte er seine Druckerei ein, daher wollte Rescius das entstandene Vakuum füllen, indem er selbst ein Unternehmen gründete.

Nach Rescius war Adrien Amerot Professor für Griechisch am College (1545-1560). Schon kurz vor seiner Ernennung 1545 hatte er Rescius abgelöst und er selbst wurde oft ersetzt, ua durch Theodor(ic)us Langius, der später der dritte Griechischprofessor (1560-1578) wurde. Amerot hat auch eine Grammatik für Griechisch unter dem Titel Kompendium Graecae Grammatiken (gedruckt in Leuven, 1520, von Dirk Martens), die erste griechische Originalgrammatik aus den Niederlanden. Diese enthält Diagramme, die dem Schüler beim Auswendiglernen helfen und arbeitet auch mit allgemeinen Regeln (den sogenannten Verordnung oder Kanonen) und Ausnahmen. Obwohl das Werk nicht so handlich ist, war es dennoch eine Grammatik für Anfänger, da es sich hauptsächlich mit Morphologie beschäftigt und weitgehend auf Syntax verzichtet. Außerdem enthält diese Grammatik eine kurze Erläuterung der Besonderheiten der verschiedenen griechischen Dialekte. Dieser Band erschien aus der Pariser Ausgabe von 1530, gedruckt von Gerard Morrhy, mehrfach in eigenständiger Form bis ins 18. Jahrhundert, als Hilfestellung für diejenigen gedacht, die griechische Poesie aufnehmen wollten. Es Kompendium kannte nur eine Ausgabe, aber es war ein großer Erfolg. Theodoricus Langius schloss die Reihe der 'Aleandrian'-Stuhlhalter; einige seiner Unterrichtsvorbereitungen werden noch heute in der Universitätsbibliothek Leuven aufbewahrt.

Während der zweiten Phase, die etwa die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts einnimmt, sind es vor allem Rechtsgelehrte, die Griechisch lehren. Anzumerken ist hier, dass sich auch die griechischen Professoren des 16. Jahrhunderts für Rechtswissenschaften interessierten. Rescius beispielsweise veröffentlichte zusammen mit Petrus Nannius, dem dritten Lateinprofessor an der Hochschule, eine Ausgabe von Theophilus (1536). Mit Guilielmus Fabius (1578-1590) beginnt diese zweite Periode. Berichten zufolge schrieb er einen Auszug aus dem Griechischen Syntax. In den Jahren, in denen er lehrte, durchlebte die Universität Leuven eine schwierige Zeit: Leuven kämpfte mit einer Pestepidemie und gleichzeitig fand eine Invasion der spanischen Truppen statt. Dadurch sanken die Einkünfte der Hochschule sichtlich, wodurch die Professoren kaum noch Gehälter erhielten und fast keine Stipendien vergeben werden konnten. Fabius wurde bei einem Studentenaufstand von 1590 sogar von seinen Schülern getötet.

Nach Fabius, dem College Gerard Corselius als fünfter Professor für Griechisch (1591-1596). Es hat jedoch zehn Jahre gedauert, bis Henricus Zoesius besetzte den nach Corselius 1596 (1606-1607) vakant gewordenen Posten. Aufgrund der prekären Situation der Hochschule in dieser Zeit wurde erst beim Wiederaufbau ein Nachfolger ernannt. Leuven war in den 1590er Jahren durch die Gewalt des Krieges geleert worden. Auch Zoesius blieb nur anderthalb Jahre: Er trat zurück, als ihm der Lehrstuhl für Zivilrecht angeboten wurde. Dies deutet sofort darauf hin, dass es in dieser Zeit prestigeträchtigere Positionen als die griechische Lehrstuhlinhaberin beim Trilingue gab.

Dann hielt Peter Castellan der Lehrstuhl für Griechisch (1609-1632). Er hat das Werk geschrieben , sive de Festis Graecorum syntagma, in quo plurimi antiquitatis rite illustrantur. Es handelt sich, wie der Titel schon sagt, um die griechischen Riten. 1632 trat er jedoch zurück, weil die Medizin seine Aufmerksamkeit zu stark beanspruchte, um noch genügend Zeit für den Lehrstuhl für Griechisch zu haben. Der Diplomat und Rechtswissenschaftler Peter Stockmans ernannt (1632-1643). Er bekleidete sowohl den Lehrstuhl für Griechisch als auch die Juristische Fakultät und trat 1643 zurück, um Mitglied der Rat von BrabantIn der letzten Periode (ca. zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts–spätes 18. Jahrhundert) haben vor allem Akademiker mit theologischem Profil an der Trilingue Griechisch gelehrt. Viele Spuren der Aktivität aus dieser Zeit sind nicht überliefert. Das liegt zum Teil an Traditionslücken, aber auch daran, dass einige griechische Professoren ihre Aufgabe nicht als vorrangig betrachteten. Der erste Lehrstuhlinhaber dieser Zeit war der Ire Matthew Theige. Über seine Lehrmethoden und die seiner Nachfolger ist wenig bekannt.

Von Jan Hubert Josef Leemput (1782-1787) ist im Gegensatz zu den früheren Professoren etwas erhalten geblieben, nämlich die von ihm niedergeschriebene Grammatik des Griechischen. Dieser trug den Titel Institutionen Linguae Graecae 1782 in Löwen veröffentlicht. Der Drucker dieser Grammatik ist unbekannt. Dies ist didaktisch im Design und konzentriert sich hauptsächlich auf die Morphologie. Die Grammatik von Leemput enthält viele Übersichten und Tabellen, ist scharf und klar formuliert und enthält auch Übungen. Diese Grammatik ist jedoch nicht sehr tief. Leemput diskutiert zum Beispiel nur drei Paradigmen, wenn es um die Morphologie von Substantiven geht, obwohl auch die sehr häufigen Ausnahmen wie πολύς, „viele“ und μέγας, „groß“, diskutiert werden. Auch die Syntax wurde nicht ausführlich diskutiert und richtet sich an die Lesepraxis. Afgezien van deze grammatica rest er niets van Leemputs verdere activiteit als docent Grieks.

De colleges Grieks bestonden voornamelijk uit een doorgedreven lectuur van kerkvaders en van heidense Griekse, doorgaans Attische, teksten van klassieke of laatantieke auteurs. De heidense auteurs werden evenwel in een christelijk licht gelezen door ze te zien als morele exempla die christelijke waarden uitdroegen. Dat Attische auteurs centraal stonden, wil echter niet zeggen dat andere dialecten uit den boze waren. Zo werden bijvoorbeeld Homerus met zijn uniek taaleigen en de Dorische idyllen van Theocritus al vroeg gedrukt bij Dirk Martens. Dit is mogelijk te wijten aan Aleandrijnse invloed: Aleandro las eveneens Theocritus in Parijs.

Om erachter te komen hoe het eraan toe ging in een les Grieks aan het Trilingue bieden geannoteerde tekstboeken en lesvoorbereidingen van professoren een spoor. Het probleem met deze uitgaven en voorbereidingen is echter dat ze schaars zijn en ook voor het overgrote deel uit de 16de eeuw afkomstig zijn. Men kan op basis hiervan dus geen conclusies trekken voor de lespraktijken gedurende de hele geschiedenis van het college, maar ze bieden wel een beeld van de lessen van Rescius, Amerot en Langius. Doorgaans koos de professor een tekst, waarbij hij soms rekening hield met de voorkeur van zijn studenten. Vervolgens gaf hij een inleiding die vaak de volgende elementen aanraakte: leven en werk van een auteur – titel – stijl – inhoud van het werk – intentie van de auteur. Bij deze inleiding inspireerden de professoren zich op Aristoteles, die eveneens op een dergelijke manier te werk ging. Na die inleiding werd de eigenlijke tekst dan gelezen waarbij waarschijnlijk vóór elke paragraaf een korte samenvatting werd gegeven van die paragraaf. Daarna declameerde de docent het Grieks met volkstalige uitspraak, gevolgd door een Latijnse woord-voor-woord-vertaling en parafrase. De studenten noteerden de woord-voor-woord-vertaling vaak interlineair in hun tekstboeken en de parafrase kwam doorgaans in de marge te staan. In die parafrase werd de inhoud verklaard: de professor legde de realia en andere aspecten van de tekst uit, zoals spreekwoorden of moeilijke taalvormen. Na de 16de eeuw is het, zoals gezegd, onduidelijk hoe de klaspraktijk eruitzag, maar het is zeker mogelijk dat het onderwijs van de 17de eeuw nog deels overeenstemde met dat van de 16de eeuw. Uit dit overzicht blijkt duidelijk dat in het Collegium Trilingue reeds de basis werd gelegd voor een methode die tot op vandaag doorleeft. Colleges Griekse literatuur worden nu immers nog steeds op gelijkaardige wijze gedoceerd, al zijn er uiteraard ook de nodige verschillen. Zo wordt bijvoorbeeld het Latijn niet langer als onderwijstaal gebruikt, maar het Nederlands.

Overzicht professoren Grieks

Petrus Stockmans, professor Grieks aan het Collegium Trilingue, ets door Jacob Harrewijn.
  • 1518-1545 Rutgerus Rescius
  • 1523-1528 Joachimus Fortius Ringelbergius Andoverpianus
  • 1545-1560 Hadrianus Amerotius
  • 1560-1578 Theodoricus Langius
  • 1578-1590 Guilielmus Fabius
  • 1591-1596 Gerardus Corselius
  • 1606-1607 Henricus Zoesius
  • 1609-1632 Petrus Castellanus
  • 1632-1643 Petrus Stockmans
  • 1643-1652 Mathieu Theige
  • 1652-1654 Joannes Normenton
  • 1654-1664 Bernardus Heymbachius
  • 1664-1680 Joannesde Hamere
  • 1681-1690 Rutgerus van den Burgh
  • 1683-1722 Franciscus Martin
  • 1723-1732 Franciscus Audenaert
  • 1723-1740 Franciscus Claude de Guareux
  • 1741-1782 Joannes-Baptista Zegers
  • 1782-1787 Joannes Hubertus Josephus Leemput
  • 1790-1791 Joannes-Baptista Cypers
  • 1791-1797 Antonius van Gils

Hebreeuws

Van de drie talen gingen de lessen Hebreeuws als eerste van start. Nadat Erasmus in 1517 duidelijk had gemaakt dat de gratis lessen zo snel mogelijk moesten beginnen, werd begin maart 1518 de eerste les Hebreeuws gegeven door Matthaeus Adrianus. Adrianus was een joods arts, die zich bekeerd had tot het christendom. Hij was afkomstig uit Spanje en had kennis van het Hebreeuws en – volgens zijn tijdgenoten – eerder rudimentaire kennis van het Latijn. In Bazel had Adrianus reeds enige onderwijservaring opgedaan. Er werden kosten noch moeite gespaard om hem aan boord te halen. Zo werd er niet alleen een Hebreeuwse Bijbel aangekocht, maar ook kandelaars en houten banken. Dat laatste is opmerkelijk, aangezien in die tijd studenten meestal op de grond zaten. De lessen kenden meteen grote bijval, waardoor men op zoek moest gaan naar een groter gebouw en bijkomende zitbanken. Men verhuisde van het huis van Walter de Beka in de Schrijnstraat naar het huis van Jacobus van Rijn. Ondanks de vele inspanningen die men had aangedaan om Adrianus aan te trekken, verdween hij plots in 1519, om later op te duiken in Wittenberg bij Luther. Hij had een hoop schulden en bovendien betichtte men hem van alchemie en magie. Zelf legde Adrianus de reden voor zijn vertrek bij zijn redevoering, waarin hij het belang van kennis van het Grieks, Latijn en vooral van het Hebreeuws voor theologen benadrukte. Die redevoering zou de theologen dermate ontstemd hebben, dat Adrianus niet anders kon dan vertrekken.

Adrianus werd opgevolgd door de Engelsman Robert Wakefield, die op zijn beurt na vier maanden werd opgevolgd door zijn landgenoot Robert Shirwood. Latere professoren Hebreeuws waren onder andere Johannes Campensis, Campensis’ opvolger Andreas Gennepius Balenus en diens opvolger Johannes Guilielmius Harlemius. Tijdens het professoraat van Campensis gaf ook Nicolaus Clenardus, die zelf gestudeerd had aan het Collegium Trilingue, privélessen Hebreeuws. Ook de Duitse rabbijn Johannes Isaac Levita, die zich tot het christendom had bekeerd, hield zich tot 1551 bezig met het doceren van de Hebreeuwse taal. Hij was meegereisd met Balenus om hem te assisteren en heeft wellicht samen met Balenus colleges Hebreeuws verzorgd. In 1552 publiceerde hij een Hebreeuwse grammatica die herdrukken kende in Keulen en in Antwerpen bij Plantijn. Volgens Valerius Andreas bestond die grammatica vooral uit nota’s van Balenus. In 1601 werden de lessen aan het Collegium Trilingue onderbroken omwille van de Tachtigjarige Oorlog. Op dat moment was Petrus Pierus a Smenga hoogleraar Hebreeuws. De lessen Hebreeuws werden in 1612 hernomen met Valerius Andreas, die vele decennia hoogleraar Hebreeuws was. Ook Josephus Abudacnus (alias Barbatus) en Andreas’ opvolger Johannes Sauterus verzorgden in die tijd colleges Hebreeuws. Abudacnus, een Koptisch christen, was evenwel nooit officieel docent aan het Trilingue.

De docenten in de tweede helft van de 17de en in de 18de eeuw hadden vaak andere academische bezigheden en de colleges Hebreeuws waren voor hen eerder bijzaak. Een uitzondering daarop vormt de Leuvense hebraïst Jean-Noël Paquot, die actief het Hebreeuws bestudeerde en doceerde. Zo produceerde hij opnieuw leermateriaal voor de studie van het Hebreeuws (onder andere Psalmcommentaren en woordenlijsten) na een lange periode waarin geen didactisch materiaal is geschreven. Na Paquot gaven onder andere Gerardus Deckers, Joseph Benoit de Mazière en Étienne Heuschling nog lessen Hebreeuws, maar de studie van het Hebreeuws had veel aan belang ingeboet. De lessen Hebreeuws dienden zelfs regelmatig gestaakt te worden bij gebrek aan studenten. Pas na de heroprichting van de nieuwe Katholieke Universiteit in 1834 werd het Hebreeuws opnieuw op hoog niveau gedoceerd. Na de afschaffing van het Collegium Trilingue werd het Hebreeuws nu, samen met andere oosterse talen, aan de Faculteit Theologie onderwezen.

De studie van het Hebreeuws (en het Grieks) aan het Drietalencollege verliep niet zonder weerstand. Vooral de opkomst van het protestantisme zorgde voor problemen. Net als de humanisten, stonden de protestanten een terugkeer naar de bronnen voor. Zij combineerden dat echter met een oproep tot kerkhervorming en scheurden zich uiteindelijk af van de katholieke kerk. Bijgevolg werd iemand die interesse had voor het Hebreeuws al snel verdacht van protestantse sympathieën. Als reactie op dat protestantisme beklemtoonde de katholieke kerk de centrale plaats van de Latijnse Vulgaatvertaling van de Bijbeltekst. Dat was echter niet bevorderlijk voor de zelfstandige studie van de Hebreeuwse taal en literatuur. Door die religieuze conflicten gebeurt er in de 17de en begin 18de eeuw dan ook weinig vernieuwends in de hebraïstiek te Leuven. Midden achttiende eeuw vergroot het belang van het Hebreeuws opnieuw, met onder andere de komst van Paquot. Kennis van het Hebreeuws en het Grieks zijn bovendien voortaan verplicht voor doctorandi in de theologie.

Daarnaast was er ook verzet van de Artesfaculteit en de theologen. Die laatsten waren van oordeel dat het Hebreeuws, de taal van de in hun ogen perfide joden, niet superieur is aan het Latijn. In 1553 vindt zelfs een verbranding plaats van Hebreeuwse boeken en handschriften. De theologen, onder leiding van Jacobus Latomus, stelden dat kennis en studie van het Latijn volstond voor de studie van de Bijbel. Erasmus reageerde daarop in zijn Apologia door te stellen dat de studie van het Latijn, Grieks en Hebreeuws inderdaad niet onmisbaar is voor alle onderdelen van de theologie, maar wel voor de studie van de Bijbel. Die reactie maakte de tegenstand van de theologen alleen maar groter. De Artesfaculteit was aanvankelijk tegen de aanvaarding en incorporatie van het Collegium door de universiteit. De Artesfaculteit wilde inspraak en controle hebben over het college, wat de uitvoerders van het testament van Busleyden afwezen. Zij beslisten om een zelfstandig college in een eigen gebouw te starten. Tijdens de verdere onderhandelingen over de aanvaarding van het Drietalencollege door de universiteit, speelden bovengenoemde religieuze conflicten een aanzienlijke rol. Zo eiste de Artesfaculteit na een ongelukkig incident nog een herziening van het akkoord dat kort daarvoor bereikt was. Uiteindelijk werd het Collegium Trilingue in 1520 door de universiteitsraad aanvaard als talenschool en als college. Het Collegium mocht evenwel nooit tot een pedagogie worden omgevormd.

Het doel van de leerstoel Hebreeuws was duidelijk humanistisch: het lezen van het Oude Testament in het oorspronkelijke Hebreeuws om op die manier tot een beter begrip van de Bijbeltekst te komen. Men wilde "Ad fontes" gaan. Verschillende professoren van het Collegium Trilingue wijzen in hun werk op de status en het belang van kennis van de Hebreeuwse taal voor de theologie. Onder andere Matthaeus Adrianus en Valerius Andreas spreken hun lof uit op het Hebreeuws in publieke redevoeringen en de Engelsman Robert Wakefield ziet het Hebreeuws zelfs als superieur tegenover andere talen, omdat het reeds in het aards paradijs gesproken werd.

In de colleges lag de nadruk dan ook vooral op het verwerven van de nodige leescompetenties en minder op het spreken, horen of schrijven van het Hebreeuws. Om de Hebreeuwse Bijbelteksten te kunnen lezen was een goede kennis van het lexicon, de morfologie en de syntaxis noodzakelijk. De Leuvense studenten hadden echter geen basiskennis van het Hebreeuws, in tegenstelling tot het Latijn en, tot op zekere hoogte, het Grieks. Men moest dus beginnen bij het begin: het alfabet. Hierbinnen moet ook Alphabetum Hebraicum van Matthaeus Adrianus worden gekaderd: hij liet in 1518 de lettertekens met uitspraak en betekenis op één bladzijde drukken bij Dirk Martens.

Het is onduidelijk of de studenten de grammatica en het lexicon van het Hebreeuws op een deductieve of eerder inductieve manier kregen aangeleerd. Algemeen gaat men ervanuit dat eerst de basis van de grammatica deductief werd aangeleerd en dat men vervolgens overging tot de intensieve lectuur van teksten, waarbij men op een eerder inductieve manier te werk ging. Het collegedictaat dat de neerslag vormt van een les van Balenus en het exemplaar van een Hebreeuws-Latijnse uitgave van de Bijbelboeken Prediker en Hooglied in de Leuvense Universiteitsbibliotheek lijken dat alvast te suggereren. Bij de lectuur bood de docent een letterlijke vertaling en taalkundige toelichting van elk afzonderlijk woord. De structuur van de colleges was dus mogelijk als volgt: samenvatting – vertaling – verklarende noten. Het gebruik van een samenvatting of argumentum, waardoor de lezer al vertrouwd raakt met de inhoud van de tekst, kwam meer voor in het taalonderwijs vanaf de zestiende eeuw.

Overeenkomstig de humanistische doelstelling van de colleges Hebreeuws, was het doel niet kennis van het Hebreeuws op zich, maar een kritische omgang met de Bijbeltekst, met de Vulgaat als referentiepunt. Inhoudelijk las men dus vooral Bijbelse teksten. Sommige latere joodse teksten waren waarschijnlijk wel gekend, maar werden wellicht niet behandeld in de lessen. De meeste aandacht werd besteed aan het boek Psalmen en waarschijnlijk het boek Prediker.

Overzicht professoren Hebreeuws

  • 1518-1519 Mattheus Adrianus
  • 1519-1519 Robertus Wackfeldus
  • 1519-1519 Robertus Shirwodus
  • 1520-1531 Johannes Campensis
  • 1532-1568 Andreas Gennepius
  • 1568-1569 Johannes Guilielmus Harlemicus
  • 1569-1577 Petrus Pierius a Smenga
  • 1612-1655 Valerius Andreas
  • 1656-1679 Jannes Sauterus
  • 1679-1704 Joannes Herrys
  • 1704-1723 Joannes Guillielmus van Hove
  • 1726-1750 Gilbertus Joseph Hagen
  • 1755-1772 Jean-Noël Paquot
  • 1774-1782 Gerardus Deckers
  • 1782-1786 Josephus Benedictus de Mazière
  • 1790-1797 Stephanus Heuschling

Aantrekkingskracht

Het Drietalencollege probeerde met een vernieuwende methodologie, een nauwgezette literaire exegese en een gevarieerd lectuurprogramma de culturele en politieke elite van de daaropvolgende generaties te vormen. Het Drietalencollege zou niet alleen cruciaal worden voor de studie van de oude talen (Latijn, Grieks en Hebreeuws), maar vormde tegelijk ook intellectuelen die grote geleerden zouden worden in andere domeinen van de wetenschap. Om dit te verwezenlijken gooide men alle middelen in de strijd. De inspanningen van Erasmus zouden hun vruchten afwerpen: de impact van het Drietalencollege was zichtbaar in het hele Europese academische landschap van de 16de eeuw. Het is een feit dat het internationale karakter en de directe algemene invloed van het Collegium Trilingue zich voornamelijk doen gelden in deze tijdsperiode.

De internationale aantrekkingskracht van het Collegium Trilingue blijkt vooral uit de lof op het Trilingue van de dichter Helius Eobanus Hessus (1519), Viglius’ dankbrief aan Nannius (1556), het Album amicorum of ‘vriendenboek’ (1571-1572) van Frederik van Reede van Amerongen (1550-1611) en de lof op het Trilingue van Nicolaus Curtius (1573).

De lof op het Collegium Trilingue door de dichter Helius Eobanus Hessus (1488-1540)

Hessus had gestudeerd aan de universiteit van Erfurt in Thüringen en in 1518 werd hij daar benoemd tot professor Latijn. Hij stond bekend als de meest vooraanstaande Latijnse dichter in het Duitse taalgebied. Erasmus had in hem ‘een nieuwe Ovidius’ gezien.[3] Hessus wilde graag kennis maken met Erasmus, om zo zijn eigen naam te vereeuwigen. Hij ging op reis, op zoek naar Erasmus, en werd op 18 oktober door Erasmus ontvangen. Hessus schreef zijn reisverslag in 528 hexameters. In zijn Hodoeporicon beschrijft Hessus zijn aankomst in Leuven (vv. 373-382): hier beschrijft hij de ‘prachtige gebouwen’ van Leuven en de ‘topuniversiteit waardoor de stad floreert’: ‘Zij onderscheidt zich dan ook door mannen die zich niet enkel toeleggen op de geheimen van de Latijnse taal en stijl, maar die zich ’s nachts kunnen buigen over Griekse teksten en zich zelfs aftobben op het domein van het Hebreeuws. In hun roemrijke school kunnen zij dus in alle opzichten wedijveren met het oude Athene’. Natuurlijk was het Collegium Trilingue pas van start gegaan, dus de lofzang van Hessus was vooralsnog weinig realistisch maar eerder een mooie toekomstdroom.

De dankbrief van Viglius van Aytta aan Nannius

Op 8 november 1556 schreef Viglius een dankbrief aan Petrus Nannius, professor Latijn in het Collegium Trilingue. Viglius was een van de vele beroemde studenten aan het college en ten tijde van deze brief stond hij aan de top van zijn politieke carrière in de Habsburgse Nederlanden. Hij was vrienden met Andrea Alciato (1492-1550) en Erasmus. Nannius had in 1556 een nieuwe Latijnse vertaling van het oeuvre van de vierde-eeuwse kerkvader Athanasius van Alexandrië gestuurd naar Viglius. In zijn dankbrief laat Viglius zijn appreciatie voor het werk van Nannius blijken, aangezien ieder die Latijn makkelijker leert dan het Grieks baat zou hebben bij zijn werk. Na deze dankbetuiging begon hij een nieuw thema: de Leuvense universiteit en het Collegium Trilingue. Nannius had eerder Viglius zelf bedankt voor zijn inspanning voor de universiteit. Viglius reageert bescheiden en prijst vooral koning Filips II voor het bevorderen van de letteren. Eveneens belooft hij Nannius erop toe te zien dat het Collegium Trilingue en zijn professoren niet vergeten zouden worden. Zijn tijd aan het Drietalencollege was cruciaal voor Viglius’ ontplooiing en latere carrière: hij gebruikte gretig Goclenius’ methode van het lezen van moeilijke teksten. Bovendien werd hij doordrenkt met de humanistische idealen die invloed bleven hebben, zowel in zijn literaire als politieke activiteit.

Frederik van Reede van Amerongen en zijn ‘Album amicorum’

Van Reede was een oud-student aan het Drietalencollege. Zijn ‘album’ werpt een nieuw licht op de academische en sociale onderlinge groepen en in het bijzonder op de geschiedenis van het Drietalencollege in de jaren 70 van de 16de eeuw. Het vriendenboek bestaat uit 57 folia met de namen van medestudenten. Opvallend zijn de adellijke namen: Karel van Croÿ (1560-1612), zoon van de hertog van Aarschot, Karel van Hamal (1551/1555-1582), baron van Monceau, en Adolphus en Petrus vander Heyden uit Antwerpen. Uniek is dat ook al de bekende professoren van het Drietalencollege van die tijd in dit album een persoonlijke notitie hebben gemaakt, en dan wel in het Latijn, Grieks en Hebreeuws, geheel in lijn met de eigen geest van het Drietalencollege. Hieruit blijkt heel duidelijk het internationale karakter van het college: Cornelius Valerius (1512-1578) was leermeester van onder meer Joris van Oosterwijk, Filips Willem van Oranje (1554-1618) en Justius Lipsius (1547-1606). Willem Canter (1542-1575), afkomstig uit Utrecht (stad), was privédocent Grieks van Van Reede. Ook Theodoricus Langius, afkomstig uit Enkhuizen, was er professor Grieks (1560-1578). Professor Petrus Pierius a Smenga (1540-1601) heeft een Hebreeuwse bijdrage geleverd. Kortom, dit historische document getuigt van een opvallende aanwezigheid in Leuven van (adellijke) Noord-Nederlandse studenten en professoren in de tweede helft van de 16e eeuw.

De lof op het College Trilingue van Nicolaus Curtius: 1573

Nicolaus Curtius, of Nicolaus Kurz, was afkomstig uit Borr nabij Keulen en studeerde theologie en onderrichte in Leuven (samen met zijn vriend Ernst von Mengersdorf). Mede door de belegering van Leuven in 1572 door Willem van Oranje trok de stad en de Leuvense universiteit minder studenten aan en raakte zij in financiële problemen. Daarom heeft zij in 1574 Nicolaus Curtius negen ponden betaald voor zijn boek waarin hij de stad en de universiteit eert. Dit boekje bestond uit een prozatekst aan Viglius van Aytta (1573), een duizend regels tellend gedicht van Curtius zelf en het oudere Carmen de laudibus amoenissimi Lovanii van Hadrianus Barlandus (1486-1538). Het gedicht van Curtius behandelt de oude geschiedenis en prijst de Belgae ('Belgen') voor hun pietas (‘vroomheid’), ubertas (‘overvloed’), navigatio (‘stuurzaamheid’) en amor in studia (‘liefde voor studies’). Hij prijst Leuven, ‘huis der studies’, en haar talloze colleges. Ook volgt er een deel met veel lof op Elbertus Leoninus (1519-1598), op de schoonheid en goede ligging van Leuven, op de lieflijkheid van de Belgische meisjes en hun kuisheid, op de goede lucht in Leuven en op het Leuvense stadsbestuur. Ook de professoren theologie en rechten worden geprezen, evenals enkele medici. De professoren van het Trilingue krijgen eveneens lof, met name Petrus Pierius a Smenga (Hebreeuws), Theodoricus Langius (Grieks) en Cornelius Valerius (Latijn). Ook de studenten krijgen lof, en dan met name voor hun keurig en verzorgd taalgebruik. Hier zien we dus dat de Leuvense reputatie zich ook deed gelden onder de geleerden in Duitsland.

Invloed van het Drietalencollege

Filologie en Bijbelstudie

De filologie is een tak van de taalkunde, waarin men vooral aandacht besteedt aan de manier waarop we met oude teksten moeten omgaan: de filoloog moet teruggaan tot de oorspronkelijke bronnen van teksten. Tijdens de Renaissance kreeg de filologie een belangrijkere plaats in literaire studies, maar ook in de Bijbelstudie. Humanisten streefden ernaar om Bijbelteksten te kunnen lezen in de brontaal. Deze methode stond in scherp contrast met vroegere perioden, toen men hoofdzakelijk beroep deed op de Vulgaat. Erasmus zelf beschouwde de Vulgaat als een filologische absurditeit. Daarom zette hij in op de studie van het Hebreeuws. Bij de stichting van het Drietalencollege, was het een van de eerste instellingen waar Hebreeuws onderricht werd in een universitaire context. De inspanningen van docenten en studenten beperkten zich echter niet alleen tot de Hebreeuwse taal, maar hebben ook een onschatbare bijdrage geleverd aan de ontwikkeling van academische Bijbelstudies in de zestiende eeuw, mede door het publiceren van Bijbelcommentaren en -edities.

Doordat het Drietalencollege vooral inzette op het lezen van de bronteksten, stonden de leescompetenties van studenten centraal. Waarschijnlijk leerden studenten Hebreeuws aan de hand van letterlijke Latijnse vertalingen en toelichtingen bij de tekst. Het is dan ook niet verrassend dat er vele vertalingen zijn waarbij het Latijn en Hebreeuws naast elkaar staan: de meest bekende Hebreeuws-Latijnse interlinaire editie is het zevende deel van de Biblia Regia (1568-1573), gedrukt bij Plantijn (1520-1589) dankzij de inspanningen van talrijke alumni van het Drietalencollege. De uitgave omvatte ook een Grieks-Latijnse uitgave van het Nieuwe Testament.

Het Drietalencollege had ook direct invloed op de Bijbelexegese. De jezuïet en latere kardinaal Robertus Bellarminus (1542-1621) had Grieks en Hebreeuws gestudeerd bij zijn ordegenoot Johannes Guilielmus Harlemius, die aan het Drietalencollege had gestudeerd. Bellarminus publiceerde een Hebreeuwse grammatica en ook exegetische studies (onder meer over de Psalmen). Cornelius a Lapide (1567-1637) had een nog grotere invloed op de katholieke exegese door zijn Bijbelcommentaren, waarbij hij weliswaar uitging van de Latijnse Vulgaatvertaling maar toch een vertrouwdheid met het Hebreeuws aan de dag legde.

Van belang voor de tekstkritiek was Justus Lipsius. Toen hij was afgestudeerd aan het Drietalencollege, publiceerde hij de Variarum lectionem libri IIII: hij legde – nog tijdens zijn studies – lijstjes aan met probleempassages in gelezen teksten waarvoor hij dan een oplossing of verklaring probeerde te vinden. In boek 1, 3 en 4 voorzag Lipsius deze passages van tekstkritische opmerkingen en oplossingen. Deze fragmenten kwamen uit auteurs als Cicero, Catullus, Tibullus en Varro. Deze tekstkritische bezigheid diende om de lezer tot een beter tekstbegrip te doen komen of archaïsche woorden toe te lichten. Daarnaast deed Lipsius aan een vergelijkende studie: zo toont hij aan dat fragmenten van Cicero parallelplaatsen zijn van Griekse redenaars als Demosthenes en Aeschines.

Deze nieuwe werk- en studiemethode van het College zorgde voor een totale ommekeer in de taalstudie en bracht vele uitmuntende latinisten en hellenisten voort, die vanuit Leuven over heel Europa uitzwermden. De studenten en docenten hadden immers nauw internationaal contact met andere humanisten. Maar het succes bleef niet beperkt tot de Latijnse, Griekse en Hebreeuwse taalstudie. Deze nieuwe methode had ook op andere wetenschapsgebieden even diepgaande gevolgen.

Wetenschappen en de nieuwe methode

Geïnspireerd door onder andere Rudolf Agricola (1443-1485) deden de ideeën en de methode van Erasmus het dogmatische gedachtegoed van de toenmalige academische wereld op haar grondvesten daveren. Erasmus legde in zijn Ratio seu methodus compendio perveniendi ad veram theologiam (1518) zijn baanbrekende methode uit om niet zomaar blindelings stellingen van anderen te aanvaarden en niet te vertrouwen op autoriteit van anderen, maar juist meer te vertrekken vanuit eigen onderzoek en vanuit eigen lectuur van het object zelf. Hij stelde de toenmalige pedagogische methodes, die vooral waren gebaseerd op memoriseren, in vraag, omdat men op die manier geen kritische geesten vormt. Zijn ultieme doel was om via het onderwijs de maatschappij te hervormen en studenten de wereld in te sturen die voor het eerst vertrouwden op hun eigen kunnen en intellect in plaats van achteloos ideeën van anderen te verkondigen. Zo was het zonder het gedachtegoed van Erasmus bijvoorbeeld ondenkbaar geweest dat Andreas Vesalius (1514-1564), de grondlegger van de anatomie, met zijn autopsieën zo'n grote invloed had gehad. Dankzij de methodes van Erasmus is er een nieuwe vorm van wetenschapsbeoefening ontstaan: het ging om het zelf onderzoeken van de werkelijkheid in plaats van te steunen op het gezag van de ouden. In die tijd waren de medische inzichten van Galenus bijvoorbeeld nog altijd van kracht. Maar dat veranderde met Vesalius. Helemaal in lijn met het humanistische ideaal ging hij zelf op zoek: hij zou met zijn eigen onderzoek medische vragen van een antwoord voorzien. In zijn De humani corporis fabrica (1543) beschreef hij hoe hij de werking van het bewegingsstelsel met spieren en pezen onderzocht. Hij begon te twijfelen aan de anatomische kennis van Galenus en besloot de anatomie zelf te onderzoeken. Hiervoor ging hij over tot het stelen van lijken om daarop zijn dissecties uit ze voeren, waarbij er toekijkers en tekenaars aanwezig waren om alles vast te leggen. Waar Galenus nog dissecties deed op apen, ging Vesalius echte mensenlichamen gebruiken voor zijn anatomiestudies.

Onderzoek op basis van eigen waarneming groeide uit tot de centrale methode in de hele wetenschappelijke revolutie van die tijd, en niet alleen in Leuven: deze methode reikte zelfs tot over heel Europe. In Portugal, bijvoorbeeld, werd in 1530 deze aanpak door Diogo de Murça (†1561), die zijn doctoraat in de theologie in Leuven had gehaald, “o método lovaniense” (‘de Leuvense methode’) genoemd. Met zijn vriend Brás de Barros (1500-1559) ging Diogo terug naar Portugal om met zijn in Leuven opgedane kennis het klooster in Penha Longa hervormen.

Deze nieuwe methode heeft bijgedragen tot de creatie van een aantal nieuwe onderzoekstakken; onder meer de oosterse studies (Andreas Masius, 1514-1573), de studie van de liturgie (Joris Cassander, 1513-1566), de studie van de patristiek (bijv. Jan Lievens, 1546/1547-1599) en ook de epigrafie door Stephanus Pighius (1520-1604) en Martinus Smetius (1525-1578). Bovendien zijn er nog andere invloedrijke beroemde leerlingen van het Collegium Trilingue geweest: bijvoorbeeld Justus Lipsius, een van de belangrijkste exponenten van het neostoïcisme en iemand die erg invloedrijk was als politiek denker. Andere bekende leerlingen waren onder meer de schrijver van het eerste woordenboek Cornelis Kiliaan (1528-1607); rechtsgeleerden Gabriël Mudaeus (1500-1560) en Viglius van Aytta (1507-1577); plantkundigen Rembert Dodoens (1517-1585) en Carolus Clusius (1526-1609); aardrijkskundigen Gemma Frisius (1508-1555) en Gerard Mercator (1512-1594), die in zijn geografische ondernemingen werd gestimuleerd door Amerot, professor Grieks aan het Collegium Trilingue.

Overzicht vooraanstaande alumni

Het Drietalencollege als institutioneel voorbeeld

Als instelling heeft het Drietalencollege ook invloed gehad. Zo werd het Collège Royal in Parijs onder invloed van Guillaume Budé (1467-1540) in 1530 onder koning Frans I (1494-1547) naar het Leuvense voorbeeld opgericht. Dat het Drietalencollege als voorbeeld gold, blijkt ook uit het feit dat Leuvens professor Grieks Rutger Rescius kandidaat was om professor Grieks te worden aan dat Collège Royal. Door het humanisme geïnspireerd werd de school naar voren gebracht als een soort alternatief van de Sorbonne om de studies van het Hebreeuws, van het Grieks en van de wiskunde te bevorderen. Naast het Collège Royal heeft het Drietalencollege ook nog model gestaan voor een aantal andere colleges: zowel het college in Doornik van 1525 als het Collegium Bilingue te Brugge. Bovendien blijkt de institutionele impact van het Collegium Trilingue ook uit het initiatief om de universiteit van Dole, in Bourgondië, naar Leuvens voorbeeld in te richten. Maar ook in Duitsland had het Drietalencollege invloed: in 1518 werd naar voorbeeld van de Leuvense inrichting in de Duitse universiteit van Wittenberg ook een leerstoel Hebreeuws ingericht. Het is aan deze universiteit dat Philipp Melanchthon (1497-1560) professor Grieks werd en nog twee grammatica's, een Griekse en een Latijnse, schreef.

Door de oprichting van dergelijke colleges in navolging van het Drietalencollege en door het voortbrengen van talrijke kritische wetenschappers en geleerden heeft de taalkundige Renaissance een ware wetenschappelijke revolutie mee mogelijk gemaakt.

Bibliografie

  • Henry DE VOCHT, History of the Foundation and the Rise of the Collegium Trilingue Lovaniense 1517-1550, Humanistica Lovaniensia, 120-13, 4 vols., Leuven, 1951-1955.
  • Felix NÈVE, Mémoire historique et littéraire sur le Collége des Trois-Langues à l’Université de Louvain, Brussel, 1856.
    Google Books
  • Jan PAPY, Erasmus’ droom: Het Leuvense Collegium Trilingue 1517-2017. Catalogus bij de tentoonstelling in de Leuvense Universiteitsbibliotheek, 18 oktober 2017 - 18 januari 2018. Leuven, Paris & Bristol, CT: Peeters, 2017a.
  • Jan PAPY, Het Leuvense Collegium Trilingue 1517-1797: Erasmus, humanistische onderwijspraktijk en het nieuwe taleninstituut Latijn - Grieks - Hebreeuws. Leuven, Paris & Bristol, CT: Peeters, 2017b.
  • Jan PAPY & Raf VAN ROOY, "De heilige Drietaligheid: 500 jaar Leuvens Collegium Trilingue", Uit het Erasmushuis 7 (2017), 151-156.

Externe link

Noten

  1. Uit een brief van Thomas More aan Erasmus, dd 17.2.1516 (Allen, II, 388), geciteerd in Papy (2017a: 24).
  2. Het is een van de laatste renaissancegebouwen in Leuven en staat aan de Busleydengang, bereikbaar vanaf de Vismarkt.
  3. P.S. Allen, Letters of Erasmus, ep. 871.