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Gorgias von Leontini (Altgriechisch: Γοργίας ο Λεοντίνος) (um 480 – 376 v. Chr.), war ein griechischer Redner, Sophist und Salbei.
Gorgias wurde geboren in Leontinit (auf Sizilien). Er kam rein 427 v.Chr. als Gesandter in seine Heimatstadt erstmals in Athen wo er bei späteren Besuchen mit seinem melodiösen Stil großen Eindruck machte; Reich an Antithesen, rhythmische Parallelität, Reim und Assonanz (= das σχήματα Γοργιεία oder „Gorgianische Redewendungen“). Gorgias wird wie der Vater der Rhetorik berücksichtigt.
Aus literarischer Sicht schrieb er schöne rhetorische Werke, opferte dabei aber oft Substanz dem Stil. Schließlich war sein kultivierter Stil in erster Linie auf Überzeugungskraft und Wirkung ausgerichtet.
Philosophisch können wir von Gorgias sagen, dass er ein großer Verfechter der Demokratie früher gewesen. Das Wort nahm einen äußerst wichtigen Platz in der athenischen Demokratie ein, die ja auf Diskussion und Konsultation beruhte. Bei einer solchen Diskussion war es natürlich wichtig, den eigenen Fall so gut wie möglich darzustellen, um die Leute von Ihren Ideen zu überzeugen. Gorgias hielt es in diesem Zusammenhang für wichtig, Menschen in Rhetorik zu schulen, damit sie sie nicht einfach auf der politischen Bühne oder vor Gericht über sich ergehen lassen. Was Gorgias noch wichtiger macht, ist, dass er nicht glaubt not in der Existenz einer objektiven Wahrheit. Laut Gorgias gibt es nur Meinungen und Ansichten. Rhetorik bedeutet für ihn daher nicht, die Wahrheit zu verkünden, sondern die Menschen von der eigenen Idee oder Sichtweise zu überzeugen – diese Sichtweise finden wir in einem philosophischen Werk mit dem paradoxen Titel Über die Natur oder über das Nicht-Sein, wo er, die Thesen der eleaten bis ins Absurde reichen, sind ontologisch und erkenntnistheoretischeSkepsis in drei Punkten:
- 1° - Da ist nichts.
- 2° - Wenn es etwas gab, konnten wir es nicht wissen.
- 3° - Wenn wir es wissen könnten, könnten wir es nicht kommunizieren.
Außerdem sind zwei weitere Reden von Gorgias erhalten geblieben: die Helena und der Palamedes. Durch solche Musterreden soll er seinen Schülern die Kunst der Rhetorik beigebracht haben. Durch die Verteidigung des Bekannten Helena er erlaubte seinen Schülern, sich auf seine Rhetorik zu konzentrieren. Auch die Geschichte von Palamedes war bekannt.
Gorgias' Einfluss auf seine Zeitgenossen war sehr groß. Im nach ihm benannten Dialog dialogue Gorgias zieht Plato vehement gegen ihn und seine Ansichten.
In niederländischer Übersetzung
- Gorgien, Das Wort ist ein mächtiger Herrscher, übersetzt von Vincent Hunink, erklärt von Jeroen Bons und Jaap Mansveld, 1996. ISBN 9789065540584 (alle Reden und Fragmente)